die Sommerpause ist vorbei, der nächste Stammtisch steht an! Und es geht nochmal um das Thema GELD.

Ort: Wirtshaus Hasenheide, Nähe U-Bhf Hermannplatz, Hasenheide 18, 10967 Berlin

Zeit: Montag, 27.8., 20 Uhr

Wir wollen die Diskussion über die Frage „Was ist ein gutes Honorar? Und wie bekomme ich es?!“ vom letzten Stammtisch fortsetzen, die wir nur deshalb abgebrochen haben, weil es irgendwann spät wurde.

Das Orga-Team (Julia, Christoph, Karl) wird die Diskussion moderieren und Erkenntnisse aus dem Freischreiber-Honorar-Crashkurs mit Michael Obert einfließen lassen. In der Runde wollen wir uns zu unseren individuellen Verhandlungsstrategien und -erfolgen austauschen und – im Idealfall – konkrete Empfehlungen schriftlich festhalten.

Wir freuen uns auf einen angeregten, offenen Austausch!

Sagt bitte Bescheid, ob ihr kommt, damit wir entsprechend Platz
reservieren können. Kurzentschlossene sind aber wie immer auch willkommen.

Liebe Grüße von euren Freischreibern

Julia, Christoph und Karl

Eine Infrastruktur für freien Journalismus: Das hatten wir Freischreiber uns immer gewünscht. Die Freischreiber Tanja Krämer und Christian Schwägerl haben die Riffreporter gegründet. Heute sind sie Vorstände der Riff-Genossenschaft.  Das Riff wurde mit dem Netzwende-Award und dem Grimme Online-Award ausgezeichnet. Freischreiber-Vorstand Jakob Vicari hat bei Tanja Krämer nachgefragt, wie es ein Jahr nach dem Start aussieht.

(Bild: Deutsche Friedrich-Wilhelm-Raiffeisen-Gesellschaft/Tina Merkau) 

Verspäteter Glückwunsch zum Grimme Online Award. Geholfen, ernst genommen zu werden?

Tanja Krämer: Danke! Wir haben uns wirklich riesig gefreut! Tatsächlich haben wir das Gefühl, dass der Award noch etwas mehr zu unserer Sichtbarkeit beiträgt, vor allem, weil er auch zahlreichen LeserInnen ein Begriff ist. Aber er war auch für uns im Team und für alle Riff-AutorInnen ein großer Motivationsschub. 

Wie viele Riffreporter gibt es schon?

Tanja Krämer: Es gibt inzwischen rund 70 Autorinnen und Autoren, dazu kommen als RiffSupporter LeserInnen und Förderer, die ebenfalls Genossen geworden sind. Vieles passiert gerade im Hintergrund, weil einige KollegInnen erst interne Fragen klären oder sich um eine Startfinanzierung für ihre Projekte bemühen. Aber wir können versprechen: Auf unserer Plattform wird in den nächsten Monaten so einiges passieren.

Was überzeugt die Leser?

 Tanja Krämer: Viele LeserInnen, mit denen wir Kontakt hatten, freuen sich über die Ausgewogenheit der Artikel, auch ihre Ausgeruhtheit. Man merke, dass die AutorInnen wissen, wovon sie berichten. Das ist ja genau unser Ansatz: Die Expertise, die Freie in ihren jeweiligen Berichtsfeldern haben, wieder stärker sichtbar zu machen, eine kontinuierliche Berichterstattung zu ermöglichen, auch jenseits von aktuellen Aufhängern.

Ihr macht Journalismus für spitze Zielgruppen. Was funktioniert – und was eher nicht?

Tanja Krämer: Das ist eine gute Frage, auf die wir noch keine gute Antwort geben können. Noch sind viele der Angebote zu jung, um hier Erfahrungswerte zu ziehen. Daher bitte ich dich: Frag uns das noch einmal in einem Jahr. 

Was muss ich tun, um selbst Riffreporter zu werden?

Tanja Krämer: Du solltest eine Idee für ein journalistisches Projekt haben, von dem du überzeugt bist. Und dir Gedanken darüber machen, wen du damit erreichen willst und wie. Dann kannst du dich bei uns bewerben. Auf unserer Website gibt es alle Infos hierfür. 

Wer bei euch Autor werden will, muss erst mal zahlen. Das ist ungewöhnlich. 200 Euro Aufnahmegebühr, dazu noch mindestens 5 Genossenschaftsanteile zeichnen. Trotzdem habt ihr schon rund 70 Autoren gewonnen. Warum?

Tanja Krämer: Ja, die Anfangskosten erscheinen hoch. Aber journalistische Gründer sparen mit uns sofort sehr viel Geld, denn sie müssen keine eigene Publikationsseite programmieren lassen und sich nicht um Bezahlvorgänge und Abrechnungen kümmern. Das würde ein Vielfaches kosten. Außer dem Einstiegspreis gibt es zudem keine weiteren monatlichen Gebühren mehr, sondern nur noch eine Leistungsabgabe auf erzielte Gewinne. Und dafür bieten wir viel: Ein modernes CMS mit vielen individuellen Spielmöglichkeiten und vielfältigen und variablen Bezahlformen, die Abrechnung der Buchungen gegenüber den Lesern, die Ausschüttung der Gelder an die AutorInnen zum Beispiel. Und eine Gemeinschaft von Gleichgesinnten, die sich austauscht, sich gegenseitig mit Rat und Tat zur Seite steht und eine gemeinsame Vision verfolgt.

Wie sieht die Teamorganisation im kooperativen Journalismus aus?

Tanja Krämer: Wir haben eine Slack-Gruppe eingerichtet, auf der sich alle AutorInnen austauschen und gegenseitig unterstützen können, etwa beim Gegenlesen oder auch bei der Suche nach Experten. Außerdem gibt es inzwischen mehrere Arbeitsgruppen, die etwa Marketingideen entwickeln. Wie man die erwirtschafteten Einnahmen verteilt, kann jede Projektgruppe selbst entscheiden. Aktuell entwickeln wir hierfür ein spezielles Tool, das das Geld dann anschließend nach den festgelegten Regeln individuell ausschüttet.

Wer sollte jetzt schnell Riffreporter werden?

Tanja Krämer: Jede und jeder, die oder der eine tolle Idee und Lust hat, Teil unserer Gemeinschaft zu werden. Um so mit uns zusammen etwas für Freie zu bewegen.

Wo seht ihr Riffreporter in fünf Jahren?

Tanja Krämer: In fünf Jahren wollen wir neben dem deutschsprachigen Markt auch international auf Englisch mit unabhängigen Journalismusprojekten und internationalen Kooperationen präsent sein. Wir haben dann bewiesen, dass unser Geschäftsmodell funktioniert und dass Freie in Kombination mit ihrer Arbeit für Verlage und Sender selbst spannende, kreative und erfolgreiche journalistische Projekte realisieren können. Und dass sie damit auch Geld verdienen.

Thema: Journalisten als Marke

Davon hat jeder von uns Freien schon einmal gehört: Sich selbst zur Marke zu machen, um mehr Aufträge zu bekommen. Um sich besser am Markt und im Netz positionieren zu können. Um einen Wiedererkennungswert zu gewinnen.

Doch was hat das mit unserer eigentlichen Arbeit zu tun? Schließlich will man ja als Freier vor allem seinen Job machen, Artikel schreiben und Geschichten aufspüren.

Deshalb möchten wir der Frage nachgehen, was das überhaupt ist, eine Marke? Kann, soll und muss man als Freier selbst zueiner solchen werden? Und wenn ja: Wie geht das? Was gehört dazu und was nicht? Über diese Fragen wollen wir diskutieren und haben dazu zwei illustre Gäste eingeladen:

1. Die Agentur FLMH, die sich auf politische und gesellschaftliche Kommunikation spezialisiert hat. Die Experten erklären uns, was sie unter einer Marke verstehen, wie sie in ihrer Arbeit die Kernbotschaften von NGO’s, Verbänden und Stiftungen herausarbeiten und darstellen.

2. Daniel Bouhs: Er ist freier Journalist, der sich auf die Themen Medien, Digitales und Netz spezialisiert hat. Er hat es geschafft, dass er als „Experte“ betrachtet wird und gebucht wird.

Und dann haben wir natürlich noch uns und euch, die ja auch über reichlich Erfahrung verfügen, und diese Erfahrung soll ebenfalls zu Wort kommen und einfließen.

Bitte sagt kurz Bescheid, ob Ihr kommt.

Mail an: berlin-orga@freischreiber.de

Freie, die noch nicht bei den Freischreibern sind, uns aber gerne kennenlernen möchten, sind natürlich auch sehr willkommen.

Ort: „Wirtshaus Hasenheide“ in Kreuzberg, Hasenheide 18, in der Nähe von U Hermannplatz.

„Perspective Daily“ nennt sich ein neues, ambitioniertes Projekt aus Münster. Das Konzept sieht vor, „mit konstruktivem Journalismus nicht nur Probleme zu beschreiben, sondern auch Lösungen zu diskutieren, Hintergründe und Zusammenhänge zu vermitteln“. Noch bis zum 28. März läuft eine Crowdfunding-Kampagne, um 12.000 Mitglieder zu gewinnen. Wie die Redaktion mit Autoren arbeiten und Mitglieder einbeziehen will, erläutert Mitgründerin Maren Urner im Interview. (mehr …)

Wir gratulieren Freischreiber Jakob Vicari zur Auszeichnung „Wissenschaftsjournalist des Jahres“. Tusch!

Am Montag sind in Berlin die Preisträger in zwölf Kategorien vergeben worden. Gratulation auch an Anja Reschke, die als Journalistin des Jahres ausgezeichnet worden ist.

Das sagt die Jury zu Jakob Vicari (Kategorie Wissenschaft, Platz 1):

“Ein Ursuppe-Projekt macht anfassbar, was für ein großartiges Tool Vicari in diesem Jahr gelauncht hat. Das eigentlich Spannende an dem Experiment mit den fünf Urzeitkrebsen, die im Aquarium auf seinem Schreibtisch schlüpfen: Sie werden von Sensoren überwacht von der Geburt bis zum Tod, die Messungen werden direkt in eine Geschichte umgewandelt – automatisch. Vicaris Reporter.bot schafft ein ganz neues wissenschaftsjournalistisches Format: ,Sensor-Live-Reportage‘ nennt er das. Mit Internet-der-Dinge-Technologie, Sensordaten und Roboterjournalismus experimentiert er mit einer neuen Art, über Wissenschaft zu berichten. Der Reporter.bot hat eine erzählerische Stimme, humorvoll und sogar eine grafische Seite: eine robotergenerierte Comicszene.“

Außerdem haben wir noch weitere FreischreiberInnen auf der Preisträgerliste gefunden:

Pauline Tillmann (Deine Korrespondentin) in der Kategorie Entrepreneur mit Platz 3

Begründung: „Die freie Korrespondentin Tillmann wandelte sich 2015 zur Medienunternehmerin und probiert mit ihrem Startup ein digitales Magazin, in dem Frauen aus ihrer Sicht aus aller Welt berichten. Als eines der ersten journalistischen Startups überhaupt wurde Tillmanns Projekt in den Berliner Startup-Inkubator ‘Project Flying Elephant’ aufgenommen.“

Und Magarete Stokowski, Kategorie Unterhaltung, Platz 6:

“Erst ein paar Kolumnen für SpOn verfasst – und schon mehrfach der Leserschaft angenehm aufs Maul gehauen. Da sind Texte wie ‘Die Trottel hören zu‘ und ihr Talent, so klug die Lage zu analysieren und sich gleichzeitig auch noch zu hinterfragen. Ehrlich, wer so schreibt, dessen Texte wollen wir bitte noch viel öfter lesen. Die tun nämlich gut.”

Außerdem ist Fördermitglied Jens Weinreich in der Kategorie Team mit dem 2. Platz ausgezeichnet worden.

Begründung: “Es war die Sport-Enthüllung des Jahres, die weit mehr als ,nur‘ Fußballfans und Sportinteressierte bewegte: DieGeschichte über die schwarze Kasse beim DFB wird uns noch lange beschäftigen. Dem ‘Spiegel’-Team rund um Jörg Schmidt, Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch, Udo Ludwig und Rafael Buschmann, das seit Jahren an der Geschichte dran war und sich für das Finale mit dem freien Kollegen Jens Weinreich noch zusätzliche Expertise an Bord holte, gebührt das Verdienst, die Affäre, die den allmächtigen DFB erschütterte, ins Rollen gebracht zu haben.”

 

Wir gratulieren allen Preisträgern und wünschen gutes Gelingen für die Zukunft!

 

 

 

Der Monat endet in Hamburg mit einem ganz besonderen Stammtisch: Am Montag, 26. Oktober, wird der Freischreiber und freie Fotograf Uwe H. Martin einen Einblick in das Thema multimediales Storytelling geben.

Seine Multimedia-Reportagen setzt Uwe allein oder mit dem Bombay Flying Club um – unter anderem für die Süddeutsche Zeitung. Seine Langzeitdokumentationen widmen sich ökologischen und sozialen Themen wie den Folgen der globalen Baumwollproduktion.

Auf unserem Stammtisch wird Uwe verschiedene Projekte vorstellen und zeigen, was für die Umsetzung eigener Multimedia-Formate nötig ist. Wie wird ein Projekt konzipiert? Wer sind die Kunden? Und welche Rahmenbedingungen gibt es dafür?

Eigene Multimedia-Projekte umsetzen

Wer nach dem Abend Lust bekommen hat, eigene Projekte umzusetzen, kann das Handwerk in Uwe Kurs multimediales Storytelling an der Akademie für Publizistik lernen. Dort findet auch der Stammtisch statt.

Was: Multimedia-Abend
Wann: Montag, 26.10., um 19.30 Uhr
Wo: Akademie für Publizistik, Warburgstraße 8
www.akademie-fuer-publizistik.de
Wie: S-Bahn Hamburg Dammtor / U-Bahn Stephansplatz
www.google.de/maps/place/Warburgstraße+8,+20354+Hamburg/

Wir freuen uns wie immer über eine kurze Anmeldung per E-Mail an: hamburg-orga (at) freischreiber.de

Unser nächstes Freischreiber Rhein-Main-Thementreffen steht unter dem Motto: Kennen wir sie alle? Nutzen wir sie alle? Brauchen wir überhaupt alle? Für unseren Social Media-Abend ist der Mobile-Journalist und Freischreiber Kollege Julian Heck unser Expertengast. Er wird uns sortieren helfen und Anregungen geben: Wie man Social Media optimal nutzt – was zu wem passt – und wie man es schafft up to date zu bleiben ohne sich zu verzetteln. Termin: Dienstag, 28. Oktober um 19 Uhr.

Ort: Konferenzraum im Büro für Qualitätsjournalismus von „preiserconsorten“
Ostbahnhofstraße 15
60314 Frankfurt am Main
www.forum-qualitaetsjournalismus.de

Dauer etwa zwei bis drei Stunden mit open End für alle, die sich noch ein bisschen austauschen wollen – wer mag bringt wie immer Getränke und/oder Snacks mit…

Auch Nicht-Freischreiber sind herzlich eingeladen

mehr bei Sylvia.Meise(ät)t-online.de

Am 29. September feierte die deutsche Sektion der internationalen  Journalisten-Organisation „Reporter ohne Grenzen“ ihr 20-jähriges Bestehen mit einem Festakt in Berlin. Freischreiber war dabei und gratulierte herzlich.

Die Freischreiber gratulieren Reporter ohne Grenzen (RoG) zum 20-jährigen Jubiläum (v. l. n. r.): Henry Steinhau, Vorstand Freischreiber e.V.; Gemma Pörzgen, Vorstand RoG; Christian Mihr, Geschäftsführer RoG; Astrid Frohloff, Vorstandssprecherin RoG. FOTO: Franziska Senkel

Sie helfen Journalisten, die drangsaliert, verschleppt oder an der Ausübung ihres Berufs gehindert werden – vor Ort, mit wertvollen Informationen und Kontakten, oft auch in konkreter Aktion und mit Geld; sie setzen sich mit auffälligen und wirkungsvollen Kampagnen für Presse- und Informationsfreiheit ein; sie unterstützen Journalisten und Blogger, wenn diese in Krisengebiete fahren oder aus Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit berichten: Die Reporter ohne Grenzen.

Ende September feierte diese für Journalisten in aller Welt so wichtig gewordene Organisation das 20-jährige Bestehen ihrer deutschen Sektion. Es war ein entspannt-feierlicher,  informativ-festlicher Abend. In mehreren Redebeiträgen, Bühnen-Interviews und Video-Einspielern ließen die 1994 gegründeten deutschen Reporter ohne Grenzen ihre Entwicklung Revue passieren und würdigen. Ein Grußwort der weltweit tätigen Mutter-Organisation „Reporters sans frontières International“ brachte der aus Paris angereiste Generalsekretär Christophe Deloire mit, die Festrede hielt der ARD-Journalist Thomas Roth.

Wir Freischreiber sind mit den Reportern ohne Grenzen (RoG) mehrfach verbunden: So leistet die international renommierte, spendenfinanzierte Nicht-Regierungs-Organisation gerade für freiberufliche Kollegen eine wichtige, mitunter im Wortsinne lebenswichtige Unterstützung vor Ort in vielerlei Hinsicht. Einige Mitglieder der RoG sind auch bei den Freischreibern organisiert. Und nicht zuletzt ist „Freier Journalismus“ ja in doppelter Lesart zu verstehen – im Sinne wirtschaftlicher Unabhängigkeit genau so wie auf die Freiheit des Handelns jenseits politischer oder gar staatlicher Repressionen bezogen.

„Journalismus braucht Freiheit“ lautete daher der mit Blumen überbrachte Geburtstagsgruß der Freischreiber an die Reporter ohne Grenzen: für 20 Jahre wichtiges und wertvolles Engagement für die Freiheit von Journalisten. Herzlichen Glückwunsch!

 

Fast fünf Jahre liegt sie nun schon zurück, die Freischreiber-Studie von Isabelle Buckow – eine Online-Umfrage unter freien Journalisten, die im Sommer 2009 Mitglied bei den Freischreibern waren. Fünf (mehr …)

Was ist ‚torial?

>>’torial ist eine Website für Journalisten zum Präsentieren und Vernetzen.

Was bietet ‚torial?
>>Den schnellen, einfachen Aufbau eines Profils und eines Arbeitsportfolios im Netz. Dazu kann man auch Profile auf anderen Seiten mit in den Auftritt einbinden.

>>Platz für ein Portfolio. Das Portfolio lässt sich entweder durch Links auf Online-Veröffentlichungen, Uploads von Dateien oder Feeds bestücken. Damit die jeweiligen Arbeitsproben gut gefunden werden – etwa fürs Netzwerken innerhalb der torial-Plattform sollten alle eingestellten Stücke oder Bilder aussagekräftig (über „Tags“) verschlagwortet werden.

>>Die Journalisten können und sollen miteinander in Kontakt treten, sich vernetzen und sich bei Bedarf austauschen z. B. über Themen oder auch um eine größere Recherche gemeinsam zu stemmen.
>>Torial fasst neu eingestellte Stücke in eigenen auf Magazin-Seiten zu übergeordneten Themen zusammen (Politik, Social Media etc.).
>>Journalisten können Gruppen und Foren bilden.
>>Inspiration (Was treiben die Kollegen?)

Welche Idee steckt dahinter?

>>Journalismus wird freier, immer mehr Journalisten arbeiten frei und immer flexibler. Gleichzeitig suchen Redaktionen Autoren für bestimmte Themen. Auf Torial sollen sich Journalisten finden und Auftraggeber sollen Journalisten finden.

>>Torial will ein „digitales Kollektiv“ sein, ein Pool von Experten.

Was kostet Torial?

>>Torial ist kostenlos und soll auch auf jeden Fall kostenlos bleiben. Das Geld kommt bisher von Konrad Schwingenstein, Erbe eines Gründers der Süddeutschen Zeitung. Schwingenstein gab laut Jordan den Auftrag, „etwas zu schaffen, das Journalisten nützt“. Für die dauerhafte Finanzierung soll eine Stiftung gegründet werden, doch auch Schwingensteins Engagement ist laut Jordan nicht befristet.

Wie läuft’s?

>>Ganz gut, sagt Jordan, aber es ist auch noch Luft nach oben. Rund 2000 Journalisten haben sich bislang bei Torial registriert, pro Tag kommen fünf bis sechs dazu. Rund 500 Profile seien bereits wieder gelöscht worden. Gründe: keine Journalisten, Eigenwerber, untätige Mitglieder; Torial wünscht sich eine gewisse Pflege des Profils. Wer sich nur anmeldet und dann nichts mehr tut, bekommt per Mail die Bitte, das Profil zu schärfen.

Bekommt man durch Torial neue Aufträge?
>>Zu viel Euphorie lässt Jordan nicht aufkommen. Kleinere Auftraggeber und CP-Auftraggeber suchen bisher eher bei Torial als die größeren Verlage. Jordan stellt die Seite derzeit bei den großen Medienhäusern vor.

>>Auftraggeber können per Suchmaske Autoren finden. Jordan hofft, dass auch Verlage in Zukunft ein Torial-Profil anlegen und sich dort mit ihren Autoren vernetzen.

Ist es nicht rechtlich heikel, wenn man Arbeitsproben einstellt? (Leistungsschutzrecht)

>>Laut Jordan ist es eine Grauzone. Er habe das Gefühl, in den Medienhäusern habe ein Umdenken eingesetzt. Bisher wisse er nichts von Beschwerden durch Medienhäuser.

Und sonst?

>>In circa zwei Monaten soll es auch eine englische Version der Seite geben
>>Man kann sein Profil auch als „nicht öffentlich“ markieren

(Dank fürs Protokoll an Felix Ehring!)