Wer Journalismus fördern will, muss Journalistinnen und Journalisten fördern.

In der vergangenen Woche ist etwas Erstaunliches geschehen: Aus heiterem Himmel hat der Haushaltsausschuss des Bundestages im Entwurf für einen Nachtragshaushalt 220 Millionen Euro für „die Förderung der digitalen Transformation des Verlagswesens, zur Förderung des Absatzes und der Verbreitung von Abonnentenzeitungen, -zeitschriften und Anzeigenblättern“ vorgesehen. So unerwartet kam der Geldsegen für die Presseverlage, dass selbst deren Verbände davon überrascht wurden.

Und wir Freischreiber auch.

Zu Beginn der Corona-Krise hatten wir die Verlage gebeten: „Seid solidarisch!“. Bekommen haben wir stattdessen „gestraffte Honorare“. Vor einigen Wochen haben wir dann unseren Honorarreport 2020 veröffentlicht; der Inhalt: ein Horror, für alle, die glauben, dass Kompetenz und Leistung Geld wert sind. Vor allem für Lokalberichterstattung erhalten freie Journalist*innen nicht mehr als ein Taschengeld. Auf das tarifliche Gehalt von Redakteur*innen kommen die meisten nur dann, wenn sie deutlich mehr arbeiten als gesund ist oder fachfremd unterwegs sind. Natürlich könnte man jetzt sagen: Dann macht eben was anderes. Aber wer macht dann den nächsten Termin, erzählt den Menschen, was in ihrem Umfeld passiert? Aus Pflichtgefühl den Menschen, der Demokratie gegenüber machen viele freie Journalist*innen trotzdem weiter, oft weit über die Grenze der Selbstausbeutung hinaus – ein Verantwortungsbewusstsein, dass die Ippens, die Funkes, die Madsacks dieses Landes ganz offensichtlich nicht teilen. Die Krise hatte gerade erst begonnen, als Verlage schon Kurzarbeit anmeldeten, Aufträge stornierten, den Umfang von Zeitungen und Zeitschriften zurückfuhren. Journalismus, so scheint es, ist wie Schweinefleisch: Er muss möglichst billig produziert werden, möglichst hohe Renditen erzielen – auch wenn dies auf Kosten der Menschen und der Allgemeinheit geschieht.

Wir werden oft von Ministerien gebeten, Stellung in Gesetzgebungsverfahren zu beziehen. Dieses Mal, wo wir ein paar wirklich deutliche Worte zu sagen gehabt hätten, wurden wir nicht gefragt.

Deswegen richten wir uns auf diesem Wege an die Politik:

– Denken Sie zuerst an die Journalist*innen, wenn Sie sich um den Erhalt der Informationsvielfalt bemühen. Denn ohne Journalist*innen werden Zeitungen, Zeitschriften und Online-Plattformen leer bleiben.

– Schauen Sie sich an, was außerhalb der Verlage passiert: Journalismus braucht Innovation – jenseits der klassischen Medien ist sie längst im Gange. Fördern Sie nicht nur die großen Verlagshäuser, sondern auch die kleinen, verlagsunabhängigen journalistischen Projekte wie Medwatch, Riffreporter, Krautreporter und andere.

– Sorgen Sie dafür, dass Verlage dazu verpflichtet werden, Honorare zu zahlen, von denen freie Journalist*innen leben können; schaffen Sie ein Urheber*innenvertragsrecht, das für Augenhöhe zwischen Journalist*innen und Verlagen sorgt.

– Schließen Sie Verlage von der Zuteilung der nun bewilligten Gelder aus, deren Geschäftsmodell auf niedrigen Honoraren und restriktiven Vertragsbedingungen aufgebaut ist.

– Sprechen Sie mit uns. Wir Freischreiber vertreten einen großen Teil derjenigen, die journalistische Inhalte produzieren, nicht die Verlage und auch nicht die Gewerkschaften.

Hamburg 6. Juli 2020

Nennt es nicht Honorar! Taschengeld für freie Lokaljournalist*innen.

Hamburg, 19.06.2020: Freischreiber sammelt seit Oktober 2018 über das Honorartool www.wasjournalistenverdienen.de anonyme Angaben zu Honoraren und Gehältern von Journalist*innen. Die aktuelle Auswertung der Daten mit Fokus auf den lokalen Tageszeitungsjournalismus ergab: In einem der wichtigsten Ressorts unserer Branche gibt es für rund ein Viertel der freien Journalist*innen kein Honorar, sondern ein Taschengeld. Zudem hat sich das unterirdische Brutto-Stundenhonorar freier Journalist*innen aus dem vergangenen Jahr bestätigt: 22,73 Euro im Mittel[1] – vor Abzug von Steuern und ohne die Kosten von Arbeitsmitteln, Akquise- und Recherchezeit sowie Urlaubs- und Krankheitstage.

Über Geld zu sprechen ist für freie Journalist*innen existenzentscheidend. Deshalb haben wir unser Honorartool entwickelt, in dem freie Kolleg*innen und Festangestellte ihre Honorare und Gehälter eintragen können – anonym, aber für alle einsehbar. Das Projekt ist eine Kooperation des Freischreiber-Verbands und der beiden Journalisten Haluka Maier-Borst, freier Wissenschafts- und Daten-Journalist unter anderem beim rbb, und Michel Penke, ebenfalls Daten-Journalist bei Correctiv.

Im diesem Jahr erlauben uns die 2064 Datenspenden einen tieferen Einblick in das, was die Branche zahlt. Die Grundlage des ersten Reports 2019 waren noch 1443 Datensätze. Mehr zum Making-of finden Sie hier. Den Report vom vergangenen Jahr finden Sie hier.

Die wichtigsten Erkenntnisse:

– Unterirdische Bezahlung für freie Journalist*innen: Im Mittel sind es 22,73 Euro brutto pro Stunde.

– Extreme Bandbreite der Honorare: Für 1000 Zeichen können Freie zwischen acht und 200 Euro bekommen, abhängig vom Medium, für das sie arbeiten.

– Immer noch mehr Geld für Print: Am schlechtesten werden die Kolleg*innen bezahlt, die Inhalte digital und analog liefern.

Schwerpunkt lokale Tageszeitungen:

– Taschengeld für Lokaljournalist*innen: 26,2 Prozent aller freien Lokaljournalist*innen verdienen maximal 10 Euro brutto pro Stunde, bei überregionalen Tageszeitungen sind es 22,4 Prozent.

– Insgesamt weniger Geld für Lokaljournalist*innen: Im Lokalen liegt der Honorar-Median noch unter dem Wert, den wir für alle freie Journalist*innen ermittelt haben: bei 18,64 Euro.

– Und es geht noch schlechter: 8,1 Prozent der Freien bei überregionalen Tageszeitungen arbeiten für unter 5 Euro brutto die Stunde, 4,8 Prozent tun das bei den regionalen Tageszeitungen.

Im vergangenen Jahr schrieben wir: „Ein Brutto-Stundensatz von 22,50 Euro – das ist widerwärtig. Davon sollten Journalist*innen nicht leben müssen. Und es auch gar nicht erst versuchen.“

Die Ergebnisse in diesem Jahr sind ein einziger Skandal. Dabei ist der Lokaljournalismus systemrelevant für die Demokratie. Unsere Städte und Gemeinden brauchen gut ausgebildete Journalist*innen, die kritisch über die Geschehnisse vor Ort berichten. Und sie brauchen Verleger*innen, die sich ihrer Verantwortung stellen:

“Sie sind das Problem, Herr Schoo (Funke Mediengruppe), Herr Ippen (Verlagsgruppe Ippen), Herr Döpfner (Axel Springer SE), Herr Wegner (Südwestdeutsche Medien Holding), Herr Bauer (DuMont Schauberg), Herr Düffert (Madsack) und alle Ihre Kolleg*innen, die darüber entscheiden können, ob dieses Land eine Nachrichtenwüste wird. Investieren Sie in einen starken Lokaljournalismus, seien Sie mutig (Sie sind Unternehmer*innen), zahlen Sie anständige Honorare, ernten Sie. Sie könnten sich einen Namen machen.”

Katharina Jakob, stellvertr. Vorsitzende Freischreiber e. V., Autorin des Honorarreports

Daher fordert Freischreiber e. V.:

Von den Auftraggeber*innen: Sie wollen Qualität, die eierlegende Wollmilchsau als Reporter*in, handfeste Dokumentationen unserer Arbeitsweise, alle Rechte an unseren Werken – dann zahlen Sie Honorare, die diese Bezeichnung verdienen. Zahlen Sie anständig! An all die, die das jetzt schon tun, an dieser Stelle ein großer Dank.

Von den Politiker*innen: Schaffen Sie endlich Rahmenbedingungen, die uns freie Journalist*innen davor schützen, ausgenutzt und ausgenommen zu werden: Setzen Sie ein Verbot von Total-Buy-out-Verträgen um, sorgen Sie für den Erhalt des freien Journalismus, besonders im Lokalen.

Von den freien Journalist*innen: Hört auf, für Medien zu arbeiten, die euch unterirdisch bezahlen, verhandelt – immer! – und akzeptiert nicht die unverschämten Verträge, die euch die Auftraggeber*innen zur Unterschrift zusenden. Wir alle müssen uns bei denen bedanken, die das bereits machen. Es sind aber immer noch viel zu wenige.

Den Honorarreport in voller Länge finden Sie hier. Die Pressemitteilung als pdf hier.

[1] Gleitender Median: Wir haben nicht den Durchschnitt unserer Daten errechnet, sondern das mittlere Honorar pro Stunde, den sogenannten gleitenden Median. Der Unterschied besteht darin, dass wir nur die mittigsten Werte berücksichtigt haben, große Ausreißer nach oben und unten fielen so aus der Berechnung heraus. Bei der Durchschnittsberechnung zählen hingegen alle Werte, was zu größeren Verzerrungen führen kann.

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Über Freischreiber: Freischreiber wurde 2008 von freien Journalist*innen gegründet. Heute hat der Verband rund 800 Mitglieder. Wir engagieren uns gegen eine Beteiligung der Verlage an den Ausschüttungen der VG Wort, für bessere Arbeitsbedingungen freier Journalistinnen und Journalisten und bieten unseren Mitgliedern ein professionelles Netzwerk für Austausch auf Augenhöhe und berufliche Weiterbildung. Wir arbeiten an einer neuen Auflage der Freienbibel – dem Handbuch für freie Journalist*innen; wir fordern von unseren Auftraggebern Solidarität ein – nicht nur, aber besonders jetzt in der Corona-Krise; und wir setzen uns mit diesem Manifest gegen den Hass gegenüber Journalist*innen ein. Unterstützen Sie unsere Arbeit, werden Sie (Förder-)Mitglied.

Dem Vorstand gehören an: Dr. Carola Dorner (Berlin), Katharina Jakob (Hamburg), Dr. Jakob Vicari (Lüneburg), Jens Eber (Heidenheim), Oliver Eberhardt (Gross-Zimmern), Anna Heidelberg-Stein (Lüneburg) und Nicola Kuhrt (Hamburg).

Kein freier Fall: Hilfe und Solidarität für Freiberufler*innen in der Medienbranche.

Zu Gast beim Talk #coronacornern von NextMedia Hamburg und One Hamburg waren: Carola Dorner (Freischreiber), Nicola Kuhrt (MedWatch), Martin Werner (XING Service HalloFreelancer), Lutz Fischmann (FREELENS). Moderation: Freya Oehle, Kim Dormann, Egbert Rühl

Hier könnt ihr das Gespräch anschauen:

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Wie kommen freie Journalist*innen durch die Coronakrise? Zapp (ndr) hat nachgefragt – u.a. bei uns. Hier findet ihr das Zapp Spezial „Journalismus in Zeiten von Corona“ und hier den Beitrag von Daniel Bouhs „Freie Journalisten: selbstständig und solidarisch„.

02. April 2020

Pressemitteilung, 15. November 2019. Der Haushaltsausschuss beschließt Verlagssubventionen zur Förderung der Zeitungszustellung. Das wird den Qualitätsjournalismus nicht zurückbringen; nur eine angemessene Bezahlung von freien Journalist*innen könnte dies gewährleisten.

Wenn in Bolivien die Regierung gestürzt wird, Deutschland über eine Rentenreform diskutiert, wenn der Schützenverein einen neuen Vorstand wählt oder die Oma 100 Jahre alt wird, dann ist die Wahrscheinlichkeit sehr groß, dass es freie Journalist*innen sind, die von diesen Ereignissen berichten. Freie Journalist*innen sind einer der tragenden Pfeiler der öffentlichen Meinungs- und Willensbildung in Deutschland: Ohne sie wäre eine qualitativ hochwertige Berichterstattung nicht möglich.

Daher müssen vor allem freie Journalist*innen im Vordergrund stehen, wenn es darum geht, den Qualitätsjournalismus zu schützen und zu fördern. Zwar ist es begrüßenswert, wenn die Politik über Möglichkeiten nachdenkt, die Vielfalt an lokalen, regionalen und bundesweiten Medien zu erhalten. Doch ohne die freien Journalist*innen kann es keinen flächendeckenden Qualitätsjournalismus in Deutschland geben.

Viel zu oft zahlen vor allem lokale und regionale Zeitungen nur sehr geringe Honorare, und immer öfter führt dies dazu, dass erfahrene Journalist*innen zu diesen Konditionen nicht mehr arbeiten können oder wollen: weil es unmöglich geworden ist, damit auch nur den Lebensbedarf zu decken. In der Folge müsste der Staat mit Sozialleistungen wie etwa dem Arbeitslosengeld II oder Wohngeld einspringen. Überdies droht die Altersarmut.

Die Folgen für die Qualität der Berichterstattung in lokalen und regionalen Medien – und damit auch für die Meinungs- und Willensbildung in den entsprechenden Verbreitungsgebieten – sind verheerend. Eine Bezuschussung zu den Kosten der Zeitungszustellung wird den Qualitätsjournalismus nicht in diese Regionen zurückbringen; nur eine angemessene Bezahlung von freien Journalist*innen könnte dies gewährleisten.

Die Politik muss daher Unterstützungen für Presseverlage an die Bedingung knüpfen, dass Zeitungsverlage ihre freien Journalist*innen angemessen bezahlen, entsprechend ihrer tatsächlichen Arbeitsleistung. Die Forderung nach angemessenen Vergütungen, also einer Art Mindestlohn für freie Journalist*innen, ist bereits seit vielen Jahren im Urheber*innenvertragsrecht verankert. Nur: Nachhaltig umgesetzt wurde sie nicht. Nach mehr als neun Jahre dauernden Verhandlungen traten 2010 gemeinsame Vergütungsregeln für freie Journalist*innen an Tageszeitungen in Kraft, in denen damals schon viel zu niedrige Sätze festgelegt wurden, die zudem an die Auflagen der Zeitungen gebunden waren und nie erhöht wurden. Und selbst diese niedrigen Sätze wurden nur von wenigen Tageszeitungen tatsächlich gezahlt, bevor sie dann 2017 vom Bundesverband deutscher Zeitungsverleger einseitig aufgekündigt wurden, nachdem der Gesetzgeber ein Verbandsklagerecht eingeführt hatte. 

Wer Qualitätsjournalismus fordert, muss sich also vor allem dafür einsetzen, dass freie Journalist*innen angemessen bezahlt werden: bei allen Medien, unabhängig von der Auflage oder Reichweite.

Kontakt:
Freischreiber e. V.
Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten
Kontakt: Heidi Schmidt und Yvonne Pöppelbaum,
Telefon: 040 / 22 86 71 52, kontakt@freischreiber.de

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Sterben die Arbeitstiere in den Medien aus? Oder fehlt es Redakteuren und Freien gegenüber an Wertschätzung?

Christian Lindner schrieb in seiner kress-Kolumne „Personalfragen“  vom 19. September über die Zeit, als 50 Wochenstunden plus x stoisch ertragen oder stolz vor sich hergetragen wurden. Freischreiber-Vorstand Jens Eber antwortet darauf: Wenn Medientalene mehr brennen sollen, brauchen sie mehr Wertschätzung: „Wer junge Talente haben und binden will, die ihren Beruf lieben und für ihn brennen, der muss keine goldenen Schreibtische bieten, aber Perspektive und ein bisschen Sicherheit, ja, auch finanziell. Das gilt unbedingt auch für freie Journalisten: Viele Verlage müssen sich nicht wundern, wenn ihnen die Autoren schleichend abhanden kommen. Mickrige Honorare und Buy-Out-Verträge mit teils absurden Klauseln führen ganz bestimmt nicht zu treuen Mitarbeitern, die einem Verlag immer ihre besten Ideen anbieten. Und das darf die Branche ruhig als Verlust verstehen, denn unter den freien Journalistinnen und Journalisten sind exzellente Könner mit fundierter Ausbildung nicht die Ausnahme.“

24. September 2019

 

 

Hamburg, 26.03.2019: „Viele Tausend Menschen sind in den letzten Wochen auf die Straßen gegangen, um gegen die Richtlinie, vor allem Artikel 11, 12 und 13, zu demonstrieren. Dass dieser urheberfeindlichen Reform heute in Gänze zugestimmt wurde, ist für all diese Menschen – Urheber und Urheberinnen, Nutzer und Nutzerinnen – ein Schlag ins Gesicht“, sagt Dr. Carola Dorner, Vorsitzende von Freischreiber e. V., dem Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten. „So ein Verhalten kreiert Politikverdrossenheit. Ganz davon abgesehen, dass wir alle die negativen Auswirkungen der Reform spüren werden.“

Im EU-Parlament wurde heute der umstrittenen Reform des Urheberrechts mit einer Mehrheit von 348 zu 274 Stimmen zugestimmt (36 Enthaltungen). Zuvor war der Antrag, Änderungen zu einzelnen Artikeln zuzulassen, knapp gescheitert. In den vergangenen Monaten hatten sich gegen Artikel 11, 12 und 13 große Proteste formiert, denen sich Freischreiber angeschlossen hatte. Denn weder das darin festgelegte Leistungsschutzrecht noch die unausgegoren formulierten Lizenzierungspflichten, in deren Folge Uploadfilter zum Einsatz kommen werden, bringen uns irgendwelche Verbesserungen. Und am allerwenigsten die Beteiligung von Verlagen und anderen Verwertern an den Privatkopie-Vergütungen – sie nimmt den Urheber*innen sogar Tantiemen weg, die ihnen zustehen. Nicht zuletzt bleiben Total-Buy-out-Verträge erlaubt – auch das eine vertane Chance, mit der Reform tatsächlich die Urheber*innen zu stärken, statt nur die Verwerter.

Jetzt fehlt noch die Zustimmung des Europäischen Rats, bevor die Mitgliedsstaaten zwei Jahre lang Zeit haben, die Richtlinie in nationales Recht zu übertragen. Das gilt allerdings als Formsache. Im Vergleich zu einer EU-Verordnung gibt es bei einer Richtlinie einen gewissen Interpretationsspielraum. Deswegen ergänzt Carola Dorner: „Wir werden darauf drängen, dass die Umsetzung in Deutschland – dort, wo es Spielräume gibt – für die Urheber entschärft wird. Gerade die Verlegerbeteiligung, die Artikel 12 ermöglicht, wird bewirken, dass wir Urheber*innen am Ende weniger Geld auf dem Konto haben.“

Wir Freischreiber fordern die Bundesregierung auf, sich an den Koalitionsvertrag zu halten und bei der Abstimmung im Rat am 9. April gegen die Verabschiedung der Reform zu stimmen.

Mehr zur Freischreiber-Position findet sich hier, und hier und hier.

Diese PM als PDF, Kontaktdaten unter Presse

Freischreiber verleiht zum siebten Mal den Himmel- und Höllepreis. Impulse (Himmel) und Süddeutsche Zeitung (Hölle) ausgezeichnet. 

Liebe Kolleginnen und Kollegen,

Freischreiber e. V. hat heute in Berlin sein zehnjähriges Bestehen gefeiert. „Die Zeit der Einzelkämpfer ist vorbei“, resümierte die Vorsitzende Dr. Carola Dorner. „Die Zeit der Kämpfe ist es aber noch lange nicht.“

Zum Geburtstag gab es Kekse von Lisa Altmeier und Steffi Fetz (Crowdspondent), Glückwünsche von Tabea Rößner (früher freie Journalistin, jetzt Netzpolitik-Sprecherin, Bündnis 90/Die Grünen), einen grandiosen Freischreiber-Blues von „Bommi“ Jo Schneider zu festlichen Ukulelenklängen und schließlich eine leckere Geburtstagstorte.

17.11.2018, 10 Jahre Freischreiber. Foto: Sabine Gudath

Freischreiber setzt sich seit seiner Gründung am 15. November 2008 für ein faires Miteinander zwischen freien Journalist*Innen und Redaktionen ein. „Honorare waren ein großes Thema der letzten Jahre“, so Dorner. „Und es wird auch in Zukunft ein großes Thema bleiben.“ Sie erwähnte das neue Online-Tool des Verbandes, mit dem sich Honorare erstmals nach Medium sortiert und anonym vergleichen lassen. In den vergangenen zehn Jahren hat Freischreiber viel erreicht – unter anderem die Ernennung von Freien-Ombudsleuten bei mehreren Medien (u. a. DIE ZEIT, Spiegel online, P.M.-Gruppe) sowie die Ausarbeitung eines Code of Fairness, den DIE ZEIT, Der Freitag, Krautreporter, Eltern, National Geographic sowie die P.M.-Gruppe unterzeichnet haben. Freischreiber hat sich auch und gegen viele Widerstände dafür engagiert, dass bei der VG Wort der Verlegeranteil bei den Ausschüttungen abgeschafft und die Gelder stattdessen an die eigentlichen Urheber ausgezahlt wurde: die Autor*innen.

Traditionell verlieh Freischreiber den jährlichen Himmel- und Höllepreis. Er zeichnet Redaktionen und/oder Einzelpersonen aus, die sich in besonderer Weise um den freien Journalismus verdient machen – oder diesen schädigen.

Der Himmelpreis ging an das Wirtschaftsmagazin Impulse. „Die Zusammenarbeit ist immer sehr professionell und freundlich, die Redaktion immer ansprechbar, die Honorare fair“, berichtete Freischreiber-Vorstandsmitglied Katharina Jakob. Und ergänzte: „Es mag manchmal nicht einfach sein, faire Honorare zu zahlen, weil die Zeiten rau sind. Aber ihre Freien als Partner zu betrachten und wertzuschätzen, das kann wirklich jede Redaktion.“

Der Höllepreis ging – erneut – an die Süddeutsche Zeitung. Diese hatte Freischreiber schon im vergangenen Jahr mit dem Negativpreis ausgezeichnet, weil sie Texte von Freien ohne jede Vergütung an den Schweizer Tamedia-Konzern (u. a. Tagesanzeiger, Der Bund, Berner Zeitung) weitergibt. „Als erneut preiswürdig hat sich die Süddeutsche Zeitung aber auch durch ihren Kommunikationsstil erwiesen”“, erklärte Freischreiber-Vorstandsmitglied Frank Keil. „Keines unserer Gesprächsangebote nach der Preisvergabe im vergangenen Jahr wurde angenommen. Wenn Zeitungen nicht mehr mit Journalisten reden, dann ist etwas faul an den Arbeitsbedingungen.“

Nominiert für den Himmelpreis waren außerdem das die P.M.-Gruppe sowie das anonyme Autorenkollektiv VG-Info, das die Arbeit der Verwertungsgesellschaft Wort (VG Wort) seit Langem kritisch begleitet.

Nominiert für den Höllepreis waren zudem die Neue Zürcher Zeitung (wegen Total-Buyout-Verträgen) sowie der WDR (wegen kaum vergüteter Mehrarbeit).

 

17. November 2018

Über Freischreiber:
Freischreiber wurde 2008 von freien Journalist*Innen gegründet. Heute hat der Verband rund 800 Mitglieder. Zu den Service-Leistungen gehören eine Steuer-, Versicherungs- und Rechtsberatung, ein Crashkurs für „Neuschreiber“, ein Tandem-Programm sowie regelmäßige Workshops und Veranstaltungen in den einzelnen Regionalgruppen.

Dem Vorstand gehören an: Dr. Carola Dorner (Berlin), Katharina Jakob (Hamburg), Frank Keil (Hamburg), Gabriele Meister (Mainz), Dr. Jakob Vicari (Lüneburg), Vanessa Köneke (Würzburg), Andreas Unger (München) und Steve Przybilla (Freiburg).

 

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: Freischreiber e. V.
Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten
Kontakt: Heidi Schmidt und Yvonne Pöppelbaum,
Telefon: 040 / 22 86 71 52, kontakt@freischreiber.de

Informationen zum Himmel- und Höllepreis unter:
https://freischreiber.de/positionen/himmel-und-hoelle-preis/

Allgemeine Infos unter:
www.freischreiber.de

 

 

Freischreiber e.V. vergibt einmal im Jahr den Himmel- und Hölle-Preis. Er geht an Redaktionen, Personen, Verlage oder andere Unternehmungen, die sich im vergangenen Jahr für die Belange des freien Journalismus eingesetzt bzw. zum Schaden des Berufsstandes beigetragen haben. Hier geht es zu den Statuten.

Die Preisverleihung fand am 17. November in Berlin zusammen mit der Gala „10 Jahre Freischreiber“ statt.

Die Pressemitteilung als PDF.

Bildmaterial zum Download:
Himmel-Preis 2018: impulse (.jpg)
Hölle-Preis 2018: Süddeutsche Zeitung (.jpg)
Himmel-und-Höllepreis 2018 (.jpg)

Freischreiberlogo in der Druck– und digitale Version
Logo des Himmel- und Hölle-Preises.

Hamburg, 17.11.2018


Laudatio Himmel-Preis 2018
Preisträger: Impulse

von Katharina Jakob

Liebe Gäste, liebe Freischreiberinnen, liebe Freunde von Freischreiber!

Zunächst sollen Sie wissen, dass alle unsere Nominierten dem Himmel sehr nahe gekommen sind. Die Entscheidung ist uns also wirklich nicht leicht gefallen. Anständige Redaktionen, solidarische Freie und unermüdliche Streiter fürs Urheberrecht verdienen alle einen Platz an der Sonne.

Warum hat Impulse den Himmelpreis gewonnen?

Es gibt einige objektive Gründe und einen subjektiven Grund. Mit dem fange ich an, er liegt in unserer Wesensverwandtschaft, dem Unternehmertum. Freie sind Ich-Unternehmer, manchmal sogar Gründer von Start-ups. Impulse hat sich 2013 aus dem Verlag Gruner+Jahr gelöst und ist ein eigenes Unternehmen geworden, das sich seither in einem harten Markt behaupten muss. Und so wie manche Freie schlecht schlafen, wenn die Honorare mal wieder auf sich warten lassen, so hat auch der Impulse-Chef Nikolaus Förster manche Nacht durchwacht, solange sein Betrieb noch in den roten Zahlen war. Aber er und sein Team haben sich durchgebissen. So was kennen wir! Und es ringt uns Respekt ab.

Die objektiven Gründe: Wir haben unter den freien Autoren herumgefragt, die für Impulse arbeiten. Deren Antworten waren ungewöhnlich, das kannten wir so noch nicht. Bei manchen Wortmeldungen las sich sogar das Kritisierte wie anderswo das Positive: Zum Beispiel, dass das Feedback auf Texte schon mal zwei Wochen auf sich warten lasse. Stimmt, das geht besser, liebe Impulse-Redaktion. Aber wie viele Redaktionen gibt es, die ihren Freien überhaupt kein Feedback geben? Immer noch zu viele.

Die Pluspunkte, die Impulse bei seinen freien Autoren gesammelt hat, sprechen für sich. Ich zitiere:

– ein behutsamer, respektvoller Umgang mit Texten. Jeder Text gewinnt, wenn er redigiert wird

– sehr netter persönlicher Umgang der Redakteure mit freien Autoren auf Augenhöhe

– Man wird als freier Mitarbeiter respektvoll behandelt

– Die Zusammenarbeit ist immer sehr professionell und freundlich, die Redaktion immer ansprechbar, die Honorare fair

– weil sie richtig gute Leute sowohl auf der Layout- als auch auf der Textseite haben, bin ich mit dem Endergebnis fast immer sehr zufrieden. So macht Wirtschaftsjournalismus Spaß

– Kritik habe ich keine. Höchstens, dass man auch als freier Autor mal zur Weihnachtsfeier eingeladen wird

Liebe Frau Götsch, das mit der Weihnachtsfeier müsste sich doch einrichten lassen. Sie sind doch jetzt in der Gewinnzone.

Ansonsten scheint Impulse ein Magazin zu sein, dass etwas ganz Entscheidendes begriffen hat: Es kann nur überleben, wenn es seine Partner auf Augenhöhe behandelt.

Es fällt ja auf, dass die freien Autoren vor allem von Respekt und Augenhöhe sprechen. Mehr als von fairen Honoraren, die wir dringend brauchen. Was wir aber ebenfalls brauchen, ist Wertschätzung. Ohne sie gibt es keine langlebige Geschäftsbeziehung, von der beide Seiten profitieren. Ohne Wertschätzung verzeiht man keine Fehler, und jeder von uns macht Fehler. Wer sich wertgeschätzt fühlt, der leistet mehr und bringt sich stärker ein.

Es mag manchmal nicht einfach sein, faire Honorare zu zahlen, weil die Zeiten rau sind. Aber ihre Freien als Partner zu betrachten und sie wertzuschätzen, das kann wirklich jede Redaktion. Das gehört zu den kleinen Dingen, die ganz leicht sind und gar nichts kosten, die uns aber sehr viel bedeuten: Oder, um es mit den Marx-Brothers zu sagen:

»Das Glück besteht aus den kleinen Dingen: eine kleine Yacht, ein kleines Landhaus, ein kleines Vermögen.«

Wie wichtig das vermeintlich Kleine ist, das verstehen Unternehmer. Und sie wissen um seine langfristige Wirkung. Als Nikolaus Förster vor fast sechs Jahren sein Magazin aus dem Großverlag herausgekauft hatte, versprachen ihm seine Mitarbeiter noch am selben Abend: Wir bringen das Ding zum Fliegen!

So soll es sein, liebe Redaktion von Impulse. Ab in den Himmel!


Laudatio Hölle-Preis 2018
Preisträger: Süddeutsche Zeitung

von Frank Keil

Glückwunsch! Die Rede zum Hölle-Preis 2018

Ich könnte es mir ganz einfach machen und schlicht die Rede vom vergangenen Jahr halten.
Denn was wir damals angeprangert haben, gilt bis heute: Wer als freier Journalist oder als freie Journalistin für die Süddeutsche Zeitung schreibt, muss einen Vertrag unterschreiben, in dem er oder sie der SZ die Möglichkeit einräumt, die Texte an Medien des eigenen Verlagshauses, aber auch an Medien der Tamedia weiterzugegeben, ohne – und das ist das Entscheidende –, ohne dass man dafür erneut entlohnt wird.

Also: Ein Text, zwei, drei, vier Nutzungen – und nur das Honorar für eine Veröffentlichung zu dem normalen Satz der SZ wird gezahlt.

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Nichts gegen die Weitergabe von Rechten, wenn dies ordentlich und mit beiderseitiger Zustimmung honoriert wird. Wobei der derzeitige Stundensatz bei der Süddeutschen Zeitung ohnehin – nun ja – überarbeitungsbedürftig ist. Denn er liegt – schauen Sie bitte in unser Honorartool www.wasjournalistenverdienen.de – bei derzeit 15,05 Euro. Brutto.

Wenn wir den Hölle-Preis nun erneut an die SZ verleihen, dann liegt das gewissermaßen an der Schwere der Tat. Und am Umfang der Tat. Und daran, dass diese Tat andauert.

Also – ganz grundsätzlich und unmissverständlich und zum Mitschreiben: Texte auf diese Art und Weise weiterzureichen und zu verkaufen, mehr Missachtung und Gegnerschaft dem freien Journalismus gegenüber geht eigentlich nicht.

Und das ist keine Prinzipienreiterei, sondern das Vorgehen der SZ hat ganz praktisch weitreichende Folgen: etwa für freie Journalisten der SZ, die sich auf dem durchaus attraktiven Schweizer Zeitungsmarkt umschauen, dort tummeln oder sich etablieren wollen.

Denn die Tamedia mit Sitz in Zürich kann SZ-Texte an folgende Schweizer Medien weitergeben: an den Tagesanzeiger, an die Annabelle und die beiden Tageszeitungen der Hauptstadt Bern: Der Bund und die Berner Zeitung. An den Landboten, die Sonntagszeitung, an das Tagblatt und das Thuner Tagblatt sowie an das Magazin „Das Magazin“, das am Wochenende allen wichtigen Schweizer Tageszeitungen beiliegt. Plus noch an mehr als drei Dutzend weiterer Medien, erzielt die Tamedia doch einen Jahresumsatz von einer Milliarde Franken und wirbt mit dem Slogan: „Erreichen Sie 80 Prozent der Schweizer Bevölkerung.“

Und noch etwas soll erwähnt werden, was uns wichtig ist: Erscheint ein Text eines freien SZ-Autors irgendwo unbezahlt in einem Schweizer Medium, wird er darüber nicht einmal informiert. Was Folgen hat, denn anders als bei der deutschen VG Wort muss bei der Schweizer Verwertungsgesellschaft jeder Artikel einzeln detailliert angegeben werden. Und wenn man nicht weiß, ob und wo ein Artikel erschienen ist, kann man seinen Verwertungsanspruch nicht anmelden und geht erneut leer aus.

Als erneut preiswürdig hat sich die Süddeutsche Zeitung aber auch durch ihren Kommunikationsstil erwiesen. Denn die SZ, die so gerne und völlig zu Recht in ihren Artikeln die Kultur des Miteinander-Redens und umsichtigen Aushandelns beschwört, diese SZ ist, wenn es um ihren Umgang mit ihren freien Mitarbeitern und Mitarbeiterinnen geht, betonhart.

Das gilt, wie wir erfahren haben, für die einzelnen Freien; das gilt auch für uns als Verband. Keines unserer Gesprächsangebote nach der Preisvergabe im vergangenen Jahr wurde angenommen.
Und wenn Zeitungen nicht mehr mit Journalisten reden, dann ist etwas faul an den Arbeitsbedingungen.

Wir sind gespannt, ob sich das tiefe Schweigen der SZ auch in diesem Jahr fortsetzt oder ob die Süddeutsche Zeitung auftaut und auftaucht und sich für etwas erwärmen, vielleicht auch begeistern lässt, was derzeit allüberall en vogue ist: miteinander zu reden.

Und nun will ich doch zum Abschluss eins zu eins einen Abschnitt aus der Hölle-Preis-Rede vom vergangenen Jahr zitieren, weil er einfach bestens passt:
„Der Hölle-Preis ist auch als Förderpreis zu betrachten. Wir wollen die Preisträger ermutigen, sich endlich auf ihr eigentliches Kapital zu besinnen: ihre Autoren, in unserem Fall die Freien.“


 

 

Freischreiber nominiert vier Kandidaten für den Himmel-Preis 2018.

Der Vorstand freut sich besonders, dass in diesem Jahr gleich zwei Redaktionen dabei sind. Faire Arbeitsbedingungen sind also möglich. Die vergangenen zwei Jahre hat sich keine einzige Redaktion für den Himmel-Preis empfehlen können. Die Nominierten sind:

Die Begründungen für die Nominierung finden sich jeweils auf der verlinkten Seite.

Freischreiber e.V. vergibt einmal im Jahr den Himmel- und Hölle-Preis. Er geht an Redaktionen, Personen, Verlage oder andere Unternehmungen, die sich im vergangenen Jahr für die Belange des freien Journalismus eingesetzt bzw. zum Schaden des Berufsstandes beigetragen haben. Hier geht es zu den Statuten.

Morgen werden die Hölle-Kandidaten bekannt gegeben. Die Preisverleihung findet dann am 17. November in Berlin zusammen mit der Gala „10 Jahre Freischreiber“ statt.

Hier geht es zum Freischreiberlogo in der Druck– und in der digitalen Version und hier zum Logo des Himmel- und Hölle-Preises.

Hamburg, 23.10.2018

 

 

Freischreiber hat drei Kandidaten für den Hölle-Preis 2018 nominiert.

Darunter auch ein alt bekannter Hölle-Preisträger, aber lesen Sie selbst. Die Kandidaten sind:

Die Begründungen für die Nominierung finden sich jeweils auf der verlinkten Seite.

Freischreiber e. V. vergibt einmal im Jahr den Himmel- und Hölle-Preis. Er geht an Redaktionen, Personen, Verlage oder andere Unternehmungen, die sich im vergangenen Jahr für die Belange des freien Journalismus eingesetzt bzw. zum Schaden des Berufsstandes beigetragen haben. Hier geht es zu den Statuten.

Die Himmel-Kandidaten wurden bereits gestern bekannt gegeben. Die Preisverleihung mit der Bekanntgabe der Gewinner findet am 17. November in Berlin zusammen mit der Gala „10 Jahre Freischreiber“ statt.

Hier geht es zum Freischreiberlogo in der Druck– und in der digitalen Version und hier zum Logo des Himmel- und Hölle-Preises.

24. Oktober 2018