Wie gelingt ein guter Pitch bei Chrismon? Welche Themen gehen, welche nicht? Mit welchem Stil überzeugt man die Redaktion? Und was wünschen wir Freischreiber:innen uns in der Kommunikation mit der Redaktion? Ursula Ott, Chefredakteurin von Chrismon, steht uns Rede und Antwort:
Wie gelingt ein guter Pitch bei Chrismon? Welche Themen gehen, welche nicht? Mit welchem Stil überzeugt man die Redaktion? Und was wünschen wir Freischreiber:innen uns in der Kommunikation mit der Redaktion? Ursula Ott, Chefredakteurin von Chrismon, steht uns Rede und Antwort:
Das Zeitungs-Supplement erscheint mit einer Auflage von 1,5 Millionen beispielsweise in der Süddeutschen Zeitung, in der Berliner Zeitung, in der FAS, FAZ, Welt, WAZ und der Zeit. Das Magazin wird von der Evangelischen Kirche bezuschusst und finanziert sich auch über Anzeigen. Chrismon macht konstruktiven Journalismus, die Geschichten haben meist etwas hoffnungsvolles, auch bei niederschmetternden Themen.
Digitale Mittagspause mit der Journalistin Nadin Anna Schley:
Wir leben in einer Zeit, in der über Sex, Beziehungen und Körper so viel geschrieben wird wie nie zuvor. Und trotzdem klingen viele Texte über weibliche Lust erstaunlich „männlich“, sagt Nadin Schley. Der Grund liegt der Journalistin zufolge oft nicht im Talent der Autor*innen, sondern in den Narrativen, mit denen wir aufgewachsen sind. Alte Skripte über weibliche Sexualität erzählten sich weiter, oft unbemerkt. Sie machten die Lust der Frau kleiner, unklarer oder unsichtbar.
„Wenn wir weibliche Sexualität autonom und eigenständig denken wollen, müssen wir diese Narrative erkennen und aufbrechen. Sprache formt Wahrnehmung. Viele Begriffe, die in Texten selbstverständlich verwendet werden, verschieben den Blick. Ein Wort wie Vorspiel etwa vermittelt, dass ‚das Entscheidende‘ erst später kommt. Themen wie Unlust gelten als Defekt – auf Seiten der Frau.“
wie alte Narrative selbst in progressive Texte hineinwirken
und wie Journalist*innen anders über Körper und Lust schreiben.
Unser Gast: Nadin Anna Schley, Gründerin und Herausgeberin des Magazins Perfumed Garden, beschäftigt sich seit sechs Jahren journalistisch mit Intimität, Beziehungen und weiblicher Sexualität. „Wir schreiben über Lust nicht, um zu provozieren, sondern um Sprache zurückzugewinnen“, sagt sie. Nadin verbindet Körperwissen, Sprache und Narrative und zeigt, wie Autor*innen neue Perspektiven auf Lust entwickeln.
Wie führe ich ein Interview mit einer Auschwitz-Überlebenden? Über welche Fragen komme ich bei (vermeintlich) seichten D-Promis unter die Oberfläche? Das beantwortet uns Redakteurin Eva Sudholt in der nächsten digitalen Mittagspause mit der ZEIT. Der Termin ist Teil der Fortbildungsserie von :Freischreiber und der Wochenzeitung.
Wie führe ich ein Interview mit einer Auschwitz-Überlebenden? Über welche Fragen komme ich bei (vermeintlich) seichten D-Promis unter die Oberfläche? Das beantwortet uns Redakteurin Eva Sudholt in der nächsten digitalen Mittagspause mit der ZEIT. Der Termin ist Teil der Fortbildungsserie von :Freischreiber und der Wochenzeitung.
Eva kennt sich aus, wenn es um spannende Gesprächspartner*innen geht. Sie hat die unterschiedlichsten Menschen interviewt, vom Musical-Schreiber bis zum RAF-Anwalt. Exklusiv für unsere Mitglieder verrät sie, wie sie einen vertrauensvollen Zugang und optimalen Einstieg schafft. Und es im Nachgang vermeidet, (zu vielen) Streichungen oder Änderungswünschen gegenüberzustehen.
Eva Sudholt hat in Berlin studiert und volontiert. Es folgte die Mitarbeit bei verschiedenen Kino- und Fernsehproduktionen. Seit 2022 arbeitet sie bei der ZEIT und bei ZEIT Verbrechen. 2013 und 2024 hat sie den Deutschen Reporterpreis erhalten.
Ob Reportage aus dem Ausland, TV-Dreh oder Recherche im Homeoffice – wer als freie:r Journalist:in arbeitet, trägt viele Risiken allein. Wir laden daher alle Freischreiber:innen zur „sicheren Mittagspause“ mit Eugénie Zobel-Varga ein.
Ob Reportage aus dem Ausland, TV-Dreh oder Recherche im Homeoffice – wer als freie:r Journalist:in arbeitet, trägt viele Risiken allein. Wir laden daher alle Freischreiber:innen zur „sicheren Mittagspause“ ein. Im Fokus stehen folgende Fragen:
Welche Versicherungen sind sinnvoll? Welche lohnen sich erst ab einem gewissen Einkommen oder Alter? Und wo lauern typische Fallstricke in der Vertragsgestaltung? In einem kompakten Input geben wir einen Überblick über Basics – von Berufshaftpflicht bis Altersvorsorge.
Zu Gast ist Eugénie Zobel-Varga. Sie arbeitet als Volljuristin, Journalistin und Datenschutzbeauftragte bei der Stiftung Warentest. Eugénie bringt unter anderem Informationen zu folgenden Punkten mit:
Krankenversicherung
Berufshaftpflicht- und Berufsunfähigkeitsversicherung
Unfall-, Rechtsschutz- und Hausratversicherung mit Elektronikschutz
Reisekrankenversicherung
Altersvorsorge (privat oder betrieblich)
Künstlersozialkasse (KSK)
Auch über Versicherungslücken bei Mischberufen (z. B. Text & Foto) wird Eugénie euch informieren. Danach öffnen wir die Runde für Fragen.
:Freischreiber, Süddeutsche Zeitung und DIE ZEIT bilden Freischreiber:innen gemeinsam kostenlos fort. Am 23. April gibt es für euch folgenden Input:
Das ZEIT-Dossier und das Ressort X sind bekannt für Reportagen, Porträts und Essays zu den großen Themen des Lebens. Viele freie Journalist*innen bedienen mit Vorliebe diese Formate. Wie kommen sie bei der ZEIT und bei X zum Zug? Welche Themen punkten bei der Redaktion, wen sprechen Freie an – und welchen Honorarrahmen setzt die ZEIT?
Zu Gast ist Luisa Thomé, Leiterin des Ressorts X. Geboren 1992 studierte sie Germanistik und Anglistik in Bonn und Sevilla. Es folgte die Ausbildung an der Deutschen Journalistenschule in München. Zuvor war Lusia „frei unterwegs“, u. a. für DIE ZEIT, taz und Süddeutsche Zeitung.