Wir gratulieren Freischreiber Jakob Vicari zur Auszeichnung „Wissenschaftsjournalist des Jahres“. Tusch!

Am Montag sind in Berlin die Preisträger in zwölf Kategorien vergeben worden. Gratulation auch an Anja Reschke, die als Journalistin des Jahres ausgezeichnet worden ist.

Das sagt die Jury zu Jakob Vicari (Kategorie Wissenschaft, Platz 1):

“Ein Ursuppe-Projekt macht anfassbar, was für ein großartiges Tool Vicari in diesem Jahr gelauncht hat. Das eigentlich Spannende an dem Experiment mit den fünf Urzeitkrebsen, die im Aquarium auf seinem Schreibtisch schlüpfen: Sie werden von Sensoren überwacht von der Geburt bis zum Tod, die Messungen werden direkt in eine Geschichte umgewandelt – automatisch. Vicaris Reporter.bot schafft ein ganz neues wissenschaftsjournalistisches Format: ,Sensor-Live-Reportage‘ nennt er das. Mit Internet-der-Dinge-Technologie, Sensordaten und Roboterjournalismus experimentiert er mit einer neuen Art, über Wissenschaft zu berichten. Der Reporter.bot hat eine erzählerische Stimme, humorvoll und sogar eine grafische Seite: eine robotergenerierte Comicszene.“

Außerdem haben wir noch weitere FreischreiberInnen auf der Preisträgerliste gefunden:

Pauline Tillmann (Deine Korrespondentin) in der Kategorie Entrepreneur mit Platz 3

Begründung: „Die freie Korrespondentin Tillmann wandelte sich 2015 zur Medienunternehmerin und probiert mit ihrem Startup ein digitales Magazin, in dem Frauen aus ihrer Sicht aus aller Welt berichten. Als eines der ersten journalistischen Startups überhaupt wurde Tillmanns Projekt in den Berliner Startup-Inkubator ‘Project Flying Elephant’ aufgenommen.“

Und Magarete Stokowski, Kategorie Unterhaltung, Platz 6:

“Erst ein paar Kolumnen für SpOn verfasst – und schon mehrfach der Leserschaft angenehm aufs Maul gehauen. Da sind Texte wie ‘Die Trottel hören zu‘ und ihr Talent, so klug die Lage zu analysieren und sich gleichzeitig auch noch zu hinterfragen. Ehrlich, wer so schreibt, dessen Texte wollen wir bitte noch viel öfter lesen. Die tun nämlich gut.”

Außerdem ist Fördermitglied Jens Weinreich in der Kategorie Team mit dem 2. Platz ausgezeichnet worden.

Begründung: “Es war die Sport-Enthüllung des Jahres, die weit mehr als ,nur‘ Fußballfans und Sportinteressierte bewegte: DieGeschichte über die schwarze Kasse beim DFB wird uns noch lange beschäftigen. Dem ‘Spiegel’-Team rund um Jörg Schmidt, Jürgen Dahlkamp, Gunther Latsch, Udo Ludwig und Rafael Buschmann, das seit Jahren an der Geschichte dran war und sich für das Finale mit dem freien Kollegen Jens Weinreich noch zusätzliche Expertise an Bord holte, gebührt das Verdienst, die Affäre, die den allmächtigen DFB erschütterte, ins Rollen gebracht zu haben.”

 

Wir gratulieren allen Preisträgern und wünschen gutes Gelingen für die Zukunft!

 

 

 

Ein Hinweis für alle Kollegen, die sich in einem ihrer Texte in den vergangenen Monaten dem Thema Diskriminierung gewidmet haben: Zum inzwischen achten Mal findet in diesem Jahr der „EU-Journalistenpreis – Gemeinsam gegen Diskrimierung“ statt, Freischreiber ist in diesem Jahr einer der nationalen Kooperationspartner. In der Ausschreibung heißt es: „Mit dem Preis zeichnet die Europäische Kommission Journalisten aus, die zu einem besseren Verständnis des Werts und der Vorteile der Vielfalt und des Kampfes gegen Diskriminierung in der EU beitragen.“ Die Einreichungsfrist endet am 10. November, Teilnehmer können Preise im Wert von bis zu 5000 Euro gewinnen. Alles Weitere zu diesem Preis findet sich hier: „EU-Journalistenpreis – Gemeinsam gegen Diskriminierung“.