Das Leben als freie Journalistin, freier Journalist kann wunderbar sein. Und doch fühlen sich anfangs viele Kolleg*innen lost. Unser Webinar „Starterpaket Freier Journalismus“ bietet einen Überblick an Tipps, die den Einstieg erleichtern.

Termin:

  • Do., 5. November 2026, 9-13 Uhr, Zoom

Kosten & Anmeldung:

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Der oder die Teilnehmende kann, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, müssen die Kursgebühren vollständig bezahlt werden.

Das Leben als freie Journalistin, freier Journalist kann wunderbar sein. Und doch fühlen sich anfangs viele Kolleg*innen lost. Unser Webinar „Starterpaket Freier Journalismus“ bietet einen Überblick an Tipps, die den Einstieg erleichtern:

Welche Geschichten lohnen sich und wo biete ich sie an? Wie pitche ich und wie verhandele ich gute Honorare? Warum ist Networking so wichtig und muss ich dafür Leuten meine Visitenkarte aufdrängen? (Nein!) Im Kurs besprechen wir diese und weitere Fragen und üben den Weg von der Themenidee zur gut bezahlten Veröffentlichung.

Dozentin:

Hannah El-Hitami arbeitet als freie Journalistin in Berlin und schreibt über Gesellschaft und Politik der arabischen Welt, Migration und Völkerstrafrecht. Ihre Artikel erscheinen unter anderem bei SPIEGEL, TAZ, Fluter, Amnesty Journal, Greenpeace Magazin und Qantara.

Oft haben sie Bekannte und Freund:innen, die neu im freien Journalismus sind, ausgefragt: „Ob ich ihnen mal erzählen kann, wie ich das hinkriege, davon zu leben. Bei diversen Kaffees und Bieren habe ich aus dem Nähkästchen geplaudert und einen Überblick über alles gegeben, was ich in sechs Jahren Freiberuflichkeit gelernt oder mir angewöhnt habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele allgemeingültige und hilfreiche Tipps dabei sind. Jetzt mache ich das Ganze als Starterpaket mehr Leuten zugänglich.“

Termin:

  • Do., 5. November 2026, 9-13 Uhr, Zoom

Kosten & Anmeldung:

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Der oder die Teilnehmende kann, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, müssen die Kursgebühren vollständig bezahlt werden.

Zusatztermin eines unserer beliebtesten Webinare: Mehrfachverwertung mit Florian Sturm. Gute Recherchen sind wie Kaugummi. Sie ziehen und ziehen und ziehen sich. Da wäre es verschenkt, das Thema nach nur einer Veröffentlichung abzuhaken. Und mit einem einzigen Honorar, das all der Zeit und Energie, die wir in unsere Story investiert haben, vermutlich nicht gerecht wird.

Neuer Zusatztermin eines unserer beliebtesten Webinare: Gute Recherchen sind wie Kaugummi. Sie ziehen und ziehen und ziehen sich. Meist über Wochen, manchmal über Monate und Jahre. Da wäre es verschenkt, das Thema nach nur einer Veröffentlichung abzuhaken. Und mit einem einzigen Honorar, das all der Zeit und Energie, die wir in unsere Story investiert haben, vermutlich nicht gerecht wird.

In diesem Workshop lernst du alles, was du zur Mehrfachverwertung wissen musst: 

  • von der Themenentwicklung 
  • über die Strukturierung deiner Recherche 
  • und der Textproduktion 
  • bis hin zu Kommunikations- und Verhandlungstipps mit Redaktionen. 

Am Ende des Crashkurses wirst du völlig neu auf deine Themen blicken und wissen, wie du aus zukünftigen Projekten, aber auch deinem Story-Archiv, das Maximum herausholst – sowohl finanziell als auch in puncto Reichweite, Portfolioerweiterung und Netzwerken mit Redaktionen.

Zwei Hinweise vorab:

1. Kolleg:innen, die sich vor allem tagesaktuellen Geschichten widmen, sind bei diesem Workshop selbstverständlich herzlich willkommen. Florians Strategien funktionieren jedoch vor allem für „magazinige“ Recherchen.

2. Florian bittet alle Teilnehmer*innen, ein Thema oder eine Geschichte mitzubringen, das/die sie gern (besser) mehrfachverwerten möchten.

Dozent:

Foto: Gonçalo Fonseca

Florian Sturm ist freier Journalist und gilt in Kollegenkreisen als „Meister der Mehrfachverwertung“. Tatsächlich hat er schon Themen im Stern oder Greenpeace (Schweiz) zweit- beziehungsweise beim BBC Wildlife-Magazine viertverwertet. Bei seinen Recherchen konzentriert er sich insbesondere auf die Themen Wissenschaft, Conservation, Reise und Gesellschaft. Beim Medium Magazin könnt ihr euch seinen Talk zum Thema „Erfolgreich frei sein“ anschauen.

Termin:

  • Montag, 7. Dezember 2026, 9-13.45 Uhr, Zoom 

Teilnahmegebühr & Anmeldung: 

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Der oder die Teilnehmende kann, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, müssen die Kursgebühren vollständig bezahlt werden.

Dieser Newsletter ist ein portugiesischer. Ich – Robert – sitze im abgedunkelten Zimmerchen und schreibe ihn, während draußen die Sonne der Algarve ballert. Sie ballert lieb, noch nicht so erbarmungslos wie im Juli und August, aber Kraft hat sie trotzdem. 

Ich hoffe, dass ihr euch nun fragt, warum ich im Urlaub Newsletter schreibe. Denn das wäre der gesunde Ansatz. Urlaub sollte auch für Menschen, die freiberuflich arbeiten, eben das sein: Erholung, eine Auszeit, ein kleiner Kater zur Mittagszeit.

Robert außerhalb des dunklen Zimmerchens.

Nun ist das nicht immer möglich. Erst gestern rief mich ein Redakteur an. Der Text, den ich vor Monaten abgegeben hatte, solle nun bald veröffentlicht werden, ob ich nochmal drauf schauen könne, ihn gegebenenfalls aktualisieren. Auch das habe ich im dunklen Zimmerchen gemacht, während draußen die Algarve war und ich nicht. 

Freiberuflichkeit ist toll. Immerhin bin ich in Portugal. Nur würde ich mir manchmal wünschen, dass ich standhafter bliebe. Und euch wünsche ich das auch.

:Der Honorarreport kommt

Unsere Umfrage dazu, wie viel Medien für was zahlen, ist beendet. Viele von euch haben mitgemacht, dafür schon jetzt Tausend Dank, ach was, wir sind nicht „so ziemlich jeder Verlag“ in Deutschland, müssen mit großen Zahlen nicht geizen: eine Million Dank!

Wir arbeiten nun daran, die Daten zu säubern, zusammenzuführen, vergleichbar zu machen und dann bald schon zu veröffentlichen. Denn die Vergleichbarkeit von Honoraren und das solidarische Einstehen für bessere ist unsere größte Stärke im Kampf für bessere Arbeits- und Lebensbedingungen. 

:Aktivrente die Letzte

Anfang Mai haben wir uns zu einer digitalen Mittagspause getroffen, um ein letztes Mal über die Causa Aktivrente zu sprechen. Viele von euch waren dabei, Robert, Hannah und Guillaume aus dem Vorstand auch. Die Positionen waren klar verteilt: Ihr werdet nicht gern übergangen und wünscht euch mehr Mitsprache. Wir aus dem Vorstand haben das gehört und überlegen, wie sich das umsetzen lässt, ohne dass wir handlungsunfähig werden. Allgemein lieben wir aber die Idee, dass Mitglieder und Vorstand enger zusammenarbeiten. 

Und die Aktivrente, die wünschen wir uns auch. Selbst wenn wir es traurig finden, dass wir in einem Staat leben, in dem solche Dinge nötig sein sollen.

:Freischreiber goes Perugia #3: Das Recap

Hannah, Robert und Konstantin sind Ende April zum Journalismusfestival nach Perugia gereist und empfehlen euch allen, das nächstes Jahr auch zu tun! An vier sonnigen Tagen war dieses malerische Städtchen gefüllt von Journalist*innen aus aller Welt. Neben einem spannenden Panel-Programm (das ganz nebenbei kostenlos ist!) gab es jede Menge Gelegenheiten, einen Spritz zu trinken und sich auszutauschen – zum Beispiel bei unserem kleinen Freischreiber-Meetup für freie Journalist*innen.

:Freischreiber Österreich startet Kampagne. #KeinSteuergeldFürAusbeutung

Unsere Schwesterorganisation im Süden hat ein Anliegen, das uns zwar nicht unmittelbar betrifft, aber auf Dauer betreffen könnte. Denn in Österreich ist die Lage des Journalismus noch prekärer als bei uns. Verlage entlassen Mitarbeitende und zahlen gleichzeitig albern niedrige Honorare an Freie. Immer mehr Freie verlassen deshalb die Branche, kaum einer kann es sich noch leisten, nur vom Journalismus zu leben.

Freischreiber Österreich fordert deshalb, dass die staatliche Medienförderung an Standards gekoppelt wird. Nur wer freie Journalist:innen fair bezahlt, soll davon profitieren können. Hier findet ihr mehr Infos dazu. 

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Einladung für Freischreibende nach Straßburg ins Europäische Parlament

Vom 15. bis 18. Juni 2026 tagt das Europäische Parlament in Straßburg. Wir laden freie Journalist*innen herzlich ein, dabei zu sein. 
📣 Tipp: Für teilnehmende Journalist*innen besteht die Möglichkeit, sich Reise- und Hotelkosten erstatten zu lassen.

In der Plenarwoche stehen unter anderem diese Themen auf der Tagesordnung

1.     Reform der KI-Gesetze (finale Abstimmung über den Digital-Omnibus)

2.     EU-US-Handelsdeal (Finale Abstimmung über das Turnberry Agreement)

3.     Stellung der Landwirte in der Lieferkette (finale Abstimmung, enthält auch das umstrittene Verbot von Veggie-Schnitzlen)

4.     Beschleunigung der Genehmigungsverfahren

5.     EU-Strategie zur Bekämpfung neuer Theorien gegen die Demokratie

6.     Neue Genomtechniken (NGT) (2. Lesung, endgültig)

7.     Überarbeitung der Richtlinie zur Tabakbesteuerung

8.     EU-Erweiterung

9.     EU- Unternehmenssteuerpolitik

10.    Vorbereitung des EU-Gipfels

Meldet euch an unter dieser Mailadresse und berichtet live aus dem Herzen der europäischen Politik!

:Frei im Ausland

Elisa Kautzky mit Pariser Köstlichkeit.

Ohne festes Medium im Rücken kann eine Auslandskorrespondenz schwierig sein. In seiner neuen Reihe befragt das medium magazin freie Journalist*innen im Ausland dazu, wie die Arbeitsbedingungen sind, wie die Erfolgsaussichten, wo die Fallstricke und wie groß der Spaß daran ist. Den Aufschlag macht unsere Co-Vorsitzende Elisa Kautzky aus Paris. Sie sagt, sie habe ihre Nische erst finden müssen, fühle sich jetzt aber super wohl in ihrer Rolle als freie Korrespondentin.

Was ihr geholfen hat: sich inhaltlich und medial breit aufzustellen. “Ich habe angefangen, Radio zu machen, arbeite fürs Fernsehen, schreibe für Print und Online. Gerade Radio ist zum Beispiel ein Bereich, in dem man meiner Erfahrung nach auch als Einsteigerin gute Chancen hat und oft gut bezahlt wird.” Ein Vögelchen hat gezwitschert, dass eine weitere Freischreiberin aus dem Ausland bald in der Reihe erwähnt wird…

:Frei heraus

Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. 

Dieses Mal: Mareice Kaiser. Sie arbeitet als Journalistin, Autorin und Moderatorin in Berlin und im Internet. Sie recherchiert, schreibt und spricht zu Gerechtigkeitsthemen. Vom medium magazin wurde sie 2022 in die TOP 10 der deutschen Wirtschaftsjournalist*innen gewählt. In ihrem Newsletter Utopie + Alltag schreibt sie über das gute Leben, wie es sein könnte – und was sich dafür ändern muss. Im Podcast spricht Mareice mit Josephine Apraku über das, was wir alle brauchen: Revolution & Ferien. Kürzlich hat sie für journalist außerdem einen Text veröffentlicht, wie lange wir noch vom Journalismus leben können.

Mareice Kaiser. Foto: Jana Rodenbusch

Wo arbeitest du am liebsten?

In einem Zimmer für mich allein. Zum Beispiel in meinem Büro (das hab ich allerdings nicht immer für mich allein). Ich bin aber auch gern unterwegs und spreche mit Menschen. Was für mich auch gut geht, ist die Mischung aus Unterwegssein und Schreiben, zum Beispiel im Zug. Frei nach Virgina Woolf: Ein 2-er Platz im Zug und Noise Cancelling-Kopfhörer für mich allein.[1] [2] 

Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?

Mein Gehirn; Menschen, die mit mir sprechen; Laptop; zweiter Bildschirm; Tastatur; Maus; Kopfhörer; Musik.

Was ist das Ärgerlichste, das dir im Job passieren kann?

Als machtkritische Journalistin schwingt seit einigen Jahren immer eine mögliche Bedrohungssituation mit – für mich und manchmal auch für meine Protagonist*innen. Das hasse ich.

Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.

:Dies & Das

Tech-Unternehmen in die Pflicht 

Der Europäische Gerichtshof (EuGH) stärkt Europas Medienhäuser im Streit mit Big Tech: EU-Staaten dürfen Plattformen wie Facebook und Instagram verpflichten, Verlage für journalistische Inhalte zu bezahlen. Ein Urteil aus Luxemburg bestätigt Italiens Vorgehen gegen Meta und gibt damit auch anderen Mitgliedstaaten Rückenwind, Tech-Unternehmen stärker in die Pflicht zu nehmen.

Correctiv und Katapult starten NSDAP-Suchfunktion

Analog zu den Angeboten der Zeit und des Spiegels bieten Correctiv und Katapult eine eigene Plattform an, über die Nutzer*innen die NSDAP-Mitgliederkartei durchsuchen können. Die Webseite heißt https://brownarchive.org/ und ist, im Gegensatz zu jenen der beiden großen Verlage, kostenfrei.

Wo Freie gebraucht werden

Das Medium Magazin hat im letzten Monat ein Interview mit Daniel Lingenhöhl, dem Chefredakteur von Spektrum der Wissenschaft geführt. Darin sagt er, wo sein Team und er auf Freie setzen. Wenn ihr also wissenschaftsaffin seid: Schaut euch das mal an. 

Andererseits kämpft ums Überleben

Das inklusive Medium „andererseits“ ringt um sein Überleben. Zwölf behinderte und nicht behinderte Menschen arbeiten in der Redaktion und decken Missstände auf. Sie berichten über den Alltag in einer Welt, deren Norm sich nicht auf behinderte Körper und Köpfe bezieht. Jetzt ruft das Medium dazu auf, ein Abo abzuschließen, damit sein Team weiterhin dieses wichtige Feld beackern kann. Vielleicht möchtet ihr das ja unterstützen.  

:Externe Termine

12. und 13. Juni

Zukunftsfestival in Halle

Sandra Maischberger, Robin Alexander, Dagmar Rosenfeld, Jakob Springfeld, Jan Plewka und Band sowie die beiden Staatsministerinnen Elisabeth Kaiser und Christiane Schenderlein kommen in Halle zusammen, um über die produktive Kraft von Kunst und kultureller Bildung für Dialog und in kontroversen Debatten zu diskutieren.

Workshop Mehrfachverwertung

5. – 6. Juni in Berlin, WPK – Die Wissenschaftsjournalisten

Der Workshop richtet sich an alle freie:n Journalist:innen, die sich mit der Dreigleisigkeit (noch) schwer tun. Freie Printjournalist:innen bekommen Tipps, wie sie ihre Themen auch für den Hörfunk anbieten. Hörfunkjournalist:innen lernen, wie sie die Themen der Online- oder Printredaktion schmackhaft machen. Freischreiber*innen erhalten einen Rabatt.

The Roots of Everything

Wann? 19.- 20. Mai (und fortlaufend)

Wo? Spore Initiative, Hermannstraße 86, 12051 Berlin

Wie kommen wir weg von der reinen Krisenbeschreibung („Doom and Gloom“) hin zu „realen Utopien“? Hier geht es um Klima, globale Gerechtigkeit und soziale Bewegungen. Die Workshop-Reihe soll neue Perspektiven und direkten Kontakt zu Protagonist*innen eröffnen. Die Gäste und Expert*innen kommen aus den Berliner Kiezen und aus Ecuador. (Mit-)organisiert von Freischreiberin Elisabeth Weydt.

  • 5. – 6. Mai: Die Kraft der Vorstellung: Der Nebelregenwald als reale Utopie
  • 19. – 20. Mai: Von Würde und Gerechtigkeit: Rechte der Natur vor Gericht
  • 2. – 3. Juni: Radikale Regeneration: Für Wälder und Seelen
  • 30. Juni – 01. Juli: Resiliente Gemeinschaften: Wachstum statt Zerfall
  • 7. – 8. Juli: Alternative Ökonomien: Reichtum neu definieren
  • 10. – 11. Juli: Utopien-Ernte und Fiesta

Anmeldung: Per Mail an rootsofeverything ät posteo.de. Mehr Infos: Spore Website oder noch mehr bei Radio Utopistan auf Instagram.

Vision Lab 2026 

9. Juni – 4. Juli CNA Dudelange (Luxemburg)

Vom 29. Juni bis 4. Juli findet am Centre national de l’audiovisuel in Dudelange das Vision Lab statt, in dem Fotograf*innen, Filmemacher*innen, Journalist*innen und Künstler*innen eine Woche lang in einer transdisziplinären Gruppe an ihren eigenen Projekten arbeiten. Die Sprache des Labs ist Englisch und die Teilnehmerzahl begrenzt. 

Kosten: 300 Euro regulär, 150 Euro ermäßigt. Bewerbungsschluss ist der 30. Mai, Bewerbung mit kurzer Beschreibung der eigenen Fragen und Ziele, Kurzbio und Links zur Arbeit an: formation ät cna.etat.lu (CC: contact ät uwehmartin.de)

BJS-Termine

02. – 03.06. Videos drehen mit dem Smartphone – Grundkurs

05. – 06.06. Interview für Print und Online

08. – 09.06. Datenjournalismus 2.0 – für starke Storys mit Code, KI und Visualisierungen (1)

10. – 12.06. Die Reportage

Exklusiv für Freischreiber*innen:

Dank unserer Kooperation buchst du Fortbildungen der Berliner Journalist*innenschule mit 30 Prozent Rabatt. Wie das geht, erfährst du bei der Geschäftsstelle.

Und mit dem Ende des Newsletters endet auch meine Urlaubspause. Habt es schön, wo auch immer ihr seid!

Robert Hofmann & Elisa Kautzky aus der Newsletter-Redaktion

Titelfoto: Anna Heidelberg-Stein

Du hast schon lange eine Sachbuch-Idee, aber wie schaffst du es, endlich auch einen Verlag zu finden? Du hast eine persönliche Geschichte oder ein Sachgebiet, in dem irgendwie ein Buch steckt, aber du weißt nicht welches?

In diesem Webinar entwickelt unsere Dozentin Heike Faller mit dir gemeinsam dein Buchthema. 

Termine:

Jeweils von 12.30 bis 14.30 Uhr via Zoom:

Montag 24.8.
Montag, 3.9..
Montag, 14.9.
Montag, 28.9.
Montag (noch offen) Termin mit Agentin Elisabeth Ruge + einer Lektorin
+ individuell terminiertes Einzelcoaching à 45 Minuten

Kosten & Anmeldung:

Bitte melde dich über den folgenden Link an und bewirb dich zeitgleich per Mail mit circa fünf Sätzen mit deinem Thema oder mehreren Themen (der Text muss nicht weiter ausgearbeitet sein).

  • Freischreiber:innen zahlen 399 Euro, bitte hier anmelden.
  • Min. 15, max. 20 Teilnehmende. Die Platzvergabe erfolgt nach Eingang der Anmeldungen.

Du hast schon lange eine Sachbuch-Idee, aber wie schaffst du es, endlich auch einen Verlag zu finden? Du hast eine persönliche Geschichte oder ein Sachgebiet, in dem irgendwie ein Buch steckt, aber du weißt nicht welches?

In diesem Webinar entwickelt unsere Dozentin Heike Faller mit dir gemeinsam dein Buchthema. Über mehrere Wochen sprechen wir in fünf Sessions à zwei Stunden über den Fokus, finden eine Struktur, finalisieren, wenn möglich, ein Exposee. Mit den anderen Teilnehmenden schließt du dich immer wieder kurz, ihr gebt euch gegenseitig Feedback. Am Ende treffen wir Literaturagentin Elisabeth Ruge. Dazu spricht Dozentin Heike Faller in Einzelcoachings mit Teilnehmenden und liest alle Manuskripte.

Inhalt:

  • 4 Sessions à 2 Std: Thema, Genres, Exposee
  • 1 Session à 2 Std: Q & A mit Agentin Elisabeth Ruge
  • Je Teilnehmer:in: 1 Session à 45 Min. Coaching mit Heike plus Lektüre eines Manuskripts

Dozentin: 

Heike Faller, Zeit-Autorin, Nannen-Preistägerin, hat schon vielen Autor:innen geholfen, ihr Sachbuch zu schreiben. So sind Bestseller wie „Teenie Leaks“, „Fucking Berlin“ und „Kliniken und Nebenwirkungen“ entstanden. Ihr eigenes Buch „Wie ich einmal versuchte reich zu werden“ erreichte Platz 22 der Spiegel-Bestsellerliste. Heikes Bilderbuch „Hundert“ ist ein Bestseller in Deutschland, China, Südkorea und Frankreich und wird von Menschen zwischen drei und hundert sehr liebgehabt. Infolge des Freischreiber-Coachings haben auch Teilnehmende bereits Sachbücher veröffentlicht.

Agentin:

Elisabeth Ruge ist Lektorin, Verlegerin und Literaturagentin. Nach ihrer Tätigkeit als Lektorin beim S. Fischer Verlag, gründete sie 1994 den Berlin Verlag. Ab 2011 baute sie die Berliner Dependance des Carl Hanser Verlages auf, die sie anschließend drei Jahre leitete. Heute betreibt sie ihre eigene Agentur für Buch- und Filmrechte, die 2014 gegründete Elisabeth Ruge Agentur (ERA). 

Termine:

Jeweils von 12.30 bis 14.30 Uhr via Zoom:

  • Montag 24.8.
    Montag, 7.9.
    Montag, 14.9.
    Montag, 28.9.
    Montag (noch offen) Termin mit Agentin Elisabeth Ruge + einer Lektorin
    + individuell terminiertes Einzelcoaching à 45 Minuten

Kosten & Anmeldung:

Bitte bewirb dich mit circa fünf Sätzen mit deinem Thema oder mehreren Themen (der Text muss nicht weiter ausgearbeitet sein).

  • Freischreiber:innen zahlen 399 Euro, bitte hier anmelden.
  • begrenztes Kontingent für Mitglieder von Kooperationspartner:innen (wpk, Reporter-Akademie, freelens, weltreporter, ndm): 469 Euro
  • Externe 700 Euro; 
  • Nicht-Mitglieder bitte inklusive Anschrift und Text zur Sachbuch-Idee hier anmelden.

Min. 15, max. 20 Teilnehmende. Die Platzvergabe erfolgt nach Eingang der Anmeldungen.

Stimmen aus dem ersten Sachbuch-Coaching in 2025: 

„Der Sachbuch-Coaching-Kurs mit Heike Faller hat meine Idee und mein Exposé auf ein neues Level gehoben. Der Kurs ist auf so vielen Ebenen großartig: die fantastischen Einzelcoachings, die super erfahrenen Buch-Expert:innen, der Austausch in Arbeitsgruppen zu unseren Projekten. 200%-ige Empfehlung!“ Andrea

„Als ich in Heike Fallers Seminar kam, hatte ich nur eine grobe Idee für ein Buch. Kurz nach der letzten Sitzung stand der Vertrag mit einer renommierten Agentin.“ Frederik

„Heike hat eine unglaubliche Gabe, sich auf unterschiedlichste Themen einzustellen, scharfsinnig Feedback zu geben und die Buchideen bis zum Exposee zu begleiten.“ Ilka

„Der Kurs hat mir enorm Spaß gemacht. Alles drumrum, das so gut gepusht hat, fehlen mir.“ Dagmar

„Mir hat der Sachbuch-Kurs mit Heike Faller unheimlich gut gefallen, er hat mich in einer Form vorangebracht, die ich vorher nicht einmal ansatzweise erwartet hätte. Ich würde ihn sofort wieder machen.“ Stephanie 

„Ganz große klasse fand ich das Einzelcoaching. Das hat mir gedanklich enorm auf die Sprünge geholfen“ Bettina

„Das Seminar hat mir Mut gemacht, endlich meine Idee in die Tat umzusetzen. Ich habe noch im Seminar eine großartige Agentin gefunden, die mit mir einen Vertrag geschlossen hat.“ Judith

„Ich habe die Zeit vergessen, dazu kam Heikes Geduld – keine Antworten auf Fragen wurden mal eben durchgereicht und alle Anliegen ernst genommen.“ Gerald

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Du kannst als Teilnehmende:r, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, musst du die Kursgebühren vollständig begleichen.

Du möchtest dich gerne an Audio versuchen und in den Bereich Radio / Podcast starten, aber du fühlst dich überfordert? Zu viel Technik, zu viele Mikros, zu viele Programme für den Schnitt – und wie das mit dem Aufnehmen geht, weißt du auch nicht so richtig? 

Freischreiberin und Freelance-Journalistin Sarah Tekath ging es vor sechs Jahren genau so. Seither hat sie sich permanent fortgebildet und produziert nun regelmäßig Audio-Beiträge, z.B. für Deutschlandradio. Nun gibt Sarah ihr Wissen im ersten „Starterpaket Audio-Journalismus“ weiter.

Du möchtest dich gerne an Audio versuchen und in den Bereich Radio / Podcast starten, aber du fühlst dich überfordert? Zu viel Technik, zu viele Mikros, zu viele Programme für den Schnitt – und wie das mit dem Aufnehmen geht, weißt du auch nicht so richtig? 

Freischreiberin und Freelance-Journalistin Sarah Tekath ging es vor sechs Jahren genau so. Seither hat sie sich permanent fortgebildet und produziert nun regelmäßig Audio-Beiträge, z.B. für Deutschlandradio. Nun gibt Sarah ihr Wissen im ersten „Starterpaket Audio-Journalismus“ weiter: 

„Wir fangen bei den Basics an. Keine Frage ist zu simpel, als dass ich sie nicht damals auch gestellt hätte. In einem wertfreien Safe Space besprechen wir den Einstieg in das neue Medium und machen praktische Übungen in Audacity. Wenn du schon eigene Ideen hast für ein Podcast-Projekt, können wir auch das gerne gemeinsam diskutieren.“

Inhalte: 

Die Technik. 
Welche Schnitt-Programme, Tools und Mikrofone gibt es? 
Welche Anschlüsse – und wie funktionieren sie? 
Was brauchst du für eine Erstausstattung? 
Zusätzliches Thema: Aufnahmen in persona und remote, wie geht das?
Praktischer Teil: Schnitt / Konvertierung / Produktion mit Audacity (bitte vor dem 31.7. herunterladen!)

Rechte und Finanzen.
Was wird das Equipment kosten? 
Wie viel Honorar kannst du für welches Format verlangen?
Welche Musik kannst du rechtlich nutzen?

Die Themen. 
Welche Formate eignen sich für den Einstieg?
Welches Medium sucht welche Schwerpunkte?
Wie gehst du deinen ersten Podcast an (und verdienst damit Geld)?

Die Veröffentlichung.
Wer sucht Beiträge von Freien? Wen sprichst du dort mit Pitches an?
Über welche Plattformen kannst du Podcasts hochladen, wie funktioniert das bei verschiedenen Anbietern (Spotify etc.)? Zusätzliche Infos: Upload Timing, Trailer etc.

In allen Kapiteln gibt Sarah persönliche Beispiele für Do`s und Dont’s.

Dozentin:

Sarah Tekath ist freie Journalistin und Auslandskorrespondentin. Sie lebt seit 2014 in Amsterdam und ist seit 2016 selbständig. Sarah schreibt Artikel und macht Audio-Beiträge zum Thema Politik, Gesellschaft und Frauenrechte. Sie arbeitet nebenbei als Coach für Frauen-Kickboxen und Frauen-Selbstverteidigung.

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Der oder die Teilnehmende kann, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, müssen die Kursgebühren vollständig bezahlt werden.

Manchmal wünschten wir uns, manche Honorarangebote wären ein Aprilscherz. Leider sind sie es nicht. Umso wichtiger ist es deshalb, IMMER zu verhandeln. Das sagt sich so leicht. Auch wir im Vorstand kennen dieses mulmige Gefühl, dieses Ziehen in der Magengegend, sobald die Mail mit der Nachfrage nach mehr Geld raus ist. Als wäre es unerhört, vom eigenen Beruf leben zu wollen.

Aber ist nicht vielmehr das Gegenteil unerhört? Festangestellte erhalten Inflationsausgleich, Weihnachtsgeld und Gehaltserhöhungen. Warum sollen wir also zögern, unseren Wert klar zu benennen? Wir dürfen uns nicht kleiner machen, als wir sind. Wir arbeiten auf Augenhöhe, denn wir haben etwas zu bieten. Also: Beim nächsten Mal – Augen zu und durch. Im schlimmsten Fall kommt ein Nein, sehr wahrscheinlich aber mehr Geld.

Was uns bewegt: Money Money Money

Die schlechte Bezahlung von freien Journalist*innen ist regelmäßig Thema bei :Freischreiber. Nun hat auch die Berliner Zeitung darüber geschrieben. (Wie viel sie wohl ihrem Freien dafür bezahlt hat?) Grundaussage des Artikels ist: So kann es nicht weitergehen. Wer freien Journalismus nicht ordentlich bezahlt, sorgt für schlechtere Qualität, vertreibt erfahrene Leute aus dem Journalismus und schadet so am Ende auch der Demokratie.

Nun steht die Berliner Zeitung seit einigen Jahren nicht mehr unbedingt für journalistische Integrität oder demokratische Überzeugungen, aber Recht hat sie doch.

In dem Artikel wird auch unser Verband erwähnt: „Der Verband der Freischreiber, der die Interessen von freien Journalisten vertritt, empfiehlt, pro 1000 Zeichen ein Honorar von 100 Euro zu verlangen. Ich kenne kaum ein Haus, bei dem das durchsetzbar ist. Selbst die Hälfte ist dafür nur in Ausnahmefällen und nach harten Verhandlungen zu erreichen.“ 

Leider ist unsere Empfehlung auch schon ein paar Jährchen alt und enthält keine Inflation. Was denkt ihr dazu? Schreibt uns gerne!

:Freischreiber goes Perugia I

Am 15. April wird Vorstandsmitglied Hannah El-Hitami mit Kolleg*innen beim Internationalen Journalismus-Festival in Perugia (Italien) über die Frage diskutieren: „Justice at last? Covering Syrian justice playing out on multiple stages.“

:Freischreiber goes Perugia II: Freiheit an der Piazza

Auch unsere Vorstandsmitglieder Robert Hofmann und Konstantin Klenke werden in Perugia sein. Mit Hannah organisieren sie am Donnerstag, 16. April ein kleines Get-Together, wobei Get in dem Fall Drink bedeutet. Nämlich um 17 Uhr in der Snack Bar hier.

:Pro oder Kontra Aktivrente? 

Was denn jetzt? Ist :Freischreiber nun für oder gegen die Aktivrente für Selbstständige? Nun, auch ein Vorstand ist, wie seine Mitglieder, nicht immer einer Meinung. Im Oktober 2025 haben wir in einer Pressemitteilung geschrieben, dass sich :Freischreiber „den Forderungen von DJV, ver.di und der Bundesarbeitsgemeinschaft Selbstständigenverbände (BAGSV) an(schließt), die sogenannte Aktivrente auch auf Einkommen aus selbstständiger Mitarbeit auszudehnen.“ :Freischreiber forderte gleiche Rechte für alle Erwerbstätigen – unabhängig von ihrer Beschäftigungsform. Im Idealfall hätten es freie Journalist*innen natürlich nicht nötig, im Alter noch zu arbeiten, und würden ihre Rente genießen. Das ist aber aufgrund der prekären Situation im Journalismus oft nicht möglich. 

Gleichzeitig arbeiten wir mit dieser Forderung „an der Dekonstruktion des Sozialstaats“ – so hat es Co-Vorsitzender Robert Hofmann in seinem Kommentar für das Medium Magazin beschrieben.

Robert ergänzt: „Wie jeder Mensch, der sich über mehr Geld freut, wollen wir, dass Freie im Alter genug davon haben. Wenn das bedeuten muss, dass wir nach Erreichen des Rentenalters steuerfrei weiterarbeiten können, ist das so. Zumindest wenn es keine Alternative gibt. In meinem Text lehne ich die Aktivrente ab. Sie ist das Eingeständnis einer Regierung, die nicht fähig oder willens ist, unsere Sozialsysteme zu erhalten. Sie ist der Anfang vom Ende des Ruhestands der Leute, die nicht erben oder schon Vermögen haben.

Was wäre eine Alternative, die es uns ermöglicht, im Alter das zu machen, wofür es da ist: Mit den Enkeln durch die Orangenpflanzen laufen, die letzten Punkte auf der Bucket List abhaken oder auf der Veranda sitzen und in die Ferne starren. Deshalb: Wir unterstützen das Anliegen, die Aktivrente auch auf Selbstständige auszuweiten. Gleichzeitig lehnen wir die Aktivrente ab. Auch aus Solidarität mit denen, die im Alter nicht einfach noch ein paar Jahre weiterarbeiten können.”

Auch für Reportagen.FM und in unserem Slack-Vereinsheim hat er seine Position dargelegt. Was sind eure Ideen, wie können wir der Erosion der Sozialsysteme etwas entgegensetzen, ohne dafür den Ruhestand aufgeben zu müssen? Schreibt uns gern!

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Einladung für Freischreibende nach Straßburg ins Europäische Parlament

Vom 27. bis 30. April tagt das Europäische Parlament in Straßburg. Wir laden freie Journalist*innen herzlich ein, dabei zu sein und vor Ort zu recherchieren.

Im Parlament gibt es ein Großraumbüro für Journalist*innen sowie kostenlos buchbare TV-Studios, Radio- und Podcaststudios und Fotograf*innen.

📣 Tipp für Freie: Für teilnehmende Journalist*innen besteht die Möglichkeit, sich Reise- und Hotelkosten erstatten zu lassen.

Meldet euch an unter presse-berlin ät europarl.europa.eu und berichtet live aus dem Herzen der europäischen Politik! 

In der Plenarwoche stehen unter anderem diese Themen auf der Tagesordnung:

  • EU-weit einheitliche Definition von Vergewaltigung: Nur ja bedeutet ja
  • Schutz von Hunden und Katzen, Verpflichtung zum Chippen
  • ETS 2 – Emissionshandel für Gebäude und Transport
  • Schutz vor Missbrauch von EU-Geldern
  • Verschlechterung der Grundrechtslage in der EU
  • EP-Position zum EU-Haushalt 2028 – 2034
  • Schutz von Unternehmen, Arbeitsplätzen und Produkten aus der EU vor unlauterem Wettbewerb
  • Gefährdet die neue EU-Abwasserrichtlinie die Versorgung mit Medikamenten?
  • Niedrigere Zölle für am wenigsten entwickelte Staaten
  • Übermittlung von Fluggastdatensätzen zur Bekämpfung von Terrorismus und schwerer Kriminalität (EU-Norwegen, EU-Island, EU-USA)
  • Bedeutung der Meeresdiplomatie für die Wettbewerbsfähigkeit von Fischerei und Aquakultur in der EU

:Frei heraus

Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. 

Credits: Luna Gebauer

Dieses Mal: Judith Goetsch. Die Kollegion ist professionelle Besserwisserin, arbeitet vor Allem für Storytelling-Podcast-Formate und wenn sie nicht schreibt oder was besser weiß, singt sie am liebsten.

Wo arbeitest du am liebsten?

Tatsächlich im Büro, umgeben von netten Kolleg*innen. Auch im Studium war ich immer schon eine, die fürs Lernen oder Hausarbeiten in die Bibliothek gegangen ist. Ich bin jetzt ganz frisch in einer Bürogemeinschaft in Berlin Kreuzberg dabei und freue mich, wenn ich Arbeit und privat räumlich etwas mehr trennen kann.

Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?

Die Notizen-App von meinem Handy auf der meine Themen-Ideen meist zuerst entstehen, meine digitale To-do-Liste und meine Noise-Cancelling-Kopfhörer.

Was ist das Ärgerlichste, das dir im Job passieren kann?

Für einen Podcast oder einen Radiobeitrag ein super spannendes Interview führen und dann feststellen, dass das Mikrofon die ganze Zeit nicht mitgelaufen ist.

Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.

:Hörtipp

Der freie Journalismus kann einsam und umkämpft sein – muss er aber nicht. In der dritten Folge der neuen Staffel von „Reporter Insights“ der Reportageschuleund Reportagen.FM spricht Host David Pister mit Johannes Greß über investigativen Journalismus, prekäre Arbeitsbedingungen und warum wir Journalist*innen uns zusammenschließen sollten. Johannes ist Vorstandsmitglied der Freischreiber:innen Österreich.

Hier reinhören.

:Lesetipp

Von freien Journalistinnen und Journalisten wird heute erwartet, dass sie eine Reichweite haben. Dabei sind Aufbau und Betreuung einer Community ein zweiter Vollzeitjob – die Trennlinie zum Content Creator verwässert. Wie sollen wir damit umgehen, dass heute alle ein bisschen berühmt sein müssen?

Kira Brück hat es im Journalist-Magazin aufgeschrieben.

:Pressemitteilung Mutterschutz

Mutterschutz darf für Selbstständige keine Frage des Versicherungsstatus sein. Deshalb begrüßt :Freischreiber den Vorstoß von Bundesbauministerin Verena Hubertz, Mutterschutz und bessere Rahmenbedingungen für selbstständige Eltern gesetzlich zu regeln. Dass Handlungsbedarf besteht, ist seit Langem bekannt – umso wichtiger ist, dass auf die Forderung nun zügig gesetzliche Schritte folgen. Besonders für freie Journalistinnen ist die aktuelle Lage inakzeptabel. Viele stehen vor der Frage, ob sie sich Kinder überhaupt leisten können. Unsere Pressemitteilung findet ihr hier.

:FREISCHREIBER-TERMINE

20. April, 16 Uhr, Tandem Kick-off: Gemeinsam wollen wir das frische Tandem-Jahr einläuten. Bitte gebt uns Bescheid, ob ihr dabei sein könnt. Den Link zum Raum erhaltet ihr per E-Mail.

23. April, 12 Uhr, Mittagspause mit der ZEIT. So arbeiten Ressort X & ZEIT-Dossier: Welche Themen punkten bei der Redaktion, wen sprechen Freie an – und welchen Honorarrahmen setzt die ZEIT

27. April, 9 Uhr, Starterpaket Freier Journalismus: Das Leben als freie Journalistin, freier Journalist kann wunderbar sein. Und doch fühlen sich anfangs viele Kolleg*innen lost. Unser Webinar „Starterpaket Freier Journalismus“ bietet einen Überblick an Tipps, die den Einstieg erleichtern.

4. Mai, 19 Uhr: Mini-Stammtisch in Paris!

Wir, Stefanie Eisenreich & Elisa Kautzky, möchten uns mit Freien und Freischreiber*innen in Paris vernetzen. Kommt gern dazu.

8. Mai, 13 Uhr, Rundfunkreform

Welche Programme werden gestrichen? Welche Sendeplätze werden zusammengezogen? Viele Freie sind gestresst von der Unsicherheit und machen sich Sorgen um ihre zukünftige Auftragslage. Kathy Ziegler von der Freienvertretung beim Deutschlandradio wird uns konkret erklären, was es mit der Programmreform auf sich hat.

  • Und: Haltet euch schon mal den 12. Dezember frei! Wir planen ein Barcamp und eine Party! Weitere Infos gibt es bald. Wir wollen mit euch feiern und in Berlin aufs Freisein anstoßen.
  • Alle Termine findet ihr hier.

:Dies & Das

Die Entlastungsvorschläge der Regierung

Ein bisschen schade finden wir es schon. Denn schon wieder merken wir, wie wenig Gedanken die Regierung sich über uns Freie macht. Als die Unions- und SPD-Spitzen am Morgen des 13. April bekannt gaben, wie sie die Bürger*innen angesichts des stetig teurer werdenden Lebens entlasten wollen, war kein Vorschlag dabei, der uns mitdenkt. Die 1000 Euro „Krisenbonus“, die Arbeitgebende ihren Angestellten steuerfrei zahlen können, werden uns nicht erreichen. Die 17-Cent-Senkung der Kraftstoffsteuern gilt natürlich auch für uns, aber wie viel das wert ist, wird sich zeigen.

KI-Bilder im Lokalen

Der Schleswig-Holsteinische Zeitungsverlag (shz) illustriert neuerdings regionale Themen immer öfter mit KI-generierten Abbildungen, berichtet Übermedien. Zwar würden die Motive transparent gekennzeichnet, dennoch stellt sich die Frage, was das für den Lokaljournalismus bedeutet. Fast zwei Drittel der Deutschen ordnen Lokaljournalismus laut Digital News Report des Reuters Institute an der University of Oxford als vertrauenswürdig ein. Es lässt sich nur hoffen, dass die Lokalmedien das Vertrauen ihrer Leser*innen damit nicht verspielen.

Marktlücke Rüstungsindustrie 

Mehr denn je suchen Redaktionen Journalist*innen, die sich mit Rüstungsindustrie und Sicherheitspolitik auskennen. (Vielleicht eine Marktlücke für einige von euch?) Vor 2022 wurden militärische Expertise und Connections in die Rüstungsindustrie noch skeptisch beäugt, heute sind Drohnenexpert*innen in den Redaktionen heiß begehrt. Laut einer Studie des Marktforschungsunternehmens Civey von 2025 wünschen sich 77 Prozent der Deutschen mehr Informationen dazu, welche Vorkehrungen die Bundesregierung trifft, um die Verteidigungsfähigkeit zu steigern. Doch was macht eine gute Berichterstattung über Krisen und Kriege aus? Diese Frage hat sich der Journalist gestellt. Wichtig sei es vor allem, sachlich zu unterscheiden, welche Szenarien real und welche von Akteuren gesteuert sind. Was hilft: „ein breites Netz an Informanten und unabhängigen Experten. Nur so könnten Journalist*innen die unterschiedlichen Interessen von Rüstungswirtschaft und Gemeinwohl aufzeigen.“

Ungarn: Medien und Wahlkampf

Am 12. April hat Ungarn gewählt – und Viktor Orbán nach 16 Jahren Amtszeit abgewählt. In der letzten Ausgabe des Newsletters Blaupause beschreibt Steady-Gründer Sebastian Esser, inwiefern investigative Recherchen den ungarischen Wahlkampf auf den Kopf gestellt haben. Zum Beispiel Direkt36, ein ungarisches Investigativportal, das in den vergangenen Jahren immer wieder Recherchen veröffentlicht hat, zum Beispiel über die Pegasus-Überwachung der eigenen Reporter*innen, die Offshore-Geschäfte der Familie Orbán oder wie die Regierung die EU-Antibetrugsbehörde OLAF ausspionierte. Ein Beispiel, wie viel Macht unabhängiger Journalismus haben kann.

:Externe Termine

DW-Freienkongress

Vom 24. bis 25 April findet in Bonn der DW-Freienkongress statt. Veranstalter ist der ARD-ZDF-Freienrat. Auf dem Programm: Podiumsdiskussionen über Pressefreiheit, freie Krisenreporter*innen, Homeoffice, Rente, KI und Honorare – alles, was für freie Mitarbeitende im öffentlich-rechtlichen Rundfunk von besonderer Relevanz ist.

Anmeldung hier. Das komplette Programm:  Freienrat – Die Interessenvertretungen für Freie bei ARD, ZDF und Deutschlandradio

BJS-Termine

Exklusiv für Freischreiber*innen: Dank unserer Kooperation buchst du Fortbildungen der Berliner Journalist*innenschule mit 30 Prozent Rabatt. Wie das geht, erfährst du bei der Geschäftsstelle.

Kauft euch was Schönes vom verhandelten Geld!

Robert Hofmann & Elisa Kautzky aus der Newsletter-Redaktion