Rechnungen sollen künftig elektronisch verarbeitet werden können, um bürokratischen Aufwand zu reduzieren. Tatsächlich löst allein die Ankündigung, dass E-Rechnungen ab dem 1. Januar 2025 verpflichtend sind, Panik aus. Dann nämlich sollen Unternehmen von anderen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Also auch freie Journalist*innen. Allerdings: Erst ab 2028 müssen Rechnungen zwischen Unternehmen zwingend im elektronischen Format auch versendet werden.

Worum es geht? Software. Die E-Rechnung beruht auf dem maschinenlesbaren Dateiformat XML. Derzeit sind in Deutschland vor allem XRechnung, die von Behörden genutzt wird, und ZUGfERD bekannt, ein hybrides Format. Hybrid deswegen, weil die Rechnung zusätzlich als PDF erzeugt wird. Damit ist sie auch von Menschen lesbar.

Für die Verarbeitung der E-Rechnung werden sich Dienstleister anbieten, die sämtliche Rechnungsabläufe übernehmen wollen. Wer seine Buchhaltung inklusive Rechnungsstellung weiter selbst abwickeln möchte, wird sich bei Portalen und Apps umschauen müssen, über die Rechnungen nach wie vor selbst erstellt, versendet und empfangen werden können. Es gibt bereits einige Anbieter, auch Open Source. Zu einer staatlichen kostenlosen Plattform gärt es ebenfalls in der Gerüchteküche. Noch ist aber nichts entschieden.

Wir halten euch auf dem Laufenden und planen auch verschiedene Informationsveranstaltungen rund um die E-Rechnung. Vorab findet ihr eine gute Zusammenfassung beim Verband der Gründer und Selbstständigen

Von Sommer ist vielerorts wenig in Sicht. Nicht verwunderlich daher, dass auch die Sommerpause und das Sommerloch noch auf sich warten lassen – wie die Themenfülle zeigt. KI und Pressefreiheit sind für freie Journalist:innen Dauerbrenner. Jetzt kommt mit der E-Rechnung auch noch Bürokratie hinzu. 

KI und wir

Woran erkenne ich, ob Inhalte von oder mit künstlicher Intelligenz erzeugt wurden? Wenn es nach dem kürzlich verabschiedeten AI Act der Europäischen Union geht: an der Kennzeichnung. Durch KI entstandene Töne, Bilder oder Texte sollen markiert werden. Das Gesetz ist zum Teil schon in Kraft und wird ab 2026 in vollem Umfang gelten. Schöne Idee, aber nur schwer kontrollierbar. Es gibt aber auch Unternehmen, die sich damit brüsten, dass sie die Inhalte ihrer Magazine komplett von KI erstellen lassen. Das soll etwa bei der Lufthansa künftig so sein. Die KI holt sich in Chats mit den Mitarbeitenden Informationen, die sie dann zu Reisetipps verarbeitet.

Hier spielt der Mensch nur noch eine untergeordnete Rolle im Entstehungsprozess. Was macht das mit dem Journalismus? Wie verändert sich die Situation für Freie? Darüber werden wir noch viel sprechen müssen.

E-Rechnung: Abwarten und Tee trinken?!

Rechnungen sollen künftig elektronisch verarbeitet werden können. Das soll den bürokratischen Aufwand reduzieren. Tatsächlich löst allein die Ankündigung, dass E-Rechnungen ab dem 1. Januar 2025 verpflichtend sind, Panik aus. Dann nämlich sollen Unternehmen von anderen Unternehmen E-Rechnungen empfangen können. Also auch freie Journalist*innen. Allerdings: Erst ab 2028 müssen Rechnungen zwischen Unternehmen zwingend im elektronischen Format auch versendet werden.

Worum es geht? Um Software. Denn die E-Rechnung beruht auf dem maschinenlesbaren Dateiformat XML. Derzeit sind in Deutschland vor allem XRechnung, die von Behörden genutzt wird, und ZUGfERD bekannt, ein hybrides Format. Hybrid deswegen, weil die Rechnung zusätzlich als PDF erzeugt wird. Damit ist sie auch von Menschen lesbar.

Für die Verarbeitung der E-Rechnung werden sich Dienstleister anbieten, die sämtliche Rechnungsabläufe übernehmen wollen. Wer seine Buchhaltung inklusive Rechnungsstellung weiter selbst abwickeln möchte, wird sich bei Portalen und Apps umschauen müssen, über die Rechnungen nach wie vor selbst erstellt, versendet und empfangen werden können. Es gibt bereits einige Anbieter, auch Open Source. Zu einer staatlichen kostenlosen Plattform gärt es ebenfalls in der Gerüchteküche. Noch ist aber nichts entschieden.

Wir halten euch auf dem Laufenden und planen auch verschiedene Informationsveranstaltungen rund um die E-Rechnung. Vorab findet ihr eine gute Zusammenfassung beim Verband der Gründer und Selbstständigen

Habt ihr gefeiert?

Am 23. Mai hatte das Grundgesetz seinen 75. Geburtstag. Ein Geburtstag, den gerade freie Journalist*innen gar nicht hoch genug schätzen können. Denn hier ist die Pressefreiheit verankert. Und die schützen wir, indem wir Demokratie stärken, wo immer es geht. Auch am 9. Juni. Also: wählen gehen!

Frei heraus: Drei Antworten von…

Freie Kolleg*innen bekommen zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. 
Dieses Mal im Fokus: Robert B. Fishman. Er arbeitet unter anderem als Reporter und Fotograf zu den Themen nachhaltiges Wirtschaften und Leben, Klima, Stadt- und Regionalentwicklung sowie Reisen nach der Idee des konstruktiven Journalismus.

  • Wo arbeitest du am liebsten? 
  • Draußen auf Recherche mit inspirierenden Menschen.
  • Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
  • Aufnahmegerät, Kamera, Handy (für schnelle Fotos) und iPad als Notizbuch.
  • Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?
  • Redaktionen, die viel verlangen, nie zufrieden sind und dafür noch schlecht bezahlen.

Hast du Lust, dem „Frei heraus“-Team auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.

Freischreiberiges

Mal weg vom Schreibtisch, hin zu den Kolleg*innen zwischen Rhein und Neckar. Felix Kunz, frisch gebackener Regio-Leiter für Rhein-Neckar, lädt alle Freischreiber*innen in der Gegend zwischen Hockenheim, Leimen, Schwetzingen, Sinsheim, Weinheim und Wiesloch zum Netzwerken ein. Wenn ihr euch austauschen wollt, kommt zu den Treffen. Wann die sind? Das erfahrt ihr direkt von Felix. Tragt euch dafür in den neuen Mailverteiler der Gruppe ein und schon entgeht euch kein Termin mehr.

Neue Köpfe für die Provinz-Gruppe gesucht. Online-Stammtische organisieren, Referent*innen einladen, Kontakte zu Freischreiber*innen in ganz Deutschland knüpfen – hört sich das für dich nach einem Ehrenamt an, das du gerne übernehmen möchtest? Dann melde dich in der Geschäftsstelle. Denn wir suchen eine neue Regio-Leitung für die Provinz-Gruppe. Hier kommen alle Freischreiber*innen zusammen, denen der Weg zu einer anderen Regio-Gruppe zu weit ist. Du übernimmst die Aufgabe von Sigrid März und Tomma Schröder, die die Gruppe jahrelang geleitet haben und denen wir herzlich für ihren tollen Einsatz danken.

Im letzten Newsletter hatten wir euch aufgerufen, an unserer Umfrage „Ein Verein für alle“ teilzunehmen. Allen, die sich schon beteiligt haben, ein herzliches Dankeschön von Elisa KautzkyLisbeth Schröder und Caroline Becker. Alle anderen können noch bis zum Ende des Monats ihre Wünsche hinsichtlich mehr Vielfalt bei :Freischreiber äußern. Also, nehmt euch fünf Minuten Zeit dafür. Hier geht’s zur Umfrage.

In :Freischreiber steckt viel KI-Expertise. Und die wird auch abgefragt, zum Beispiel von Journalist. Für die Titelgeschichte hat :Freischreiber-Fördermitglied Jakob Vicari Antworten auf die Frage gegeben: „Wie wird KI zur Superkraft für den Journalismus?” Zum Interview hier entlang.

Hat ein Nahrungsergänzungsmittel die Wirkung, die es verspricht?Das lässt sich mit Checker Evi, dem Chatbot für irreführende Wirkversprechen, herausfinden. An der Plattform haben mit Sigrid März, Jakob Vicari und Angela Bechthold gleich drei Freischreiber*innen mitgewirkt. Das Kooperationsprojekt von MedWatch und Tactile News hat auch die Wissenschaftspressekonferenz überzeugt, die es über ihren Innovationsfonds gefördert hat. Wir gratulieren zum erfolgreichen Start.

Deutschland, ein kinderfeindliches Land?“ fragt Freischreiberin Nathalie Klüver in ihrem Buch, mit dem sie derzeit auf Lesereise ist. „Mir geht es darum zu zeigen, dass die gesamte Gesellschaft von mehr Kinderfreundlichkeit profitiert – und dass eine nachhaltige, moderne Gesellschaft kinderfreundlich sein muss, um den Herausforderungen der Gegenwart von Klimawandel, Energiewende bis Generationenvertrag gerecht zu werden“, sagt Nathalie. Das Buch ist im Kösel Verlag erschienen.

Wie arbeiten eigentlich Journalist*innen? Diese Frage hat Freischreiberin Insa van den Berg so oft gehört, dass sie jetzt mit einem Newsletter darauf reagiert. Mit Newsgierig bereichert sie im Superwahljahr die Angebote zur Medienbildung um ein wertvolles Stück. 

Tipp des Monats

Jeden Monat geben wir euch an dieser Stelle einen Tipp aus einem unserer zahlreichen Fortbildungsangebote.

Diesmal geht es um das Thema Pitchen. Die Auslandsfreien hatten Freischreiber Steve Przybilla, Profi in Sachen Pitch und Mehrfachverwertung, eingeladen. Einer seiner Tipps: „Erzähl eine Geschichte. Aber kurz und knackig. Denn Redakteur*innen haben wenig Zeit. Wenn sie mehr wissen wollen, haken sie nach.“ Und wenn keine Rückmeldung kommt? Fragt nach und tauscht euch mit Kolleg*innen aus. :Freischreiber-Mitglieder finden hier noch mehr Tipps rund ums Pitchen.

Freischreiber-Termine

  • Am Mittwoch, 5. Juni, um 19.30 Uhr stellt die Regio-Gruppe Leipzig die für Journalist*innen im Superwahljahr super wichtige Frage: Fühlst du dich sicher? Zu Gast ist Autor Michael Kraske. Nur für :Freischreiber-Mitglieder. Anmeldung per E-Mail.

  • Welche Nebenjobs gibt es für freie Journalist*innen? Darum geht es beim Stammtisch der Regios in München am Montag, 10. Juni, ab 18.30 Uhr. Freischreiberin Andrea Mertes, Journalistin und Dozentin, und Mila Hanke, Journalistin, Coach und Mentaltrainerin, berichten von ihren Erfahrungen. Treffpunkt ist der Augustinerkeller. Anmeldung hier.
  • Pressereisen – ja oder nein? Darüber sprechen wir mit unseren Partner*innen von den Weltreportern in einer gemeinsamen digitalen Mittagspause am Donnerstag, 13. Juni, um 13 Uhr. Auch Noch-nicht-Mitglieder sind herzlich willkommen. Verbindliche Anmeldung hier.

  • Die Berliner Regio-Gruppe trifft sich am Montag, 17. Juni, ab 19 Uhr zum Stammtisch. Thema ist die Berichterstattung über den Krieg in Gaza. Gastgeberin und zugleich Expertin ist Freischreiberin Hannah El-Hitami. Zu Gast sind Freischreiberin Anna-Theresa Bachmann sowie der freie Journalist Hanno Hauenstein. Den genauen Treffpunkt erfahrt ihr nach der Anmeldung.

  • Um das leidige Thema Steuern geht es im Webinar mit Jana Vierheilig am Donnerstag, 20. Juni, von 10 bis 13 Uhr. Freischreiber*innen melden sich bitte hier an. Wer noch kein Mitglied ist, kann ebenfalls teilnehmen und meldet sich dann bitte direkt bei der Geschäftsstelle.

  • Die Regio-Gruppe Schleswig-Holstein trifft sich am Donnerstag, 27. Juni, ab 18 Uhr im Restaurant Südbahnhof in Neumünster. Anmeldung bitte bei den drei Regio-Leiterinnen Jennifer, Sina und Pauline.

  • Am Freitag, 5. Juli, sprechen wir mit Heike Faller über das Schreiben von Sachbüchern und wie sich damit Geld verdienen lässt. Diese digitale Mittagspause findet von 13 bis 14 Uhr statt und ist exklusiv für Freischreiber*innen. Zur Anmeldung bitte hier lang.
  • Wie hilft Dramaturgie gegen Schreibblockaden? Das erklärt Heike Faller in ihrem Crashkurs „Dramaturgie“ am Donnerstag, 11. Juli, von 13 bis 17 Uhr. Für den Kurs gibt es derzeit eine Warteliste. Wenn ihr :Freischreiber-Mitglied seid, meldet euch direkt hier an. Alle anderen nehmen bitte den Umweg über die Geschäftsstelle.

War das schon alles? Schaut hier nach auf unserer Website. Vielleicht ist ja gerade eben noch etwas Spannendes dazugekommen …

Dies & Das

Am 1. Juni war VG-Wort-Mitgliederversammlung. Nach Aussage von Freischreiber und VG-Wort-Verwaltungsratsmitglied Oliver Eberhardt waren freie Journalist*innen mit 196 Stimmen „sehr stark vertreten“. Es wurden die Quoten für die nächsten Ausschüttungen bekannt gegeben. Bei den Buch- und Magazinbeiträgen geht es nach unten. Dafür ist die hohe Zahl an Meldungen und eine veränderte Verteilung der Einnahmen verantwortlich. Eine gute Nachricht: Die ersten Einnahmen aus dem Presseverleger-Leistungsschutzrecht werden im Herbst ausgezahlt.

MedWatch wird zum Redaktionsbüro. Nicola Kuhrt, Freischreiberin und Mitgründerin von MedWatch, hört nach sieben Jahren auf. Mit der Stabübergabe an Freischreiberin Sigrid März und Martin Rücker wird aus dem Magazin ein Redaktionsbüro, das Wissenschaftsjournalismus zu verbraucherrelevanten Themen in die Redaktionen bringt. Mitglieder der bisherigen MedWatch-Redaktion werden an den Recherchen auch künftig beteiligt sein. Zum Start fördert die Wissenschaftspressekonferenz (WPK) das Recherchekollektiv.

Mehr Mut im Lokaljournalismus fordert Johanna Bernklau in Das Altpapier, einer Medien-Kolumne des MDR. Statt nur auf KI zu setzen, sollten Lokalmedien dringend über ihre Struktur, ihre Kanäle und ihr Angebot nachdenken. Nicht zuletzt auch darüber, welche Perspektiven der Lokaljournalismus dem Nachwuchs bietet. Das gilt selbstverständlich auch für freie Journalist*innen, die von der teils desaströsen Situation im Lokalen auf vielfältige Weise betroffen sind.

Herzlichen Glückwunsch: Weltreporter wird 20! Wir gratulieren unserem Kooperationspartner zu 20 Jahren, in denen viel passiert ist, über die es viel zu erzählen gibt. Schaut vorbei bei „20 Geschichten aus 20 Jahren“. Jede Woche veröffentlicht Weltreporter eine Geschichte aus einem Jahr seines Bestehens.

Das ist aber noch längst nicht alles. Unter dem Motto (Was) interessiert uns die Welt? feiert Weltreporter am 13. Juli sein Jubiläum im Publix in Berlin mit einem öffentlichen Workshop-Tag. Wenn ihr wissen möchtet, wie Auslandsberichterstattung in Zeiten von Falschmeldungen und Desinformation funktioniert, kommt vorbei. Zur Anmeldung gelangt ihr hier. Und da findet ihr auch alle weiteren Infos.

Dem Anti-Fake-News-Blog Volksverpetzer wurde die Gemeinnützigkeitaberkannt. Das hat finanzielle Einbußen für den journalistischen Blog zur Folge, der sich über Crowdfunding finanziert. Sinkende Einnahmen treffen auf gleichzeitig mehr Abgaben an den Staat. Und das zu einer Zeit, in der es so unendlich viel zu tun gibt für alle, die Falschmeldungen aufdecken. Es ist aber auch eine Erinnerung daran, dass im Koalitionsvertrag steht, endlich Rechtssicherheit für gemeinnützigen Journalismus zu schaffen. Was könnt ihr tun? Unterschreibt die Petition, die das Forum Gemeinnütziger Journalismus gestartet hat. 

Fortbildungen

  • Der Verein Deutsche Gesellschaft lädt vom 1. bis 8. Oktober zur Recherchereise nach Jerewan/Armenien ein. Themen sind Kriegsberichterstattung, Informationssicherheit und Desinformation. Bewerbungsschluss ist der 16. Juni. Mehr Informationen gibt es hier.

  • „Vlog the Future“ – unter diesem Titel richtet das Pressenetzwerk für Jugendthemen (PNJ) gemeinsam mit der Deutschen Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) einen Jugend-Medien-Workshop aus. Gefragt ist die Perspektive junger Menschen auf den UN-Zukunftsgipfel 2024. Wenn ihr zwischen 18 und 25 Jahre alt seid und vom 25. bis 27. Juli in Bonn dabei sein wollt, bewerbt euch. Die Bewerbungsfrist endet am 23. Juni. Mehr Informationen findet ihr hier.
  • „Wie wird politischer Journalismus seiner demokratischen Verantwortung gerecht?“ lautet die Frage, die die Neuen deutschen Medienmacher*innen gemeinsam mit Vertretern der Heinrich-Böll-Stiftung auf einer Podiumsdiskussion zu beantworten versuchen. Die hybride Veranstaltung findet am Montag, 24. Juni, von 18 bis 19.45 Uhr statt. Anmeldung hier.

  • Braucht es vielfältig besetzte Redaktionen oder mehr unterschiedliche Kanäle, um die Macht der Medien besser zu verteilen? Fragestellungen wie diese sind Thema einer Podiumsdiskussion, zu der die Neuen deutschen Medienmacher*innen gemeinsam mit der Robert Bosch Stiftung einladen. Die hybride Veranstaltung findet am 25. Juni ab 18 Uhr statt. Mehr Informationen, auch zur Anmeldung, gibt es hier.

  • Freischreiberin Verena Carl ist ganz begeistert vom berufsbegleitenden Master-Studiengang „Digitaler Journalismus“ der Hamburg Media School (HMS): „[…] die Qualität des Studiums und auch die Möglichkeiten für neue Kontakte, Inspiration, Auftraggeber*innen, Gründungsideen etc. etc. [sind] schier unermesslich. Klare Empfehlung von mir, wenn man es sich in irgendeiner Form leisten kann und digital draufsatteln mag.“ Das Ganze kostet allerdings eine Stange Geld. Die HMS unterstützt freie Journalist*innen mit einem Stipendium von 5000 Euro. Das entspricht etwa einem Viertel der Gesamtsumme. Wenn euch der hohe Restbetrag nicht abschreckt, bewerbt euch für das nächste Studienjahr noch bis 1. Juli. Weitere Infos hier.

  • Um Innovationen im Lokaljournalismus und neue Formate im ländlichen Raum geht es bei der Digitalen Innovations- und Resilienzakademie. Durchgeführt wird sie vom gemeinnützigen Bildungsprogramm Vocer in Kooperation mit der Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein von September bis Dezember. Wenn ihr aus Hamburg oder Schleswig-Holstein kommt, könnt ihr euch noch bis zum 12. Juli für die kostenlose Workshopreihe hier bewerben.
  • Chancen und Herausforderungen von KI lotet die vierteilige Weiterbildungsreihe „KI-Resilienz-Akademie“ aus, die Vocer in einer Förderkooperation mit der Stiftung Pressehaus NRZ durchführt. Angesprochen sind Medienprofis aus dem gesamten Bundesgebiet. Bewerbungsschluss für die kostenlose Teilnahme ist der 12. Juli. Mehr Informationen gibt es hier.

Preise & Stipendien

Links zu Preisen und Stipendien findet ihr hier und natürlich auf unserem :Freischreiber-Slack beispielsweise unter #stipendien. Haben wir eine Übersichtsseite mit gut honorierten Preisen oder großzügigen Stipendien übersehen? Dann schreibt uns.

Und nicht vergessen: am 9. Juni ist Europawahl!

Eure :Freischreiber:innen

PS: Ihr kennt jemanden, die oder der diesen Newsletter noch nicht bekommt? Einfach weiterleiten und hier anmelden

Welche Auslandsthemen gehen gut? Mit welchem Pitch überzeugt man die Redaktion? Freischreiber Steve Przybilla ist Experte auf dem Gebiet. Für den Stammtisch der Auslandsfreien hat er seine Erfahrungen zusammengefasst und exklusiv für Mitglieder verschriftlicht.

Hier findest du das Handout; DANKE dafür, Steve!

Du möchtest keinen Termin der Auslandsfreien mehr verpassen? Trag dich hier in ihren Mailverteiler ein.

KI-Tools sind smarte Assistenten, die uns Journalistinnen und Journalisten Routinearbeit abnehmen können. ChatGPT etwa hilft beim Finden von Themen, beim Recherchieren im Web, beim „Kneten“ von Texten.

Ariel Hauptmeier hat für und mit :Freischreiber ergründet, wie wir uns die Technik zunutze machen. Exklusiv für Mitglieder stellt er einen Ausschnitt seines Handouts zur Verfügung, du findest ihn hier. (Das gesamte Dokument erhalten alle Teilnehmer:innen seines Webinars.)

Im April 2024 war bei uns zu Gast Helge-Björn Meyer, Geschäftsführer für Politik und Gremien beim Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. (BFDK). Sein Thema: „Altersvorsorge: Einkommen hoch und durchversichern?“ Helge empfiehlt folgende Materialien aus den Publikationen von „Systemcheck“, in denen das Thema Altersvorsorge prominent vorkommt:

Wer kümmert sich? Soziale Absicherungsoptionen und -hürden für hybrid arbeitende Künstler*innen, Seite 23: Hybrid Arbeitende in den darstellenden Künsten. Anmerkungen zur Altersvorsorge

Abschlussdokumentation des Forschungsprojekts „Systemcheck“, S. 38 (PDF-Seite 20): Kapitel 2: Alter; die Handlungsempfehlungen sind im Anschluss an die jeweiligen Kapitel aufgeführt

Handlungsempfehlungen des Forschungsprojekts „Systemcheck“, S. 8 (PDF-Seite 5): ganz kurze Zusammenfassung zu Ergebnissen zum Thema Alter; die Handlungsempfehlungen sind ab S. 10 (PDF-S. 8) aufgelistet)

Wie setzten wir als freie Journalist:innen in einem Podcast komplexe Projekte um, ohne dabei verloren zu gehen – oder jemanden zu verlieren? So viel vorab: Nicht jeder Umweg ist umsonst. 

In dieser Masterclass geben Pia Stendera und Lena von Holt Einblicke in ihre Arbeit am Recherchepodcast „Boys Club – Macht und Missbrauch bei Axel Springer”. Die freien Journalistinnen führen euch über ihre Roadmap zum Endprodukt, von der Idee bis zur Veröffentlichung. Sie lassen einen Blick hinter die Kulissen zu, auf Umwege und Hürden. Natürlich könnt ihr außerdem alle Fragen zu Podcasts im Allgemeinen und zu „Boys Club“ im Besonderen mitbringen. Dafür haben wir die Zeit der Masterclass von zwei auf drei Stunden ausgedehnt.

Termin:

  • Freitag, 25. Oktober 2024, 9-12 Uhr, Zoom
  • Podcast-Erfahrungen sind für diese Masterclass keine Voraussetzung.

Dozentinnen:

Pia Stendera ist Reporterin, Autorin und Podcast-Host. In ihrer Arbeit beschäftigt sie sich mit der Frage, wie Macht in unterschiedlichen Kontexten wirkt – immer mit dem Ziel, tief recherchierte Geschichten so zu erzählen, dass sie Gehör finden. Besondere Aufmerksamkeit erhielt sie für den Spotify Original Podcast „Boysclub – Macht und Missbrauch bei Axel Springer“ und ihre Berichterstattung zum rechtsextremen Attentat von Halle.

Lena von Holt ist freie Journalistin in Berlin und beschäftigt sich in ihrer Arbeit mit Machtfragen, insbesondere mit Feminismus und Demokratie. Sie berichtet für Medien wie den Deutschlandfunk, ZEIT und The Guardian aus dem In- und Ausland. In Text und Audio erzählt sie Geschichten, die bewegen. Zuletzt für den Spotify Original-Podcast „Boys Club – Macht und Missbrauch bei Axel Springer”.

Kosten & Anmeldung:

  • Freischreiber:innen zahlen 39 Euro und melden sich hier an.
  • Begrenztes Kontingent für Mitglieder von wpk, Reporter-Akademie, freelens, weltreporter, ndm: 59 Euro
  • Externe: 109 Euro. Bitte meldet euch als Nicht-Mitglieder inklusive Anschrift im Büro an.

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Du kannst als Teilnehmende:r, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, musst du die Kursgebühren vollständig begleichen.

Fotos: Livia Kappler

Habt ihr schon euren Urlaub geplant? Wenn nicht, nutzt diese Zeilen doch als kleine Erinnerung der Selbstfürsorge. Als Freie sind wir nämlich (leider) nicht gesetzlich dazu verpflichtet, Überstunden abzubauen oder eine bestimmte Zahl an Urlaubstagen zu nehmen. 

Freisein ist ein Lebensstil. Wer sich darauf einlässt, profitiert von flexiblen Arbeitszeiten und Powernaps am Nachmittag. Braucht es da noch Urlaub? Wir sagen: JA! Freie Tage sollten wir unbedingt hin und wieder einplanen – und zwar ohne das Erlebte später in einen Reisebericht zu verwandeln. 

„Ich zwinge mich dazu, mindestens einen Tag in der Woche freizunehmen”, sagt :Freischreiber-Vorsitzende Eva Bodenmüller. Die stellvertretende Vorsitzende Elisa Kautzky bekommt an freien Tagen und auf Reisen oft die besten Ideen. „Man muss aber auch lernen, nicht jede interessante Person, die einem begegnet, und jeden schönen Ort, an dem man verweilt, in ein Stück umwandeln zu wollen”, sagt sie. Was dabei hilft? Ein Arbeits-Handy anschaffen, Benachrichtigungen ausschalten, eine automatische Antwortmail einrichten, Urlaub groß verkünden und den Laptop daheim lassen. 

Wie macht ihr das, legt ihr im Urlaub alles beiseite oder begleitet euch die Arbeit auch an freien Tagen? Wenn euch das Abschalten schwerfällt, könnt ihr bei unserer Kooperationspartnerin Helpline durchklingeln. Ihr erreicht sie Montag und Dienstag von 18 bis 20 Uhr, Donnerstag von 16 bis 18 Uhr und Freitag von 8 bis 10 Uhr unter der +49 (0) 30 75 43 76 33. 

Wie es um die mentale Gesundheit von Journalist:innen steht, beschreibt Vorstandsmitglied Elisa Kautzky in ihrem Artikel „Arbeit im Haifischbecken” in der taz. Laut einer Studie des Hans-Bredow-Instituts aus dem Jahr 2023 leidet nahezu je­de:r zweite Jour­na­lis­t:in in Deutschland oft oder sehr oft unter Stress bei der Arbeit. Ein Grund mehr, schon mal den Sommerurlaub zu planen!

Frei heraus: Drei Antworten von …

Freie Kolleg:innen bekommen zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir deshalb jeden Monat ein :Freischreiber-Mitglied ins Rampenlicht. Heute heißt es: Bühne frei für Guillaume Amouret

Er kommt aus Frankreich und ist frisch bei :Freischreiber dabei. Guillaume schreibt Texte für deutsche und französische Medien und arbeitet mit einer Produktionsfirma an Dokus für öffentlich-rechtliche Sender.

  • Wo arbeitest du am liebsten? 
  • In meiner lokalen Bücherei, wo ich gerade sitze, während ich auf die Fragen antworte.
  • Was sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
  • Ein Füller und selbst gebundene Hefte sind meine Werkzeuge. 
  • Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?
  • Festzustellen, dass die Interview-Aufnahme kaputt ist und ich nicht genug oder sogar keine Notizen gemacht habe.

Hast du Lust, dem „Frei heraus“-Team auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.

Freischreiberiges

Neue Kooperation mit andererseits: Wir freuen uns sehr über unsere Kooperation mit andererseits, einem inklusiven Online-Magazin in leichter Sprache. 

„Behinderung“, „Beeinträchtigung“, „besondere Bedürfnisse“? Wisst ihr manchmal auch nicht so ganz, wie ihr über Behinderung sprechen oder schreiben sollt? Dann haben wir genau das Richtige für euch: Den Newsletter von andererseits – für alle, die Behinderung besser verstehen wollen. Mit dem Newsletter bekommt ihr jeden Freitagmorgen eine kleine Geschichte, einen Fakt über Behinderung und Neues aus der Redaktion, in der Menschen mit und ohne Behinderung gleichberechtigt und unabhängig zusammenarbeiten. Den Newsletter könnt ihr kostenlos hier abonnieren.

Ein Verein für alle! Freischreiber versteht sich als Netzwerk zur Selbsthilfe. Es ist uns wichtig, uns für die Belange aller freien Journalist:innen einsetzen zu können – auch derer, die aufgrund ihres Geschlechts, ihrer Herkunft oder anderer Merkmale diskriminiert werden und es darum im Journalismus doppelt schwer haben.

Aber wie kann das gelingen? Dieser Frage möchten Elisa Kautzky und Lisbeth Schröder aus dem Vorstand gemeinsam mit :Freischreiberin Caroline Becker nachgehen. Dazu freuen sie sich über euren Input. Bitte füllt diese Umfrage aus. Die Beantwortung ist anonym und dauert nur 5 Minuten.

PS: Unser Arbeitskreis besteht bislang aus drei jungen weißen Frauen. Wir freuen uns, wenn ihr unsere Arbeit mit euren vielfältigen Perspektiven bereichert. Meldet euch gerne bei einer von uns. 

Tipp des Monats: Im März war Freischreiberin Sarah Tekath als Expertin zum Thema „Podcast“ zu Gast beim Treffen unserer Auslandsfreien. Einer ihrer Ratschläge: „Wenn du alles im Kasten hast und den Podcast an einem bestimmten Tag veröffentlichen willst, solltest du unbedingt etwas Vorlauf einplanen.” Die Anbieter brauchen teils Wochen, bis sie die erste Folge hochladen. Deshalb am besten vorab einen Trailer als Platzhalter vorbereiten. :Freischreiber-Mitglieder finden hier noch mehr Tipps zum Podcast-Einstieg.
Habt ihr Interesse an einem eigenen Webinar zum Thema „Quereinstieg in den Podcast-Journalismus”? Dann meldet euch bei unserer Geschäftsstelle.

Neue AG „Finanzen“: Freischreiberin Sofie Czilwik hat uns im Vorstand angesprochen: Sie möchte eine AG „Finanzen“ anstoßen und sich mit unserer Unterstützung für die Wiedereinführung der Vorsteuerpauschale und für Bürokratieabbau stark machen. Themen, die uns alle betreffen. In :Freischreiber steckt so viel Expertise – nutzen wir sie! Macht mit bei der neuen AG „Finanzen“ und meldet euch bei Sofie oder Johannes Klostermeier vom Vorstand.

Lesetipps

Katja Trippel hat ein neues Buch herausgebracht, zusammen mit dem Infografiker Ole Häntzschel. Erschienen ist die Sammlung von Porträts kurioser, ekliger und doch nützlicher Tiere im Kinder- und Jugendbuchverlag Tessloff. Ein lustig-lehrreicher Lesestoff für die ganze Familie: „Stinker, Sauger, Schleimer: 22 großartige Gruseltiere”.

Günther Wessel hat 100 Seiten über Mücken geschrieben: Als unerbittliche Plagegeister sind sie verhasst, als Überträger von mitunter tödlichen Krankheiten gefürchtet. Doch im großen Gefüge der Natur nimmt das kleine Insekt eine bedeutende Rolle ein und hat immer wieder den Verlauf der menschlichen Geschichte beeinflusst. Günther Wessel bringt den Leser:innen die fragilen Geschöpfe nahe, zeigt, was man gegen Stiche tun kann, und offenbart, was die Mücke mit der Globalisierung und der Klimakrise zu tun hat. „Die passende Lektüre für laue Abende im Garten, am See, auf der Terrasse…”, sagt er.

Melina Borčaks Buch „Mekka hier, Mekka da” ist gerade auf der Spiegel-Bestsellerliste gelandet. Es geht darum, wie Sprache und Framing (auch unwissentlich, trotz bester Absichten) antimuslimischen Rassismus schüren können. Gerade in Zeiten von AfD-Remigrations-Träumen, erneuten Brandanschlägen und explodierenden Zahlen antimuslimischer Angriffe ist es wichtig für uns Freischreiber:innen, bei diesem Thema Fehler zu vermeiden. Hier geht es zum Buch.

Sigrid März hat sich in „Let’s talk about Endometriose” ein Thema vorgenommen, das eine von zehn Frauen–  sowohl in der Welt als auch in Deutschland –  betrifft. Monat für Monat leiden sie unter teils unerträglichen Schmerzen, aber auch Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsproblemen. In ihrem Ratgeber fasst sie den aktuellen Forschungsstand gemeinsam mit der Endometriose-Expertin Stefanie Burghaus zusammen und zeigt Therapiemöglichkeiten auf.

Die Klimakrise verändert die Welt, und unser Wirtschaftssystem gerät an seine Grenzen. Wie eine Welt ohne Wachstum aussehen könnte, beschreibt Freischreiberin Katharina Mau in ihrem neuen Buch „Das Ende der Erschöpfung. Wie wir eine Welt ohne Wachstum schaffen”. 

Für manche ist es ein Bleistiftstrich, für andere eine Möglichkeit, mit ihrer Trauer, Angst oder Wut umzugehen. Kunst kann neue Wege zeigen, wie wir uns um unsere psychische Gesundheit kümmern können. Der Comic-Wissenschaftler Amadeo Gandolfo und Freischreiber-Vorstandsmitglied Lisbeth Schröder suchen im Fanzine „Cartooning for Health” eine Antwort auf die Frage: Wie kann Kunst unserer psychischen Gesundheit in diesen Zeiten helfen? Das Fanzine ist zu hundert Prozent ein Self-publishing- und Non-profit-Projekt.

Freischreiber-Termine

  • Die Regio-Gruppe Franken trifft sich am 2. Mai um 19 Uhr zum Online-Treffen mit der neuen Gruppenleiterin Lea Maria Kielmeier.
  • Der Wilde Osten trifft sich zum nächsten Stammtisch mit dem Thema Podcasten am 8. Mai um 19:30 Uhr auf Zoom. Zu Gast ist der erfahrene Podcaster, Produzent und Trainer Philipp Eins. Verbindliche Anmeldung bis zum 7. Mai.
  • Unsere Tandems treffen sich am 8. Mai zum Mentoring-Kick-Off um 17 Uhr via Zoom. Dort lernt ihr euch kennen und vereinbart gemeinsam Ziele für das Jahr. Exklusiv für Teilnehmer:innen des Tandem-Programms 2024.
  • (Wann) Darf ich Beiträge mehrfach verwerten? Am 14. Mai laden wir euch zur kostenlosen Rechtsberatung mit unserem neuen Verbandsjuristen Dr. Sebastian Rengshausen ein, von 12-13 Uhr auf Zoom. Das Format wollen wir in Zukunft zweimal pro Jahr anbieten. Dieses Mal wird auch Freischreiber Steve Przybilla von seinen Erfahrungen zum Thema Mehrfachverwertung berichten. Bitte hier vorab anmelden. Exklusiv für Freischreiber:innen!
  • Pressereisen – ja oder nein? Diese Frage stellen sich viele Freie. Welche Ziele verfolgen die Anbieter und wann ist die journalistische Unabhängigkeit gefährdet? Darüber sprechen wir mit unseren Partner:innen von den Weltreportern in einer gemeinsamen digitalen Mittagspause am 13. Juni um 13 Uhr. Verbindliche Anmeldung hier.

War das schon alles? Schaut nach auf unserer Website. Vielleicht ist gerade eben noch etwas Spannendes dazugekommen …

Dies & Das

Vlnr: Autorin Mina Saidze, Creative Director Binh Minh Herbst und :Freischreiber-Vorstandsmitglied Lisbeth Schröder. Foto: privat

Wie können wir KI in unserem Beruf nutzen, statt uns vor ihr wegzuducken? Eine Frage, die wir uns immer öfter stellen und um die es auch bei der Konferenz „Künstliche Intelligenz und Kreativwirtschaft” im Bundesministerium für Wirtschaft und Klimaschutz im April ging.

Für :Freischreiber war Lisbeth Schröder aus dem Vorstand dort. Spannend fand sie vor allem …

  • … dass gefordert wurde, KI auch mit unserer Kreativität anzureichern (auch wenn wir da etwas skeptisch sind)
  • … dass gerade größere Unternehmen aus dem Ausland von dem Wissen aller profitieren 
  • … dass es interessante Ideen für die Entlohnung von Menschen gibt, mit deren Texten oder anderen Beiträgen die KI trainiert wird (z. B. Tokenisierung).

Insgesamt kam das Thema Urheberrecht und die faire Entlohnung von Journalist:innen viel zu kurz. „Wir sind sehr gespannt, wie sich dieser Bereich weiterentwickeln wird und werden uns dafür einsetzen, dass freie Journalist:innen nicht auf der Strecke bleiben”, sagt Lisbeth.

Prekär und doch zufrieden?

Unter dem Titel „Prekarisierung im Journalismus“ kamen am 12. April Forschende und Journalist:innen aus verschiedenen Ländern in München zusammen. 

Thomas Hanitzsch und Jana Rick vom Institut für Kommunikationswissenschaft und Medienforschung der LMU München stellten die Ergebnisse einer Studie zum Thema „Prekarisierung im Journalismus“ vor. Dafür hatten sie in den vergangenen fünf Jahren knapp tausend Journalist:innen zu ihren Erfahrungen befragt, 44 Prozent davon waren Freiberufler:innen. Freischreiberin Sigrid März war für den Verband vor Ort.

Eine gute Nachricht: Mehr als zwei Drittel (69 Prozent) der befragten Journalist:innen waren mit ihrem Beruf grundsätzlich zufrieden. Immerhin 43 Prozent stufen ihre Arbeitssituation dennoch als prekär ein. Das liegt nicht nur an teils unsicheren Arbeitsverhältnissen, sondern auch an der eher bescheidenen Bezahlung. 

Sigrid März (r.) berichtet aus der Perspektive der Freien.
Credits: Mia Grünewald

Das durchschnittliche Nettoeinkommen unter allen Befragten lag bei monatlich 2337 Euro, mit einer beachtlichen Spannbreite. Festangestellte Journalist:innen in Vollzeit verdienen mit 2827 Euro netto rund 880 Euro mehr als hauptberuflich freie Journalist:innen (1942 Euro). 

Wenig überraschend: Nur knapp die Hälfte aller hauptberuflichen Journalist:innen gab an, mit den Einkünften aus journalistischer Tätigkeit den Lebensunterhalt abdecken zu können. Weitere Informationen zu den Studienergebnissen findet ihr hier.

Für :Freischreiber berichtete Sigrid März über die Lebensrealität freier Journalist:innen sowie über Projekte des Verbandes, mit denen wir auf die prekäre Situation freiberuflicher Journalist:innen aufmerksam machen. Zum Beispiel die 15-Prozent-Kampagne, der Tagessatz-Bierdeckel und das Honorartool, mit dem wir stets schauen können, welche Redaktion, welcher Verlag in den Himmel oder die Hölle gehört. 

By the way – tragt eure Honorare ein! Ein paar aktuelle Zahlen des Honorartools stellte Sigrid in München vor. Fazit: Eher durchwachsen.

Den neuen Honorarreport präsentiert :Freischreiber auf der Netzwerk-Recherche-Jahreskonferenz im Juli 2024.

VG Wort-Mitgliederversammlung

Am 1. Juni treffen sich VG Wort-Mitglieder zur diesjährigen hybriden Mitgliederversammlung in Berlin. An diesem Tag werden ein paar Regularien präsentiert – wie zum Beispiel der Geschäftsbericht und der Transparenzbericht. Darin steht, kurz gesagt, was die VG Wort mit unserem Geld macht. Schließlich gehört dieses Geld uns, den Urheber:innen, und den Verlagen. Zurzeit arbeitet die VG Wort außerdem an einer Reform der METIS-Ausschüttung, um die Online-Verteilung gerechter zu machen. Bei dieser Ausschüttung gibt es zusätzlich „altes Geld” für die Meldung von rein online veröffentlichten Texten. Außerdem steht das Thema „KI und Urheberrecht” auf der Tagesordnung: Wie können Urheber:innen künftig für die Verwendung ihrer Werke für das Training von KI bezahlt werden? Wir halten euch auf dem Laufenden. Im Slack-Channel #vgwort bleibt ihr ebenfalls immer up to date. Dort berichtet unter anderem Freischreiber Oliver Eberhardt, der im VG Wort-Verwaltungsrat sitzt.

Happy Tag der Pressefreiheit!?

Am 3. Mai ist der Internationale Tag der Pressefreiheit. Ein Grund zum Feiern? Wohl kaum. An diesem Tag werden dieReporter ohne Grenzen (RSF) Meldung | Reporter ohne Grenzen für Informationsfreiheit (reporter-ohne-grenzen.de) ihre Rangliste der Pressefreiheit 2024 veröffentlichen, die die Situation von Journalist:innen in 180 Ländern und Territorien widerspiegelt. Dass die Ergebnisse alles andere als rosig aussehen werden, ist zu erwarten – bei all den Kriegen, Krisen und der Gewalt gegen Journalist:innen.

In Deutschland kritisiert die Antikorruptionsorganisation Transparency Deutschland insbesondere den dramatischen Stellenabbau in Redaktionen: „Viele regionale Zeitungen sind in den letzten Jahren vom Markt verschwunden, Redaktionen wurden verkleinert, Journalisten entlassen”, sagt Ulrike Fröhling von Transparency Deutschland. Sie befürchtet negative Auswirkungen auf die Pressevielfalt und Demokratie. Ihre Forderungen: Gemeinnützigen Journalismus finanziell fördern und gesetzlich verankern – so wie es im Koalitionsvertrag vereinbart war.

Warnstreik im Westen

Der WDR bezeichnet die DJV-Forderung von 10,5 Prozent mehr Einkommen auf Anfrage des Online-Magazins DWDL  als „utopisch”. Man handle „wirtschaftlich verantwortungsvoll” und könne daher „nur das Geld ausgeben, das sicher zur Verfügung steht”. Durch den laufenden Warnstreik fallen Regionalnachrichten im Radio aus, auch einige „Lokalzeiten” könnten laut DJV nicht gesendet werden. 

Wir allerdings finden es „utopisch”, dass Journalist:innen von diesen Honoraren leben sollen. Deshalb sagen wir: Erhöht endlich unsere Honorare! Bereits im November 2022 haben wir einen offenen Brief an mehr als 370 Tages- und Wochenzeitungen, Online-Medien und Magazine in Deutschland verschickt mit der Forderung nach 15 Prozent mehr Honorar. Warum? Als Inflationsausgleich, aber auch, weil die meisten Zeilen-, Stunden- und Tagessätze seit Jahren nicht gestiegen sind. Was seitdem geschah, könnt ihr hier lesen.

Fortbildungen

  • Die Stiftung Forum für Verantwortung lädt vom 7. bis 9. November zu einem zweitägigen Journalismus-Seminar in die Europäische Akademie Otzenhausen / Saarland ein. Die Themen spannen sich von Klimawandel und Biodiversität über KI und eine neue geopolitische Weltordnung. Wenn ihr an dem kostenfreien Seminar teilnehmen möchtet, meldet euch hier an.
  • Wie gelingen überzeugende Förderanträge? Netzwerk Recherche bietet im Mai und Juni einen digitalen Fortbildungskurs zum Thema „Förderkosmos Journalismus” an. Anmeldung bis zum 21. Mai, mehr Infos gibt’s hier.
  • Zum Thema Altersvorsorge veranstaltet die Pensionskasse Rundfunk Schulungen und Info-Events am 24. April, 8. Mai und 29. Mai.
  • An der Berliner Journalistenschule (BJS) gibt es im Mai Onlinekurse zur künstlichen Intelligenz: Zum Thema „Recherchieren mit ChatGPT” am 14. Mai sowie zum Thema „KI und Text” am 28. Mai. Ein Modul kostet 20 Euro, mehr Infos findet ihr hier.
  • Die dpa bietet Schulungen zum Thema Faktencheck für OSINT-Neulinge und -Fortgeschrittene an. Es geht um Foto-Rückwärtssuche, Geolocation und Fake-Logiken, um Internet-Archive und einiges mehr. Mehr Infos gibt es hier: https://www.dpa.com/de/faktencheck24 
  • Außerdem bietet die dpa Schulungen zur produktiven Nutzung von künstlicher Intelligenz im journalistischen Alltag und zur Entlarvung von KI-Inhalten an. Mehr Infos hier.

Stipendien und Preise

Links zu Preisen und Stipendien findet ihr hier und natürlich in unserem :Freischreiber-Slack, beispielsweise unter #stipendien. Haben wir eine Übersichtsseite mit gut honorierten Preisen oder großzügigen Stipendien übersehen? Dann schreibt uns.

Genießt die sonnigen Tage!

Eure Freischreiber:innen 

PS: Ihr kennt jemanden, die oder der diesen Newsletter noch nicht bekommt? Einfach weiterleiten und hier anmelden

Wie setzten wir als freie Journalist:innen in einem Podcast komplexe Projekte um, ohne dabei verloren zu gehen – oder jemanden zu verlieren? So viel vorab: Nicht jeder Umweg ist umsonst. Masterclass mit Pia Stendera und Lena von Holt.

  • Freitag, 25. Oktober 2024, 9-12 Uhr, Zoom
  • Mitglieder zahlen den rabattierten Preis i. H. v. 39,00 Euro und melden sich hier an.

Unser Tandem-Orga-Team hat wieder freie Journalist:innen zusammengebracht, nach Schwerpunkt und Interessen Mentees und Mentor:innen gematcht. Jetzt startet das Mentoring 2024 durch: Bei einem virtuellen Kick-Off-Treffen lernt ihr euch kennen und vereinbart gemeinsame Ziele für das Jahr.

  • Mittwoch, 8. Mai, 17-18 Uhr, Zoom
  • Exklusiv für Teilnehmer:innen des Tandem-Programms 2024

Ein großes Dankeschön an unser super Orga-Team für euren freien Einsatz!

Du interessierst dich für das Mentoring, hast aber die Anmeldefrist verpasst? Hier findest du alle Infos, die du brauchst, um bei der nächsten Runde ab Frühjahr 2025 mitzumischen. Wichtigste Voraussetzung: Mitglied werden. Wir freuen uns auf dich!

Wir haben ein wenig aufgeräumt im Newsletter: Preise und Stipendien sind dauerhaft auf die Website ausgelagert, dafür haben wir eine frische Rubrik einsortiert. Es zieht neuer Schwung ein! Den nehmen wir auch mit, wenn es ums Verhandeln von Honoraren geht, um neue Ideen für den Journalismus und das große Thema künstliche Intelligenz.

#JedesWortIstsWert – aber nicht jeder Auftrag

Im Freiendasein hören wir oft, dass uns der Spaß an der Arbeit Lohn genug sein soll. Wir sollten das Glück der Selbstverwirklichung doch genießen, statt höhere Honorare zu fordern. Dazu sagen wir: Nein! Denn auch wir müssen unsere Miete zahlen, Lebensmittel kaufen und für Notfälle und das Alter vorsorgen. Das geht nur, wenn wir für einen fairen Preis arbeiten.

Damit Redaktionen wissen, wie Zusammenarbeit auf Augenhöhe aussieht, verweist gerne auf unseren „Code of Fairness“ – da steht alles drin. Zum Beispiel unter Punkt 6: Die Redaktion verpflichtet sich, „dass wir unsere Autoren entsprechend ihres Zeit- und Rechercheaufwands sowie ihrer Expertise angemessen bezahlen“.

Aber was tun, wenn Auftraggeber:innen partout nicht mehr zahlen wollen oder können? Dann hilft nur: absagen. Oft ist das keine leichte Entscheidung. Gemeinsam sind wir stärker im Kampf gegen schlechte Bezahlung und lassen das schlechte Gefühl, mies bezahlte Aufträge abzulehnen, erst gar nicht aufkommen. Unterstützt euch, tauscht euch aus und macht mit beim neuen :Freischreiber-Slack-Kanal #wirhabenabgesagt. Arbeitet mit an einer Sammlung der besten Absagen auf miese Honorare, damit diese bald Geschichte sind.

Foto: Wirtschaftsagentur Wien, Karin Hackl

Blick nach Wien: „Wir stärken die Position der Freien“

Im März-Newsletter haben wir die Presseförderung der Stadt Wien angesprochen. Vorstands-Mitglied Johannes Klostermeier hat nochmal genauer bei der Wiener Medieninitiative nachgefragt, was die Presseförderung Freien bringt. Eine Aussage von Evelyn Hemmer, die jahrelang für die Förderung bei der Wirtschaftsagentur Wien tätig war, freut uns sehr: „Wir achten sehr stark darauf, dass bei den Honoraren ordentliche Höhen vereinbart werden. Dumping unterstützen wir nicht.“ Kooperationen freier Journos aus Deutschland mit Medien in Wien sind kein Problem. Ihr könnt also von der Förderung indirekt profitieren. Noch schöner wäre es natürlich, wenn das Beispiel der Presseförderung Wien in Deutschland Schule machte.

Mehr Fragen als Antworten

Der KI-Gipfel im Bundesjustizministerium in Berlin Anfang März hat – wie nicht anders zu erwarten – wenig Erhellendes gebracht. Was bedeutet künstliche Intelligenz für den Journalismus und die gesamte Kreativbranche? Worauf müssen wir den Fokus legen? Freischreiber Oliver Eberhard war für uns vor Ort und hat vier Erkenntnisse mitgebracht:

  1. Die Gesetze sind nicht auf KI vorbereitet. Journalistische Recherche-Ergebnisse sind überhaupt nicht geschützt und können in großem Stil für das Training von KI benutzt werden.
  2. Die Politik will so wenig wie möglich regulieren, um maximale Spielräume für Innovationen zu nutzen.
  3. Verlage, Musik- und Filmindustrie sehen den Einsatz von KI als Weg zur Kostenersparnis und als zusätzliche Einnahmequelle. Die Urheber:innen wollen sie so wenig wie möglich beteiligen.
  4. Wissenschaftler:innen glauben, dass KI-generierte Kunst, Kultur und Information von künftigen Generationen als selbstverständlich akzeptiert wird.

Wo steht der Mensch im Verhältnis zur Technik? Wie wird unter diesen Bedingungen journalistische Arbeit honoriert, auch jenseits des produzierten Textes, Bild- oder Wortbeitrags? Wie können Urheber:innen daran beteiligt werden, wenn die KI aus ihren Beiträgen lernt? 

Fragen über Fragen. Wie wir sie klären, daran arbeiten wir als Verband, auch gemeinsam mit anderen Initiativen. So unterstützen wir etwa  „KI aber fair“. Es sind spannende Zeiten. Wir wollen sie positiv gestalten.

Frei heraus: Drei Antworten von…

Freie Kolleg:innen bekommen zu selten eine Bühne. In dieser neuen Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. Den Anfang macht Martina Leißner, Freischreiberin und Agrarjournalistin.

Hast du Lust, dem „Frei heraus“-Team auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.
  • Wo arbeitest du am liebsten? 
  • Im Kuhstall oder auf der Weide.
  • Was sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
  • Gummistiefel, Klemmbrett mit Papier und Stift, Kamera.
  • Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann? 
  • Wenn meine Aufzeichnungen runterfallen und im Mist landen. Da hilft nur Zettel säubern und digitalisieren ;)

Freischreiberiges

Kontakte knüpfen, Themenwünsche besprechen und übers Geld reden – das machen Freischreiber gerne und oft. So auch in Düsseldorf. Dort hat die Regiogruppe NRW bei der WirtschaftsWoche Hallo gesagt. Ergebnis: Freie sind gefragt beim Wirtschaftsmagazin. Schaut im :Freischreiber-Slack-Kanal #auftraggeber vorbei und informiert euch, was ihr am besten wie pitcht.

Was geht kulturell im hohen Norden? Darüber informiert seit März der Kulturkanal.sh. Mit Pauline Reinhardt ist eine Freischreiberin unter den sechs Gründer:innen. Das Konzept der Gruppe hat in einem Wettbewerb die Medienanstalt Hamburg/Schleswig-Holstein überzeugt, so ist die Anschubfinanzierung gesichert. Langfristig setzen die sechs auf ein Mischmodell aus Anzeigen und einem freiwilligen Bezahlmodell. Wir wünschen viel Erfolg und freuen uns, mehr über die vielfältige Kulturszene in Schleswig-Holstein und Hamburg zu lesen.

Oh my pod! – Freischreiberin Carolina Torres leitet nicht nur unsere Geschäftsstelle. Sie ist außerdem eine der größten Podcast-Expertinnen, die wir kennen. Folgerichtig hat sie mit ihrer Kollegin Anna Scholz den Podcast-Empfehlungs-Newsletter „Oh my pod!“ herausgebracht.

Auch Freie sitzen hin und wieder am Redaktionskonferenztisch, so wie hier bei der WirtschaftsWoche in Düsseldorf.

Hier erwarten euch: „… jede Woche liebevoll kuratierte Podcast-Empfehlungen, ein ausgewogener Mix aus brandneuen Produktionen und liebgewonnenen Klassikern, sowohl deutsch- als auch englischsprachige Formate, Tipps aus der Community und Einblicke hinter die Kulissen der Podcast-Produktion.“

Die ersten drei Ausgaben sind bereits erschienen und machen Lust auf mehr! Hier holt ihr euch euer Abo.

Eine aktive und genussreiche Auszeit gefällig? Dann haben wir den passenden Buchtipp für euch: „Wandern für die Seele: Wohlfühlwege Salzkammergut“. 20 Touren führen durch die Region, die sich über drei österreichische Bundesländer erstreckt und 2024 den Titel Kulturhauptstadt Europas tragen darf. Geschrieben hat den Wanderführer Freischreiberin Silke Feltes gemeinsam mit Anja Schriever. Erschienen ist er im Droste Verlag.

„Ausgehend von meinen eigenen Erfahrungen plädiere ich dafür, dass die Gesellschaft sich mehr mit der Psychiatrie befassen sollte – insbesondere als Gesellschaft, die sich Vielfalt auf die Fahne schreibt“, sagt Freischreiberin Lea de Gregorio. Unter dem Titel 

Unter Verrückten sagt man du“ beschreibt sie eigene Erfahrungen, lässt Psychiatrieerfahrene ebenso zu Wort kommen wie Menschen, die im psychiatrischen System arbeiten. Auch historische Aspekte und die menschenrechtliche Perspektive kommen nicht zu kurz. Das Erstlingswerk von Lea ist im Suhrkamp-Verlag erschienen.

Du bist Freischreiber:in und hast ein Buch, einen Podcast, einen Film zur Welt gebracht? Lass es uns wissen, wir teilen es gern im Newsletter. Schreib uns einfach eine E-Mail.

Zum Vormerken: Am Samstag, 1. Juni, heißt es wieder abstimmen für die Belange von Freien bei der ordentlichen Mitgliederversammlung der VG Wort. Die hybrid durchgeführte Veranstaltung findet dieses Jahr in Berlin im Meistersaal, Köthener Str. 38, statt. Weitere Informationen folgen.

Freischreiber-Termine

  • Um das Thema Altersvorsorge geht es in der digitalen Mittagspause am Mittwoch, 24. April, ab 13 Uhr. Niedrige Honorare und Altersarmut sind im freien Journalismus weit verbreitet. Das muss sich ändern! Aber wie? In einer digitalen Mittagspause macht Helge-Björn Meyer, Geschäftsführer für Politik und Gremien beim Bundesverband Freie Darstellende Künste e.V. (BFDK), Vorschläge. Anmeldung hier.
  • Am Donnerstag, 25. April, ab 18 Uhr findet in Neumünster das erste Treffen der Freien in Schleswig-Holstein statt. Ihr wollt überregionale Journalist:innen kennenlernen? Oder sucht kollegiale Unterstützung? Dann kommt vorbei, Anmeldung hier.
  • Wie gelingt mein Pitch? Darum geht am 26. April ab 17 Uhr beim digitalen Stammtisch der Auslandsfreien. Freischreiber Steve Przybilla ist Experte im Pitchen. Bei unserem Treffen verrät uns der USA-Reporter seine besten Tipps und beantwortet eure Fragen. Anmeldung hier.
  • Zweites Standbein für Freie“ Welche Nebenjobs gibt es für freie Journalist:innen? Darüber tauschen sich unsere Regios in München mit Mila Hanke und Freischreiberin Andrea Mertes am 30. April ab 18:30 Uhr aus. Anmeldung hier.
  • Über den Dauerbrenner Mehrfachverwertung sprechen wir mit unserem neuen Verbandsjuristen Dr. Sebastian Rengshausen in der digitalen Mittagspause am Dienstag, 14. Mai, 12-13 Uhr via Zoom. Meldet euch hier verbindlich an. Exklusiv für Freischreiber:innen!
  • Der Wilde Osten trifft sich zum nächsten Stammtisch am 8. Mai. Infos zu Treffpunkt, Uhrzeit und Thema folgen.

War das schon alles? Schaut nach auf unserer Website. Vielleicht ist ja gerade eben noch etwas Spannendes dazugekommen …

Dies & Das

„Seid ihr sicher?“ – diese Frage stellte die Hamburg Kreativ Gesellschaft, die städtische Kreativwirtschaftsförderung, beim Creative Economy Summit am 7. März. :Freischreiber-Vorstandsmitglied Lisbeth Schröder diskutierte mit Helge-Björn Meyer vom Bundesverband Freie Darstellende Künste, Andre Batz vom Kreativnetz Neukölln und Bianca Creutz von der Prognos AG über Honorare und die finanzielle Absicherung in der Kreativbranche.

Foto: Bianca Creutz

Was wir dort erfahren haben:

  • Die Honorare sind im freien Journalismus ähnlich wie in anderen kreativen Bereichen.
  • 
Am Ende des Arbeitslebens in der Kreativbranche steht oft nur eine Minirente von wenigen hundert Euro.

  • Viele Kreative machen sich wenig Gedanken über ihre Altersabsicherung.

Lisbeth fordert daher: „Wir brauchen mehr Vernetzung und mehr Sichtbarkeit für das Thema Altersvorsorge.“ Also kommt am 24. April von 13–14 Uhr zur digitalen Mittagspause von :Freischreiber mit Helge-Björn Meyer.

Im rechten Licht“ – Woran liegt es, dass rechtspopulistische Inhalte auf TikTok so gut funktionieren und auf eine breite Akzeptanz stoßen? Wieso beherrscht die AfD diese moderne App scheinbar besonders gut? Welche Mechanismen der App macht sich die Neue Rechte zu Nutze, um gezielt junge Menschen anzusprechen? Diesen Fragen gehen Jungjournalist:innen der Kölner Journalistenschule in den kommenden Wochen nach. Neben Faktencheck und Analysen zu den Hintergründen des Erfolgs fremdenfeindlicher und populistischer Inhalte hat das zwanzigköpfige Team auch eine Kurzvideo-Serie gestartet. Auf TikTok (@im_rechten_Licht) und Instagram (@im.rechten.Licht) erscheinen täglich neue und informative Inhalte. Wir sagen: sehenswert.

Für alle, die es noch nicht mitbekommen haben: torial hat eine Zukunft. Sie wird von der Busch Group des Kölner Verlegers Timo Busch gestaltet, der das Projekt von der Schwingsteinstiftung übernimmt. Kreative Nutzer:innen zahlen weiterhin nichts. Auftraggeber:innen, die nach Kreativen suchen, werden aber künftig für den Service aufkommen müssen.

Freie Talente: Das Medium Magazin sucht wieder die „Top 30 unter 30“, also jene jungen Kolleg:innen, die „durch herausragende Leistungen in Print, Web, Radio oder TV auffallen. Wer zieht wiederholt außergewöhnliche Geschichten an Land? Wer bringt mit frischen Ideen die Redaktion nach vorne? “ Na, wenn das nicht auf die jungen Freischreiber:innen unter uns zutrifft! Reicht eure Vorschläge noch bis einschließlich 1. Mai hier ein.

Nach New Orleans, einer Stadt voller Extreme und bedroht durch den steigenden Meeresspiegel, entführt uns die neue Foto-Ausstellung der Freelens Galerie in Hamburg. Fotografin Victoria Jung ist zur Eröffnung am Donnerstag, 11. April, ab 19 Uhr anwesend. Die Ausstellung geht bis 6. Juni.

Fortbildungen

  • Gründer:innen im Lokaljournalismus aufgepasst: Freischreiberin Pauline Tillmann hat einen Workshop für euch konzipiert, in dem ihr erfahrt, wie ihr euer Projekt startet, es voranbringt und davon leben könnt. Hier geht’s zum kostenfreien Online-Workshop „Community-Journalismus“ bei der Reporterfabrik.
  • Sicherheitstraining für Kriegs- und Krisengebiete (HEAT3/HEFAT): Der nächste Termin des Anbieters Actsafer ist vom 18. bis 21. April in Wiederau bei Leipzig. Preise und mehr Infos hier.
  • „Klimathemen spannend erzählen“ lautet der Titel eines Seminars der Berliner Journalistenschule. Die Teilnehmenden lernen, wie sie das allseits präsente Thema abseits der immer gleichen Bilder und Geschichten dem Publikum nahebringen können. Kosten für das zweitägige Seminar: 640 Euro. Nächster Termin: 15.-16. April. Anmeldung hier.
  • Die Stiftung Forum für Verantwortung lädt vom 7. bis 9. November zu einem zweitägigen Journalismus-Seminar in die Europäische Akademie Otzenhausen/Saarland ein. Die Themen spannen sich von Klimawandel und Biodiversität über KI und eine neue geopolitische Weltordnung. Wenn ihr an dem kostenfreien Seminar teilnehmen möchtet, meldet euch hier für die Interessentenliste an.

Stipendien & Preise

Links zu Preisen und Stipendien findet ihr hier und natürlich auf unserem :Freischreiber-Slack beispielsweise unter #stipendien. Haben wir eine Übersichtsseite mit gut honorierten Preisen oder großzügigen Stipendien übersehen? Dann schreibt uns.

Ganz zum Schluss die Frage: Habt ihr unsere neue Rubrik entdeckt? Schreibt uns gerne, wie ihr sie findet. Kommt gut durch den wetterwendischen April! Eure Freischreiber:innen