Das Leben als freie Journalistin, freier Journalist kann wunderbar sein. Und doch fühlen sich anfangs viele Kolleg*innen lost. Unser Webinar „Starterpaket Freier Journalismus“ mit Hannah El-Hitami bietet einen Überblick an Tipps, die den Einstieg erleichtern.

Termin:

  • Mo., 27.4.2026, 9-13 Uhr, Zoom

Kosten & Anmeldung:

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Der oder die Teilnehmende kann, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, müssen die Kursgebühren vollständig bezahlt werden.

Das Leben als freie Journalistin, freier Journalist kann wunderbar sein. Und doch fühlen sich anfangs viele Kolleg*innen lost. Unser Webinar „Starterpaket Freier Journalismus“ bietet einen Überblick an Tipps, die den Einstieg erleichtern:

Welche Geschichten lohnen sich und wo biete ich sie an? Wie pitche ich und wie verhandele ich gute Honorare? Warum ist Networking so wichtig und muss ich dafür Leuten meine Visitenkarte aufdrängen? (Nein!) Im Kurs besprechen wir diese und weitere Fragen und üben den Weg von der Themenidee zur gut bezahlten Veröffentlichung.

Dozentin:

Hannah El-Hitami arbeitet als freie Journalistin in Berlin und schreibt über Gesellschaft und Politik der arabischen Welt, Migration und Völkerstrafrecht. Ihre Artikel erscheinen unter anderem bei SPIEGEL, TAZ, Fluter, Amnesty Journal, Greenpeace Magazin und Qantara.

Oft haben sie Bekannte und Freund:innen, die neu im freien Journalismus sind, ausgefragt: „Ob ich ihnen mal erzählen kann, wie ich das hinkriege, davon zu leben. Bei diversen Kaffees und Bieren habe ich aus dem Nähkästchen geplaudert und einen Überblick über alles gegeben, was ich in sechs Jahren Freiberuflichkeit gelernt oder mir angewöhnt habe. Dabei ist mir aufgefallen, dass viele allgemeingültige und hilfreiche Tipps dabei sind. Jetzt mache ich das Ganze als Starterpaket mehr Leuten zugänglich.“

Termin:

  • Mo., 27. April, 9-13 Uhr, Zoom

Kosten & Anmeldung:

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Der oder die Teilnehmende kann, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, müssen die Kursgebühren vollständig bezahlt werden.

Am 10. Februar 2026 war Hendrik Varnholt bei uns zu Gast. Der Chefredakteur von Lebensmittel Praxis brachte jede Menge Tipps von Pitch bis Auftrag mit. Danke für deine Zeit, lieber Hendrik! Die Mitschrift für Mitglieder gibt es hier.

Suchst du Unterstützung beim Start als Freie*r, beim Quer- und Wiedereinstieg in den Journalismus? Oder möchtest du endlich TikTok, Podcasts und Co. verstehen? Unser Mentoringprogramm bringt dich mit einer erfahrenen Kollegin oder einem erfahrenen Kollegen zusammen. Bis zum 31. Januar kannst du dich für 2026 bewerben!

Und so funktioniert das Ganze:

In jedem Frühjahr stellen wir für ein Jahr Tandems zusammen. Das Programm richtet sich speziell an die Bedürfnisse freier Journalist*innenJe nach Schwerpunkt und Interessen matchen wir Mentee und Mentor*in. Bei einem virtuellen Kick-Off-Treffen lernt ihr euch kennen und vereinbart gemeinsame Ziele für das Jahr. Dabei orientiert ihr euch an unserem Tandem-Leitfaden.

Mentor*innen unterstützen dich zum Beispiel durch ihre Expertise im Anbieten von Texten, geben Tipps für Auslandsrecherchen und Honorarverhandlungen, lesen wichtige Texte vor der Abgabe. NEU ab 2026: Wir erweitern das Mentoring für erfahrene Freie, die in neue / andere Formate oder Schwerpunktthemen eintauchen möchten (etwa TikTok, Podcasts, Social-Media-Redaktion). 

Wie ihr eure Zusammenarbeit gestaltet, legt ihr am Anfang gemeinsam fest. Alle Mentor*innen engagieren sich ehrenamtlich. Ihr solltet daher auch eure Verfügbarkeiten und Erwartungen klären. Ein Mentoring ist kein Coaching. Wir stehen während der Zeit als Ansprechpartner*innen zur Verfügung und haken zwischendrin nach, wie es läuft. (Wir danken herzlich dem Orga-Team: Carolin, Jana und Sarah!)

Bewerbungen für die nächste Runde sind für Mitglieder bis zum 31. Januar möglich. Freischreiber*innen bekommen hier nach dem Log-In weitere Informationen.

Du möchtest noch fix Mitglied werden und teilnehmen? Herzlich willkommen! Auch wenn dein Antrag noch nicht bearbeitet ist, kannst du dich schon für das Tandem bewerben. Wende dich dafür bitte an Anna und Carolina in der Geschäftsstelle.

Jedes Jahr im Januar erwischt es uns Freie wieder – die Frist zur Meldung unserer Werke bei der VG Wort steht an. Wie mache ich das noch mal? Kann ich Beiträge notfalls nachträglich melden? Und welche Regeln ändern sich ab 2026?

Freischreiber Oliver Eberhardt sitzt selbst im Verwaltungsrat der Verwertungsgesellschaft. Für uns hat er zusammengefasst, wie sich die Mysterien der VG Wort entschlüsseln lassen. DANKE, lieber Oli!

Hier finden Freischreiber*innen das PDF.

Das Jahr geht los, wie es endete: Mit Arbeit, Kälte und dem schleichenden Weltuntergang. Wir lassen uns aber die Laune nicht verderben und freuen uns lieber darüber, dass wir keine Vorgesetzten haben, deren Ziele für Q1 wir umsetzen müssen. Denn wir wissen: Wir wollen unter uns keinen Sklaven sehen und über uns keinen Herrn.

Ein Prost auf die Solidarität und das neue Jahr! :Was uns bewegt

Tandem-Programm

Ihr seid frisch ins Freisein gestolpert und möchtet jetzt wissen, welche Welten sich euch eröffnet haben? Oder ihr seid schon lange dabei, wollt aber in ein neues Format wie TikTok oder Podcasts einsteigen? Bei unserem Tandem-Programm stellen wir euch jemanden zur Seite, der oder die schon Erfahrungen gesammelt, Fehler begangen hat und nach Niederschlägen wieder aufgestanden ist. Wenn ihr Freischreiber*innen seid, könnt ihr euch bei uns melden. Nennt uns eure*n Wunsch-Mentor*in und wir schauen, was sich arrangieren lässt. Denn das Tolle ist: Freischreiber sind nicht nur wahnsinnig schlau, informiert und umtriebig. Sie sind auch meganett!

Fails

Wir wollen eine neue Rubrik in diesem Newsletter etablieren – mit den  größten Fails unserer journalistischen Laufbahn, eine Art Freien-fuck-up. Von „Das Aufnahmegerät nicht angestellt“ bis zu „Aus Versehen den Hund des Protagonisten überfahren“ geht alles. Habt ihr Lust, eure Geschichte zu teilen und zu sagen, was ihr daraus gelernt habt? Meldet euch.

VG Wort

Erinnerung: Bis zum 31. Januar könnt ihr eure Arbeiten bei der VG Wort zur letzten Sonderausschüttung anmelden. Dies betrifft ausschließlich Texte, die 2025 online erschienen sind und keine Zählmarke haben. Zählmarken sind kleine Zählcodes, die messen, wie oft ein Text aufgerufen wird.

Die VG Wort (Verwertungsgesellschaft Wort) ist eine Organisation, die dafür sorgt, dass Autor*innen sowie Journalist*innen Geld (Tantiemen) erhalten, wenn ihre Texte genutzt, kopiert oder verbreitet werden – etwa in Büchern, Zeitungen, Zeitschriften oder online.

Das ist alles ziemlich nervig – lohnt sich aber doch, wenn man einige Monate später auf sein Konto blickt.

  • Schritt 1: Hast du einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort und einen Zugang zu T.O.M.? Falls nicht: abschließen und registrieren.
  • Schritt 2: Frage deine Auftraggeber, ob sie Zählmarken verwenden.
  • Schritt 3: Prüfe, welche deiner Online-Texte (ab 1.800 Zeichen) von 2025 meldefähig sind. Erstelle ein Dokument mit einer Übersicht deiner Artikel und melde sie. Tipp: Genios.de zur Übersicht. 

Texte mit Zählmarke gehören übrigens nicht in diese aktuelle Frist für die Sonderausschüttung – sie werden wie immer erst zur regulären METIS-Ausschüttung, also bis zum 1. Juli gemeldet. 

Vorschlag: Wie wär’s, wenn ihr euch einen Freischreiber-Buddy sucht – und gemeinsam eine VG-Wort-Session einlegt? Online oder analog, mit Kaffee oder Wein, einmal konzentriert durchmelden. Oder mit uns über Zoom am 22. Januar um 10 Uhr. Zusammen geht’s leichter – und man schiebt es weniger lange vor sich her.

Zum Jahreswechsel 2026/27 wird METIS übrigens reformiert: Die Sonderausschüttung entfällt und wird durch eine Verbreitungsausschüttung mit höherem Budget ersetzt – vor allem für Online-Texte auf Seiten ohne Zählmarken (z. B. öffentlich-rechtliche, Presse- und Wissenschaftsverlage).

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Einladung für Freischreibende nach Straßburg ins Europäische Parlament (EP)

Vom 19. bis 22. Januar findet die erste EP-Plenarsitzung in Straßburg statt. Eine hervorragende Gelegenheit für freie Journalist*innen, hautnah dabei zu sein und über zentrale EU-Politikfelder zu berichten. Tipp für Freie: Es besteht die Möglichkeit, sich Reise- und Hotelkosten erstatten zu lassen. In der Plenarwoche stehen unter anderem diese Themen auf der Tagesordnung:

1. 28. Regime: Neuer EU-Rechtsrahmen für innovative Unternehmen

2. Verfügbarkeit kritischer Arzneimittel

3. Die Souveränität Grönlands

4. Ein neuer Kredit für die Ukraine

5. „Just Transition“ – faire Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik

6. Drohnen und neue Kriegssysteme

7. Europäische technologische Souveränität und digitale Infrastruktur

8. Humanitäre Hilfe in Zeiten ständiger Krisen

9. Reform des Europäischen Wahlrechts

10. EU-Maßnahmen gegen Drogenkriminalität

11. Passagierrechte im Luftverkehr

12. Menschenrechte & Demokratie – EU-Strategien intern und extern

Bonus: 40. Jahrestag der EU-Erweiterung mit dem spanischen König und dem portugiesischen Präsidenten

Meldet euch an und berichtet live aus dem Herzen der europäischen Politik! Am 27. Januar begeht das Europäische Parlament außerdem den Holocaust-Gedenktag in Brüssel in einer Feierstunde mit Überlebenden. Auch hier könnt ihr teilnehmen. Und im Februar tagt das Parlament vom 9. bis 12. in Straßburg. Themen sind u. a.:

1. EU-US-Handelsabkommen

2. Unlautere Handelspraktiken in der Landwirtschaft

3. Klimaneutralität EU-Erweiterungsstrategie

4. Strategische Verteidigungs- und Sicherheitspartnerschaften

5. Neue Definition von Vergewaltigung: Ja bedeutet Ja

6. Jahresbericht der EZB

7. Urheberrecht und generative KI – Chancen und Herausforderungen

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:Frei heraus 

Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. Dieses Mal: Simone Kamhuber.

Simone ist seit ihrem Global-Studies-Masterabschluss 2024 freie Journalistin. Ihre Artikel erschienen unter anderem in der ZEIT, der Süddeutschen Zeitung und fluter. Zurzeitlebt sie in München, ihre Recherchen führten sie aber immer wieder in die Türkei, nach Griechenland oder Uganda. Am liebsten arbeitet sie mit Kolleg*innen zusammen (meldet euch!) und schreibt Geschichten rund um soziale Gerechtigkeit, mentale Gesundheit und unterrepräsentierte Perspektiven auf aktuelle Themen. Momentan sammelt sie Erfahrung beim Radio und beim Podcasten. 

Wo arbeitest du am liebsten?

Am liebsten recherchiere ich im Ausland, komme mit ganz viel Material zurück und verschanze mich dann vor meinem Schreibtisch im Homeoffice, mit Kaffee und zweitem Bildschirm vor der Nase.

Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?

Laptop, Aufnahmegerät und auf den Tipp von Cornelia Funke hin ein guter Kugelschreiber, mit dem handschriftliche Notizen gleich doppelt Spaß machen.

Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?

Wenn Redaktionen meinen Text über Wochen bis Monate nicht redigieren und dann nach Ewigkeiten eine Mail eintrudelt à la „Hier dein redigierter Text, die überarbeitete Version bräuchten wir bitte bis morgen früh“.

Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.

Neue Ombudsleute beim Tagesspiegel

Gute Nachrichten für die Freiheit:

Wir haben zwei neue Ombudsleute gewonnen! Sascha Karberg und Birgit Herden vom Tagesspiegel stehen ab sofort bereit, falls ihr in der Kooperation mit der Zeitung Fragen oder Sorgen habt. Auch für ein vertrauliches Gespräch und Rat im Umgang mit der Redaktion des Hauses sprecht bitte die Kolleg:innen an. Beide kennen den Alltag im freien Journalismus aus eigener Erfahrung. Mittlerweile leitet Sascha das Wissensressort beim Tagesspiegel, Birgit ist seine Stellvertreterin.

Ihre Kontaktdaten und alle weiteren Ombudsleute von Freischreiber findet ihr hier.

Ihr vermisst bei einem eurer Auftraggeber eine ähnliche Anlaufstelle für freie Journalist:innen? Sagt uns Bescheid, wir gehen gern ins Gespräch.

:Buchverlosung

Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Fit und gesund – für Frauen ab 50” von Silke Jäger.

Eine heute 50-jährige Frau wird im Durchschnitt 88,2 Jahre alt. Sie kann mit einer 13-prozentigen Wahrscheinlichkeit überdies auch noch ihren 100. Geburtstag erleben. Doch wie sieht das Leben im vermeintlichen Alter aus, das noch so weit weg scheint? Der Ratgeber behandelt die Themen Physiologie, Bewegung, Ernährung, Behandlung von Schmerz, Stärkung des Immunsystems und geistige Fitness.

Interessiert? Schreib uns bis zum 31. Januar eine E-Mail mit dem Betreff „Buchverlosung“ und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück! 

Danke für eure Zusendungen im Oktober. Das Buch „Let’s Talk about Endometriose“ von Stefanie Burghaus und Freischreiberin Sigrid März geht an Kathrin Boehme. Herzlichen Glückwunsch!          

Habt ihr gerade ein neues Buch veröffentlicht oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann meldet euch bei uns, damit wir es verlosen können. Ihr bekommt Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich. Win-win!

:Website 

Wir werden unsere Website überarbeiten. Und wir freuen uns, wenn ihr uns dabei helfen möchtet. Viel tun müsst ihr gar nicht, es reicht komplett, wenn ihr uns im #technik-Slack-Channel sagt, was euch nervt, was ihr großartig findet und was ihr gerne einfacher hättet. 

:Freischreiber-Termine

  • 17. Januar 
  • Frei und sicher? Altersvorsorge mit ETFs
  • Geld sparen trotz mickriger Honorare ist nicht leicht. Und Möglichkeiten gibt es tausende. Hier erfahrt ihr alles, damit ihr zumindest bei einer davon keine Fehler macht.
  • 22. Januar 
  • Berliner Feuerzangenbowle
  • Happy happy, kommt vorbei, wir trinken und wir vernetzen uns. Das Berliner Social-Event des Jahres.
  • 29. Januar, 14:30 Uhr 
  • Auslandsstammtisch meets Publik Forum
  • Diesmal mit zwei besonderen Gästen: CvD Barbara Tambour und Chefredakteur Matthias Drobinski von Publik Forum.
  • 31. Januar
  • Tandem-Programm 2026
  • Deadline für eure Wünsche nach einer oder einem Tandem-Partner*in. Schreibt uns und wir schauen, was möglich ist.

Jahrescoaching

Heike und Ariel coachen dich in der Freiheit.

Ihr wollt besser schreiben lernen? Netzwerken? Von zwei ausgebufften Profis lernen, wie euer Erzähljournalismus die nächste Ebene erreichen kann? Heike Faller und Ariel Hauptmeier bieten auch dieses Jahr wieder ihr Jahrescoaching an. Das Versprechen: Ihr setzt ein großes Projekt mit ihnen um, zum Beispiel eine große Reportage, lernt dabei, besser zu schreiben und nebenher noch spannende Menschen kennen. Los geht es am 13. Februar. Hier gibt es mehr Infos.

:Dies & das

Studie zu Anfeindungen gegen Journalist*innen: Das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) und das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld führen derzeit eine Studie zu Anfeindungen und Arbeitsbedingungen von Journalistinnen und Journalisten in Deutschland durch.

Ziel der Untersuchung ist es, ein fundiertes Bild der beruflichen Situation von Medienschaffenden in Deutschland zu gewinnen und Handlungsbedarfe für den Schutz journalistischer Arbeit zu identifizieren.

Hier könnt ihr teilnehmen.

:Externe TERMINE

15. Januar: Bucerius Lecture

  • Die diesjährige Bucerius Lecture hält Kathleen Reinhardt. Sie wurde jüngst zur Kuratorin des Deutschen Pavillons auf der Kunstbiennale Venedig 2026 ernannt, den sie zusammen mit den  Künstlerinnen Sung Tieu (Alumna der HFBK Hamburg) und Henrike Naumann (designierte Professorin für Bildhauerei an der HFBK) gestalten wird.
  • Die Lyrikerin und Performancekünstlerin Nora Gomringer, die sich mit ihren Texten und Beiträgen immer wieder so kritisch wie unterhaltsam zum gesellschaftsverändernden Potenzial von Kunst äußert, wird die Lecture mit einer lyrischen Intervention umrahmen. Den Abschluss bildet ein Gespräch über das Zusammenspiel von Kunst, Gesellschaft und Demokratie, moderiert von Manuel Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.
  • Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 15. Januar um 18 Uhr, im Helmut Schmidt Auditorium der Bucerius Law School (Jungiusstraße 6, 20355 Hamburg). Noch bis Dienstagabend könnt ihr euch hier anmelden. 

17. Januar: Fachkonferenz zur Situation in Israel und Palästina

  • Das Netzwerk Kritischer Journalismus organisiert am 17. Januar in Berlin eine Fachkonferenz über die deutsche Berichterstattung zu Gaza, Westbank & Israel. Eingeladen sind unter anderem Freischreiber Stefan Mey, Aktivistin Judith Scheytt und Bildungsreferent Christoph Dinkelaker von Alsharq.

29. Januar: Lokaljournalismus – zwischen Abwärtstrend und neuen Medienformen

  • Das Medienlabor des Journalistinnenbundes diskutiert in Essen mit Kolleginnen aus Ost und West, Stadt und Land über aktuelle Probleme des Lokaljournalismus, notwendige Veränderungen und die Chancen neuer Medienformen. Es wird Vorträge und Workshops geben und ihr seid herzlich zur aktiven Teilnahme eingeladen. Mehr Infos gibt es hier.

BJS-Termine

12. Februar: Sicher schreiben: Fehlerfrei über die Fallstricke der deutschen Sprache

16. – 18. Februar: Social-Media-Management / Kreative Themenfindung

Exklusiv für Freischreiber*innen: Dank unserer Kooperation buchst du Fortbildungen der Berliner Journalist*innenschule mit 30 Prozent Rabatt. Wie das geht, erfährst du bei der Geschäftsstelle.

Und jetzt raus mit euch in die Welt, liebe freien Freundinnen und Freunde! Über den Weltuntergang berichtet sich nicht von alleine. 

Elisa Kautzky und Robert Hofmann, euer Newsletter-Team aus dem Vorstand

Wir wünschen dir eine entspannte, fröhliche Winterpause. Das Büro macht „frei“ vom 20. Dezember 2025 bis zum 4. Januar 2026. Komm gut ins neue Jahr!

Und falls du dir selbst etwas zu Weihnachten schenken magst, schau mal in unsere vielen neuen Termine hinein. Sie starten im Januar mit VG-Wort-Sprechstunden, setzen sich fort mit KI-, Stipendien- und Steuer-Webinaren. Außerdem sind auch 2026 wieder dabei: unser Mentoring für freie Journalist:innen und das Jahrescoaching mit Heike Faller und Ariel Hauptmeier.

Wenn das nicht schöne Freinachtsüberraschungen sind. :weihnachtsbaum: Genieß die Tage!

Deine :Freischreiber

Liebe alle,

Wenn ihr frei journalistisch arbeitet (oder davon träumt), seid ihr hier genau richtig. Dieser Newsletter ist für euch: für Freischreiber*innen und alle, die es noch werden wollen. Für frische ebenso wie für erfahrene Journalist*innen. Und für jene Momente, in denen ihr euch fragt, warum ihr das alles eigentlich noch macht. Das ist ganz normal. Trotz allem sind und bleiben wir frei – aus Überzeugung.

: Freie Weihnacht

Seid ihr noch auf der Suche nach einem Geschenk? Wie wäre es mit einer :Freischreiber-Mitgliedschaft für ein Jahr? Für hauptberuflich Freie kostet sie 240 Euro (20 Euro pro Monat), für Journalist*innen in Ausbildung oder in der Existenzgründung die Hälfte. Dafür könnt ihr einfach beim Aufnahmeantrag für die beschenkte Person ein anderes Konto angeben.

Mehr Infos findet ihr hier.

:Reporter:innen-Preis

Am 8. Dezember hat das Reporter:innen-Forum in Berlin den Reporter:innen-Preis vergeben. Natürlich gratulieren wir allen Preisträger*innen, weil man das erstens so macht und weil wir uns zweitens aufrichtig für sie freuen. 

Besonders toll finden wir  den Preis für Nik Afanasjew, der in der Kategorie „Freie Reportage“ ausgezeichnet wurde. Denn die meisten von uns wissen, dass festangestellte Kolleg*innen oft ganz andere Mittel zur Verfügung haben als Freie. Umso schöner, dass das Reporter:innen-Forum diese Arbeit mit einer eigenen Kategorie würdigt. 

Besonders freuen wir uns außerdem über den Preis an Ghada Alkurd. Sie ist freie Journalistin in Gaza. Ohne Menschen wie sie wäre es kaum möglich, zu erfahren, was dort wirklich geschieht. Sie unterstützt Journalist*innen aus verschiedenen Ländern bei ihren Recherchen und gerät dabei oft selbst in Lebensgefahr. 

:Reportagen.FM-Journalist*innenpreis

Wir wären nicht frei, wenn wir keinen Spaß daran hätten, richtig? Dabei ist Journalismus oft so seriös, dass es fast langweilig wird. Reportagen.FM hat deswegen einen Journalist*innen-Preis ausgelobt, der all das feiert, was manchmal fehlt. Die Freude, den Spaß, den Witz. 

Das Kollektiv junger und mitteljunger Journalist*innen vergibt diesen Preis für die lustigste Reportage des vergangenen Jahres. Einsendeschluss ist der 31. Dezember.

Was ihr einreicht, steht euch frei. Es muss nur deutschsprachig und eine Reportage sein. Hier findet ihr das Anmeldeformular. Und hier alle weiteren Informationen. Und wenn ihr mögt, abonniert gern den Newsletter, der empfiehlt jeden Freitag die drei besten Reportagen der vergangenen Woche.

:Frei heraus

Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor.

Esther Niederhammer (Foto: privat)

Dieses Mal: Esther Niederhammer. Sie schreibt Fachartikel, Porträts und Reportagen. Inhaltliche Schwerpunkte sind der demografische Wandel, Pflege, das selbstbestimmte Leben und Biografiearbeit.

Wo arbeitest du am liebsten?

Am liebsten arbeite ich in meinem Homeoffice, mit viel Ruhe und zwischen meinen Büchern.

Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?

Ohne meine Notiz-App im Handy wäre ich verloren. Wenn ich unterwegs bin, nutze ich Notizbuch und Aufnahmegerät.

Was ist das Ärgerlichste, das dir im Job passieren kann?

Es gibt zwei Dinge, die mich besonders ärgern: Auftraggeber, die mit jeder Einzelbeauftragung einen fünfseitigen Vertrag aus der Rechtsabteilung schicken, und Verlage, die keine Rechnung ohne Erinnerung begleichen.

Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.

:Freischreiber analog

Freischreiber*innen sind überall. Zum Beispiel in Paris, wo sich Guillaume und Elisa aus dem Vorstand spontan getroffen haben. 

Oder in Südbaden – da traf sich die Regio-Gruppe bereits zum zweiten Mal im Reporterbüro Süd in Freiburg zur Weihnachtsfeier. Gastgeber Joshua und Jannik haben leckeren Flammkuchen gemacht, dazu gab’s Plätzchen, ein feines Dessert von Carolin und allerlei alkoholische und nichtalkoholische Getränke. Zu elft war die Gruppe, bis elf Uhr ging der Abend. Volle vier Stunden lebendiger Austausch – wunderbar. Und auch den Gästen vom DJV hat’s gefallen.

Freischreiber-Stammtisch in Südbaden (Foto: privat)

:Schreibübung

Auch wenn es schon der 17.Dezember ist: Freischreiberin Esther Niederhammer hat einen Adventskalender-Newsletter, in dem sie immer wieder auch Schreibübungen teilt. 

So wie diese:

Heute killen wir unsere Darlings: Füllwörter und Floskeln sind solche Kandidaten. Aber auch Sätze, an denen wir hängen und ewig herumgedoktert haben, die aber den Text nicht verbessern. Atme tief durch und streiche sie weg. Zack! Je öfter du das tust, desto leichter wird es dir fallen. 

Typische Darlings:

  • – Füllwörter, die sich immer wieder in deinen Text schleichen, die aber keine Funktion haben (z. B. also, aber, auch, sehr, eigentlich, wirklich, ziemlich, vielleicht, … )
  • – Wiederholungen (z. B. einzelne Wörter und inhaltliche Dopplungen)
  • – besonders schön ausgetüftelte Formulierungen, die sich vom Rest des Textes abheben, weil sie konstruiert sind 
  • – überlange Absätze und Textpassagen 
  • – schräge Metaphern, unpassende Bilder
  • – Beschreibungen ohne Funktion für den Text

Esther empfiehlt, die Bücher des Journalisten, Sachbuchautors und Sprachkritikers Wolf Schneider zu lesen. In „Deutsch für Profis“ widmet er den Füll- und Flickwörtern drei Seiten. Auch bei wiederholtem Lesen seiner Bücher könnt ihr noch etwas lernen.

Danke, liebe Esther, für diese Übung!

:Fehlerkultur

Freischreiber Steve Przybilla hat kürzlich einen wichtigen Post auf LinkedIn veröffentlicht – über Fehlerkultur im Journalismus. Denn ja: Wir alle machen Fehler. Nur sprechen wir selten darüber.

„Weil es uns peinlich ist, weil wir fürchten, uns damit angreifbar zu machen“, schreibt er. Aber wie sollen wir aus Fehlern lernen, wenn wir nicht über sie reden? Wenn mehr Journalist*innen offen mit dem Thema umgehen würden, könne genau das zu mehr Professionalität, Vertrauen und Solidarität führen.

Also: Lasst es raus. Was war euer schlimmster Patzer im Job? Schreibt uns an redaktion@freischreiber.de – wir sammeln die besten (und lehrreichsten) Fails, gern auch anonym, und teilen sie in den nächsten Newslettern.

:Buchverlosung

Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Let’s Talk about Endometriose“ von Stefanie Burghaus und Freischreiberin Sigrid März.

Eine von zehn Frauen ist von Endometriose betroffen – sowohl in der Welt als auch in Deutschland. Monat für Monat leiden sie unter teils unerträglichen Schmerzen, aber auch Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsproblemen. In ihrem Ratgeber fasst Freischreiberin Sigrid März den aktuellen Forschungsstand gemeinsam mit der Endometriose-Expertin Stefanie Burghaus zusammen und zeigt Therapiemöglichkeiten auf.

Interessiert? Schreib uns bis zum 31. Dezember eine E-Mail an redaktion@freischreiber.de mit dem Betreff „Buchverlosung“ und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück! 

Danke für eure Zusendungen im Oktober. Das Buch „Die Arbeit. Wie wir sie mit KI neu erfinden … und was für uns übrig bleibt” von Stephan A. Jansen und Fabiola H. Gerpott geht an René Denzer. Herzlichen Glückwunsch!  

Habt ihr gerade ein neues Buch veröffentlicht oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann meldet euch bei uns (redaktion@freischreiber.de), damit wir es verlosen können. Ihr bekommt Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich. Win-win!

:Lesetipp

Freischreiberin Elisa Kautzky schreibt den bilingualen Newsletter „Brezel meets Houmous“ über mehrsprachige Beziehungen. Seid ihr selbst in einer mehrsprachigen Partnerschaft und habt Lust, eure Erfahrungen zu teilen? Dann meldet euch gerne bei ihr über brezelmeetshoumous@outlook.com.

:Herzlichen Glückwunsch!

Die Freischreiber*innen Anne-Sophie Lang und Steve Przybilla haben den gif-Preis für Immobilienjournalismus 2025 gewonnen. Herzlichen Glückwunsch, ihr zwei! In der Kategorie „Geschriebenes Wort“ überzeugte Steve mit „Green Belts sollen zu Grey Belts werden“ – einem Beitrag, der zeigt, wie sich Stadtentwicklung, Flächendruck und Nachhaltigkeitsfragen politisch und planerisch verschieben.

In der Kategorie „Gesprochenes Wort“ wurde Anne-Sophie für „Umbau statt Abriss – Ideen für nachhaltiges Bauen“ ausgezeichnet. Ihre reportageartige Analyse verdeutlicht, welche Chancen im klugen Weiterbauen bestehen – und was wir tun müssen, um Ressourcen zu schonen und Klimaeffekte zu mindern. Fun Fact: Beim „Pokal“ handelt es sich um ein beschriftetes Stück Beton.

:Noch mehr Glückwünsche!

Benno Stieber (Foto: privat)

Angenommen, eine extreme Partei wie die AfD entscheidet irgendwann in Bundes- und Landesregierungen. (Wie) Hält die Demokratie das aus? Wie resilient ist unser Rechtsstaat? Und wie schützen andere europäische Länder ihre Verfassungen vor extremen Einflüssen – so sie es denn überhaupt tun?

Auf diese komplexen Fragen konzentriert sich Freischreiber Benno Stieber nächstes Jahr als Journalist in Residence am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht in Freiburg. Herzlichen Glückwunsch, lieber Benno!

Das Fellowship ist mit 3.500 Euro Honorar verbunden und verlangt ein bis drei Monate Präsenz vor Ort sowie ein Forschungsthema. Auch ein Vortrag für Wissenschaftler*innen über Medienarbeit ist Pflicht. Bemerkenswert: Ein Fellow muss weder Jurist*in sein, noch richtet sich die jährliche Ausschreibung speziell an den Nachwuchs. Vielleicht ermutigt das einige Freie, sich für 2027 ebenfalls zu bewerben?

Mehr über das Institut lest ihr hier.

:Website

Kennt ihr schon unsere Website? Wir starten aktuell in eine Runderneuerung. Nächstes Jahr wollen wir die Überarbeitung durch eine Förderung finanzieren. Schickt uns gern euer Feedback zur aktuellen Version an redaktion@freischreiber.de: Was läuft gut, was geht gar nicht?

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:FREISCHREIBER-TERMINE

VG Wort für Anfänger

Digitale Mipa: Für viele freie Journalist*innen ist die VG Wort eine große Unbekannte. Weshalb ihr sie besser kennenlernen  solltet und welche Gesichter hinter der Verwertungsgesellschaft stecken, erfahrt ihr in dieser Sprechstunde mit Freischreiber Oliver Eberhardt und seiner Kollegin Andrea Mertes. Am 7. Januar 2026 ab 12 Uhr. Nur für Mitglieder.

VG Wort für Fortgeschrittene

Digitale Mipa: Für freie Journalist*innen ist die VG Wort eine stete Begleiterin – und bleibt vielen doch ein Mysterium. Kann ich auch Beiträge aus vergangenen Jahren melden? Wie sieht es mit Fotos aus? Diese Fragen beantworten Freischreiber Oliver Eberhardt und seine Kollegin Andrea Mertes in unserer Zoom-Sprechstunde für Fortgeschrittene am 14. Januar 2026 von 12 bis 13:30 Uhr.  Nur für Mitglieder.

KI clever nutzen

Zoom-Webinar: Wie setzen freie Journalist*innen KI gezielt ein, ohne den eigenen Stil zu verlieren? In diesem Webinar erfährst du, welche Tools dir im Joballtag helfen können – von der Ideensuche über das Verbessern von Texten bis zum Transkribieren von Interviews. Am 21. Januar 2026 von 9 bis 13 Uhr.

Regio-Gruppe Leipzig

Zoom-Treffen: Bitcoin gibt es seit mehr als 17 Jahren. Doch so richtig verstanden hat „es“ noch kaum jemand. Dabei gibt es vor allem für freie Journalist*innen gute Gründe, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Auch für Mitglieder aus anderen Regionen. Am 4. Februar 2026 um 19:30 Uhr. Anmeldung hier.

„Lebensmittel Praxis”

Digitale Mipa: Wen in der Redaktion spreche ich mit welchen Themen an? Wann störe ich die große Wochenkonferenz und sollte nicht anrufen, beziehungsweise zu welcher Tageszeit passt es besonders gut? :Freischreiber-Mitglieder dürfen Hendrik Varnholt mit ihren Fragen löchern – am 10. Februar ab 12 Uhr. Er ist Chefredakteur bei „Lebensmittel Praxis“. Anmeldung hier.

:Dies & Das

Sophie von der Tann

ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann wird derzeit scharf für ihre Berichterstattung aus Israel kritisiert und erfährt einen Shitstorm, der sich nicht nur auf Social Media beschränkt.

In einem offenen Brief von Nahost-Korrespondent*innen, den auch Freischreiber*innen unterzeichnet haben, heißt es: „Sophie von der Tann wird vorgehalten, sie habe in einem Hintergrundgespräch gesagt, der 7. Oktober 2023 habe ‚eine Vorgeschichte‘. Diesem Satz können wir als langjährige Nahostberichterstatter nur zustimmen. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern reicht viele Jahrzehnte zurück.“

Reporter ohne Grenzen (RSF) zeigt sich solidarisch und kritisiert die Rolle von Vertretern des israelischen Staates: Der Reserve-Armeesprecher Arye Shalicar schrieb, von der Tann sei „das Gesicht vom neu-deutschen Juden- und Israelhass“. Shalicar, aber auch Ron Prosor, der israelische Botschafter in Deutschland, nutzen Social Media immer wieder dazu, um einzelne Journalist*innen persönlich anzugreifen. 

„Wir stehen an der Seite von Sophie von der Tann. Selbstverständlich soll und darf journalistische Arbeit sachlich kritisiert werden. Wenn jedoch offizielle Vertreter*innen eines Staates ihre Rolle, ihre Reichweite und ihren Einfluss dazu nutzen, einzelne Medienschaffende namentlich zu diffamieren, überschreiten sie eine Grenze“, sagt RSF-Geschäftsführerin Anja Osterhaus. „Solche Einschüchterungsversuche und Beleidigungen können schwerwiegende Folgen für das Ansehen bis hin zur Sicherheit der Betroffenen haben. Ziel scheint es zu sein, Medienschaffende von bestimmter Berichterstattung abzuhalten. Das ist inakzeptabel.“ 

Wir schließen uns dieser Solidaritätsbekundung an.

Mehr Geld für Radiofeatures

Die Feature-Offensive setzt sich für höhere Honorare für Radiofeature-Autor*innen durch die Öffentlich-Rechtlichen ein. Während Hörspiel-Autor*innen zuletzt deutliche Honorarsteigerungen durchsetzen konnten, stagniert die Bezahlung im Feature-Bereich seit Jahren – bei gleichzeitig wachsendem Arbeitsaufwand und schlechteren Rahmenbedingungen.

Um das zu ändern, haben sich ÖRR-Feature-Autor*innen zusammengeschlossen. Ende Januar ist ein erstes Sondierungsgespräch mit Vertreter*innen der ARD geplant. Zur Vorbereitung haben sie eine anonyme Umfrage gestartet, die den realen Arbeitsaufwand und die Honorarsituation sichtbar machen soll.

Feature- und Podcast-Autor*innen sind eingeladen, sich zu beteiligen und die Initiative zu unterstützen. Je mehr Menschen mitmachen, desto stärker ist die gemeinsame Stimme für eine faire Bezahlung.

Zur Umfrage: https://www.survio.com/survey/d/Z9U5C9L8R2B1F6A6O

Wenn du über die Offensive informiert werden möchtest, sag kurz Bescheid, damit du in den Verteiler aufgenommen wirst.

RSF-Jahresbericht

Die Jahresbilanz 2025 von Reporter ohne Grenzen zeigt, wie dramatisch die Lage der Pressefreiheit weltweit bleibt. Mindestens 67 Journalist*innen wurden im vergangenen Jahr wegen ihrer Arbeit getötet, die meisten in bewaffneten Konflikten oder durch organisiertes Verbrechen. Besonders betroffen sind Gaza, die Ukraine, Sudan und Mexiko. Allein in Gaza kam fast die Hälfte der weltweit getöteten Medienschaffenden ums Leben.

Zugleich befinden sich weltweit 503 Journalist*innen in 62 Ländern in Haft, vor allem in China, Russland und Myanmar. Russland hält zudem so viele ausländische Journalist*innen fest wie kein anderes Land. 135 Journalist*innen gelten als vermisst, vor allem in Westasien und in Lateinamerika. Zusätzlich wurden 20 Journalist*innen entführt, etwa im Jemen, in Syrien und Mali.

Die Bilanz macht deutlich: Journalismus ist vielerorts lebensgefährlich, Pressefreiheit massiv unter Druck – und internationale Solidarität und Schutz für Journalist*innen dringender denn je. 

Aktivrente

Weil viele im Slack-Vereinsheim gefragt haben: Auch für KSK-versicherte Selbstständige soll es die Aktivrente nicht geben. Jedenfalls nach jetzigem Stand. 

Hier nochmal zur (bereits beendeten) Petition für mehr Infos.  

Anfeindungen & Arbeitsbedingungen 

Das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) führt derzeit eine Studie zu Anfeindungen und Arbeitsbedingungen von Journalist*innen in Deutschland durch. Ziel ist es, die berufliche Situation von Medienschaffenden fundiert zu erfassen und Handlungsbedarfe zum Schutz journalistischer Arbeit zu identifizieren.

Besonders freut sich das ECPMF über die Teilnahme freier Journalist*innen. Da fehlen nämlich noch ein paar Stimmen. Die anonyme Online-Befragung dauert etwa 15 Minuten.

:Externe Termine

(Foto: Anna Heidelberg-Stein)

Exklusiv für Freischreiber*innen:

Dank unserer Kooperation buchst du Fortbildungen der Berliner Journalist*innenschule mit 30 Prozent Rabatt. Wie das geht, erfährst du bei der Geschäftsstelle. (mailto: kontakt@freischreiber.de)

Vom Konzept zum erfolgreichen Podcast: So entwickelt ihr euer Podcast-Format, mit dem ihr eine Community aufbauen könnt. Praxisnah, kreativ und direkt umsetzbar. Am 25. und 26. Februar 2026 von 9 bis 17 Uhr.

Autor*in eines Sachbuchs zu werden, kann die Karriere fördern und das Einkommen verbessern. Dafür braucht ihr ein gutes Thema. Dieses Seminar unterstützt euch dabei. Am 2. und 3. Februar 2026 von 9 bis 17 Uhr.

Das Seminar gibt Journalist*innen einen umfassenden Überblick über juristische Aspekte des Publizierens sowie Rechte und rechtliche Pflichten der Medien bei Recherche und Berichterstattung. Am 2. und 3. Februar 2026 von 9 bis 17 Uhr.

Mercator-Residence-Programm

Für das Jahr 2026 startet die Planung des Mercator-Journalist-in-Residence-Programms. Journalist*innen und andere Medienschaffende können sich für ein vierwöchiges Fellowship bewerben, das sich mit gesellschaftlichen und politischen Fragen der Digitalisierung des Finanzwesens auseinandersetzt.

Das Fellowship ist am ZEVEDI-Diskursprojekt „Demokratiefragen des digitalisierten Finanzsektors“ an der TU Darmstadt angesiedelt, wird mit 4.000 Euro vergütet, ermöglicht bis zu zwei Wochen Remote-Arbeit und ist fortlaufend offen für Bewerbungen.

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Na, wie sieht euer Jahresende aus? Drückt ihr noch schnell ein paar Deadlines rein – oder seid ihr schon im Urlaubsmodus? Wo auch immer ihr gerade seid: Nehmt euch wenigstens fünf Minuten Zeit, um auf das Jahr zurückzublicken. Und klopft euch ruhig einmal selbst auf die Schulter.

Frohe Festtage und einen guten Rutsch!

Robert Hofmann & Elisa Kautzky

Unterstützung beim Start als Freie*r, beim Quer- und Wiedereinstieg gesucht? Oder möchtest du endlich TikTok, Podcasts und Co. verstehen? Unser Mentoringprogramm bringt dich mit einer erfahrenen Kollegin oder einem erfahrenen Kollegen zusammen. Ab sofort kannst du dich für 2026 bewerben!

In jedem Frühjahr stellen wir für ein Jahr Tandems zusammen. Das Programm richtet sich speziell an die Bedürfnisse freier Journalist*innenJe nach Schwerpunkt und Interessen matchen wir Mentee und Mentor*in. Bei einem virtuellen Kick-Off-Treffen lernt ihr euch kennen und vereinbart gemeinsame Ziele für das Jahr. Dabei orientiert ihr euch an unserem Tandem-Leitfaden.

Mentor*innen unterstützen dich zum Beispiel durch ihre Expertise im Anbieten von Texten, geben Tipps für Auslandsrecherchen und Honorarverhandlungen, lesen wichtige Texte vor der Abgabe. NEU ab 2026: Wir erweitern das Mentoring für erfahrene Freie, die in neue / andere Formate oder Schwerpunktthemen eintauchen möchten (etwa TikTok, Podcasts, Social-Media-Redaktion). 

Wie ihr eure Zusammenarbeit gestaltet, legt ihr am Anfang gemeinsam fest. Alle Mentor*innen engagieren sich ehrenamtlich. Ihr solltet daher auch eure Verfügbarkeiten und Erwartungen klären. Ein Mentoring ist kein Coaching. Wir stehen während der Zeit als Ansprechpartner*innen zur Verfügung und haken zwischendrin nach, wie es läuft. (Wir danken herzlich dem Orga-Team: Carolin, Jana und Sarah!)

Bewerbungen für die nächste Runde sind für Mitglieder ab sofort und bis zum 31. Januar möglich. Freischreiber*innen bekommen hier nach dem Log-In weitere Informationen.

Du möchtest Mitglied werden? Herzlich willkommen!

📸: Anna Heidelberg-Stein

Wie „teuer“ du lebst, weißt du vermutlich gar nicht. Dabei lohnt es sich als Selbstständige:r, diese Rechnung aufzumachen. Sie kann so einfach sein, dass sie auf einen Bierdeckel passt: unseren! Kennst du ihn schon? :Freischreiber hat für alle freien Journalist:innen eine Vorlage entworfen. Wer’s ganz genau ausrechnen will, findet im internen Bereich dieser Website die ausführliche Variante.

Es ist eine zentrale Frage des Broterwerbs – vielleicht sogar die wichtigste: Verdiene ich genug? Tja. Wie viel ist „genug“? Ohne moralphilosophisch zu werden, ist es ein bisschen wie mit dem Kind, das vor den Eltern steht und fragt: Mama, Papa, sind hundert Euro viel? Kommt eben darauf an, wofür. 

So ist es auch mit dem Einkommen: Der einen genügt für den ganzen Monat, wovon der andere nicht mal seine Miete zahlen kann – und eine dritte möchte Ideen nur noch mit güldenen Füllfederhaltern zu Papiere bringen (wie, du auch? Damit können wir dienen, hol dir deinen Goldstift in Freischreiber-Optik!). Ob unsere Tagessätze für den Lebensstil ausreichen, hängt vom Lebensstil und dessen Kosten ab. Es lohnt sich, diesen Vergleich anzustellen: 

Wie hoch muss mein Tagessatz sein, damit ich all meine Kosten decken kann?

Damit ich nicht nur Miete und Kita, Essen und Kleidung finanziere, sondern auch den Sportverein und meinen Jahresurlaub? Wir Freien wollen nicht überleben, sondern leben. 

Zunächst müssen wir also all unsere Kosten zusammenzählen. Wir helfen! Erst haben wir einen Bierdeckel entworfen, damit ihr beim nächsten Feierabendbier die Kosten eurer einzelnen Lebensbereiche auflisten könnt. Danach haben wir eine Liste erstellt, damit ihr, wenn ihr es ganz genau wissen wollt, es auch ganz genau wissen könnt. Diese Liste finden Freischreiber:innen hier. Tragt eure Ausgaben ein – und unser Rechner spuckt euch automatisch die Zahl aus, die im Monat (mindestens!) reinkommen sollte.

Schließlich teilt ihr eure monatlichen Ausgaben durch eure monatlichen Arbeitstage – et voilà: diesen Tagessatz müsst ihr im Schnitt verdienen. Mindestens!