„Manchmal würde ich gerne ein Blutbild für mein Freisein machen“, denkt sich die :Freischreiber-Vorsitzende Elisa. „Wenn irgendwas nicht gut läuft, aber ich nicht so richtig einschätzen kann, woran es hakt.“ Ziemlich sicher würde dieses :Freischreiber-Blutbild ergeben, dass der Honorarspiegel deutlich zu niedrig und die Auftragsstabilität schwankend ist. Oder das Netzwerk-Vitamin B am Mindestwert kratzt.

Zwischen Aufträgen, Rechnungen, Akquise und dem nächsten Text bleibt oft wenig Zeit für einen allgemeinen Check-up der eigenen beruflichen Situation. Wie hoch ist das Rechnungs-Cortisol? Stehen noch offene Rechnungen aus? Gibt es ausreichend Urlaubsreserven, oder ist die letzte Pause schon länger her? Gibt es einen chronischen Akquise-Mangel? Ist der Energiehaushalt hoch genug, um  nach neuen Aufträgen zu suchen?

Nimm dir doch mal fünf Minuten Zeit für eine Diagnose deines Freisein-Befindens.  

Looking for Freedom

Am 12. Dezember trifft sich die freie Welt des Journalismus in Berlin: Freischreiber*innen und geladene Gäste sind herzlich willkommen beim Barcamp, beim Varieté und zur freien Party! Hier meldest du dich an, es gibt maximal 100 Plätze.

Neue Kooperation mit Übermedien

Juhu! Wir haben eine Kooperation mit Übermedien gestartet: :Freischreiber-Mitglieder bekommen zukünftig 20 Prozent Rabatt auf ein Abo. Das Onlinemagazin beschäftigt sich mit Medienkritik und bietet auch eigene Podcasts. Mehr Infos gibt es über die Geschäftsstelle. Wir freuen uns!

Verantwortungsvolle Social-Media-Berichterstattung im Wahlkampf

Im Zuge der anstehenden Landtags- und Abgeordnetenhauswahlen in  Mecklenburg-Vorpommern und Berlin stehen Journalist*innen vor der Herausforderung, über rechtsextreme und demokratiefeindliche Positionen zu berichten, ohne ihnen zusätzliche Reichweite zu verschaffen. Besonders auf Social Media geraten Redaktionen dabei in ein Spannungsfeld zwischen journalistischem Anspruch und dem Druck, Reichweite zu erzielen. Die Neuen deutschen Medienmacher*innen geben acht Empfehlungen für eine verantwortungsvolle Social-Media-Berichterstattung, die rechtsextreme Narrative entkräftet und demokratische Debatten stärkt.

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Einladung für Freischreibende nach Straßburg ins Europäische Parlament

Im Oktober habt ihr gleich zweimal die Gelegenheit, nach Straßburg zu reisen. Das Europäische Parlament tagt dann gleich zweimal, vom 5. bis 8. Oktober 2026 und vom 19. bis 22. Oktober. Wir laden freie Journalist*innen herzlich ein, dabei zu sein. 

📣 Tipp für Freie: Für teilnehmende Journalist*innen besteht die Möglichkeit, sich Reise- und Hotelkosten erstatten zu lassen.

In der ersten Oktober-Plenarwoche stehen unter anderem diese Themen auf der Tagesordnung: 

1. AGILE-Programm für schnelle und innovative Verteidigungsgüter (finale Abstimmung) – 115 Mio. Euro in 2027 für KMU-Projekte zu KI, Quantentechnologien, Robotik, Cyber, Weltraum und unbemannte Systeme

2. Überarbeitung der INSPIRE-Richtlinie zum einfacheren Austausch von Geodaten in der EU (Trilog-Mandate) 

3. Psychosoziale Risiken, Stress und geistige Gesundheit im Job (Initiativbericht)

4. Unternehmensbesteuerung (Initiativbericht) 

5. Wie geht es weiter mit den EU-China-Beziehungen? (Debatte und Initiativbericht) 

6. Schutz von Arbeitenden: Karzinogene und Mutagene im Job (finale Abstimmung) 

7. Konsularer Schutz für EU-Bürgerinnen und -Bürger

8. Einsatz sauberer Energie in der EU fördern(Debatte)

9. Braucht die EU eine Strategie zum Umgang mit der Muslimbruderschaft? (Debatte)

10. Bekanntgabe der Preisträger des Sacharow-Menschrechtspreises

11. EU-Aktionsplan zum Umgang mit seltenen Krankheiten (Initiativbericht) 

Meldet euch an hier und berichtet live aus dem Herzen der europäischen Politik! 

Übrigens: Im Parlament gibt es ein Großraumbüro für Journalist*innen sowie kostenlos buchbare TV-Studios, Radio- und Podcast-Studios und Fotograf*innen.

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FREISCHREIBERIGES

:Frei heraus

Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. 

Dieses Mal: Marlene Jacobsen. Sie studierte Politik und Nachhaltige Entwicklung in Großbritannien und lernte an der Deutschen Journalistenschule in München. Marlene arbeitet als freie Journalistin in London, unter anderem für das ZDF, die Süddeutsche Zeitung, den Deutschlandfunk und Deine Korrespondentin.

Wo arbeitest du am liebsten?

So oft wie möglich nicht am Schreibtisch, sondern draußen auf Dreh mit einem Kamerateam oder bei Reportagen und Interviews auf eigene Faust. Und wenn ich konzentriert schreiben will, mache ich das am liebsten in der Bibliothek meiner früheren Uni (dann tu ich so, als ob ich noch studiere).

Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?

Augen und Ohren, zum Beobachten und Zuhören. Manchmal ein Notizblock, aber noch lieber Ansteckmikros, um Gespräche später zu transkribieren und nicht mitschreiben zu müssen. Und ohne meinen Laptop geht gar nichts.

Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?

Wenn beim Pitchen der Wurm drin ist und ich nicht genug Aufträge bekomme. Oder wenn ich eigentlich eine gute Geschichte zu erzählen hätte, aber Gesprächspartner*innen einen Rückzieher machen.

:Buchverlosung

Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Frieden Sterben Ponyhof“ von :Freischreiber-Freundin Carolin Feismann. 

Gut Feismann ist weit mehr als ein Ponyhof. Was als persönlicher Lebenstraum begann, wird hier im Kinderhospiz Tag für Tag zur konkreten Antwort auf die Frage, wie Frieden funktioniert. Mit Tieren, Natur und viel Zeit können Familien mit lebensverkürzend erkrankten Kindern eine Woche lang auftanken, durchatmen, manchmal auch Abschied nehmen. Vor Jahren beschloss Caro Feismann nach dem Tod einer Kollegin in einem Krisengebiet, nicht mehr für Frieden zu kämpfen, sondern ihn zu leben. Ihre Geschichte ist ein außergewöhnliches Best-Practice-Beispiel für inneres Ankommen, gelingende Beziehungen und den Mut, Träume radikal zu verwirklichen. 

Interessiert? Schreib uns bis zum 30. September eine E-Mail an redaktion ät freischreiber.de mit dem Betreff „Buchverlosung“ und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Viel Glück! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es können nur Abonnent*innen des Newsletters teilnehmen.

Danke für eure Zusendungen im August. Das Buch „Die Medizin der Zukunft – Heilen in einer veränderten Welt“ von Claudia Traidl-Hoffmann mit Freischreiberin Katja Trippel geht an: Judith Weibrecht. Herzlichen Glückwunsch!                   

Hast du gerade ein neues Buch veröffentlicht, oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann melde dich bei (redaktion@freischreiber.de), damit wir es verlosen können. Du bekommst Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich. Win-win!

:Tipp des Monats: Was du als Freie*r gegen Shitstorms tun kannst

Hass und Shitstorms stellen uns freie Journalist*innen vor besondere Herausforderungen, da wir oft weniger personelle Ressourcen und nicht immer Zugang zu Rechtsschutz haben. Deshalb waren die Neuen deutschen Medienmacher*innen in unserer digitalen Mittagspause zu Besuch, um uns ein paar Tipps zu geben.

  1. Vorbereiten: Leg fest, wie du im Fall eines Shitstorms vorgehst und wer dich unterstützen kann. Schulungen, Leitfäden und feste Anlaufstellen helfen.
  2. Privatsphäre schützen: Prüfe, wie leicht sich deine Adresse herausfinden lässt. Eine Melderegisterauskunftssperre kann eine Möglichkeit sein. Schütz dich außerdem vor Identitätsdiebstahl und Hacks und prüfe Löschanträge für personenbezogene Einträge bei Google.
  3. Bei einem Shitstorm: Erst einmal ruhig bleiben und nicht sofort öffentlich reagieren. Prüfe: Ist darunter legitime Kritik? Handelt es sich um Hass? Eine öffentliche Reaktion kann Hater zusätzlich pushen.
  4. Dokumentieren und melden: Sichere relevante Beiträge mit Kontext, Datum, Uhrzeit und User-ID. Achte dabei auch auf deinen eigenen Schutz, gib also nicht aus Versehen (etwa via Screenshot) sensible Daten weiter. Melden kannst du Inhalte unter anderem bei Plattformen wie „respect!“.

Lesetipp: Newsletter von Freischreiberin Lena Kirchner

Freischreiberin Lena Kirchner hat vor Kurzem einen Newsletter gestartet: „Counterpoint“. 

„A counterpoint is something that acts as a counterbalance to something else. In music, this term refers to the addition of a second voice to an existing melody – a voice that acts as a counterbalance. That is why this second voice is also called a counter-voice.”

Übersetzt: Ein Kontrapunkt ist etwas, das als Gegengewicht dient. In der Musik bezieht sich dieser Begriff auf die zweite Stimme zu einer bestehenden Melodie, die dann als Gegengewicht fungiert. Deshalb nennt sich diese zweite Stimme auch Gegenstimme.

Jede Ausgabe des Newsletters ist also eine Art Gegenstimme zum Lärm in dieser Welt. Wenn du Überraschungen magst, abonniere Counterpoint! 

:Freischreiber-Termine

21. September, 9 bis 15 Uhr, Zoom (kostenlos, für Mitglieder)

Webinar: White Mirror – wir schreiben Zukunft

Zukunftsgeschichten laufen oft in dieselbe Richtung: Krise, Kipppunkt, Kollaps. Im Netflix-Serienformat heißt das „Black Mirror“. Unser neuer Workshop dreht diesen Automatismus experimentell um und schafft journalistisch einen „White Mirror“. Wie lösen wir Probleme auf? Gibt es konstruktive Ansätze, die wir recherchieren und journalistisch weiterentwickeln können? Unser Dozent Jonas Drechsel, studierter Zukunftsforscher, begleitet uns auf der Suche.


21. September, 19 Uhr, Berlin, Regio-Gruppe Berlin

Umfragen recherchieren und richtig bewerten

Einmal geblinzelt – und schon sind wir mittendrin im Wahlherbst. Kein anderes Politik- und Gesellschaftsthema wird uns in den nächsten Monaten so sehr beschäftigen wie die Frage, warum die Menschen bei Landtagswahlen wählen, was sie wählen. Was unterscheidet eine repräsentative Umfrage von einer, die es nur behauptet? Zu Gast bei der Regio-Gruppe in Berlin ist Thorsten Thierhoff, Geschäftsführer bei forsa. Wir wollen mit ihm zwischen die Zahlen schauen und über typische journalistische Fehler im Umgang mit Umfragen sprechen.

23. September, 19 Uhr, Zoom

Triff freie Bewegtbild-Journos

Die Themen sind offen und richten sich nach den Fragen, die Teilnehmende mitbringen. Von schlechtem Equipment über gute Auftraggeber bis hin zur gelungenen Mehrfachverwertung teilen wir unsere Erfahrungen und lernen voneinander.

24. September, 12 Uhr, Zoom, MiPa

Presserat & Co: Wer korrigiert die Medien?

Egal, ob Journalist*in oder Publikum – wer sich über Berichterstattung ärgert, kann sich beschweren: beim Presserat, bei zwölf Rundfunkräten und 14 Medienanstalten. Diese Gremien der „staatsfernen Medienaufsicht“ haben völlig unterschiedliche Logiken, aber eine gemeinsame Aufgabe. Sie sollen über die Einhaltung journalistischer Standards wachen. Wie machen sie das? Freischreiber Stefan Mey hat sich für das Studienformat der Rosa-Luxemburg-Stiftung mit dem Thema auseinandergesetzt. Insbesondere hat er recherchiert, wie die Medienaufsichts-Gremien seit Oktober 2023 über Beschwerden zur deutschen Nahost-Berichterstattung – an der es viel Kritik gab und gibt – entschieden haben. 

29. Oktober, 12 Uhr, Zoom, MiPa

Im freien Fall? Sozialrechtliche Hilfen für Selbstständige?

Freie Journalist*innen arbeiten in der Regel ohne „doppelten Boden“ – sowohl gesundheitlich als auch ökonomisch. Unsere Kollegin Andrea Mertes hat das in den vergangenen Jahren selbst erfahren. Und stellt fest: „Es ist erstaunlich, welche Hilfen es da draußen gibt, wenn man sie denn kennt. Oder, was man im Voraus schon einplanen und bedenken kann.“ In dieser digitalen Mittagspause gibt Andrea ihren Erfahrungsschatz und ihr Wissen zu sozialrechtlichen Rahmenbedingungen weiter.

Dies & Das

Lass uns darüber reden!

Wenn du Ärger mit einer Redaktion hast, unsicher bist, wie du mit einem übergriffigen Protagonisten umgehen sollst oder dir der Vormarsch der AfD Angst macht … Es gibt fast keinen Grund, nicht bei der Helpline anzurufen! Es sei denn, du chattest lieber. Dann schreib auf Signal. 

Die Helpline ist für dich da. Vertraulich und kostenlos. 

Telefon: 030 – 7543 7633

Signal: journalisten_helpline.26

Und falls du einen guten Draht in eine Redaktion hast, schlag ihr doch einen der Entlastungs-Workshops vor. Aber nur, wenn du mitmachen darfst!

Meinung braucht Fakten

Bei RiffReporter recherchieren mehr als 100 freie Journalist*innen gründlich, kritisch und unabhängig. Ihre Expertise ist gefragt – auch bei nahezu allen wichtigen deutschsprachigen Medien. Mit einem Abo bekommst du Zugang zu mehr als 6.000 Beiträgen und unterstützt Journalist*nnen, die sich die Zeit nehmen, genauer hinzuschauen, nachzufragen und Zusammenhänge sichtbar zu machen. 

Jetzt neu: Bis zum 11. Oktober entscheidest du selbst, was dir diese Arbeit wert ist – und was du bezahlen kannst. Alle Infos zur Aktion gibt´s hier. (Jederzeit monatlich kündbar, das Jahresabo ist nach dem ersten Jahr monatlich kündbar.)

Interviews für eine Studie zu Bedrohungserfahrungen

Das „European Centre for Press and Media Freedom“ sucht Teilnehmende für eine qualitative Interviewstudie zu Bedrohungserfahrungen von Frauen sowie non-binären und diversen Personen im Journalismus.

Die Gespräche dauern maximal 60 Minuten, finden per Videocall im September und Oktober statt und werden ausschließlich anonymisiert für wissenschaftliche Zwecke ausgewertet. Bei Interesse und Nachfragen meldet euch bei Dr. Patrick Peltz per E-Mail: patrick.peltz ät ecpmf.eu.

Weniger Macht-Frauen in Leitmedien

Der Frauenmachtanteil in den deutschen Leitmedien ist erneut gesunken. Das zeigt die neue halbjährliche Leitmedienzählung von ProQuote Medien: Der gewichtete Frauenmachtquotient liegt aktuell bei 37,3 Prozent – ein weiterer Rückgang um 0,2 Prozentpunkte gegenüber Januar 2026.

„Nach fünf Zählungen mit sinkenden Frauenanteilen an der Spitze von Redaktionen ist klar, dass die Werte keine Ausreißer sind, sondern einen Abwärtstrend markieren“, erklärt ProQuote Vorstandsvorsitzende Helena Ott. „Das ist besorgniserregend, weil es die mühsam erkämpfte Teilhabe und Repräsentation von Frauen im Journalismus sukzessive wieder schwächt.”

Der Verein ProQuote Medien hält an der Forderung eine Quote von 50:50 fest und damit an einer paritätischen Verteilung von Führung und Verantwortung im Journalismus – egal ob in landesweiten Rundfunkanstalten, großen Verlagshäusern oder Lokalzeitungen.

Davon sind wir weit entfernt: Die Auswertung von ProQuote Medien zeigt deutliche Rückgänge bei der Süddeutschen Zeitung (-3,6 Prozentpunkte), die damit wieder knapp unter die 50-Prozentmarke rutscht. Die Welt verliert ebenso (-2,1) und auch Die Zeit (-1,6). Leicht verbessert haben sich Stern (+2,0), Focus(+1,4) und Bild (+1,3), aber sie bewegen sich auf einem deutlich niedrigeren Niveau als die Spitzenreiter.

Dort steht weiterhin die taz mit einem Frauenmachtanteil von 61,9 Prozent. Auffällig ist, dass die Führung dreier Medienhäuser wieder stark männlich dominiert ist – dort ist maximal jede vierte Führungskraft eine Frau. Dazu gehören der Focus (25,3 Prozent), die Frankfurter Allgemeine Zeitung (25,0 Prozent) und mit großem Abstand Die Welt (14,6 Prozent). 

Externe Termine

WISSENSWERTE 2026

Die WISSENSWERTE 2026 rückt näher – und mit ihr auch die European Conference of Science Journalism (ECSJ), die in diesem Jahr vom 14. bis 16. Oktober gemeinsam mit der WISSENSWERTE in Hannover stattfindet. Noch bis Ende September könnt ihr euch zum Early-Bird-Preis registrieren. 

Im Mittelpunkt des ECSJ-Programms und der gemeinsamen Sessions am Donnerstag, 15. Oktober, stehen europäische Perspektiven auf die Zukunft des Wissenschaftsjournalismus. Aktuelle Herausforderungen und Krisen machen nicht an Ländergrenzen halt. Umso wichtiger sind Austausch, gemeinsame Erfahrungen und der Blick über den eigenen nationalen Kontext hinaus.

Tag des Auslandsjournalismus I

Triff uns bei der „Youth Media Convention“ in Berlin: Elisa Kautzky aus dem Vorstand ist zu Gast bei dem Medienevent von und für junge Menschen zum Auslandsjournalismus vom 9. bis zum 11. Oktober.

Bis zu 150 junge Medienbegeisterte zwischen 16 und 27 Jahren kommen bei dem Event mit Expert*innen zusammen: „Vom Intensivworkshop bis zum Zukunftslunch: Drei Tage lang kannst du in spannenden Formaten die Medienwelt entdecken, neue journalistische Arbeitsweisen kennenlernen und mitdiskutieren. Der Fokus liegt dabei auf der Praxis. Herzstück der Veranstaltung sind die Intensivworkshops, bei denen du vom Podcast bis zum Recherchetool verschiedene Arbeitsweisen ausprobieren kannst. Begleitet wirst du dabei von Medienexpert*innen und Journalist*innen.“ Am 10. Oktober von 16 bis 18 Uhr könnt ihr Elisa von :Freischreiber zur Sprechstunde des freien Journalismus treffen.

Die Anmeldephase läuft bis zum 15. September. Hier entlang, bitte:https://youmecon.de

Tag des Auslandsjournalismus II

Du arbeitest im Auslandsjournalismus – oder willst dorthin? Dann komm am 9. und 10. Oktober nach München! Das Programm für den Tag des#Auslandsjournalismus ist fast vollständig. Los geht es bereits am Freitagabend mit „Gegenwart in Krise(n): Orientierung in einer Welt voller Konflikte“. Korrespondent*innen diskutieren darüber, was Auslandsjournalismus angesichts von Kriegen, geopolitischen Verschiebungen und wachsendem Druck auf die Presse noch leisten kann.

Am Samstag geht es unter anderem darum:

  • Was ist uns Auslandsjournalismus noch wert?,
  • Welche blinden Flecken gibt es in der internationalen Berichterstattung?
  • Welche Rolle spielen NGOs und Stiftungen?
  • Warum ist der Klimawandel eine globale journalistische Aufgabe?
  • Wie erreicht der  Auslandsjournalismus junge Menschen?.

Parallel dazu gibt es zahlreiche praktische Workshops. Tagungsort ist das Redaktionsgebäude der Süddeutschen Zeitung in München. Tickets für freie Journalist*innen und Redakteur*innen kosten 69 Euro. Für Volontär*innen, Studierende und Journalistenschüler*innen ist die Teilnahme kostenlos. Das vollständige Programm und die Anmeldung: hier.

Organisiert wird der Tag des Auslandsjournalismus zum zweiten Mal vonjournalists.network e. V.

Meisterklasse Erzähljournalismus mit Freischreiber-Stipendium kostenlos: Sei dabei!

Die Reporter-Akademie veranstaltet dieses und nächstes Jahr ihren Workshop „Meisterklasse Erzähljournalismus“ in Berlin, Hamburg und München – und als :Freischreiber-Mitglied könnt ihr kostenlos dabei sein! So geht’s: Ihr bewerbt euch für die Kompass-Förderung des Europäischen Sozialfonds (ESF), der Fortbildungen für Solo-Selbstständige bis zu 90 Prozent unterstützt. Bei Zusage erhaltet ihr den Eigenanteil von zehn Prozent über das :Freischreiber-Stipendium zurückerstattet.

Um euch unverbindlich über die Kurse der Reporter-Akademie zu informieren, schreibt eine E-Mail an info ät reporter-akademie.de. Dort erhaltet ihr alle weiteren Details zum Förderprozess.

WICHTIG: In der Vergangenheit gab es bei den für die Kompass-Förderung notwendigen Beratungsgesprächen nur begrenzte Kapazitäten. Nun sind einige Gesprächstermine frei geworden, die online stattfinden. Es empfiehlt sich daher, möglichst zeitnah Kontakt aufzunehmen.

Und darum geht es in der Meisterklasse Erzähljournalismus: Drei Dozierende der Reportergemeinschaft Hermes Baby helfen euch dabei, eure eigene Themenidee zu einer gut komponierten Reportage weiterzuentwickeln. Die Meisterklasse umfasst vier Seminartage, inklusive Theorie- und Praxisübungen, und einen Follow-up-Termin, bei dem ihr die Erkenntnisse eurer Recherche besprecht.

Alle weiteren Infos zum Kurs findet ihr hier.

Finanzplanung für selbständige Frauen 

Wie viel Geld hast du eigentlich pro Monat zur Verfügung? Wie hoch sind deine Fixkosten für Miete, Versicherungen etc.? Wie viel Geld legst du beiseite als Notgroschen, für Urlaub oder Altersvorsorge? Oftmals fehlen der Überblick und die strategische Finanzplanung. Glaubenssätze hindern insbesondere Frauen daran, sich wirklich mit Finanzen auseinanderzusetzen. Wie es besser geht, erfährst du bei einem Online-Workshop  am 1. Oktober von 17:30 bis 20:15 Uhr (Anmeldeschluss 23. September).

Freischreiberinnen melden sich zum Preis von 55 Euro statt 69 Euro (jeweils + 19% USt) an.

Anmeldung per E-Mail unter Angabe der Rechnungsanschrift, E-Mail-Adresse und Telefonnummer. Mehr Infos: www.fortbildung-rechnungswesen.de

BJS-Termine

19. – 21. Oktober, Berlin oder online

Moderieren vor Publikum – Grundkurs (BJS-K)

02. Dezember

Souveränes Texten mit KI (Webinar) (BJS-K)

02. – 04. Dezember

Podcasts produzieren (BJS-K)

Exklusiv für Freischreiber*innen:

Dank unserer Kooperation buchst du Fortbildungen der Berliner Journalist*innenschule mit 30 Prozent Rabatt. Wie das geht, erfährst du bei der Geschäftsstelle.

Und, wie fällt dein Laborbefund des freien Blutbilds aus? Falls er ab und an in den kritischen Bereich rutscht, denk daran: Keine*r von uns Freien ist durchgängig in Bestform – das gilt fürs Blutbild genau wie für das Freisein. 

Robert Hofmann & Elisa Kautzky

Zukunftsgeschichten laufen oft in dieselbe Richtung: Krise, Kipppunkt, Kollaps. Im Netflix-Serienformat heißt das „Black Mirror“. Unser neuer Workshop dreht diesen Automatismus experimentell um und schafft journalistisch einen „White Mirror“:

Wir bauen eine Basis, auf der unterschiedliche Szenarien entstehen – insbesondere auch positive. Wie lösen wir Probleme auf? Gibt es konstruktive Ansätze, die wir recherchieren und journalistisch weiterentwickeln können? Unser Dozent Jonas Drechsel, studierter Zukunftsforscher, begleitet uns auf der Suche.

Ablauf:

Wir starten mit echten „Fällen“ zu einem Thema, das wir vorher gemeinsam festlegen. Welche Annahmen verbinden wir mit ihnen in der Zukunft? Welche alternativen Entwicklungen sind möglich? Aus diesen Fällen ziehen wir einen Satz, der zu künftigen Systemlösungen führt. Ein Beispiel: „Feuer wandert vom Feind zum Partner“. Wie kann der Mensch Feuer stärker für sich nutzen, es nicht (nur) als Bedrohung (etwa in Form von Waldbränden) wahrnehmen? Wie sieht eine Gesellschaft aus, in der dieser Satz stimmt? Wer arbeitet dort wie, wer entscheidet, was ist teurer geworden, worum wird gestritten? 

Am Ende dieser Überlegungen füllen wir einen „Weltsteckbrief“ aus, ein Arbeitsblatt, auf dem eine ganze Welt rund um den ersten Satz stattfindet. Diese Welt ist zwar erfunden, ihre Bausteine aber sind belegt, orientieren sich an einem dokumentierten Fall aus der Gegenwart und wissenschaftlichen Erkenntnissen. Wie Texte aus solchen Welten aussehen können, lest ihr hier: einbildungskanal.de

Foto: Emad Ette

Unser Dozent:

Zukunftsforscher Jonas Drechsel entwickelt die Methode „White Mirroring“ im Media-Lab-Bayern-Fellowship Future of News 2026. Seine Idee ist dreigliedrig: 1. Positive Zukunftsgeschichten verbreiten, 2. sie medial erzählbar machen und 3. ein methodisches Setup liefern, mit dem Medienschaffende ihre eigenen Formate realisieren können. Jonas Leitfrage lautet: Was wäre, wenn im Jahr 2033 nicht Angst die Agenda bestimmt, sondern realistischer Optimismus?

Termin:

Mo., 21. September 2026, 9-14 Uhr, Zoom

Teilnahme:

Wir suchen für dieses Webinar 10-15 Journalist*innen. Die Teilnahme ist kostenlos. Was im Webinar passiert, fließt in den Methodenleitfaden ein, den Jonas am Ende seines Fellowships veröffentlicht. 

Mitglieder melden sich verbindlich hier an.

Zukunftsgeschichten laufen oft in dieselbe Richtung: Krise, Kipppunkt, Kollaps. Im Netflix-Serienformat heißt das „Black Mirror“. Unser neuer Workshop dreht diesen Automatismus experimentell um und schafft journalistisch einen „White Mirror“.

Termin:

Mo., 21. September 2026, 9-15 Uhr, Zoom

Teilnahme:

Wir suchen für dieses Webinar 10-15 Journalist*innen. Die Teilnahme ist kostenlos. Was im Webinar passiert, fließt in den Methodenleitfaden ein, den unser Dozent Jonas Drechsel am Ende seines Fellowships veröffentlicht. 

Mitglieder melden sich verbindlich hier an.

Du möchtest dich gerne an Audio versuchen und in den Bereich Radio / Podcast starten, aber du fühlst dich überfordert? Zu viel Technik, zu viele Mikros, zu viele Programme für den Schnitt – und wie das mit dem Aufnehmen geht, weißt du auch nicht so richtig? 

Freischreiberin und Freelance-Journalistin Sarah Tekath ging es vor sechs Jahren genau so. Seither hat sie sich permanent fortgebildet und produziert nun regelmäßig Audio-Beiträge, z.B. für Deutschlandradio. Nun gibt Sarah ihr Wissen im „Starterpaket Audio-Journalismus“ weiter.

Du möchtest dich gerne an Audio versuchen und in den Bereich Radio / Podcast starten, aber du fühlst dich überfordert? Zu viel Technik, zu viele Mikros, zu viele Programme für den Schnitt – und wie das mit dem Aufnehmen geht, weißt du auch nicht so richtig? 

Freischreiberin und Freelance-Journalistin Sarah Tekath ging es vor sechs Jahren genau so. Seither hat sie sich permanent fortgebildet und produziert nun regelmäßig Audio-Beiträge, z.B. für Deutschlandradio. Nun gibt Sarah ihr Wissen im „Starterpaket Audio-Journalismus“ weiter: 

„Wir fangen bei den Basics an. Keine Frage ist zu simpel, als dass ich sie nicht damals auch gestellt hätte. In einem wertfreien Safe Space besprechen wir den Einstieg in das neue Medium und machen praktische Übungen in Audacity. Wenn du schon eigene Ideen hast für ein Podcast-Projekt, können wir auch das gerne gemeinsam diskutieren.“

Inhalte: 

Die Technik. 
Welche Schnitt-Programme, Tools und Mikrofone gibt es? 
Welche Anschlüsse – und wie funktionieren sie? 
Was brauchst du für eine Erstausstattung? 
Zusätzliches Thema: Aufnahmen in persona und remote, wie geht das?
Praktischer Teil: Schnitt / Konvertierung / Produktion mit Audacity (bitte vor dem 14.1.27 herunterladen!). 

Rechte und Finanzen.
Was wird das Equipment kosten? 
Wie viel Honorar kannst du für welches Format verlangen?
Welche Musik kannst du rechtlich nutzen?

Die Themen. 
Welche Formate eignen sich für den Einstieg?
Welches Medium sucht welche Schwerpunkte?
Wie gehst du deinen ersten Podcast an (und verdienst damit Geld)?

Die Veröffentlichung.
Wer sucht Beiträge von Freien? Wen sprichst du dort mit Pitches an?
Über welche Plattformen kannst du Podcasts hochladen, wie funktioniert das bei verschiedenen Anbietern (Spotify etc.)? Zusätzliche Infos: Upload Timing, Trailer etc.

In allen Kapiteln gibt Sarah persönliche Beispiele für Do`s und Dont’s. Die Priorität des Webinars liegt auf Technik und Produktion, weniger auf dem Schreiben für Audio.

Dozentin:

Sarah Tekath ist freie Journalistin und Auslandskorrespondentin. Sie lebt seit 2014 in Amsterdam und ist seit 2016 selbständig. Sarah schreibt Artikel und macht Audio-Beiträge zum Thema Politik, Gesellschaft und Frauenrechte. Sie arbeitet nebenbei als Coach für Frauen-Kickboxen und Frauen-Selbstverteidigung. 

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Der oder die Teilnehmende kann, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, müssen die Kursgebühren vollständig bezahlt werden.


In einer unserer August-Mittagspausen waren zwei Kolleginnen von North Data zu Gast. North Data ist eine Suchmaschine, die offizielle Unternehmensdaten, Finanzkennzahlen und Verflechtungen aus mehr als 150 Quellen aufbereitet. Journalist*innen erhalten kostenlosen Zugang zu Premium-Funktionen.

Im internen Bereich findet ihr als Mitglieder das Material aus der Mittagspause:

Bis gerade war der :Freischreiber-Vorstand in der Sommerpause. Drei Wochen ohne Konferenzen, ohne Meetings und nur mit wenig Slack-Nerverei. Es war nix los und es war wunderschön.

Seit einer Woche sind wir wieder da, aufgetaucht wie die Sommerloch-Tiere, die sich jedes Jahr um diese Zeit in Medien aller Art tummeln. Nur: Wo bleiben sie? Hat das Jahr bereits all seine animalischen Banalitäten geschlachtet? Den gestrandeten Wal  aufgeschnitten und den Eichenprozessionsspinner weggefackelt. Oder kommt da noch was?

Vielleicht liegt es auch daran, dass das Sommerloch dieses Jahr nicht besonders tief erscheint. Die Welt brennt einfach weiter, als wolle sie uns kein Durchatmen erlauben. Im Westen und Süden lodern die Wälder, die Bundesregierung zündet sich selbst an, und auch bei :Freischreiber gab es nur drei Wochen feuerfrei. 

Worauf ich hinaus möchte? Seid so lieb und streichelt die süßen Hunde dieser Welt. Sie sind immer für uns da, im Winter wie im Sommerloch. Lasst uns ihnen danken, besonders freuen sie sich über Wurst.

:Wir feiern eine Party und wir wollen sie mit euch gestalten

Am 12.12. feiern wir in Berlin die Freiheit. Und den Journalismus. Eingeladen sind alle, die sich mit diesem oder jenem identifizieren können oder sogar mit beidem, denn irgendwie hängt ja alles mit allem zusammen.

Unser Plan ist, dass wir, na klar, feiern, wie Menschen eben feiern, mit Rausch und Freude am Leben. Aber wir wollen euch auch inhaltlich etwas bieten. Eine Party wie ein gutes Magazin, bei dem man von jeder Seite überrascht wird. 

Und nun würden wir uns freuen, wenn ihr bei der Heftplanung mitmischt: Kennt ihr Künstler*innen, Journalist*innen, Menschen oder Tiere, die auf der Bühne oder zumindest auf einer Party etwas bieten können und wollen. 

Wenn ihr eine Idee habt, wen wir anfragen könnte, mailt uns.

:Informationsfreiheitsgesetz

Eigentlich müsste der Aufschrei noch viel größer sein. Wie kann es sein, dass die Bundesregierung eine der wirksamsten öffentlichen Kontrollinstanzen abschaffen will und die Öffentlichkeit sich das bieten lässt. Klar, da geht mal eine kritische Frage von Tilo Jung auf Social Media semi-viral, aber sonst ist außerhalb der Bubble wenig zu hören. Wir von :Freischreiber jedenfalls haben den offenen Brief unterschrieben, der fordert, dass das Informationsfreiheitsgesetz beibehalten wird. Damit Politik nicht in Hinterzimmern verschwindet, sondern transparent bleibt und für alle sichtbar. „Sollten die Regierungspläne wie geplant umgesetzt werden, würde Millionen Bürger*innen sowie Journalist*innen und Organisationen das Recht auf Informationsfreiheit verwehrt. Darunter leiden werden: faktenbasierte Berichterstattung, öffentliche Kontrolle, das zivilgesellschaftliche Engagement sowie das Vertrauen in die Politik.“ Fight the Power.

Medium Magazin Abo Rabatt

Wusstest du schon? Als :Freischreiber-Mitglieder kriegt ihr – und wir! – einen Rabatt von 25 Prozent auf das Abo des Medium Magazins. Einfach per E-Mail an den Vertrieb schreiben, bestellen und die Mitgliedsnummer angeben.

:Gemeinsamer :Freischreiber- und wpk-Stammtisch im Münchner Hirschgarten mit Christian Pantle

Unsere freien Kolleg*innen in München haben sich Ende Juni zusammengesetzt und getan, was Münchener*innen im Sommer eben machen: Im Biergarten Bier trinken. Zu Gast war Dr. Christian Pantle, Chefredakteur des Monatsmagazins G/Geschichte. Er hat von seiner Arbeit erzählt und  erklärt, wie ihr dort eure Geschichten unterbringen könnt. Wenn euch das interessiert, fragt die Münchener Kolleg*innen doch gern mal, was sie erfahren haben. 

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Einladung für Freischreibende nach Straßburg ins Europäische Parlament

Vom 14. bis 17. September 2026 tagt das Europäische Parlament in Straßburg. Wir laden freie Journalist*innen herzlich ein, dabei zu sein. 

📣 Tipp für Freie: Für teilnehmende Journalist*innen besteht die Möglichkeit, sichReise- und Hotelkosten erstatten zu lassen.

In der Plenarwoche stehen unter anderem diese Themen auf der Tagesordnung:

  1. Lage der Europäischen Union: Rede und Debatte mit Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen
  2. Europäischer Schutzschild für die Demokratie
  3. CO2-Grenzausgleichssystem
  4. Hybride Kriegsführung und Schutz der Sicherheits- und Verteidigungsinfrastruktur der EU
  5. Verteidigungsbereitschaft und Investitionen im Verteidigungsbereich
  6. EU-Krisenplan für Arbeitskräfte im Gesundheitswesen
  7. EU-China-Beziehungen
  8. Globale Rolle des Euro
  9. EU-Strategie für Herz-Kreislauf-Erkrankungen
  10. Geschlechtsspezifische Ungleichheit beim Thema Gesundheit
  11. Auswirkungen der sozialen Medien und des Online-Umfelds auf junge Menschen
  12. Binnenmarkt- und Zollprogramm 2028-2034
  13. Drogenhandel in europäischen Gewässern
  14. Zusammenarbeit bei der nuklearen Sicherheit

Meldet euch hier an und berichtet live aus dem Herzen der europäischen Politik! 

:Frei heraus

Foto: Lambert Strehlke

Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. 

Dieses Mal: Rena Föhr. Sie ist Journalistin und Autorin des erzählenden Sachbuchs Know Your Flow – Unseren Zyklus verstehen für ein gutes Körpergefühl und besseren Sex (Piper 2023). Seit ihrem Masterstudium in Gender and International Relations (2015-16) schreibt sie freiberuflich u. a. über Gesundheit, Sexualität, Beziehungen und Reisen. Zwischendrin gab es auch feste Stationen in Journalismus, internationaler Kommunikation und einem Kulturinstitut in Bogotá. Rena lebt in München, träumt von Rio und einem zweiten Buch.

Wo arbeitest du am liebsten?

An einem Schreibtisch mit Ventilator in Rio de Janeiro. Eine Klimaanlage brauche ich nicht zwingend, aber einen festen Ort und Tisch. Und das am liebsten in meiner Lieblingsstadt – auch wenn ich zur Zeit überwiegend in München bin.

Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?

Der achtsame Planer Ein gutes Projekt. Alle drei Monate beginne ich einen neuen und befülle ihn morgens und abends, um mir selbst in den Arsch zu treten und zugleich auf meine mentale Gesundheit zu achten. Ein guter Tintenroller oder Füller für schnelle Notizen ohne Sehnenscheidenentzündung. Mein Bibliotheksausweis und die Readly-App, um mich zwecks Themenfindung durch möglichst viele Magazine zu lesen … maybe auch zum Vergnügen ;) Damit habe ich schon mal in einem Uni-Seminar für Lacher gesorgt, aber: Abends zünde ich mir zum Schreiben und Überarbeiten gern mal stimmungsvoll eine Kerze an.

Was ist das Ärgerlichste, das dir im Job passieren kann?

Gewisse Ärgernisse in der Zusammenarbeit kennen wir alle, sei es eine verspätete Honorarzahlung, unklare Briefings oder liegengebliebene Pitches. Mit transparenter Kommunikation kann man das Meiste aber noch klären. Daher finde ich es am Ärgerlichsten, wenn genau das nicht läuft – und es stattdessen Ghosting, Ausreden oder Schuldzuweisungen gibt. Ist mir zum Glück lange nicht mehr passiert.

Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.

:Buchverlosung

Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Die Medizin der Zukunft – Heilen in einer veränderten Welt“ von Claudia Traidl-Hoffmann mit Freischreiberin Katja Trippel.

Wir leben in einer Zeit medizinischer Herausforderungen: Verschmutzte Luft, stärkere Pollen, Ewigkeits-Chemikalien, Zusatzstoffe im Essen sowie neue Viren und Bakterien wirken auf unsere Körper ein. Dieses Buch bietet eine praxisnahe und zugängliche Einführung in die verschiedenen Umwelt-Erkrankungen in Deutschland und zeigt, wie sie mithilfe der Umweltmedizin effektiv behandelt oder besser gleich vermieden werden können: Neurodermitis, verstärkte Allergien, Unverträglichkeiten, Asthma, Herz-Kreislauf-Erkrankungen, Borreliose, mentale Erkrankungen – kurz: Krankheiten, an denen inzwischen die breite Masse der Bevölkerung leidet.

Claudia Traidl-Hoffmann und Katja Trippel laden in diesem Buch in eine Sprechstunde ein, verknüpft mit Geschichten von Patient*innen. Ein Buch über den Menschen in seiner komplexen Umwelt und darüber, was Medizin heute bereits leisten kann und muss, damit wir in Zukunft gesünder leben können. 

Interessiert? Schreib uns bis zum 15. August eine E-Mail mit dem Betreff „Buchverlosung“ und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück! 

Letzten Monat hat Cäcilia Fischer das Buch „Deepworld” gewonnen. Herzlichen Glückwunsch!

Habt ihr gerade ein neues Buch veröffentlicht oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann meldet euch bei uns, damit wir es verlosen können. Ihr bekommt Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich. Win-win!

:Hörtipp

Freischreiberin Pauline Reinhardt hat als Hear-Autorin einen Podcast verantwortet, der hart in die Gitarrensaiten haut: Wem gehört Wacken? Metal, Mythos, Millionen (Neue Folgen!) Es geht, na klar, um das Heavy-Metal-Festival. Hört rein.

:Lesetipp

Unser Mitglied Stefan Mey hat sich in einer Studie für die Rosa-Luxemburg-Stiftung mit der Nahost-Berichterstattung deutscher Medien beschäftigt. Genauer geht es um die Rezeption der Kritik daran. Wie ging der Presserat damit um, wie Rundfunkräte und Medienanstalten? Haben die gesellschaftlichen Kontrollinstanzen ihren Job gut gemacht oder nicht? Ein Blick in die Publikation dazu lohnt sich.

:Dies & Das

:Denktipp

Das Kitt-Kollektiv hat kürzlich eine Rassismus-Studie veröffentlicht, die die Schattenseiten des deutschen Journalismus zeigt. Etwa 200 Menschen haben teilgenommen, die Ergebnisse sind zum Teil erschreckend. Etwa 20 Prozent der Befragten überlegt, aus der Branche auszusteigen. Und zwar meistens wegen Rassismus-Erfahrungen. Neun von zehn Befragten sagen, Rassismus erlebt zu haben. Die Studie zeigt diese Erlebnisse im Konkreten wie im Allgemeinen. Ganz ehrlich: Das sind inakzeptable Zustände.

Krautreporter, Übermedien und Good Impact starten Medienpass

Neue Geschäftsmodelle sind eine feine Sache. Vor allem wenn es kleine Medien sind, die sie ausprobieren: Krautreporter, Übermedien und Good Impact  bieten ein gemeinsames Abo für alle drei an. Kann das Modell auch für die großen Medien Vorbild sein? Leser*innen beschweren sich ja immer wieder darüber, dass sie sich mit schwerfälligen Abo-Modellen an ein Medium binden müssen, obwohl sie gern aus verschiedenen Medien Texte lesen würden. Wir sind gespannt auf die Auswertung.

:Externe Termine

9.9. – Potsdam

Inspiration Day

Praxistag rund um Innovationen, neue Methoden und Best Practices für den Lokaljournalismus beim Medienzentrum Babelsberg. Es wird acht Workshops geben, in denen es unter anderem um ein datensicheres KI-Tool für die Arbeit mit großen Dokumentensammlungen geht, um verdeckte Recherchen in völkisch-esoterischen Milieus und um Kooperationen im lokalen Investigativjournalismus.

16.9. – bundesweit

Fellowship Lokale Recherche

Netzwerk Recherche schreiben wieder das Fellowship Lokale Recherche aus. Bis zum 16. September können sich freie und festangestellte Lokaljournalist*innen bewerben, die ein eigenes Rechercheprojekt umsetzen und sich in Recherche und Investigation fortbilden wollen, dazu gibt es Mentoring und Vernetzung.

25. und 26.9. – Hamburg

Reporter:innen-Workshop

Wieder kommen 250 Journalist*innen aus ganz Deutschland zusammen, um gemeinsam zu lernen, zu diskutieren und über die Branche zu lästern. Eva Schulz wird einen Workshop geben, die Rechercheur*innen vom SPIEGEL, die den Fall Collien Fernandes aufgedeckt haben, ebenfalls und auch Freischreiber werden Input geben. Unser Co-Vorsitzender Robert Hofmann spricht über die Basics als freier Journalist und Konstantin Klenke aus dem Vorstand erklärt, wie man sich mit KI den Arbeitsalltag als Freier erleichtern kann. Eine Übersicht der Workshops gibt es hier.

17.10. – Stuttgart

Future Festival

Am 17. Oktober findet an der Hochschule der Medien Stuttgart das Medien Zukunft Festival 2026 statt – das Veranstaltungsformat in Baden-Württemberg für Journalistinnen und Journalisten, Medienschaffende, Studierende, Volontärinnen und Volontäre sowie Schülerinnen und Schüler und alle, die sich für Medien, Kommunikation und die Zukunft des Journalismus begeistern.

9. und 10.10. – München

2. Fachtagung zum Auslandsjournalismus 

Das journalists.network organisiert im SZ-Gebäude die Veranstaltung für Korrespondent*innen, Mitarbeitende von Außenpolitikressorts und journalistischen Nachwuchs. Es geht um Kostendruck, Berichterstattung in Zeiten multipler Krisen und Konflikte sowie die Frage, wie sich die tiefgreifenden geopolitischen Veränderungen unserer Zeit journalistisch einordnen lassen. Es gibt Sicherheitstraining für Auslandseinsätze, mobiles Arbeiten, die Produktion erfolgreicher Reels, die Suche nach Auftraggebern und die richtige Absicherung. Hinzu kommen Themen wie Cybersicherheit, Quellenschutz und Recherchen mit Satellitendaten. Für Nachwuchs-Journalist*innen ist die Teilnahme kostenlos. Fragen zur Teilnahme unter dieser Adresse.

 12.- 14.11. – Nonnweiler 

„Herausforderungen für den Klimajournalismus in Zeiten multipler Krisen“

Expertinnen und Experten aus Wissenschaft und Praxis vermitteln bis zu 25 Kommunikationsschaffenden fundiertes Hintergrundwissen zu aktuellen Herausforderungen des Klimajournalismus. In Workshops und Kleingruppen an der Europäischen Akademie Otzenhausen werden die Themen gemeinsam vertieft und Wege diskutiert, komplexe Zusammenhänge verständlich und wirkungsvoll zu vermitteln.Darüber hinaus bietet das Seminar vielfältige Möglichkeiten zum fachlichen Austausch und zur Vernetzung. Best-Practice-Beispiele aus der Arbeit der Teilnehmenden sind ausdrücklich willkommen. Die Teilnahme ist kostenlos.Bewerbungsschluss ist der 14. Oktober über das Online-Formular.Weitere Informationen gibt’s auf der Webseite.  

22. bis 25.10. – Umgebung Berlin 

Sicherheitstraining für Kriegs- und Krisengebiete

Das Training findet dieses Jahr nur einmal statt. Bis zum 15. August bekommt ihr als :Freischreiber-Mitglied einen Early-Bird-Rabatt und zahlt nur 1.499 Euro. Über die KOMPASS-Förderung besteht außerdem die Möglichkeit, 90 Prozent der Kosten zurückerstattet zu bekommen. Hier mehr dazu.

BJS-Termine

AUGUST 2026

24.08. Mit KI Workflows automatisieren: No Code, Low Code, Vibe Coding (Webinar)(BJS-K)

SEPTEMBER 2026

02.09. Plötzlich Führungskraft (1) (BJS-K)

OKTOBER 2026

01. / 02.10. Schreiben auf den Punkt (BJS-K)

01. / 02.10. Social Media für PR und Marketing – und wo KI helfen kann (Webinar) (BJS-K)

02.10. Plötzlich Führungskraft (2) (BJS-K)

Exklusiv für Freischreiber*innen: Dank unserer Kooperation buchst du Fortbildungen der Berliner Journalist*innenschule mit 30 Prozent Rabatt. Wie das geht, erfährst du bei der Geschäftsstelle.

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Am Ende des Newsletters bleibt uns wenig anderes mitzuteilen, als ein liebevoll-dankbares und freudiges:

Wau Wau!

Elisa Kautzky und Robert Hofmann

Wie schaffe ich es mit meinem Beitrag ins Medium Magazin? Welche Themen gehen, welche nicht? Und was wünschen wir Freischreiber:innen uns in der Kommunikation mit der Redaktion? Chefredakteur Frederik von Castell stand uns im Juli 2026 Rede und Antwort.

Bestimmt hast du schon vom neuen Support Desk Lokale Recherche gehört – aber weißt du auch, was das ist? 

Im Juni 2026 hatten wir Maria-Mercedes Hering vom Support Desk in unserer Frei-Mittagspause zu Besuch. Dort stellte sie das Angebot vor.

Hier finden Mitglieder das Handout.

Was kann agentische KI für dich tun? Mittels Automatisierung beobachtet sie etwa Quellen und fasst sie zusammen. Verwandelt deine Recherchen in Browserspiele, Songs und Social-Media-Posts. Und sie kann dafür sorgen, dass deine Fahrtkostenabrechnung nie wieder so verspätet ist wie der Zug, in dem du sie erledigen wolltest. 

In diesem Workshop übst du Vibecoding, also Programmieren ohne Programmierkenntnisse. Und du legst agentische Workflows an, also automatisierte wiederkehrende Aufgaben.

Termin:

Storno-Bedingungen:

Sagst du die Teilnahme an einem Seminar bis zu sieben volle Tage vor dem Termin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig. (Findet ein Seminar bswp. an einem Freitag statt, kann in der Vorwoche bis inklusive Donnerstag abgesagt werden.) Sagst du die Teilnahme innerhalb von weniger als sieben Tagen vor dem Seminartermin ab, erstatten wir die Kursgebühren vollständig, wenn wir den Platz anderweitig vergeben können. Das ist der Fall, wenn es eine Warteliste für das Seminar gibt und der oder die Nachrückende tatsächlich teilnehmen kann. Der oder die Teilnehmende kann, sollte es keine Warteliste geben, auch selbstständig nach Ersatz suchen. Kann der Platz nicht an jemand anderen vergeben werden, müssen die Kursgebühren vollständig bezahlt werden.