Das Jahr geht los, wie es endete: Mit Arbeit, Kälte und dem schleichenden Weltuntergang. Wir lassen uns aber die Laune nicht verderben und freuen uns lieber darüber, dass wir keine Vorgesetzten haben, deren Ziele für Q1 wir umsetzen müssen. Denn wir wissen: Wir wollen unter uns keinen Sklaven sehen und über uns keinen Herrn.
Ein Prost auf die Solidarität und das neue Jahr! :Was uns bewegt
Tandem-Programm
Ihr seid frisch ins Freisein gestolpert und möchtet jetzt wissen, welche Welten sich euch eröffnet haben? Oder ihr seid schon lange dabei, wollt aber in ein neues Format wie TikTok oder Podcasts einsteigen? Bei unserem Tandem-Programm stellen wir euch jemanden zur Seite, der oder die schon Erfahrungen gesammelt, Fehler begangen hat und nach Niederschlägen wieder aufgestanden ist. Wenn ihr Freischreiber*innen seid, könnt ihr euch bei uns melden. Nennt uns eure*n Wunsch-Mentor*in und wir schauen, was sich arrangieren lässt. Denn das Tolle ist: Freischreiber sind nicht nur wahnsinnig schlau, informiert und umtriebig. Sie sind auch meganett!
Fails
Wir wollen eine neue Rubrik in diesem Newsletter etablieren – mit den größten Fails unserer journalistischen Laufbahn, eine Art Freien-fuck-up. Von „Das Aufnahmegerät nicht angestellt“ bis zu „Aus Versehen den Hund des Protagonisten überfahren“ geht alles. Habt ihr Lust, eure Geschichte zu teilen und zu sagen, was ihr daraus gelernt habt? Meldet euch.
VG Wort
Erinnerung: Bis zum 31. Januar könnt ihr eure Arbeiten bei der VG Wort zur letzten Sonderausschüttung anmelden. Dies betrifft ausschließlich Texte, die 2025 online erschienen sind und keine Zählmarke haben. Zählmarken sind kleine Zählcodes, die messen, wie oft ein Text aufgerufen wird.
Die VG Wort (Verwertungsgesellschaft Wort) ist eine Organisation, die dafür sorgt, dass Autor*innen sowie Journalist*innen Geld (Tantiemen) erhalten, wenn ihre Texte genutzt, kopiert oder verbreitet werden – etwa in Büchern, Zeitungen, Zeitschriften oder online.
Das ist alles ziemlich nervig – lohnt sich aber doch, wenn man einige Monate später auf sein Konto blickt.
Schritt 1: Hast du einen Wahrnehmungsvertrag mit der VG Wort und einen Zugang zu T.O.M.? Falls nicht: abschließen und registrieren.
Schritt 2: Frage deine Auftraggeber, ob sie Zählmarken verwenden.
Schritt 3: Prüfe, welche deiner Online-Texte (ab 1.800 Zeichen) von 2025 meldefähig sind. Erstelle ein Dokument mit einer Übersicht deiner Artikel und melde sie. Tipp: Genios.de zur Übersicht.
Texte mit Zählmarke gehören übrigens nicht in diese aktuelle Frist für die Sonderausschüttung – sie werden wie immer erst zur regulären METIS-Ausschüttung, also bis zum 1. Juli gemeldet.
Vorschlag: Wie wär’s, wenn ihr euch einen Freischreiber-Buddy sucht – und gemeinsam eine VG-Wort-Session einlegt? Online oder analog, mit Kaffee oder Wein, einmal konzentriert durchmelden. Oder mit uns über Zoom am 22. Januar um 10 Uhr.Zusammen geht’s leichter – und man schiebt es weniger lange vor sich her.
Zum Jahreswechsel 2026/27 wird METIS übrigens reformiert: Die Sonderausschüttung entfällt und wird durch eine Verbreitungsausschüttung mit höherem Budget ersetzt – vor allem für Online-Texte auf Seiten ohne Zählmarken (z. B. öffentlich-rechtliche, Presse- und Wissenschaftsverlage).
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Einladung für Freischreibende nach Straßburg ins Europäische Parlament (EP)
Vom 19. bis 22. Januar findet die erste EP-Plenarsitzung in Straßburg statt. Eine hervorragende Gelegenheit für freie Journalist*innen, hautnah dabei zu sein und über zentrale EU-Politikfelder zu berichten. Tipp für Freie: Es besteht die Möglichkeit, sich Reise- und Hotelkosten erstatten zu lassen. In der Plenarwoche stehen unter anderem diese Themen auf der Tagesordnung:
1. 28. Regime: Neuer EU-Rechtsrahmen für innovative Unternehmen
2. Verfügbarkeit kritischer Arzneimittel
3. Die Souveränität Grönlands
4. Ein neuer Kredit für die Ukraine
5. „Just Transition“ – faire Arbeitsmarkt- und Strukturpolitik
6. Drohnen und neue Kriegssysteme
7. Europäische technologische Souveränität und digitale Infrastruktur
8. Humanitäre Hilfe in Zeiten ständiger Krisen
9. Reform des Europäischen Wahlrechts
10. EU-Maßnahmen gegen Drogenkriminalität
11. Passagierrechte im Luftverkehr
12. Menschenrechte & Demokratie – EU-Strategien intern und extern
Bonus:40. Jahrestag der EU-Erweiterung mit dem spanischen König und dem portugiesischen Präsidenten
Meldet euch an und berichtet live aus dem Herzen der europäischen Politik! Am 27. Januar begeht das Europäische Parlament außerdem den Holocaust-Gedenktag in Brüssel in einer Feierstunde mit Überlebenden. Auch hier könnt ihr teilnehmen. Und im Februar tagt das Parlament vom 9. bis 12. in Straßburg. Themen sind u. a.:
1. EU-US-Handelsabkommen
2. Unlautere Handelspraktiken in der Landwirtschaft
3. Klimaneutralität EU-Erweiterungsstrategie
4. Strategische Verteidigungs- und Sicherheitspartnerschaften
5. Neue Definition von Vergewaltigung: Ja bedeutet Ja
6. Jahresbericht der EZB
7. Urheberrecht und generative KI – Chancen und Herausforderungen
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:Frei heraus
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. Dieses Mal: Simone Kamhuber.
Simone ist seit ihrem Global-Studies-Masterabschluss 2024 freie Journalistin. Ihre Artikel erschienen unter anderem in der ZEIT, der Süddeutschen Zeitung und fluter. Zurzeitlebt sie in München, ihre Recherchen führten sie aber immer wieder in die Türkei, nach Griechenland oder Uganda. Am liebsten arbeitet sie mit Kolleg*innen zusammen (meldet euch!) und schreibt Geschichten rund um soziale Gerechtigkeit, mentale Gesundheit und unterrepräsentierte Perspektiven auf aktuelle Themen. Momentan sammelt sie Erfahrung beim Radio und beim Podcasten.
Wo arbeitest du am liebsten?
Am liebsten recherchiere ich im Ausland, komme mit ganz viel Material zurück und verschanze mich dann vor meinem Schreibtisch im Homeoffice, mit Kaffee und zweitem Bildschirm vor der Nase.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Laptop, Aufnahmegerät und auf den Tipp von Cornelia Funke hin ein guter Kugelschreiber, mit dem handschriftliche Notizen gleich doppelt Spaß machen.
Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?
Wenn Redaktionen meinen Text über Wochen bis Monate nicht redigieren und dann nach Ewigkeiten eine Mail eintrudelt à la „Hier dein redigierter Text, die überarbeitete Version bräuchten wir bitte bis morgen früh“.
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.
Neue Ombudsleute beim Tagesspiegel
Gute Nachrichten für die Freiheit:
Wir haben zwei neue Ombudsleute gewonnen! Sascha Karberg und Birgit Herden vom Tagesspiegel stehen ab sofort bereit, falls ihr in der Kooperation mit der Zeitung Fragen oder Sorgen habt. Auch für ein vertrauliches Gespräch und Rat im Umgang mit der Redaktion des Hauses sprecht bitte die Kolleg:innen an. Beide kennen den Alltag im freien Journalismus aus eigener Erfahrung. Mittlerweile leitet Sascha das Wissensressort beim Tagesspiegel, Birgit ist seine Stellvertreterin.
Ihre Kontaktdaten und alle weiteren Ombudsleute von Freischreiber findet ihr hier.
Ihr vermisst bei einem eurer Auftraggeber eine ähnliche Anlaufstelle für freie Journalist:innen? Sagt uns Bescheid, wir gehen gern ins Gespräch.
Eine heute 50-jährige Frau wird im Durchschnitt 88,2 Jahre alt. Sie kann mit einer 13-prozentigen Wahrscheinlichkeit überdies auch noch ihren 100. Geburtstag erleben. Doch wie sieht das Leben im vermeintlichen Alter aus, das noch so weit weg scheint? Der Ratgeber behandelt die Themen Physiologie, Bewegung, Ernährung, Behandlung von Schmerz, Stärkung des Immunsystems und geistige Fitness.
Interessiert? Schreib uns bis zum 31. Januar eine E-Mail mit dem Betreff „Buchverlosung“ und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Danke für eure Zusendungen im Oktober. Das Buch „Let’s Talk about Endometriose“ von Stefanie Burghaus und Freischreiberin Sigrid März geht an Kathrin Boehme. Herzlichen Glückwunsch!
Habt ihr gerade ein neues Buch veröffentlicht oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann meldet euch bei uns, damit wir es verlosen können. Ihr bekommt Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich. Win-win!
:Website
Wir werden unsere Website überarbeiten. Und wir freuen uns, wenn ihr uns dabei helfen möchtet. Viel tun müsst ihr gar nicht, es reicht komplett, wenn ihr uns im #technik-Slack-Channel sagt, was euch nervt, was ihr großartig findet und was ihr gerne einfacher hättet.
Geld sparen trotz mickriger Honorare ist nicht leicht. Und Möglichkeiten gibt es tausende. Hier erfahrt ihr alles, damit ihr zumindest bei einer davon keine Fehler macht.
Da alle nur noch von KI reden, versauern die Kryptos traurig in der Ecke. Muss das sein?
Jahrescoaching
Heike und Ariel coachen dich in der Freiheit.
Ihr wollt besser schreiben lernen? Netzwerken? Von zwei ausgebufften Profis lernen, wie euer Erzähljournalismus die nächste Ebene erreichen kann? Heike Faller und Ariel Hauptmeier bieten auch dieses Jahr wieder ihr Jahrescoaching an. Das Versprechen: Ihr setzt ein großes Projekt mit ihnen um, zum Beispiel eine große Reportage, lernt dabei, besser zu schreiben und nebenher noch spannende Menschen kennen. Los geht es am 13. Februar. Hier gibt es mehr Infos.
:Dies & das
Studie zu Anfeindungen gegen Journalist*innen: Das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) und das Institut für interdisziplinäre Konflikt- und Gewaltforschung (IKG) der Universität Bielefeld führen derzeit eine Studie zu Anfeindungen und Arbeitsbedingungen von Journalistinnen und Journalisten in Deutschland durch.
Ziel der Untersuchung ist es, ein fundiertes Bild der beruflichen Situation von Medienschaffenden in Deutschland zu gewinnen und Handlungsbedarfe für den Schutz journalistischer Arbeit zu identifizieren.
Die diesjährige Bucerius Lecture hält Kathleen Reinhardt. Sie wurde jüngst zur Kuratorin des Deutschen Pavillons auf der Kunstbiennale Venedig 2026 ernannt, den sie zusammen mit den Künstlerinnen Sung Tieu (Alumna der HFBK Hamburg) und Henrike Naumann (designierte Professorin für Bildhauerei an der HFBK) gestalten wird.
Die Lyrikerin und Performancekünstlerin Nora Gomringer, die sich mit ihren Texten und Beiträgen immer wieder so kritisch wie unterhaltsam zum gesellschaftsverändernden Potenzial von Kunst äußert, wird die Lecture mit einer lyrischen Intervention umrahmen. Den Abschluss bildet ein Gespräch über das Zusammenspiel von Kunst, Gesellschaft und Demokratie, moderiert von Manuel Hartung, Vorstandsvorsitzender der ZEIT STIFTUNG BUCERIUS.
Die Veranstaltung findet statt am Donnerstag, 15. Januar um 18 Uhr, im Helmut Schmidt Auditorium der Bucerius Law School (Jungiusstraße 6, 20355 Hamburg). Noch bis Dienstagabend könnt ihr euch hier anmelden.
17. Januar: Fachkonferenz zur Situation in Israel und Palästina
Das Netzwerk Kritischer Journalismus organisiert am 17. Januar in Berlin eine Fachkonferenz über die deutsche Berichterstattung zu Gaza, Westbank & Israel. Eingeladen sind unter anderem Freischreiber Stefan Mey, Aktivistin Judith Scheytt und Bildungsreferent Christoph Dinkelaker von Alsharq.
29. Januar: Lokaljournalismus – zwischen Abwärtstrend und neuen Medienformen
Das Medienlabor des Journalistinnenbundes diskutiert in Essen mit Kolleginnen aus Ost und West, Stadt und Land über aktuelle Probleme des Lokaljournalismus, notwendige Veränderungen und die Chancen neuer Medienformen. Es wird Vorträge und Workshops geben und ihr seid herzlich zur aktiven Teilnahme eingeladen. Mehr Infos gibt es hier.
Und jetzt raus mit euch in die Welt, liebe freien Freundinnen und Freunde! Über den Weltuntergang berichtet sich nicht von alleine.
Elisa Kautzky und Robert Hofmann, euer Newsletter-Team aus dem Vorstand
Liebe alle,
Wenn ihr frei journalistisch arbeitet (oder davon träumt), seid ihr hier genau richtig. Dieser Newsletter ist für euch: für Freischreiber*innen und alle, die es noch werden wollen. Für frische ebenso wie für erfahrene Journalist*innen. Und für jene Momente, in denen ihr euch fragt, warum ihr das alles eigentlich noch macht. Das ist ganz normal. Trotz allem sind und bleiben wir frei – aus Überzeugung.
: Freie Weihnacht
Seid ihr noch auf der Suche nach einem Geschenk? Wie wäre es mit einer :Freischreiber-Mitgliedschaft für ein Jahr? Für hauptberuflich Freie kostet sie 240 Euro (20 Euro pro Monat), für Journalist*innen in Ausbildung oder in der Existenzgründung die Hälfte. Dafür könnt ihr einfach beim Aufnahmeantrag für die beschenkte Person ein anderes Konto angeben.
Am 8. Dezember hat das Reporter:innen-Forum in Berlin den Reporter:innen-Preis vergeben. Natürlich gratulieren wir allen Preisträger*innen, weil man das erstens so macht und weil wir uns zweitens aufrichtig für sie freuen.
Besonders toll finden wir den Preis für Nik Afanasjew, der in der Kategorie „Freie Reportage“ ausgezeichnet wurde. Denn die meisten von uns wissen, dass festangestellte Kolleg*innen oft ganz andere Mittel zur Verfügung haben als Freie. Umso schöner, dass das Reporter:innen-Forum diese Arbeit mit einer eigenen Kategorie würdigt.
Besonders freuen wir uns außerdem über den Preis an Ghada Alkurd. Sie ist freie Journalistin in Gaza. Ohne Menschen wie sie wäre es kaum möglich, zu erfahren, was dort wirklich geschieht. Sie unterstützt Journalist*innen aus verschiedenen Ländern bei ihren Recherchen und gerät dabei oft selbst in Lebensgefahr.
Wir wären nicht frei, wenn wir keinen Spaß daran hätten, richtig? Dabei ist Journalismus oft so seriös, dass es fast langweilig wird. Reportagen.FM hat deswegen einen Journalist*innen-Preis ausgelobt, der all das feiert, was manchmal fehlt. Die Freude, den Spaß, den Witz.
Das Kollektiv junger und mitteljunger Journalist*innen vergibt diesen Preis für die lustigste Reportage des vergangenen Jahres. Einsendeschluss ist der 31. Dezember.
Was ihr einreicht, steht euch frei. Es muss nur deutschsprachig und eine Reportage sein. Hier findet ihr das Anmeldeformular. Und hier alle weiteren Informationen. Und wenn ihr mögt, abonniert gern den Newsletter, der empfiehlt jeden Freitag die drei besten Reportagen der vergangenen Woche.
:Frei heraus
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor.
Esther Niederhammer (Foto: privat)
Dieses Mal: Esther Niederhammer. Sie schreibt Fachartikel, Porträts und Reportagen. Inhaltliche Schwerpunkte sind der demografische Wandel, Pflege, das selbstbestimmte Leben und Biografiearbeit.
Wo arbeitest du am liebsten?
Am liebsten arbeite ich in meinem Homeoffice, mit viel Ruhe und zwischen meinen Büchern.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Ohne meine Notiz-App im Handy wäre ich verloren. Wenn ich unterwegs bin, nutze ich Notizbuch und Aufnahmegerät.
Was ist das Ärgerlichste, das dir im Job passieren kann?
Es gibt zwei Dinge, die mich besonders ärgern: Auftraggeber, die mit jeder Einzelbeauftragung einen fünfseitigen Vertrag aus der Rechtsabteilung schicken, und Verlage, die keine Rechnung ohne Erinnerung begleichen.
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.
:Freischreiber analog
Freischreiber*innen sind überall. Zum Beispiel in Paris, wo sich Guillaume und Elisa aus dem Vorstand spontan getroffen haben.
Oder in Südbaden – da traf sich die Regio-Gruppe bereits zum zweiten Mal im Reporterbüro Süd in Freiburg zur Weihnachtsfeier. Gastgeber Joshua und Jannik haben leckeren Flammkuchen gemacht, dazu gab’s Plätzchen, ein feines Dessert von Carolin und allerlei alkoholische und nichtalkoholische Getränke. Zu elft war die Gruppe, bis elf Uhr ging der Abend. Volle vier Stunden lebendiger Austausch – wunderbar. Und auch den Gästen vom DJV hat’s gefallen.
Freischreiber-Stammtisch in Südbaden (Foto: privat)
:Schreibübung
Auch wenn es schon der 17.Dezember ist: Freischreiberin Esther Niederhammer hat einen Adventskalender-Newsletter, in dem sie immer wieder auch Schreibübungen teilt.
So wie diese:
Heute killen wir unsere Darlings: Füllwörter und Floskeln sind solche Kandidaten. Aber auch Sätze, an denen wir hängen und ewig herumgedoktert haben, die aber den Text nicht verbessern. Atme tief durch und streiche sie weg. Zack! Je öfter du das tust, desto leichter wird es dir fallen.
Typische Darlings:
– Füllwörter, die sich immer wieder in deinen Text schleichen, die aber keine Funktion haben (z. B. also, aber, auch, sehr, eigentlich, wirklich, ziemlich, vielleicht, … )
– Wiederholungen (z. B. einzelne Wörter und inhaltliche Dopplungen)
– besonders schön ausgetüftelte Formulierungen, die sich vom Rest des Textes abheben, weil sie konstruiert sind
– überlange Absätze und Textpassagen
– schräge Metaphern, unpassende Bilder
– Beschreibungen ohne Funktion für den Text
Esther empfiehlt, die Bücher des Journalisten, Sachbuchautors und Sprachkritikers Wolf Schneider zu lesen. In „Deutsch für Profis“ widmet er den Füll- und Flickwörtern drei Seiten. Auch bei wiederholtem Lesen seiner Bücher könnt ihr noch etwas lernen.
Danke, liebe Esther, für diese Übung!
:Fehlerkultur
Freischreiber Steve Przybilla hat kürzlich einen wichtigen Post auf LinkedIn veröffentlicht – über Fehlerkultur im Journalismus. Denn ja: Wir alle machen Fehler. Nur sprechen wir selten darüber.
„Weil es uns peinlich ist, weil wir fürchten, uns damit angreifbar zu machen“, schreibt er. Aber wie sollen wir aus Fehlern lernen, wenn wir nicht über sie reden? Wenn mehr Journalist*innen offen mit dem Thema umgehen würden, könne genau das zu mehr Professionalität, Vertrauen und Solidarität führen.
Also: Lasst es raus. Was war euer schlimmster Patzer im Job? Schreibt uns an redaktion@freischreiber.de – wir sammeln die besten (und lehrreichsten) Fails, gern auch anonym, und teilen sie in den nächsten Newslettern.
:Buchverlosung
Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Let’s Talk about Endometriose“ von Stefanie Burghaus und Freischreiberin Sigrid März.
Eine von zehn Frauen ist von Endometriose betroffen – sowohl in der Welt als auch in Deutschland. Monat für Monat leiden sie unter teils unerträglichen Schmerzen, aber auch Übelkeit, Erbrechen und Verdauungsproblemen. In ihrem Ratgeber fasst Freischreiberin Sigrid März den aktuellen Forschungsstand gemeinsam mit der Endometriose-Expertin Stefanie Burghaus zusammen und zeigt Therapiemöglichkeiten auf.
Interessiert? Schreib uns bis zum 31. Dezember eine E-Mail an redaktion@freischreiber.de mit dem Betreff „Buchverlosung“und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Habt ihr gerade ein neues Buch veröffentlicht oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann meldet euch bei uns (redaktion@freischreiber.de), damit wir es verlosen können. Ihr bekommt Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich. Win-win!
:Lesetipp
Freischreiberin Elisa Kautzky schreibt den bilingualen Newsletter „Brezel meets Houmous“ über mehrsprachige Beziehungen. Seid ihr selbst in einer mehrsprachigen Partnerschaft und habt Lust, eure Erfahrungen zu teilen? Dann meldet euch gerne bei ihr über brezelmeetshoumous@outlook.com.
:Herzlichen Glückwunsch!
Die Freischreiber*innen Anne-Sophie Lang und Steve Przybilla haben den gif-Preis für Immobilienjournalismus 2025 gewonnen. Herzlichen Glückwunsch, ihr zwei! In der Kategorie „Geschriebenes Wort“ überzeugte Steve mit „Green Belts sollen zu Grey Belts werden“ – einem Beitrag, der zeigt, wie sich Stadtentwicklung, Flächendruck und Nachhaltigkeitsfragen politisch und planerisch verschieben.
In der Kategorie „Gesprochenes Wort“ wurde Anne-Sophie für „Umbau statt Abriss – Ideen für nachhaltiges Bauen“ ausgezeichnet. Ihre reportageartige Analyse verdeutlicht, welche Chancen im klugen Weiterbauen bestehen – und was wir tun müssen, um Ressourcen zu schonen und Klimaeffekte zu mindern. Fun Fact: Beim „Pokal“ handelt es sich um ein beschriftetes Stück Beton.
:Noch mehr Glückwünsche!
Benno Stieber (Foto: privat)
Angenommen, eine extreme Partei wie die AfD entscheidet irgendwann in Bundes- und Landesregierungen. (Wie) Hält die Demokratie das aus? Wie resilient ist unser Rechtsstaat? Und wie schützen andere europäische Länder ihre Verfassungen vor extremen Einflüssen – so sie es denn überhaupt tun?
Auf diese komplexen Fragen konzentriert sich Freischreiber Benno Stieber nächstes Jahr als Journalist in Residence am Max-Planck-Institut zur Erforschung von Kriminalität, Sicherheit und Recht in Freiburg. Herzlichen Glückwunsch, lieber Benno!
Das Fellowship ist mit 3.500 Euro Honorar verbunden und verlangt ein bis drei Monate Präsenz vor Ort sowie ein Forschungsthema. Auch ein Vortrag für Wissenschaftler*innen über Medienarbeit ist Pflicht. Bemerkenswert: Ein Fellow muss weder Jurist*in sein, noch richtet sich die jährliche Ausschreibung speziell an den Nachwuchs. Vielleicht ermutigt das einige Freie, sich für 2027 ebenfalls zu bewerben?
Kennt ihr schon unsere Website? Wir starten aktuell in eine Runderneuerung. Nächstes Jahr wollen wir die Überarbeitung durch eine Förderung finanzieren. Schickt uns gern euer Feedback zur aktuellen Version an redaktion@freischreiber.de: Was läuft gut, was geht gar nicht?
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:FREISCHREIBER-TERMINE
VG Wort für Anfänger
Digitale Mipa: Für viele freie Journalist*innen ist die VG Wort eine große Unbekannte. Weshalb ihr sie besser kennenlernen solltet und welche Gesichter hinter der Verwertungsgesellschaft stecken, erfahrt ihr in dieser Sprechstunde mit Freischreiber Oliver Eberhardt und seiner Kollegin Andrea Mertes. Am 7. Januar 2026 ab 12 Uhr. Nur für Mitglieder.
VG Wort für Fortgeschrittene
Digitale Mipa: Für freie Journalist*innen ist die VG Wort eine stete Begleiterin – und bleibt vielen doch ein Mysterium. Kann ich auch Beiträge aus vergangenen Jahren melden? Wie sieht es mit Fotos aus? Diese Fragen beantworten Freischreiber Oliver Eberhardt und seine Kollegin Andrea Mertes in unserer Zoom-Sprechstunde für Fortgeschrittene am 14. Januar 2026 von 12 bis 13:30 Uhr. Nur für Mitglieder.
KI clever nutzen
Zoom-Webinar: Wie setzen freie Journalist*innen KI gezielt ein, ohne den eigenen Stil zu verlieren? In diesem Webinar erfährst du, welche Tools dir im Joballtag helfen können – von der Ideensuche über das Verbessern von Texten bis zum Transkribieren von Interviews. Am 21. Januar 2026 von 9 bis 13 Uhr.
Regio-Gruppe Leipzig
Zoom-Treffen: Bitcoin gibt es seit mehr als 17 Jahren. Doch so richtig verstanden hat „es“ noch kaum jemand. Dabei gibt es vor allem für freie Journalist*innen gute Gründe, sich mit dem Thema zu beschäftigen. Auch für Mitglieder aus anderen Regionen. Am 4. Februar 2026 um 19:30 Uhr. Anmeldung hier.
„Lebensmittel Praxis”
Digitale Mipa: Wen in der Redaktion spreche ich mit welchen Themen an? Wann störe ich die große Wochenkonferenz und sollte nicht anrufen, beziehungsweise zu welcher Tageszeit passt es besonders gut? :Freischreiber-Mitglieder dürfen Hendrik Varnholt mit ihren Fragen löchern – am 10. Februar ab 12 Uhr. Er ist Chefredakteur bei „Lebensmittel Praxis“. Anmeldung hier.
:Dies & Das
Sophie von der Tann
ARD-Korrespondentin Sophie von der Tann wird derzeit scharf für ihre Berichterstattung aus Israel kritisiert und erfährt einen Shitstorm, der sich nicht nur auf Social Media beschränkt.
In einem offenen Brief von Nahost-Korrespondent*innen, den auch Freischreiber*innen unterzeichnet haben, heißt es: „Sophie von der Tann wird vorgehalten, sie habe in einem Hintergrundgespräch gesagt, der 7. Oktober 2023 habe ‚eine Vorgeschichte‘. Diesem Satz können wir als langjährige Nahostberichterstatter nur zustimmen. Der Konflikt zwischen Israelis und Palästinensern reicht viele Jahrzehnte zurück.“
Reporter ohne Grenzen (RSF) zeigt sich solidarisch und kritisiert die Rolle von Vertretern des israelischen Staates: Der Reserve-Armeesprecher Arye Shalicar schrieb, von der Tann sei „das Gesicht vom neu-deutschen Juden- und Israelhass“. Shalicar, aber auch Ron Prosor, der israelische Botschafter in Deutschland, nutzen Social Media immer wieder dazu, um einzelne Journalist*innen persönlich anzugreifen.
„Wir stehen an der Seite von Sophie von der Tann. Selbstverständlich soll und darf journalistische Arbeit sachlich kritisiert werden. Wenn jedoch offizielle Vertreter*innen eines Staates ihre Rolle, ihre Reichweite und ihren Einfluss dazu nutzen, einzelne Medienschaffende namentlich zu diffamieren, überschreiten sie eine Grenze“, sagt RSF-Geschäftsführerin Anja Osterhaus. „Solche Einschüchterungsversuche und Beleidigungen können schwerwiegende Folgen für das Ansehen bis hin zur Sicherheit der Betroffenen haben. Ziel scheint es zu sein, Medienschaffende von bestimmter Berichterstattung abzuhalten. Das ist inakzeptabel.“
Wir schließen uns dieser Solidaritätsbekundung an.
Mehr Geld für Radiofeatures
Die Feature-Offensive setzt sich für höhere Honorare für Radiofeature-Autor*innen durch die Öffentlich-Rechtlichen ein. Während Hörspiel-Autor*innen zuletzt deutliche Honorarsteigerungen durchsetzen konnten, stagniert die Bezahlung im Feature-Bereich seit Jahren – bei gleichzeitig wachsendem Arbeitsaufwand und schlechteren Rahmenbedingungen.
Um das zu ändern, haben sich ÖRR-Feature-Autor*innen zusammengeschlossen. Ende Januar ist ein erstes Sondierungsgespräch mit Vertreter*innen der ARD geplant. Zur Vorbereitung haben sie eine anonyme Umfrage gestartet, die den realen Arbeitsaufwand und die Honorarsituation sichtbar machen soll.
Feature- und Podcast-Autor*innen sind eingeladen, sich zu beteiligen und die Initiative zu unterstützen. Je mehr Menschen mitmachen, desto stärker ist die gemeinsame Stimme für eine faire Bezahlung.
Wenn du über die Offensive informiert werden möchtest, sag kurz Bescheid, damit du in den Verteiler aufgenommen wirst.
RSF-Jahresbericht
Die Jahresbilanz 2025 von Reporter ohne Grenzen zeigt, wie dramatisch die Lage der Pressefreiheit weltweit bleibt. Mindestens 67 Journalist*innen wurden im vergangenen Jahr wegen ihrer Arbeit getötet, die meisten in bewaffneten Konflikten oder durch organisiertes Verbrechen. Besonders betroffen sind Gaza, die Ukraine, Sudan und Mexiko. Allein in Gaza kam fast die Hälfte der weltweit getöteten Medienschaffenden ums Leben.
Zugleich befinden sich weltweit 503 Journalist*innen in 62 Ländern in Haft, vor allem in China, Russland und Myanmar. Russland hält zudem so viele ausländische Journalist*innen fest wie kein anderes Land. 135 Journalist*innen gelten als vermisst, vor allem in Westasien und in Lateinamerika. Zusätzlich wurden 20 Journalist*innen entführt, etwa im Jemen, in Syrien und Mali.
Die Bilanz macht deutlich: Journalismus ist vielerorts lebensgefährlich, Pressefreiheit massiv unter Druck – und internationale Solidarität und Schutz für Journalist*innen dringender denn je.
Aktivrente
Weil viele im Slack-Vereinsheim gefragt haben: Auch für KSK-versicherte Selbstständige soll es die Aktivrente nicht geben. Jedenfalls nach jetzigem Stand.
Das European Centre for Press and Media Freedom (ECPMF) führt derzeit eine Studie zu Anfeindungen und Arbeitsbedingungen von Journalist*innen in Deutschland durch. Ziel ist es, die berufliche Situation von Medienschaffenden fundiert zu erfassen und Handlungsbedarfe zum Schutz journalistischer Arbeit zu identifizieren.
Vom Konzept zum erfolgreichen Podcast: So entwickelt ihr euer Podcast-Format, mit dem ihr eine Community aufbauen könnt. Praxisnah, kreativ und direkt umsetzbar. Am 25. und 26. Februar 2026 von 9 bis 17 Uhr.
Autor*in eines Sachbuchs zu werden, kann die Karriere fördern und das Einkommen verbessern. Dafür braucht ihr ein gutes Thema. Dieses Seminar unterstützt euch dabei. Am 2. und 3. Februar 2026 von 9 bis 17 Uhr.
Das Seminar gibt Journalist*innen einen umfassenden Überblick über juristische Aspekte des Publizierens sowie Rechte und rechtliche Pflichten der Medien bei Recherche und Berichterstattung. Am 2. und 3. Februar 2026 von 9 bis 17 Uhr.
Mercator-Residence-Programm
Für das Jahr 2026 startet die Planung des Mercator-Journalist-in-Residence-Programms. Journalist*innen und andere Medienschaffende können sich für ein vierwöchiges Fellowship bewerben, das sich mit gesellschaftlichen und politischen Fragen der Digitalisierung des Finanzwesens auseinandersetzt.
Das Fellowship ist am ZEVEDI-Diskursprojekt „Demokratiefragen des digitalisierten Finanzsektors“ an der TU Darmstadt angesiedelt, wird mit 4.000 Euro vergütet, ermöglicht bis zu zwei Wochen Remote-Arbeit und ist fortlaufend offen für Bewerbungen.
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Na, wie sieht euer Jahresende aus? Drückt ihr noch schnell ein paar Deadlines rein – oder seid ihr schon im Urlaubsmodus? Wo auch immer ihr gerade seid: Nehmt euch wenigstens fünf Minuten Zeit, um auf das Jahr zurückzublicken. Und klopft euch ruhig einmal selbst auf die Schulter.
Frohe Festtage und einen guten Rutsch!
Robert Hofmann & Elisa Kautzky
Liebe Freischreiber*innen und alle, die es noch nicht sind, die es gern wären oder die hier nur heimlich mitlesen.
Wir mögen euch alle. Und weil man Menschen, die man mag, Leid ersparen möchte, fassen wir uns kurz: Der neue Vorstand lebt sich ein, versucht, sich von der Slack-Flut nicht davontreiben zu lassen und probiert sich am Newsletter. Was wichtig für euch und uns ist, findet ihr weiter unten. Ihr könnt zum Beispiel ein Buch gewinnen, eine Freischreiberin kennenlernen und Reporter ohne Grenzen feiern.
Was uns bewegt
Foto: Frank Wilde
Glückwunsch! Licht und Applaus für unsere Mitglieder Leon Kirschgens und Lisbeth Schröder. Sie haben zwei der diesjährigen Sir-Greene-Stiftung-Stipendien gewonnen. Großartig! Lisbeth bekam das mit 3.000 Euro dotierte Leibniz-Stipendium. Es fördert ihr wissenschaftliches Rechercheprojekt „The Body Business“. Darin wird sie via Social Media erklären, wie Abnehmspritzen und Co. unser Körperbild beeinflussen. Der Sonderpreis Fachmedien in Höhe von 2.000 Euro ging an Leon für seinen Beitrag „Grüner Wasserstoff aus der Wüste“ (P.M. 04/2025). Die Reportage verfolgt den Weg von Wasserstoff aus Namibia bis nach Deutschland, beleuchtet Möglichkeiten und Herausforderungen dieser Technologie. Wir freuen uns mit euch, ihr zwei!
Audio-Revival
Unsere Freifunker*innen-Gruppe ist zurück. Mit neuem Team, neuem Namen und regelmäßigen Events: „Wir wollen uns in Zukunft einmal im Monat für einen Austausch treffen und regelmäßig interessante Leute aus der Branche einladen. Egal, ob ihr schon Erfahrung habt oder mit Audio starten wollt, kommt gerne dazu, wir freuen uns auf euch. Ihr findet uns im Vereinsheim auf Slack unter #audio oder per Nachricht an Carolina Torres oder Sarah Tekath.“
Aus Knüllwald wird Skyline
It’s a date: Ende Februar trifft sich der frisch gewählte :Freischreiber-Vorstand in Frankfurt am Main. Dort nehmen wir uns Zeit, kommende Kampagnen zu planen, die Finanzen zu prüfen – und all das zu besprechen, was im Vorstandsalltag oft zu kurz kommt.
An alle Freischreiber*innen (und zukünftige Mitglieder) in und um Frankfurt: Vielleicht habt ihr ja Lust, danach mit uns auf den Feierabend anzustoßen? Vom bisher beliebten Knüllwald – idyllisch im Nirgendwo, ohne Ablenkung und ohne Handyempfang – müssen wir uns leider verabschieden, weil der Betreiber schließt. Zudem brauchten wir einen Ort, der von Hamburg, Paris, Bremen, Konstanz, Hannover, Lüneburg und Berlin gut erreichbar ist.
Ei gude wie – auf nach Mainhattan!
Freischreiberiges
:Frei heraus
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. Dieses Mal: Stefanie Witterauf @stefiminza
Stefanie ist freie Journalistin in München und arbeitet unter anderem für DIE ZEIT, das SZ-Magazin, den Spiegel und Bayerischen Rundfunk. Sie hat den München-Teil der Jüdischen Allgemeinen geleitet, als Redakteurin bei der Süddeutschen Zeitung gearbeitet und einige Magazinprojekte initiiert, konzeptioniert und realisiert. Sie redigiert Texte, berät bei Social Media, Storytelling und hilft bei der Themenentwicklung.
Wo arbeitest du am liebsten?
Im Team. Als freie Journalistin tüftle ich oft alleine an meinen Artikeln, dabei macht der Austausch mit Kolleg*innen sie meist besser. Eine Struktur, in der das möglich ist, lässt sich auch ohne Redaktionskontext schaffen.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Laptop, Stift, Papier und ein Handy mit einer gut gepflegten Kontaktliste.
Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?
Wenn männliche Kollegen für die gleiche Arbeit und gleichen Aufwand schon vor dem Verhandeln mehr Honorar angeboten bekommen. Was soll das?
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.
:Lesetipp
Im Fair-Share-Newsletter hat die Investigativjournalistin Christiane Hawranek einen kleinen Tipp für freischaffende Journalist*innen dagelassen. Im Interview mit Antonia und Michèle von Fair Share sagte sie auf die Frage:
Viele Freelancer*innen arbeiten ohne große Redaktion im Rücken. Was rätst du freien Journalist*innen, die Missstände aufdecken wollen, aber weniger Schutz und Ressourcen haben?
Das ist leider wirklich schwierig. Ich habe das Glück, freie Mitarbeiterin im Team der Redaktion BR Recherche zu sein. Das heißt, ich werde nicht abhängig von meinem Output bezahlt, sondern bekomme eine Pauschale für meine Arbeitszeit. Ich würde Freelancer:innen raten, im Team zusammen zu arbeiten mit einer Person, die fest in einer Redaktion arbeitet. Oder: Mit einer Produktionsfirma, die einem den Rücken stärken kann.”
Das bedeutet also wieder einmal: Bildet Banden! Am besten bei und mit :Freischreiber.
Den Newsletter Fair Share legen wir euch ausdrücklich ans Herz. Hier findet ihr regelmäßig Jobangebote, die speziell auf Freelancer*innen aus dem Medienbereich hin kuratiert sind.
Kennst du schon unser Slack-Vereinsheim? Dort findest du geballte :Freischreiber-Power: Infos zu VG Wort, Rechtsfragen, Honorarverhandlungen, Jobangebote, Tipps für Einsteiger*innen und Kontakte zu Redaktionen. Nur für Mitglieder.
Wie wird sich die Arbeitswelt im Zeitalter der künstlichen Intelligenz verändern? Wer arbeitet was, warum, wie und wie lange mit wem? Wie bilden wir uns – um, weiter, noch weiter? Wie führt man in der neuen Welt der Arbeitsteilung? Werden wir Cyborgs, Zentauren oder doch humanistische Künstler?
Interessiert? Schreib uns bis zum 31. November eine E-Mail an redaktion@freischreiber.de mit dem Betreff „Buchverlosung“und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Danke für eure Zusendungen im Oktober. Das Buch „Sag zum Abschied leise … Yippieh!” von Nathalie Klüver geht an Eda Özbakay. Herzlichen Glückwunsch!
Habt ihr gerade ein neues Buch veröffentlicht oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann meldet euch bei uns (redaktion@freischreiber.de), damit wir es verlosen können. Ihr bekommt Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich. Win-win!
Wir werden unsere Webseite überarbeiten. Und wir freuen uns, wenn ihr uns dabei helfen möchtet. Viel tun müsst ihr gar nicht, es reicht komplett, wenn ihr uns im #technik-Slack-Channel sagt, was euch nervt, was ihr großartig findet und was ihr gerne leichter finden würdet.
:Freischreiber-Termine
Regio-Gruppe NRW bei RUMS-Redaktion
Am 15. Dezember besucht die NRW-Crew die Redaktion des Münsteraner Online-Magazins RUMS. Und ihr seid herzlich eingeladen, mitzukommen. Ein bisschen Vernetzung, ein bisschen gute Laune und ein bisschen sehen, wie stressig es sein kann, jeden Tag in einem Redaktionsbüro sitzen zu müssen.
So beschreibt sich RUMS auf seiner Website selbst:
„Wir interpretieren Lokaljournalismus neu, nutzen eine verständliche und möglichst floskelfreie Sprache. […] Im März 2020 haben wir den ersten RUMS-Brief verschickt. Seitdem kommt jeden Dienstag und jeden Freitag verlässlich ein Newsletter mit einem großen Thema und vielen kleinen. […] Dazu veröffentlichen wir Reportagen, Analysen und Podcasts. Bei unseren RUMS-Veranstaltungen diskutieren wir über die Themen, mit denen wir uns in unseren Recherchen beschäftigen. Außerdem organisieren wir Workshops für Jugendliche.“
Wie all das funktioniert, wie sich die Redaktion finanziert, was sie von klassischen Lokalmedien unterscheidet und wie freie Journalist*innen in dieses Konstrukt eingebunden sind, verrät Mitgründer Marc Andres vor Ort.
Die Organisator*innen Renate und Steve schlagen außerdem vor, dass ihr danach noch etwas essen geht und/oder ein paar Glühwein auf dem Weihnachtsmarkt trinkt. Denn auch das ist etwas, was nicht gern gesehen würde, wenn ihr danach wieder in euer Büro müsstet. Sagt bitte Bescheid, ob ihr dabei seid. orga-koeln@freischreiber.de
Weihnachtsfeier in Freiburg
Die Regio-Gruppe Baden-Württemberg lädt ein zu Flammkuchen und Getränken, zu guter Stimmung und Vernetzung. Kommt vorbei!
Starterpaket freier Journalismus (9. Dezember)
Hannah El-Hitami bietet erstmals einen Workshop zum Einstieg in die Welt des Freelancens an, nachdem ihre digitale Mittagspause bereits so erfolgreich war. Mit tausend guten Tipps aus sechs Jahren freiem Journalismus. Meldet euch an!
„Rechtssicher zitieren – was Journalist*innen wissen müssen“ (10. Dezember)
Wie viel (und was) darfst du aus Gesprächen wörtlich übernehmen? Wo beginnt, wo endet das Urheberrecht am gesprochenen Wort? Und was passiert bei aus dem Kontext gerissenen Verweisen?
Seid dabei, exklusiv und kostenfrei für :Freischreiber-Mitglieder
:Dies & das
Die Shady-Convento-Anfragen
Einige von euch haben E-Mails bekommen, die nicht ganz sauber wirken. Eine gewisse Convento GmbH will eure Daten nutzen und öffentlich zugänglich machen. Mit schmutzigen Themen kennen wir uns eigentlich aus. Aber ob das legal ist oder nicht, ob wir einschreiten müssen oder euer Widerspruch rechtlich bindend ist, können wir momentan noch nicht einschätzen. Deshalb kümmert sich dank eines :Freischreiber-Mitglieds unser Anwalt Dr. Sebastian Rengshausen darum. Wir geben Bescheid, was er sagt.
Die SZ und die KI-Nutzung
Die Süddeutsche Zeitung mal wieder. Jetzt will sie die Arbeiten von Journalist*innen nutzen, um ihre KI zu trainieren. Finden wir erst mal nicht so toll. Andere Berufsverbände klagen auch bereits und das unterstützen wir natürlich erst mal. Uns würde aber interessieren, was ihr dazu denkt. Wie sinnvoll ist es, KI zu regulieren, obwohl sie doch eh schon überall ist? Warum sich mit Medien anlegen, die wahrscheinlich auch selbst nur gucken wollen, wo sie bleiben in einer Welt, die ihnen davonläuft?
Teilt gern eure Meinung!
Reporter ohne Grenzen
Alles Gute wünschen wir Reporter ohne Grenzen (RSF) zum 40. Geburtstag! Am Samstag, den 15. November, wurde in Paris gefeiert, inklusive der Verleihung der Press Freedom Awards. Die Preise gehen an Journalist*innen und Medien, die die Pressefreiheit in diesem Jahr vorbildlich verteidigt haben. Hier findet ihr die Preisträger*innen.
Außerdem gab es Podiumsdiskussionen und Filmvorführungen, darunter „Riverboom“ – das Projekt eines Teams freier Reporter, das 2002, kurz nach der amerikanischen Intervention, mit einem Auto durch Afghanistan reiste. Heute wäre so ein journalistischer Roadtrip vermutlich nicht mehr möglich. Berichterstattung aus dem Land gibt es dennoch:
„Es gibt noch immer Journalistinnen und Journalisten in Afghanistan, auch Frauen, die heimlich von zuhause aus arbeiten“, sagt Victoria Lavenue von RSF. „Der afghanische Journalismus lebt – und wir werden ihn so lange wie möglich unterstützen.“ RSF bietet Journalist*innen weltweit finanzielle, sicherheitstechnische und administrative Unterstützung, insbesondere, wenn diese frei arbeiten und/oder unter Repressionen stehen.
TikTok im Lokaljournalismus
„Wer heute zwischen 16 und 24 Jahre alt ist, […] besucht in den seltensten Fällen die Website der Heimatzeitung“, stellt unser Mitglied Pauline Tillmann fest. Stattdessen informierten sich junge Menschen nahezu ausschließlich über Soziale Medien. „Ohne TikTok kein Lokaljournalismus von morgen?“, heißt deshalb Paulines Report, den sie vor Kurzem vorstellte. Ermöglicht hatte dies das Future of News Fellowship 2025.
Paulines Fazit ist jedenfalls nicht die Frage, OB sich Medien Plattformen wie TikTok „mal anschauen“ sollten. Eher, wie schnell und wie gut sie die Angebote nutzten. „Wer TikTok ignoriert, riskiert, eine ganze Generation zu verlieren“, schreibt Pauline. Sie weist zugleich darauf hin, wie schwierig dieser Ansatz in der Realität umzusetzen ist.
Pauline selbst hatte 2024 die Geschäftsführung des digitalen Lokalmagazins „karla“ inne und „träumte davon, TikTok mit qualitativ hochwertigen Inhalten zu bespielen“. Aufgrund fehlender Ressourcen aber beschränkte sich die Redaktion auf Instagram, „wie es vermutlich viele Publisher machen“. Ein Fehler?
Wer sich intensiver mit dem Thema auseinandersetzen möchte, ist herzlich zu einer Session am 27. November um 12 Uhr eingeladen. Zu Gast sind Helen Geyer von der Augsburger Allgemeinen und Jolan Geusen, der seine Masterarbeit zu Datenjournalismus auf TikTok geschrieben hat.
Haus der Selbstständigen – Honorare-Vernetzungstreffen
Honorare, nerviges Thema, oder? Wir brauchen mehr, unsere Auftraggeber verstehen nicht, wieso. Im Haus der Selbstständigen findet am 27. November ein Treffen statt, bei dem es primär um Austausch und Vernetzung geht. Von 14:30 Uhr bis 17 Uhr lernen die Teilnehmer*innen sich kennen und kriegen genug Raum, um gemeinsam über Auftraggeber*innen zu lästern.
Konkret werden diese Fragen behandelt:
Wo liegen die Grenzen der eigenen Verhandlungsmacht als Solo-Selbstständige*r – und wie können Gruppen, Netzwerke oder Verbände gemeinsam strukturelle Impulse setzen?
Wie lässt sich das „Honorarbewusstsein“ branchenübergreifend stärken?
Welche Strategien und Best-Practice-Beispiele helfen, das Thema faire Honorare gegenüber Auftraggebern und der Öffentlichkeit wirkungsvoll zu adressieren?
Humor erzeugt Aufmerksamkeit, Leichtigkeit und kann komplexe Sachverhalte verständlicher machen. Dieses Seminar vermittelt das Handwerk des Humors und beantwortet auch die Frage: Wann und wie hilft dabei künstliche Intelligenz (KI)?
Komplexe Themen kreativ, prägnant, verständlich und lebendig in Texte fassen, sei es auf der Website, im Newsletter oder in der Pressemitteilung – wie das geht, vermittelt dieses Seminar. Storytelling kann dabei ebenso helfen wie der Einsatz von künstlicher Intelligenz.
Journalist*innen, Blogger*innen, Autor*innen oder PR-Strateg*innen sind stets auf der Jagd nach ungewöhnlichen Themen und originellen Blickwinkeln. Wege zum Erfolg trotz Zeitdrucks vermittelt dieser Workshop.
Und so bleibt nicht mehr viel übrig, als euch einen frohen Jahresabschluss zu wünschen, und Glühwein, Raclette und Kartoffelsalat mit Würstchen im Überfluss. Bis ganz bald!
Robert Hofmann und Elisa Kautzky, euer Newsletter-Team aus dem Vorstand
Freischreiber*innen wissen schon Bescheid: Wir haben einen neuen Vorstand! Mit frischen Gesichtern und noch frischeren Ideen starten wir in die nächsten zwei Jahre. Auf herbstliche Neuanfangs-Metaphern verzichten wir an dieser Stelle – wir setzen lieber gleich um, worauf wir Lust haben: Bewegung.
Was uns bewegt
Rückblick: Barcamp & Mitgliederversammlung
Schön war’s am 27. September: Mitgliederversammlung, Barcamp, grünes Bier und jede Menge Netzwerkmöglichkeiten. Als Freie ist es wichtig, dass wir nicht nur in unseren Lonely Offices und Co-Working-Spaces sitzen, sondern auch regelmäßig zusammenkommen. Uns austauschen und in den Arm nehmen.
Foto: Anna Heidelberg-Stein
Habemus einen neuen Vorstand. Den Vorsitz übernehmen Elisa Kautzky,Robert Hofmann undKonstantin Klenke, wobei wir an eine alte :Freischreiber-Tradition anknüpfen und mit Elisa und Robert eine Doppelspitze bilden.
Die Co-Vorsitzende (und ehemalige Vorständin) Elisa ist freie Frankreich-Korrespondentin, der Co-Vorsitzende Robert lebt und schreibt in Berlin für die ZEIT, den SPIEGEL und alle, die seine Texte haben möchten. Konstantin lebt in Hannover. Als Schatzmeisterin fungiert FreischreiberinStephanie van Loosen, die durch ihre eigene Tierarztpraxis mit Buchhaltung vertraut ist. Der Vorstand besteht außerdem aus: Guillaume Amouret, freier Journalist in Hamburg, Hannah El-Hitami, freie Journalistin in Berlin und Carolin Johannsen, freie Journalistin in Konstanz. Mehr über die neuen Vorstandsmitglieder erfahrt ihrhier.
Außerdem verabschieden wir uns von Frank Keil & Jörg Spaniol, die tatkräftig im Aufnahmeausschuss geholfen haben. Lieben Dank für die vielen wertvollen Jahre mit euch an der Seite. Neu im Ausschuss: Caroline Ring (ex Vorständin) und Felix Kunz. Dankbar sind wir auch für Christoph Lixenfeld, der uns als Kassenprüfer erhalten bleibt.
Sophie Schädel scheidet aus dem Orga-Team des Tandem-Teams aus. Lieben Dank für die Unterstützung! Neu dabei ab 2026: Freischreiberin Jana Hauschild. Infos dazu hier auf der Website.
Aktivrente
Seit einiger Zeit wandelt eine Idee durch den politischen Diskurs: Es geht um den Vorschlag, dass Menschen bei Erreichen des Rentenalters bis zu 2.000 Euro im Monat steuerfrei dazuverdienen können. Der Gedanke dahinter ist klar: Das Sicherungssystem der Rente erodiert, also sollen die Deutschen angehalten werden, sich selbst zu kümmern. Konkret heißt das, dass wir länger arbeiten.
So fragwürdig das Konzept ist, so unfair ist der aktuelle Entwurf auch uns gegenüber, den freiberuflich Tätigen. Denn wir sollen keine Steuererleichterungen erhalten. Das Argument ist, dass wir ja ohnehin länger arbeiten würden, dass für uns kein Rentenalter gelte. Wir wollen das nicht akzeptieren und fordern deshalb gleiches Recht für alle. Aus dem Grund haben wir als Verband eine Petition unterschrieben und empfehlen euch, das auch zu tun.
Klasse Nachrichten: Wir führen unsere Kooperation mit der ZEIT in 2026 fort. Wir sind bereits in der Planung und starten vermutlich ab dem zweiten Quartal in die nächsten gemeinsamen digitalen Mittagspausen.
:Freischreiberiges
:Frei heraus
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. Dieses Mal: Sarah Bioly.
Sie arbeitet als Journalistin für Gesellschaft und Wissenschaft. Am liebsten erzählt sie Geschichten, die man in der Provinz nicht vermutet – über Menschen, Orte und stille Wunder zwischen Allgäu und Alltag.
Drei Fragen an Sarah:
Wo arbeitest du am liebsten?
An einem Frühlingstag auf dem Balkon, wenn die Sonne noch nicht zu heiß ist und sich mein Heuschnupfen noch nicht gemeldet hat. Leider sind diese Tage rar. Ich mag aber tatsächlich auch mein Büro ganz gerne, in dem ich mich ausbreiten und Erzählstränge nachbauen kann.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Laptop, Handy mit Aufnahmegerät, Zucker fürs Gehirn.
Was ist das Ärgerlichste, das dir im Job passieren kann?
Ein Fehler – und sei er auch noch so klein. Gegenüber mir selbst habe ich eine Null-Fehler-Toleranz. Nicht unbedingt gesund. Bei anderen übrigens nicht. Fehler können schließlich passieren.
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.
:Slack-Vereinsheim
Kennst du schon unser Slack-Vereinsheim? Dort findest du geballte Freischreiber-Power: Infos zu VG Wort, Rechtsfragen, Honorarverhandlungen, Jobangebote, Tipps für Einsteiger*innen und Kontakte zu Redaktionen. Nur für Mitglieder.
Jahrelang tun wir alles dafür, dass unsere Kinder irgendwann allein klarkommen. Doch wenn es so weit ist, wird uns bang ums Herz. Wenn Kinder größer werden, beginnt für viele Mütter ein Abschied auf Raten – und oft trifft er sie unvorbereitet. Dieses Buch richtet sich an Mütter, deren Kinder mitten in der Pubertät oder kurz davor stecken – und die sich fragen: Wer bin ich eigentlich noch, wenn ich nicht mehr dauernd gebraucht werde?
Interessiert? Schreib uns bis zum 7. November eine E-Mail an unsere Redaktion mit dem Betreff „Buchverlosung“und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Habt ihr gerade ein neues Buch veröffentlicht oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann meldet euch bei unserer Redaktion, damit wir es verlosen können. Ihr bekommt Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich – Win-win!
:Presseschau
Der Medieninsider hat unseren neuen Vorstand erwähnt. Hier findest du den Artikel: MedienInsider.
:Tipp des Monats
Newsletter von Freischreiber Manuel Stark
Wer von euch hat schon Geld ausgegeben für Seminare und Fortbildungen und saß dann da und dachte sich: „Wirklich gelernt habe ich nichts“? Freischreiber Manuel Stark ging das oft so, manchmal war er sogar kurz davor, den Beruf zu schmeißen. Also hat er einen Newsletter aufgesetzt. Alle 14 Tage kommen Tipps, Analysen, Hinweise und Regeln zu besserem Schreiben; basierend auf Erkenntnissen der Psychologie, Literaturwissenschaft, Erzählforschung und auch der Praxis. Hier ist der Link zur ersten Folge.
:Glückwunsch
Freischreiber Florian Sturm wurde im September gemeinsam mit seiner Tandempartnerin, der Forscherin Martyna Krajewska, für ihr Rechercheprojekt zur Verunreinigung von Trinkwasser in Deutschland mit dem ComLab#10 Award ausgezeichnet. Herzlichen Glückwunsch!
Credit: Mo Wüstenhagen/Alexander von Humboldt Foundation.
Glückwunsch II
Freischreiberin Lea Maria Kiehlmeier hat den Sparda Medienpreis für ihre Podcastfolge des Podcasts „Nürnberg Morgen” bekommen. Dort geht es um Gewalt gegen Frauen, und wie die Frauenberatung vor Ort Frauen hilft und Präventionsarbeit leistet. Der Sparda Medienpreis zeichnet journalistische Beiträge aus, die einen positiven Impuls in der Medienlandschaft setzen und Mut machen. Denn etwas mehr Mut brauchen wir alle. Wir freuen uns für dich! Gratulation!
:Freischreiber-Termine
Coaching: Dein eigenes Sachbuch
Unsere Dozentin Heike Faller.
Du hast schon lange eine Sachbuch-Idee und willst endlich auch einen Verlag finden? In diesem Webinar entwickelt unsere Dozentin Heike Faller mit dir gemeinsam dein Buchthema. Beginn: 3. November bis zum 1. Dezember.
Regiogruppe Leipzig
Auslandsjournalismus
Wie machst du das – im Ausland frei arbeiten? Deutsche Medien beliefern aus der Ferne? Zu Gast ist Marion Bergermann aus Leipzig, die Korrespondentin in Brüssel war und von ihrer Arbeit dort berichten wird. Am 11. November um 19:30 via Zoom.
Oli erklärt METIS
Die VG Wort hat METIS „neu gemacht“; Anfang 2026 geht das System an den Start. Was bedeutet das für freie Journalist*innen? Freischreiber Oliver Eberhardt, Mitglied des Verwaltungsrats der VG Wort, ist am 13. November ab 12 Uhr via Zoom zu Gast. Er hat die Reform mit ausgehandelt. Anmeldung hier.
Auslandsstammtisch
Wir treffen uns am 17. November, ab 18 Uhr deutsche Zeit, mit allen Auslandskorrespondent*innen und Journalist*innen, die ab und zu im Ausland arbeiten. Dabei berichten wir von der Mitgliederversammlung und tauschen uns über aktuelle Themenideen, Probleme und Erfolge als Freie aus.
Regiogruppe NRW: Kriegsberichterstattung
Bei Krisen- und Kriegsberichterstattung haben die meisten von uns ein bestimmtes Bild vor Augen. Wie läuft der Alltag in einem umkämpften Gebiet ab? Wie schützt man sich und seine Quellen? Zu diesen und vielen weiteren Fragen wird uns Joana Rettig am 21. November ab 19 in Köln etwas erzählen. Sie ist freie Auslandskorrespondentin in der Ukraine.
:Dies & das
taz digital
Am 17. Oktober 2025 erschien die taz werktags zum letzten Mal gedruckt. Bis auf die wochentaz, die gibt es weiterhin gedruckt. Aber, sagt die taz, sie bleibt Tageszeitung und erscheint jeden Tag. Nur eben digital. Muss der Duden bald seine Definition des Wortes “Tageszeitung” anpassen?
Journalist*in des Jahres
Das Medium-Magazin sucht die Journalist:innen des Jahres. Wir finden, dass es wunderschön wäre, wenn nicht nur die berücksichtigt würden, deren Redaktionen sie nominieren. Sondern auch wir Freie. Deshalb: Nominiert die Freien, die ihr toll findet (und gern auch euch selbst, denn toll seid ihr alle!). Nominierungen sind noch bis zum 1. November möglich.
US-Pressefreiheit
Dutzende Journalist*innen in den USA haben am 15. Oktober 2025 ihre Zugangsausweise abgegeben und das Pentagon verlassen, um gegen neue, restriktive Berichterstattungsregeln von Verteidigungsminister Pete Hegseth zu protestieren. Diese verlangen, dass nur von ihm freigegebene Informationen veröffentlicht werden dürfen – andernfalls droht Ausschluss. Donald Trump unterstützt das, obwohl nicht nur Journalist:innen die Regeln als Angriff auf die Pressefreiheit kritisieren. Fast alle großen US-Medien lehnten sie ab und kündigten an, ihre Arbeit nun von außerhalb fortzusetzen.
Jetzt hat das Verteidigungsministerium einen Neuanfang angekündigt. Von nun an gebe es eine „neue Generation“ zugelassener Reporter:innen, der mehr als 60 Journalistinnen und Journalisten aus sogenannten neuen Medienhäusern sowie „unabhängige Journalisten“ angehörten. Wir beobachten diese Entwicklungen mit Sorge. Und an unsere Freischreiber*innen in den USA: Wie können wir euch unterstützen? Wie geht es euch?
Abschied von ZEIT-CEO Rainer Esser
Zum 1. Februar 2026 übergibt Esser nach 27 Jahren an der Spitze der ZEIT Verlagsgruppe die Position des CEO an Nils von der Kall. Esser übernimmt neue Aufgaben im Haus.
Lie Detectors
Die gemeinnützige Organisation Lie Detectors setzt sich gemeinsam mit Journalist*innen für Medienkompetenz in Schulen ein. „Dafür suchen wir Journalist*innen, die Lust haben, interaktive 90-minütige Workshops für Schüler*innen im Alter von 10-15 Jahren zu geben. Pro Klassenbesuch ist eine Aufwandsentschädigung in Höhe von 150 Euro möglich. In einem eintägigen Seminar bereiten wir Interessierte auf die Klassenbesuche vor. Das nächste Seminar wird im April 2026 in Magdeburg stattfinden.“
Ob Investitionsgipfel oder Ausschusssitzung im Bundestag – in vielen entscheidenden Runden sitzen vor allem Männer. Der deutsche Journalismus bildet da keine Ausnahme: Je höher die Position, desto seltener sind Frauen vertreten. Um diese Machtverhältnisse sichtbar zu machen, zählt ProQuote Medien seit 13 Jahren nach. Die Ergebnisse der aktuellen Studie werden am 8. November ab 11 Uhr im Publix Haus in Berlin vorgestellt.
Verleihung der Free Media Awards 2025
Am 6. November bekommen sechs herausragende Journalist*innen und Redaktionen die Free Media Awards für ihre Verdienste um die Pressefreiheit. Die Verleihung findet um 17 Uhr im Hamburger Rathaus statt und ist Teil der „Hamburger Woche der Pressefreiheit”.
Wie gelingt es, Gesprächsrunden souverän und inspirierend zu gestalten? Das lernt ihr im Grundkurs Moderieren. Dazu gehören Rhetorik, Körpersprache – und auch der geübte Umgang mit Selbstdarstellern und Zwischenruferinnen. 24. bis 26. November von jeweils 9 bis 17 Uhr.
In der Kürze liegt die Würze – schön und gut. Aber wie geht das, sich kurzzufassen? Dieser Workshop vermittelt euch, wie ihr kurz und verständlich formulieren könnt. 18 und 19. Dezember von 9 bis 17 Uhr.
Die Herausforderung im Klimajournalismus: Die Klimakatastrophe ist das relevanteste Thema unserer Zeit, bloß wie erzählt man die immer gleiche Story, ohne das Publikum zu langweilen oder zu verschrecken? Am 4. und 5. November von 9 bis 17 Uhr in Präsenz.
Der September steht im Zeichen des Übergangs: Wir verabschieden uns vom Sommer, den warmen Tagen und vielleicht auch von den Neujahrsvorsätzen, die wir bislang noch immer nicht eingehalten haben. (Kleiner Reminder, ab sofort wirklich ein besseres Honorar zu fordern, die eigene Website endlich einzurichten oder sich einem neuen Format zu widmen.) In diesem Jahr nehmen wir aber auch Abschied vom aktuellen :Freischreiber-Vorstand. Gleichzeitig freuen wir uns auf einen neuen, der die kommenden zwei Jahre gestalten wird. Und den ihr am 27. September in Berlin wählen könnt.
Was uns bewegt
See you soon!
Sehen wir uns am 27. September in Berlin? Auf euch warten ein Mini-Barcamp der Freien mit journalistischem Austausch, Tacos con Guacamole y Quesadillas dulces und eine muntere Mitgliederversammlung. Noch gibt es freie Plätze, kostenlos und exklusiv für Mitglieder. Bitte hier anmelden.
Wer es nicht schafft, aber zumindest bei der Mitgliederversammlung reinschnuppern möchte, kann per Zoom zuschauen und -hören. Meldet euch mit Klarnamen an!
Foto: Jörg Modrow
Außerdem stehen die ersten Kandidat*innen fest. Dazu habt ihr bereits eine Mitgliedermail erhalten, auf Slack haben wir euch ebenfalls informiert.
Denkt dran: Ihr Mitglieder seid das oberste Organ von :Freischreiberund entscheidet, wer euch im Vorstand vertreten soll. Die Wahl wird jedoch nur vor Ort möglich sein. Daher hier noch einmal der Hinweis: Noch gibt es Plätze, jetzt anmelden!
Die Preise steigen, die Honorare nicht
Das kann doch nicht euer Ernst sein, liebe Redaktionen! Trotz Inflation gibt es für eure freien Autor*innen, die seit Jahren zuverlässig für euch arbeiten, keine Honoraranpassungen – im Gegenteil: Statt Erhöhungen stehen immer öfter Kürzungen an. Und die werden nicht selten still und feige von manchen von euch über die Rechnungsstellung kommuniziert. Sind wir Freien die neuen Tagelöhner?
Überraschen dürfte das kaum jemanden. Zu den ohnehin schon beschämend niedrigen Honoraren kommt hinzu, dass sich immer mehr Verlage auch noch weitreichende Rechte an unseren Texten sichern wollen.
Zur Klarstellung: Die Bezahlung erbrachter Leistungen darf im Nachhinein nicht gekürzt werden. Aber allein auf diesen rechtlichen Hinweis dürfen wir uns nicht verlassen.
Wir müssen lauter werden.Denn von ein paar hingeworfenen Brocken können wir nicht leben. Und wir müssen auch selbstkritisch sein: Als Verband liegt es an uns, noch entschlossener dafür zu kämpfen, dass freie Journalist*innen endlich angemessen bezahlt und respektiert werden. Wenn ihr Ideen habt, wie wir gemeinsam dagegenhalten können, wenn ihr Kampagnen starten wollt oder euch einbringen möchtet: Meldet euch gerne beim Vorstand.
Kooperation mit der Henri-Nannen-Schule
Freischreiber*innen bekommen ab sofort 10 Prozent Rabatt für die Seminare, Kompakt- und Intensivkurse der Henri-Nannen Schule. Dafür einfach bei der Geschäftsstelle melden.
:Freischreiberiges
:Frei heraus
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor.
Dieses Mal: Stefanie Unbehauen. Sie arbeitet als freie Journalistin und Autorin zu den Themenschwerpunkten Gesellschaft, Gesundheit und Psychologie.
Drei Fragen an Stefanie Unbehauen
Foto: Thomas Geiger
Wo arbeitest du am liebsten?
Am liebsten dort, wo ich mich nicht ablenken lasse. Das kann zuhause am Schreibtisch sein, im Sommer auf der Terrasse oder auch unterwegs – in Cafés, im Zug, auf Recherche oder auch mal im Urlaub. Neue Umgebungen bringen mich auch oft auf neue Gedanken. Aber für konzentriertes Schreiben brauche ich Ruhe, da ist mein Schreibtisch zuhause unschlagbar: mit Blick ins Grüne, Kaffeetasse daneben und niemandem, der reinruft. Am produktivsten bin ich also zwischen Orten: Draußen entsteht die Idee, drinnen der Text.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Mein Laptop natürlich – klar. Aber genauso wichtig: mein Notizbuch. Ich schreibe viel mit der Hand, gerade bei Interviews oder ersten Gedanken zu einem Thema. Und: eine ordentlich gepflegte Themenliste mit Ideen, die ich stetig erweitere. Außerdem: ein strukturierter Kalender – denn die größte Herausforderung im freien Arbeiten ist oft nicht das Schreiben, sondern das Jonglieren von Themen, Deadlines und Anrufen.
Was ist das Ärgerlichste, das dir im Job passieren kann?
Wenn ich merke, dass ich an einer Geschichte zu lange festhalte, obwohl sie inhaltlich nicht trägt. Oder wenn Menschen mir im Interview viel Persönliches anvertrauen, es dann aber kurz vor der Veröffentlichung zurückziehen. Passiert zum Glück selten. Und – das kennt wahrscheinlich jeder freie Journalist und jede freie Journalistin – wenn ich für eine aufwendige Recherche oder ein sorgfältig geführtes Interview ein Honorar angeboten bekomme, das dem Aufwand nicht im Ansatz gerecht wird. Dann lehne ich auch mal dankend ab.
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.
Um unsere Nachtruhe ist es schlecht bestellt. Doch gegen Schlafstörungen können wir etwas tun, wenn wir sie ganzheitlich angehen. In diesem Buch erfahrt ihr, wie man schlechtem Schlaf auf die Spur kommt und auch in stressigen Zeiten optimale Voraussetzungen für guten Schlaf schafft. Mit zahlreichen wertvollen Tipps, um Schlafproblemen auf den Grund zu gehen und wieder entspannte Nächte zu verbringen sowie zufriedener zu leben.
Interessiert? Schreib uns bis zum 30. September eine E-Mail an unsereRedaktion mit dem Betreff „Buchverlosung“und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Viel Glück!
Danke für eure Zusendungen im August. Das Buch „Soul Places Schottland“ von Freischreiberin Sandra Wickert geht an Zsaklin Diana Macumba. Herzlichen Glückwunsch!
Habt ihr gerade ein neues Buch veröffentlicht oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann meldet euch bei unserer Redaktion, damit wir es verlosen können. Ihr bekommt Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich – Win-win!
:Tipp des Monats: Storytelling Podcast
Was braucht es für eine gute Podcast-Serie? Wie baue ich über mehrere Folgen hinweg Spannung auf? Welche Rolle nehme ich als Host ein? Ein wertvoller Tipp: Recherche kann Teil der Handlung sein.
All das lernten Freischreiber*innen im Webinar „Storytelling im Podcast“ mit Antonia Franz und Patrick Bauer am 24. Juni 2025. Es war Teil der kostenfreien Fortbildungsserie von :Freischreiber und Süddeutscher Zeitung.
Im Mitgliederbereich finden Freischreiber*innen das Handout. Außerdem gibt es dort viele weitere nützliche Informationen rund ums Frei-Sein, wie unseren Crashkurs für Anfänger.
:Dies & das
Aktion Media Blackout
„Kriegsberichterstattung ist der härteste Journalismus. Man berichtet vom Tod und hat ihn dabei ständig an der Seite“, schreibt taz-Autor Dominic Johnson. „Seriöse Medien arbeiten im Krieg immer mit Ortskräften zusammen – nicht nur, wenn es nicht anders geht, sondern auch, weil es richtig ist.“
Kein Krieg der Gegenwart ist für Journalisten und Journalistinnen härter als der im Gazastreifen. Doch wer berichtet aus dem Krieg, wenn alle Medienschaffenden tot sind? :Freischreiber unterstützte die Aktion Media Blackout von Reporter ohne Grenzen und Avaaz vom 1. September. Diese forderte Schutz für Medienschaffende in Gaza sowie unabhängigen Zugang für die internationale Presse. Über 270 Medien aus 70 Ländern– darunter auch die Frankfurter Rundschau – schwärzten dafür ihre Titelseiten, Websites und Sendungen, um auf den drohenden Informationsnotstand in Gaza aufmerksam zu machen.
50 Jahre Yps
Am 4. September 1975 erschien das erste Yps-Heft. Besonders an diesem Comic-Heft war ein kleines Spielzeug oder Extra, das jeder Ausgabe beilag. Zum 50. Jubiläum wird es die Sonderausgabe Yps: Forever Kult geben, inklusive Nachdruck der Originalnummer 1284.
Rassismuserfahrungen in deutschen Medienhäusern
Das KITT Kollektiv hat eine Umfrage zu Rassismuserfahrungen in Redaktionen gestartet. Ziel ist es, sichtbar zu machen, welche strukturellen Probleme BIPoC-Journalist*innen (also Black, Indigenous und People of Color) und Medienschaffende mit Migrationserfahrung belasten – und warum manche sogar den Beruf verlassen.
Macht mit! Die Umfrage ist anonym, dauert zehn Minuten und enthält sowohl geschlossene Fragen als auch Raum für persönliche Erfahrungen. Wer möchte, kann sich zusätzlich für ein vertiefendes Interview eintragen. Die Ergebnisse sollen als Report veröffentlicht werden und so eine breite Debatte in der Branche anstoßen. Zur Umfrage.
Berichten über queere Themen
Der Bund Lesbischer und Schwuler Journalist*innen (BLSJ) hat einen neuen Leitfaden zum Thema Berichten über queere Themen veröffentlicht. Als queerer Medienverband ist der BLSJ ein Netzwerk, das vor allen Dingen lesbische Journalistinnen und schwule Journalisten bundesweit verbindet und organisiert. Die Realität der Medien zeigt uns regelmäßig: Solch ein Verband ist immer noch bitter nötig. Mehr Infos gibt es hier.
:Externe Termine
Hamburger Woche der Pressefreiheit
Vom 2. bis 8. November heißt es wieder: Gemeinsam für die Pressefreiheit! Im Fokus stehen Angebote, die Nachrichten- und Medienkompetenz fördern, indem sie über Desinformation aufklären und zeigen, worauf es ankommt, um vertrauenswürdige Quellen und Medien zu erkennen. Das gesamte Programm findet ihr online.
Wie gelingt es, Gesprächsrunden souverän und inspirierend zu gestalten? Das lernt ihr im Grundkurs Moderieren. Dazu gehören Rhetorik, Körpersprache – und auch der geübte Umgang mit Selbstdarstellern und Zwischenruferinnen. 24. bis 26. November von jeweils 9 bis 17 Uhr.
Kurz, präzise und verständlich müssen die Titel von Online-Texten sein. Dieser zweistündige Online-Crashkurs zeigt, wie das gelingt, und auch, wie künstliche Intelligenz helfen kann. Am 6. Oktober von 9 bis 11 Uhr.
Lust auf Zukunft? Vom 2. bis 4. Oktober trifft sich Bonn zum Festival für echten, unabhängigen Journalismus. Workshops, Diskussionen und Austausch stehen im Zeichen von konstruktivem Dialog und kreativen Ideen für die Medien von morgen. Sei dabei!
Klimajournalismus-Seminar
Vom 6. bis 8. November diskutieren Journalist*innen an der Europäischen Akademie Otzenhausen (Saarland) die Herausforderungen des Klimajournalismus in Zeiten multipler Krisen. Kosten, Unterkunft und Verpflegung werden übernommen, Bewerbungen sind bis zum 10. Oktober möglich über dieses Formular.
Spätsommerliche Grüße,
Euer Newsletter-Team
Elisa Kautzky und Eva Bodenmüller
Vielleicht liegt es am Sommer, dass wieder mehr Engagement sichtbar wird. Vielleicht liegt es daran, dass nichts tun auch nichts ändert. Klar ist, es gibt viel zu tun – Klimawandel, Rechtsextremismus, präsente und fast vergessene Kriege, und dann ist da noch die Sache mit der KI und ihren Folgen auch für die Medienbranche. Dazwischen sind wir, die Medienschaffenden. Es macht Mut zu sehen, wie sich etwas tut.
Was uns bewegt
Demokratie und Pressefreiheit
Die Bedrohungen von Rechts beschäftigen die Branche fast ebenso stark wie KI. Kaum eine Medienveranstaltung, auf der nicht zumindest darüber gesprochen wird. Und immer wieder die Frage: Wie weit sind Medien Treiber der Entwicklung oder ihr Opfer? Das Roman Brodmann Kolloquium 2025 titelte entsprechend: „Rechtsruck in Europa! Ohnmacht der Medien?“. Recherchen wie die von CORRECTIV zum „Geheimplan gegen Deutschland“ erzeugen öffentliche Aufmerksamkeit und gewinnen Preise.
Gleichzeitig stehen vor allem Lokaljournalist*innen zunehmend unter Druck, geben Kolleg*innen aufgrund der allgemeinen politischen Situation ihre Freiberuflichkeit auf – bestenfalls, um sich auf anderer Ebene für Demokratie und Freiheit einzusetzen. Vor allem politikferneren Medienschaffenden scheint es schwerzufallen, den Ernst der Lage zu erkennen, Konsequenzen zu ziehen und gemeinsam für die Demokratie und Pressefreiheit einzustehen.
Ob das Engagement etwas bringt? Das wird sich zeigen. Sicher ist: Wer nichts wagt, kann nichts gewinnen. Lasst uns mehr Zivilcourage wagen, fordern wir ein, was wir brauchen – und dazu gehört neben fairen Honoraren und Arbeitsbedingungen eben auch die demokratische Basis.
VG Wort: neuer Verteilungsplan beschlossen
Die Beschlüsse der Mitgliederversammlung der VG Wort am 24. Mai haben diesmal weitreichende Folgen für die Ausschüttung der Tantiemen. Das war notwendig, wie Freischreiber und Mitglied des Verwaltungsrats der VG Wort, Oliver Eberhardt, immer wieder predigt: „Das Geld wird nicht mehr. Die Meldungen schon.“ Das gilt vor allem für Online-Texte.
Es wurde hart gerungen um diese Reform – vor und auf der Mitgliederversammlung der VG Wort. „Mehr als je zuvor war und ist die Herausforderung für uns alle bei dieser Reform, die Interessen aller möglichst fair auszubalancieren“, so Oliver. Wir meinen, dass die Reform unerlässlich war und die Ausschüttung für alle langfristig fairer macht.
Angewendet werden die im Mai 2025 beschlossenen Neuerungen erstmals bei der Hauptausschüttung 2027. Denn die Änderungen bedürfen noch einer Softwareanpassung.
Anpacken, mitmachen
Wir haben euch Anfang des Jahres gefragt, wie es euch im freien Dasein geht. Ihr habt uns ein ehrliches, manchmal schonungsloses, aber auch motivierendes Bild eurer freien Realität gezeichnet. Vielen Dank dafür!
Wenig überraschend: Die Honorarsituation ist und bleibt ein Dauerbrenner. Und damit sind wir auch schon beim zweiten großen Punkt, der Lobbyarbeit. Sie erhöht den Druck, bessere Arbeitsbedingungen und bessere Honorare – vielleicht auch Mindeststandards – für uns und alle Freien durchzusetzen.
Was wir sonst noch in der Wundertüte eurer Antworten entdeckt haben? Ein starkes Bewusstsein für die zahlreichen Gefahren für die Pressefreiheit und unser journalistisches Arbeiten. Das fängt bei Rechtsextremismus an und hört bei KI längst nicht auf.
Aber echte Freischreiber*innen kämpfen, wappnen sich mit Weiterbildungen beispielsweise in unseren Webinaren und Digitalen Mittagspausen. Vor allem aber dadurch, dass wir uns vernetzen. Ihr wünscht euch mehr analoge Formate? Kommt zu den Stammtischen! Und markiert euch den 27. September dick im Kalender – den Tag unseres nächsten Barcamps und der Mitgliederversammlung in Berlin.
Ihr braucht noch Inspiration? Voilà, hört in die Playlist – auch ein Ergebnis unserer Umfrage.
:Freischreiberiges
Gäste aus der Sahelzone
Unsere Geschäftsstelle in Hamburg hat sich am 16. Mai als Tor zur Welt erwiesen. Wie arbeiten freie Journalist*innen in Deutschland, wie in der Sahelzone? Wie werden sie von Redaktionen bei kritischer Berichterstattung unterstützt? Darüber hat die stellvertretende :Freischreiber-Vorsitzende Lisbeth Schröder mit den Kolleg*innen aus Burkina Faso, Mali, Mauretanien, Niger, Tschad und Senegal diskutiert. Der Besuch bei :Freischreiber war Teil eines Programms für Journalist*innen mit Schwerpunkt politische Online-Berichterstattung des Goethe-Instituts im Auftrag des Auswärtigen Amts zur „Stärkung der Medienresilienz in der Sahel-Region“. Was Lisbeth besonders berührt hat: „Vor allem ging es um Mut und Freiheit. Eigenschaften, die wir uns immer bewahren sollten – im Kampf für faire Honorare, eine bessere mentale Gesundheit im Job oder einen unabhängigen Journalismus.“
Lokaljournalismustreffen in Erfurt
Als „eine Art Netzwerk-Recherche-Jahreskonferenz – aber kleiner und für Lokaljournalist*innen“ beschreibt :Freischreiber-Vorstandsmitglied Johannes Klostermeier die CORRECTIV.Lokal Konferenz. Rund 300 Tageszeitungsjournalist*innen trafen sich im Mai an der Erfurter Uni, um über ihre Arbeit zu sprechen und darüber, was sie für die Demokratie bedeutet. Gleich das erste Panel mit Yağmur Ekim Çay, Lea Thies und Marc Rath drehte sich um die Frage: „Was braucht Deutschland jetzt vom Lokaljournalismus?“.
Der Live-Faktencheck mit dem CORRECTIV.Faktenforum zeigte, wie Journalismus nicht nur für, sondern mit Menschen funktioniert. „Zusammen glauben wir an die Kraft eines Lokaljournalismus, der positive Veränderungen in der Gesellschaft bewirkt“, sagte Jonathan Sachse von CORRECTIV.Lokal.
Branchentreff in Berlin
:Freischreiber-Vorsitzende Eva Bodenmüller durfte bei der Preisverleihung zu den Journalistinnen und Journalisten des Jahres, die das Medium Magazin ausrichtet, dabei sein. In den Laudationes ebenso wie in den Dankesreden der Ausgezeichneten kam klar heraus, dass sich die Branche ihrer gesellschaftlichen Verantwortung bewusst ist. Bemerkenswert waren die klaren Worte. Beispielsweise die Forderung, mehr Diversität zu wagen und auch weniger privilegierten Menschen einen Zugang in diesen tollen, fordernden und wichtigen Beruf zu ermöglichen.
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor.
Dieses Mal: Hannah El-Hitami. In ihren Beiträgen nimmt sie uns mit in die Gesellschaft und Politik der arabischen Welt, bringt uns die Themen Migration und Völkerrecht näher. Ihr großes Plus ist, dass sie neben Deutsch und Englisch auch fließend Arabisch spricht.
Foto: Jörg Modrow
Drei Fragen an Hannah El-Hitami
Wo arbeitest du am liebsten?
Auch wenn es gegen alle Ratschläge zum Thema Schlafhygiene geht: ich arbeite am liebsten am Sekretär in meinem Schlafzimmer. Um mich so richtig zu konzentrieren, brauche ich einen Raum für mich und meine eigene Ordnung. Mit dem Schlafen klappt es zum Glück trotzdem noch gut :)
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Meinen Laptop verwende ich natürlich am meisten. Aber ganz wichtig sind mir auch meine To-do-Listen, die ich vor allem in stressigen Zeiten mit vielen parallelen Aufgaben täglich aktualisiere. Sobald alles auf dem Papier steht – inklusive einem Plan, wann was erledigt wird –, sehe ich, dass es machbar ist, und muss nicht mehr darüber nachdenken.
Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?
Wenn Redaktionen mich drängen, Protagonist*innen zu bestimmten Themen zu befragen, obwohl ich mich besser auskenne und weiß, dass das unpassend ist. Im schlimmsten Fall führt das zu einem Vertrauensverlust bei den Gesprächspartner*innen. Mittlerweile habe ich gelernt, lieber auf mein Bauchgefühl zu hören und in solchen Fällen gegenzuhalten.
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.
Tipp des Monats: Quellenschutz
Wie wichtig ist der Quellenschutz? Und wie sorge ich dafür, dass meine Quellen auch im digitalen Raum anonym bleiben? Dazu hat uns Freischreiber Jonas Seufert in eine Digitale Mittagspause viele Tipps und nützliche Hinweise mitgebracht. Nicht immer sind sich Quellen bewusst, dass ihre Informationen sensibel sind. Verantwortungsvoller Journalismus bedeutet, für ausreichend Schutz zu sorgen, etwa über verschlüsselte E-Mails, Festplatten und möglichst sichere Kommunikationswege. Wir bewegen uns beim Thema Quellenschutz im Spannungsfeld zwischen Sicherheit und Transparenz. Auch als Freie können und sollten wir Unterstützung bei Redaktionen einfordern.
Hier geht’s zum Handout (exklusiv für Freischreiber*innen).
:Buchverlosung
Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Herzlandschaft – Marie Luise Kaschnitz und Italien“ von Freischreiberin Juliane Ziegler.
1924 zieht die junge Buchhändlerin Marie Luise Kaschnitz mit ihrem Mann nach Rom – eine Zeit, die ihr Schreiben prägt. In ihrem Roman „Liebe beginnt“ verarbeitet sie persönliche Erfahrungen im faschistischen Italien: eine Frau, die sich aus der Abhängigkeit eines besessenen Wissenschaftlers befreit – ein Spiegel ihrer eigenen Emanzipation. Als sie in den 1950er-Jahren zurückkehrt, ist sie längst eine gefeierte Autorin.
Freischreiberin Juliane Ziegler zeichnet Kaschnitz’ italienische Jahre anhand bisher unveröffentlichter Dokumente und Fotos nach – eine literarisch-biografische Entdeckungsreise zwischen Antike, Alltag und Aufbruch.
Interessiert? Schreib uns bis zum 30. Juni eine E-Mail an unsere Redaktionmit dem Betreff „Buchverlosung“und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Viel Glück! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Danke für eure Zusendungen im Mai. Das Buch „Klimasicher bauen und sanieren” von Freischreiberin Eva Bodenmüller geht an Sandra Weiss. Herzlichen Glückwunsch!
Hast du gerade ein neues Buch veröffentlicht, oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann melde dich bei der Redaktion, damit wir es verlosen können. Du bekommst Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich – Win-win!
:Presseschau
Das Projekt „Was krabbelt da?“ der :Freischreiber-Mitglieder Sigrid März und Joachim Budde wurde vom Medieninformationszentrum Babelsberg (MIZ) gefördert. Ihre KI-gestützte Insektenkamera kann die Berichterstattung zu Biodiversität erleichtern. Wie das geht und was alles möglich ist, erzählen die beiden im Interview mit dem MIZ.
:Stipendiatinnen am Media Lab Bayern
Die Freischreiberinnen Pauline Tillmann und Zsaklin Diana Macumba sind derzeit Stipendiatinnen im Future of News Fellowship des Media Lab Bayern. Zsaklin nutzt die sechs Monate des Programms, um das Phänomen der Newsinfluencer*innen in den Sozialen Netzwerken zu untersuchen. Pauline entwickelt in dieser Zeit ein Konzept für datenjournalistische Lokalberichterstattung auf TikTok. Mehr zu beiden Projekten erfahrt ihr auf der Website des Media Lab Bayern.
:Freienbibel 2 – Neuauflage mit KI-Kapitel
Im August ist es so weit. Dann erscheint die Neuauflage der Freienbibel 2. Sie ist ein Wegweiser durch den Dschungel der Bürokratie, die Basis für eure Karriereleiter, der Schlüssel zum Tresor der besseren Honorare und noch vieles mehr. Hier finden Krisenkönner und Freigeister, Schnelllesende und Suchende kompakte wie ausführliche Informationen zu allem, was Freie wissen müssen. Ihr solltet euch schon jetzt eines der begehrten Exemplare sichern.
Der Roman Brodman Preis für politische Dokumentarfilme ging dieses Jahr an den Kinodokumentarfilm „Die Möllner Briefe“ von Regisseurin Martina Priesser. Der Film, der auch auf der Berlinale 2025 lief, begleitet die Hinterbliebenen der Opfer des rassistischen Brandanschlags von Mölln 1992 dabei, wie sie mit Briefen konfrontiert werden, die mehr als dreißig Jahre im Stadtarchiv lagerten. Die Briefe sind Solidaritätsbekundungen mit den Angehörigen der Opfer, waren aber bei diesen nie angekommen. Es geht um Rassismus, Erinnerungskultur und Traumabewältigung.
Content-Flut steigt durch KI
Frisst die KI die Medien auf? Ein Beitrag von Sebastian Esser in seinem Newsletter Blaupause legt den Schluss nahe. Die Logik: Mit KI lässt sich einfach Content produzieren. Mittelmäßige und fehlerhafte Massenware, wie es heißt. Aber die entsteht auch ohne KI bei manchem Online-Medium, das nur auf Reichweite aus ist. Gutes geht in der Flut der Beiträge unter. Wie Qualitätsjournalismus überleben kann? „Die Antwort liegt jenseits des reinen Inhalts: in der Beziehung zum Publikum“, meint Esser.
Erste Ausgabe von atmo
Wir gratulieren der Redaktion von atmozur ersten gedruckten und digitalen Ausgabe. Das Magazin ist der Nachfolger des Greenpeace Magazins, das Ende letzten Jahres eingestellt wurde. Mit konstruktivem Journalismus will atmounabhängig und fast ausschließlich über Abonnements finanziert über Klima und Gesellschaft berichten, viermal im Jahr.
BildBotschaft startet Crowdfunding
Mit „BildBotschaften“ will die Laif Foundation unabhängigen Fotojournalismus unter die Menschen bringen. Die Stiftung versteht das Projekt als ein Zeichen für Demokratie und gesellschaftlichen Austausch: „Ziel ist es, Menschen durch diese Fotos miteinander ins Gespräch zu bringen – über lokale Themen, die unsere Gesellschaft bewegen“, wie es in der Pressemeldung heißt. Die Fotoreportagen werden von Profis und Jugendlichen produziert. Die erste Station wird im November 2025 in Hamburg sein. Bereits jetzt läuft die Crowdfunding-Kampagnefür das spendenbasierte Projekt.
Nein. Die Ausstellung
Journalist*innen des russischen Exil-Mediums Medusa und Künstler*innen setzen sich gemeinsam mit den aktuellen gesellschaftlichen Umbrüchen auseinander. In manchen Systemen kann ein „Nein“ Gefängnisstrafen nach sich ziehen. Es steht für den Willen, sich gegen Ungerechtigkeit und Krieg aufzulehnen.
Die Ausstellung läuft noch bis zum 6. Juli im Kunstquartier Bethanien am Mariannenplatz 2 in Berlin.
Wie arbeiten Podcastende?
Das möchten Studierende des Masterstudiengangs Journalismus der Uni Leipzig gerne wissen. Ihre Umfrage richtet sich an alle, die mit Podcasts zu tun haben. Die Befragung dauert etwa 15 Minuten und ist noch bis 6. Juni online.
:Externe Termine
Wie erkennt man Manipulationsstrategien?
Am 6. Juni von 10 bis 12 Uhr lädt unser Partnerverband Freischreiber Österreich zum Austausch via Zoom mit Expert*innen der gemeinnützigen Organisation Der goldene Aluhut ein. Kostenpunkt: 20 Euro für Mitglieder von :Freischreiber, 30 Euro für alle anderen. Anmeldung per E-Mail, Betreff: Aluhut.
FREIgrillen in Wien
Unser Partnerverband Freischreiber Österreich organisiert am Mittwoch, den 18. Juni sein traditionelles FREIgrillen auf der Wiener Donauinsel. Wenn ihr zufällig in Wien seid, meldet euch bei Freischreiber Österreich.
KI-Sommercamp
Noch nichts vor im Sommer? Wie wäre es mit einem dreiwöchigen KI-Sommercamp? Der Datenjournalist Claus Hesseling zeigt euch vom 7. bis 25. Juli, immer vormittags, teils in Präsenz, teils online, mit vielen Praxisaufgaben und viel Spaß, wie ihr KI sinnvoll in euren journalistischen Alltag integrieren könnt.
Die Kosten von 4.100 Euro könnt ihr zu 90 Prozent über eine Förderung des Kompass-Programms refinanzieren. Freischreiber erhalten einen Rabatt von 15 Prozent. Mehr Infos zum Programm findet ihr hier. Für den :Freischreiber-Rabatt meldet euch bei uns.
Sicherheitstraining und Stressmanagement
Ob im Einsatz in Krisengebieten oder am Laptop – Sicherheit ist im Journalismus ein großes Thema. Unser Kooperationspartner actsafer bietet Hostile Environment Awareness Trainings (HEAT) an. Ihr könnt euch auch für Datensicherheit und Digitale Selbstverteidigung oder das Schnuppertraining Stressmanagement noch anmelden – je eher, desto günstiger. Und für :Freischreiber-Mitglieder gibts zusätzlich 20 Prozent Rabatt, sofern ihr nicht ohnehin eine Kompass-Förderung beantragen könnt. Die aktuellen Termine für die Traings findet ihr hier.
Digitaler Journalismus
Noch bis zum 15. Juli läuft die Bewerbungsfrist für den berufsbegleitenden Masterstudiengang Digitaler Journalismus an der Hamburg Media School. Inhaltlich geht es um neue Arten des Medienkonsums, crossmediale Storytelling-Formate, digitale Absatzmärkte und berufsethische Ansprüche an digitale Medien.
Lasst euch von der Umwelt inspirieren. Tauscht euch aus und genießt das Frei-sein!
Herzliche Grüße,
Euer Newsletter-Team
Elisa Kautzky und Eva Bodenmüller
Nicht alle Nachrichten bringen auch etwas Neues. Etwa, dass die AFD gesichert rechtsextrem ist – oder dass wirtschaftlicher Druck und autoritäre Regime die unabhängige Berichterstattung weltweit gefährden. Doch manchmal gibt es überraschende Entwicklungen: Die ARD reagiert auf die Debatte um Thilo Mischke, kündigt verbindlichere Casting-Regeln an und übergibt die Federführung für das Kulturmagazin „ttt – titel, thesen, temperamente“ an den MDR. Und: Noch nie standen so viele Frauen wie heute an der Spitze von Hochschulen in Deutschland. Es bewegt sich etwas – dank Menschen, die den Status quo hinterfragen und sich einmischen. Genau solche braucht der freie Journalismus. Genau solche braucht auch :Freischreiber.
Pressefreiheit unter Druck
Die neue Rangliste der Pressefreiheit 2025 von Reporter ohne Grenzen zeigt: Die Lage für unabhängige Medien weltweit ist so schlecht wie nie. Mehr als die Hälfte der Weltbevölkerung lebt in Ländern mit „sehr ernster“ Pressefreiheitslage. Allen voran: Gaza, Mexiko, Russland, China – aber auch Journalist*innen in EU-Staaten wie Ungarn und der Slowakei stehen unter Druck. Deutschland fällt vom 10. auf den 11. Platz zurück.
Foto: Jörg Modrow
Was muss sich ändern? Mehr Unterstützung für gemeinnützigen Journalismus, transparente Medienförderung und ein fairer Umgang mit öffentlicher Werbung – auch in Demokratien wie Deutschland. Was heißt das für uns Freie?Engagement lohnt sich. Guter Journalismus macht den Unterschied. Wer recherchiert, sichtbar bleibt, sich vernetzt und Missstände thematisiert, arbeitet an der Stärkung der Pressefreiheit aktiv mit.
Ausgezeichnete Redaktionen 2024
Die ZEIT hat 2024 die meisten Journalistenpreise im deutschsprachigen Raum erhalten – insgesamt 29 Auszeichnungen. Damit führt sie das jährliche Ranking des journalist erneut an. Auch zahlreiche öffentlich-rechtliche Rundfunk- und Fernsehsender wie WDR, SWR, BR und ZDF sind unter den Top Ten vertreten. Die Auswertung zeigt: Viele Redaktionen wurden für Beiträge ausgezeichnet, die sich mit Demokratie, gesellschaftlichem Wandel und investigativer Recherche beschäftigen.
:Freischreiber wants you!
Du hast Lust, dich für freien Journalismus stark zu machen? Zum Beispiel durch Mitarbeit am Newsletter, an der Website, bei Pressemitteilungen, Social Media – oder lieber durch strategische Diskussionen mit Auftraggebenden, Webinare und Vernetzung? Im Vorstand von :Freischreiber kannst du genau dort mitgestalten, wo du Wirkung siehst.
Wie Karlotta Ehrenberg so schön in einem Artikel für die taz schrieb:
Die Bewerbungsphase für den neuen Vorstand läuft – und vielleicht bist genau du die richtige Person dafür. Du hast Ideen, Fragen, Visionen oder einfach Lust auf kollegialen Austausch und Verantwortung? Bewirb dich jetzt! Komm gerne vorbei zu einer Schnupper-Zoom-Konferenz. Oder schreib uns einfach.
Frei heraus:
Foto: Stephanie van Loosen
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor.
Dieses Mal: Stephanie van Loosen. Die Freischreiberin ist freie Journalistin und promovierte Veterinärmedizinerin. Ihre Themenschwerpunkte reichen von indigenen Gemeinschaften und dem Klimawandel bis hin zu Tierwelten und Naturphänomenen. Derzeit bereits als Kooptierte im aktuellen Vorstand eingebunden, kandidiert sie für die neue Legislatur.
Drei Fragen an Stephanie van Loosen
Wo arbeitest du am liebsten?
Überall, wo es hell ist, wo meine Gedanken Freiheit, Luft und Licht finden.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Zunächst ganz analog ein Block und ein Stift – ich liebe die Frixion Pens, die sich wegradieren lassen. (Fast) immer dabei habe ich natürlich auch mein Smartphone, prima für Fotos und O-Töne. Und wenn ich mich richtig, richtig gut ausgerüstet fühlen will, dann natürlich mit Laptop und Fotoapparat.
Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?
Dass ich genau DIE Sachen NICHT dabei habe und dadurch eine Situation, die unwiederbringlich ist, nicht einfangen, aufschreiben oder festhalten kann. Hatte ich leider schon und habe ich wahnsinnig bedauert. Umgekehrt funktioniert es allerdings leider auch: Ich habe alles für ein tolles Interview, eine super Story dabei. Und der Protagonist zieht im Nachhinein seine Einwilligung zurück. Das ist genauso frustrierend.
:Presseschau
Viele freie Journalist*innen arbeiten auch für Unternehmen – ein heikles Thema, das unsere Vorsitzende Eva Bodenmüller im Interview mit Übermedien anspricht. Bei durchschnittlich 25 Euro brutto pro Stunde im Journalismus ist PR oft eine besser bezahlte Notlösung. Wichtig ist eine klare Trennung der Rollen – und Unabhängigkeit bei der Themenwahl. Wir plädieren für Transparenz statt Verbote. Und an die Medien: Bezahlt uns einfach so gut, dass wir PR nicht nötig haben! Hier geht’s zum Interview.
:Paris-Treffen
Freischreiberin Caroline Ring hat sich mit Vorstandsmitglied Elisa Kautzky im April in Paris auf einen Tee getroffen – in einem Comicladen.
Foto: Caroline Ring
Anlass war eine kleine Signiertour durch Frankreich zum dortigen Erscheinen des Comics METROPOLIA, gezeichnet von Carolines Partner Ingo. Die Krimiserie spielt im Jahr 2099 in Berlin.
:Tipp des Monats
Wie pitchst du richtig für Apotheken Umschau, Eltern, Senioren Ratgeber, Diabetes Ratgeber und die Website apotheken-umschau.de? Das haben uns Marisa Gold, stellvertretende Ressortleiterin Leben & Psyche, Julia Maria Schulters, Co-Ressortleiterin Medizin, und Anne-Bärbel Köhle, neue :Freischreiber-Ombudsfrau im Wort & Bild Verlag, Autorin, Journalistin und Chefredakteurin, beantwortet. Hier geht’s zum Handout (exklusiv für Freischreiber*innen).
:Buchverlosung:
Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Klimasicher bauen und sanieren” von Freischreiberin Eva Bodenmüller.
Der Klimawandel bringt viele unschöne Dinge mit sich. Dazu zählen Extremwetterlagen wie Hitze, Starkregen und Sturm. Unsere Gebäude sind größtenteils nicht darauf vorbereitet und benötigen hier und da eine kleine oder größere Auffrischung. Dieser Ratgeber stellt verschiedene Möglichkeiten vor, wie ihr eure Gebäude schützen oder im Allgemeinen klimagerecht bauen könnt.
Interessiert? Schreib uns bis zum 31. Mai eine E-Mail an redaktion@freischreiber.demit dem Betreff „Buchverlosung“und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Viel Glück! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Danke für eure Zusendungen im April. Das Buch „Puderzucker an der Waffel – Wie die Psyche im Gleichgewicht bleibt“ von Jana Hauschild geht an Patrick Stäbler. Herzlichen Glückwunsch!
Hast du gerade ein neues Buch veröffentlicht, oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann melde dich bei unserer Redaktion, damit wir es verlosen können. Du bekommst Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich – Win-win!
Herzlichen Glückwunsch!
Noch mehr Gewinner*innen: Freischreiber Florian Sturm hat den Peter-Hans-Hofschneider-Recherchepreis für Wissenschafts- und Medizinjournalismus bekommen. Die offizielle Preisverleihung findet auf der Jahreskonferenz von Netzwerk Recherche in Hamburg statt.
Der DJV sieht darin einen klaren Verstoß gegen das Urheberpersönlichkeitsrecht und warnt vor der Aushöhlung journalistischer Geschäftsmodelle. „Urheberrechte sind keine Ramschware“, so DJV-Bundesvorsitzender Mika Beuster. Solche KI-Nutzungsrechte müssten individuell verhandelt und vergütet werden – nicht per AGB. Dem kann sich :Freischreiber nur anschließen.
Störfaktor Kind
Der Report „Störfaktor Kind“ von Corinna Cerruti und Tamara Keller, gefördert durch das Greenhouse Fellowship von Netzwerk Recherche und derSchöpflin Stiftung, zeigt eindrücklich, wie schwer sich Familie und Journalismus vereinbaren lassen. Basierend auf Interviews mit 28 Journalist*innen belegt die Untersuchung: Strukturelle Diskriminierung trifft Eltern in Redaktionen systematisch. Hauptprobleme sind mangelnde Planbarkeit, schlechte Bezahlung, fehlende Wertschätzung und kaum Karrierechancen – besonders für Alleinerziehende.
Money money money
Freischreiber Oliver Eberhardt hat eine gute Nachricht für alle, deren Texte von Presse-Verlagen online veröffentlicht werden: Die VG Wort hat im letzten Jahr rund 6 Mio. Euro aus dem Presseverleger-Leistungsschutzrecht eingenommen – etwa 4,9 Mio. Euro für VG Wort, 1,1 Mio. Euro für VG Bild-Kunst. Einen Teil davon findet ihr bald in eurem Ausschüttungsbrief.
Dahinter steckt die Idee, dass Plattformen wie Google Verlage bezahlen müssen, wenn sie journalistische Texte nutzen. Ein Drittel davon geht an uns Urheber*innen.
In der VG Wort wird derzeit viel Geld neu verteilt. Das ist nicht einfach: Einige müssen abgeben, damit andere endlich fair entlohnt werden. Gerade Kolleg*innen aus dem Wissenschaftsjournalismus gingen lange leer aus. Das ändert sich jetzt. Gute Nachrichten auch für kleinere Magazine: Künftig reichen schon 375 Zugriffe für eine Ausschüttung – hinter Paywalls sogar nur 125. Dafür werden alte Archivtexte nicht mehr berücksichtigt.
Schutz vor KI-Ausbeutung
Künstler*innen, Autor*innen und Medienschaffende in ganz Europa fordern von der EU-Kommission mehr Schutz vor generativer KI. Unsere Werke werden massenhaft ohne Zustimmung oder Vergütung genutzt. Es braucht deshalb Transparenz, faire Bezahlung, konsequenten Urheberrechtsschutz und Mitbestimmung bei KI-Regulierungen. Die Initiative Creators for Europe United warnt: Ohne Kreative verliert Europa seine kulturelle und wirtschaftliche Stärke. Hier könnt ihr den offenen Brief unterschreiben.
Faire Foto-Honorare
Der Berufsverband FREELENS, Kooperationspartner von :Freischreiber, warnt in einer Pressemitteilung vor den zunehmend prekären Bedingungen für freie Bildjournalist*innen in Deutschland. Stagnierende oder sinkende Honorare, fehlende Vergütung für Rechteübertragungen – etwa zur KI-Nutzung – und eine mangelnde Verhandlungsbereitschaft großer Verlage wie der FAZ verschärfen die wirtschaftliche Unsicherheit der Freien. FREELENS fordert regelmäßige Honorarverhandlungen analog zu Tarifgesprächen.
Seit fast 30 Jahren bietet das Jugendmedienfestival jungen Talenten eine Plattform, um ihre journalistischen Fähigkeiten zu entfalten. Es gibt kreative Workshops und Chancen zum Austausch. Das Motto in diesem Jahr: „Medien auf Zeitreise: Von der Feder bis zum Feed“. Die Anmeldung für die kommende Runde ist vom 29. Mai bis 1. Juni möglich. Wo? Bad Segeberg (Schleswig-Holstein). Zur Anmeldung geht es hier entlang.
MIZ Deciders Day
Am 13. Mai findet im Medieninnovationszentrum Babelsberg (MIZ) der MIZ Deciders Day 2025 statt – in Kooperation mit dem Creative Europe Desk Berlin-Brandenburg. Wie können (Lokal-)Medien das Vertrauen ihres Publikums zurückgewinnen, innovativ auf Nachrichtenvermeidung reagieren und neue Wege der Publikumsbindung entwickeln? Die Veranstaltung ist auf Englisch.
Live vor der Kamera stehen und mitten aus dem Geschehen über ein Ereignis berichten – dieses Praxisseminar macht dich fit für den Live-Report. Nach der Theorie geht es in die Praxis: Aufzeichnen im Studio und draußen, auswerten, aus den Übungen lernen. Am 3. und 4. Juli von 9 bis 17 Uhr.
Storytelling
Geschichten müssen spannend erzählt sein, damit sie in Erinnerung bleiben. Wie das geht, vermittelt dieser Workshop mit der nötigen Theorie und intensiven praktischen Übungen. Am 13. und 14. Mai online von 9 bis 17 Uhr.
Euch allen einen schönen Tag der Befreiung – und wer in Berlin lebt kann sich sogar über den 8. Mai als Feiertag freuen.
Sonnige Grüße, euer Newsletter-Team: Elisa Kautzky und Eva Bodenmüller
Schon wieder Frühling? Nein, nein, diese Frage stellt sich so für uns nicht. Endlich Frühling, muss es heißen, die Zeit der vielen Feiertage. Die Saison der Brückentage und kurzen Arbeitswochen beginnt. Und dieses Jahr bekommen alle, die in Berlin leben, sogar noch einen geschenkt: den 8. Mai. Was das für Freie bedeutet? Mehr Arbeit. Denn wenn Angestellte freinehmen, fällt vielleicht der eine oder andere Auftrag zusätzlich ab. Vergesst vor lauter Freude darüber das Verhandeln eurer Honorare nicht, bleibt aufmerksam und setzt euch für wichtige Dinge ein – beispielsweise euren Verband.
Was uns bewegt
Verhandeln. Jetzt.
Kürzlich hatten wir vom Vorstand wieder eines dieser Gespräche, die einen fast ratlos zurücklassen. Mal wieder ging es um faire Honorare und Verträge, ein Miteinander auf Augenhöhe. Wir müssen nicht im Detail wiederholen, was wir gehört haben. Ihr kennt die Argumente von „der Markt wird es regeln“ bis „Freie sind Unternehmer*innen und müssen eben besser verhandeln“.
Dem stimmen wir durchaus zu. Guten Journalismus gibt es nicht umsonst. Freier Journalismus ist schließlich kein Ehrenamt. Auch wenn sich manche Honorarangebote so anfühlen. Aber es sind ja nur Angebote. Verhandelt, wählt aus, sucht euch Auftraggebende, die eure Arbeit schätzen und das auch in fairen Honoraren und Bedingungen ausdrücken. Und die anderen? Das regelt dann der Markt.
Zeit für mehr Aufmerksamkeit
Die laufenden Koalitionsverhandlungen der voraussichtlich nächsten Regierung sorgen für einige Aufreger und gemahnen uns, genau hinzuschauen. Ausgerechnet die Arbeitsgruppe Bürokratierückbau, Staatsmodernisierung und Moderne Justiz fordert nun unter der Überschrift „Repräsentative Demokratie stärken“ die Abschaffung des Informationsfreiheitsgesetzes. Eben jenes Gesetzes, das die Demokratie durch Transparenz stärkt. Das hat uns zum Handeln veranlasst. Zusammen mit mehr als 40 weiteren Organisationen hat :Freischreiber einen offenen Brief an die SPD unterzeichnet, in dem wir die Partei auffordern, das Informationsfreiheitsgesetz nicht zur Verhandlungsmasse in den derzeitigen Koalitionsgesprächen zu machen. Was alles noch kommt, wissen wir nicht. Bleiben wir aufmerksam.
:Freischreiber sucht dich
Die Bewerbungsphase für den nächsten :Freischreiber-Vorstand hat begonnen. Bist du Freischreiber*in und hast dir schon mal Gedanken gemacht, was du für den freien Journalismus erreichen möchtest? Wo gibt es aus deiner Sicht ungenutztes Potenzial? Hast du Antworten darauf? Oder noch mehr Fragen? Dann bring sie mit in den Vorstand von :Freischreiber. Wir freuen uns auf deine Bewerbung.
In den nächsten Monaten stellen wir an dieser Stelle Personen vor, die sich für den kommenden Vorstand bewerben. Bist du dabei?
:Freischreiberiges
:Tipp des Monats: Steuer-ABC
Du siehst gerne, wie deine Einnahmen wachsen und behältst den Überblick über deine Ausgaben? Dann gehörst du sicher auch zu denjenigen, die ihre Steuer selber machen. Blöd nur, dass zwischen den Steuererklärungen immer so viele Monate liegen. Wie war das doch gleich mit der EÜR? Welche neuen Regelungen gelten seit 2025? Und welche Ausgaben kann ich steuerlich absetzen? Ob ihr einfach nur euer Gedächtnis auffrischen wollt oder die Nachhilfe etwas umfassender sein soll: Jana Vierheilig, Steuerfachangestellte, hat für uns ein übersichtliches Steuer-ABC zusammengestellt. Du findest es im :Freischreiber–Mitgliederbereich.
:Presseschau
Kennst du schon die :Freischreiber-Presseschau? Dort sammeln wir Pressebeiträge, in denen der Verband erwähnt wurde.
:Frei heraus
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor. Dieses Mal:Kira Brück. Journalistin aus Neugierde, Bestsellerautorin, Dozentin – und Freischreiberin.
Foto: Dr. Katharina Rudolf
Wo arbeitest du am liebsten?
An meinem Holzschreibtisch im Journalistenbüro Blockfrei. Hier arbeite ich mit zwölf anderen freien Journalist*innen in Berlin-Mitte in einem Altbau mit Stuck an den Decken. Ohne den Austausch und die Mittagessen mit meinen tollen Kolleg*innen wäre ich eine viel weniger glückliche Freie.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Seit Neuestem meine Lesebrille, haha. Ansonsten brauche ich unbedingt Kaugummis, Kopfhörer, um beim Telefonieren die Arme frei zu haben, mein uraltes Aufnahmegerät, meinen Kalender sowie eine große Tasse Tee.
Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?
Wenn Protagonist*innen nach einem richtig guten Interview im Autorisierungsprozess Angst vor der eigenen Courage bekommen und ihre Aussagen relativieren oder sogar zurückziehen.
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich bei der Redaktion.
:Buchverlosung
Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Puderzucker an der Waffel – Wie die Psyche im Gleichgewicht bleibt“ von Jana Hauschild.
Jugendliche wissen wenig über psychische Gesundheit. Dabei nimmt die Zahl derer zu, die von Ängsten, chronischem Stress oder depressiven Beschwerden geplagt sind. Das Buch klärt auf und hilft Jugendlichen, sich gegenseitig zu helfen, sich selbst zu schützen und auch aktiv Hilfe einzufordern. Themen sind etwa Sucht, Suizidalität oder auch Flucht, Krieg und Klimakrise oder Leistungsdruck. Immer verständlich und auf Augenhöhe erklärt. Erschienen ist das Buch im Carlsen Verlag.
Interessiert? Schreib uns bis zum 30. April eine E-Mail an redaktion@freischreiber.de mit dem Betreff „Buchverlosung“. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Viel Glück! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Danke für eure Zusendungen im März. „Klimahelden auf dem Balkon“ von Freischreiberin Melanie Öhlenbach geht an Kathrin Fromm. Herzlichen Glückwunsch!
Hast du gerade ein neues Buch veröffentlicht, oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann melde dich, damit wir es verlosen können. Du bekommst Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich – Win-win!
:Tandem-Treffen Paris
Liberté, égalité, freischreibér! Am 2. April kamen Les Freischreibers alias Steve Przybilla und Elisa Kautzky in Paris zusammen. Nach einem Jobtermin von Steve sind die beiden Tandempartner*innen unter blauem Himmel zum Eiffelturm spaziert.
:Regio-Gruppen
Was haben Leipzig, München und Hamburg, Stuttgart, Berlin und Bonn, Nordrhein-Westfalen, der Südwesten, das Rhein-Main-Gebiet, Franken und Schleswig-Holstein gemeinsam? Genau: Überall gibt es :Freischreiber-Regio-Gruppen. Hier treffen sich Freischreiber*innen – und solche, die es werden wollen – zu Stammtischen und lehrreichen Runden vor Ort, live und in Farbe. Und was ist mit Freien in der Provinz oder im Ausland? Auch die treffen sich regelmäßig – vor dem Bildschirm. Alle Regio-Gruppen findet ihr hier. Wenn ihr im Ausland arbeitet, meldet euch bei den Auslandsfreien. Zusätzlich gibt es noch die Fernsehfreien und die Freifunker*innen.
Seid ihr schon im Verteiler eurer Regio-Gruppe? Nein? Dann meldet euch gleich an. Damit ihr den nächsten Stammtisch nicht verpasst und euch mit anderen :Freischreiber-Mitgliedern in eurer Region austauschen könnt. Ihr findet die Mailinglisten im Mitgliederbereich. Tragt euch bitte selbst ein.
Johann Hinrich Claussen ergreift bei Chrismon Partei für die freien und festen freien Kolleg*innen. In seinem Beitrag weist er darauf hin, wie wichtig Freie auch für Lesende sind. Und in welch prekärer Situation sie sich dennoch häufig befinden. Ein Beitrag, den wir gerne teilen. Wenngleich wir auch klarstellen möchten, dass viele Freie ihr Freisein lieben und es nur ungern gegen eine Festanstellung eintauschen würden. Worin wir ihm uneingeschränkt zustimmen: Wer frei arbeitet, sollte Mitglied bei :Freischreiber sein.
Mitgefühl mit Freien (2)
Mehr Solidarität unter Journalist*innen bei Angriffen und Diffamierungskampagnen, aber auch eine klare Positionierung der Politik für den Schutz von Journalist*innen fordern Christopher Resch und Katharina Victoria Weiß von Reporter ohne Grenzen im Interview mit der taz. Nicht zuletzt sind aber auch die Medienhäuser gefragt, wie Weiß betont: „Wir appellieren […] speziell an die Medienhäuser, ihre festen, gerade aber auch ihre freien Medienschaffenden besser zu schützen.“ Weiterlesen.
Fordern statt einknicken
Manchmal lohnt es sich, alte Beiträge von Kolleg*innen wieder hervorzuholen. Heute: Die Abschiedskolumne der Kriegsreporterin alias Silke Burmester in der taz. Sie schrieb: „Wir sind eine Branche der Schisser und Anpasser, die zwar groß darin ist, Fehler bei anderen zu suchen, aber sich heulend in der Ecke verkriecht, wenn sie ihre Arbeitsbedingungen benennen soll.“ Bei allen Zwängen des Alltags und des gesellschaftlichen und politischen Drucks auf den Journalismus sollten wir genau das nicht vergessen: dass wir einfordern, fair und auf Augenhöhe behandelt zu werden. Dazu gehört, über Honorare immer zu verhandeln. Wer nichts fordert, bekommt auch nichts.
Aufreger um die Pressestelle der Stadt Bremerhaven
Wenn Journalist*innen in die PR abwandern und mit ihrer Arbeit auch noch erfolgreich sind, dann ärgert das die ehemaligen Auftraggeber, etwa Verleger*innen, wie in einem Beitrag auf kress.de zu lesen ist. Dann betonen sie, dass Journalismus mehr ist als ein PR-Projekt. Dann wird die kritische Berichterstattung wichtig. Dem können wir nur zustimmen. Doch es reicht eben nicht, nur auf die anderen zu zeigen. Wir regen an, auch die Ursachen dafür zu suchen, dass Journalist*innen sich lieber um die positive Darstellung von Unternehmen und Behörden auf Social Media kümmern wollen als kritische Stimme zu sein. Wer seine Angestellten und freien Mitarbeitenden fair bezahlt und für einen wertschätzenden Umgang sorgt, wird sie auch behalten. Wie das geht? Da verweisen wir von :Freischreibergerne auf unseren Code of Fairness. Vielleicht klappt es dann ja auch mit den (freien) Mitarbeitenden.
Einschüchterungsversuche durch Slapp-Klagen
Auch in Deutschland versuchen unterschiedliche Akteure, öffentliche Beteiligung durch strategische Klagen, sogenannte Slapp-Klagen, einzuschränken. Eine Studie der Otto-Brenner-Stiftung zeigt, wie unterschiedlich die Einschüchterungsversuche aussehen, wen sie in erster Linie treffen und wie stark sie die Betroffenen belastet. In der Studie macht die Stiftung auch Vorschläge, wie der Gesetzgeber Betroffene und damit auch die Demokratie besser schützen kann. Weiterlesen
Warum gibt es Freelens? Wie hat sich der Verband in den dreißig Jahren seines Bestehens entwickelt und was sind die Herausforderungen der Zukunft? Darüber diskutieren Gründungsmitglieder von Freelens mit dem Nachwuchs des Verbandes am 10. April in der Freelens Galerie in Hamburg. Los geht’s um 19 Uhr.
Mentorinnenprogramm des Journalistinnenbundes
Noch bis zum 27. April können sich Journalistinnen für das Mentoringprogramm des Journalistinnenbundes bewerben. Ein Jahr lang begleiten erfahrene Journalistinnen ihre Mentees dabei, neue Themen- oder Berufsfelder zu erschließen, oder helfen dabei, den Wiedereinstieg oder neue Aufträge zu finden. Das Programm startet im September und läuft ein Jahr.
Einreichungen für das b-future-festival gesucht
Konstruktiv und lösungsorientiert soll beim b-future-festival in Bonn über die Zukunft des Journalismus diskutiert werden. Habt ihr Ideen und könnt Perspektiven aufzeigen? Dann reicht bis zum 30. April eure Programmvorschläge ein. Das Festival selbst findet vom 2. bis 4. Oktober in Bonn statt.
Das war’s auch schon wieder. Jetzt raus mit euch. Trefft euch mit Kolleg*innen oder Freund*innen, mischt euch unter Menschen und feiert das Leben als Freie!
Der März ist da. Und bringt uns neben Krokussen und Sonnenschein auch einen neuen Kanzler in spe: Friedrich Merz. Was noch? Am Samstag ist Weltfrauentag – eine gute Gelegenheit, um ein Zeichen gegen die schwindende Präsenz von Frauen im Bundestag zu setzen. Was hilft gegen Weltschmerz? Wir empfehlen Frühjahrsputz. Und zwar auch beruflich, zum Beispiel unter unseren Auftraggebenden.
Was uns bewegt
Kleine große Anfrage
Im Februar hat die Unionsfraktion im Bundestag eine Kleine Anfrage zur „politischen Neutralität“ zahlreicher staatlich geförderter Organisationen (NGOs) und Verbände eingereicht, die vor den Wahlen zu Demos gegen Rechts aufgerufen hatten. Auch journalistische Kollektive wie Correctiv, die neuen deutschen medienmacher*innen und Netzwerk Recherche sind betroffen. Die insgesamt 551 Fragen der Unionspolitiker offenbaren ein Verhalten, das man sonst nur von der AfD kannte. „Wir teilen die Einschätzung, dass diese Anfrage ein Angriff auf die freie Zivilgesellschaft in Deutschland ist“, sagt die :Freischreiber-Vorsitzende Eva Bodenmüller. Unsere Pressemitteilung findet ihr hier. :Freischreiber wird sich auch weiterhin für menschlichen Journalismus und die Pressefreiheit einsetzen.
Hand in Hand
So wie am 16. Februar, da war :Freischreiber in Berlin auf der Straße: für unsere Freiheit als Journalist*innen, für den Schutz von Kolleg*innen gegenüber rechtsextremistischen Versuchen, uns einzuschüchtern und auszubremsen. Das lassen wir nicht zu!
Digitale Überwachung, unsichere Kommunikationswege und zunehmende Bedrohungen – wie schützen Journalist*innen ihre Quellen in einer vernetzten Welt? Welche Maßnahmen sind wirklich sicher? Und was können wir sofort umsetzen? Insbesondere Freie müssen sich oft selbst darum kümmern, ihren Quellen sichere Kommunikationswege bereitzustellen.
Eine Gruppe Studierender der Journalistik und Kommunikationswissenschaft an der Universität Hamburg hat im Rahmen eines Seminars zum Thema Sicherheit und Quellenschutz die wichtigsten Forschungserkenntnisse und Empfehlungen für :Freischreiber zusammengetragen. Darin findet ihr praktisch und direkt Tipps und Ratschläge für den Arbeitsalltag, wie ihr euch und eure Informant*innen effektiv schützen könnt. Das Dokument findet ihr demnächst im Mitgliederbereich. Zum Vertragsabschluss mit Informant*innen hat unser Verbandsjurist Sebastian Rengshausen bereits eine Vorlage erstellt.
:Tipp des Monats: Dein eigener Newsletter
Mit einem eigenen Newsletter kannst du deine Persönlichkeit und deinen Schreibstil zeigen – du hast die volle Kontrolle. Du entscheidest, welche Inhalte du veröffentlichst, auch solche, die Redaktionen vielleicht abgelehnt haben. Beim letzten Auslandsstammtisch war Freischreiberin Regine Glass zu Besuch und hat uns Tipps für den Einstieg gegeben. Der wichtigste: Einfach loslegen! Das Handout findet ihr im Mitgliederbereich.
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor.
Dieses Mal: Clara Vuillemin. Die Freischreiberin mit Sitz in Berlin hat in Lausanne und Moskau Maschinenbau und Elektrotechnik studiert, das Schweizer Magazin Republik mitgegründet und „schreibt über alles, solange es etwas zu lernen oder zu lachen gibt“.
Foto: privat
Wo arbeitest du am liebsten?
In meinem Gemeinschaftsbüro in Berlin, eine ehemalige Fabrik, selbstverwaltet, vierter Stock, Regale voller verstaubter Ordner, Antifa-Poster, große Tische. Oder im Frühling auf langen Spaziergängen mit meinem Kollegen Peter.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Mein Laptop. Wenn möglich, steht er auf einem Stapel Bücher, und ich habe eine externe Tastatur und Maus – der perfekte ergonomische Arbeitsplatz für unterwegs.
Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?
Redakteur*innen, die sich selbst für schlauer als die Leser*innen halten.
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier .
:Kooperationen
Kennt ihr schon unseren Kooperationspartner Hostwriter? Das gemeinnützige Netzwerk soll weltweite Kooperationen zwischen Journalist*innen erleichtern – von Insidertipps über gemeinsame Recherchen bis hin zu Übernachtungsmöglichkeiten. Hostwriter richtet sich an hauptberufliche Journalist*innen (nachweisbar durch Presseausweis oder Mitgliedschaft in Berufsverbänden), aber auch Blogger*innen sind willkommen, insbesondere in Ländern mit eingeschränkter Pressefreiheit. Das Projekt ist stiftungsfinanziert und für Freischreiber*innen kostenlos.
:Ombudsperson
Ein offenes Ohr für freie Journalist*innen, das wünschen wir uns in allen Redaktionen. Bei einigen Häusern haben wir dafür Ombudsleute gefunden: ausgewählte Vertrauenspersonen, die bei Schwierigkeiten neutral vermitteln.
Unsere neueste Unterstützerin in diesem Amt istAnne-Bärbel Köhle, Chefredakteurin beimWort & Bild Verlag. Ihr Haus bringt unter anderem Apotheken Umschau und ELTERN heraus. „Ich war die meiste Zeit meines Berufslebens freie Journalistin. Deshalb weiß ich ganz genau, was in der Zusammenarbeit mit Redaktionen schiefgehen kann – und wie es besser läuft, für alle Beteiligten“, sagt Anne-Bärbel. Danke für dein offenes Ohr! Am 3. April um 12 Uhr gibt es eine Digitale Mittagspause mit ihr und Tina Haase, Chefredakteurin von Apotheken Umschau, Diabetes Ratgeber, Senioren Ratgeber und ELTERN.
:Freischreiber-Ombudsleute wie Anne-Bärbel findet ihr auch bei:
DIE ZEIT: Dorothée Stöbener hat ein Herz für freie Journalist*innen.
Spiegel.de: Jochen Leffers und Olaf Kanter sind bei SPON die Ansprechpartner für Freie.
Der Freitag: Hier sind Chefredakteur Philip Grassmann und Stellvertreter Sebastian Puschner für euch da.
taz: Anja Krüger und Kerstin Noll haben ein offenes Ohr für die Probleme rund um Gleichstellungs- und Freien-Fragen.
Du bist Chefredakteur*in oder leitest eine Redaktion und möchtest ebenfalls Ombudsleute in deinem Haus installieren, weil eine Zusammenarbeit auf Augenhöhe für dich selbstverständlich ist? Melde dich bei uns, um ins Gespräch zu kommen. Wir freuen uns drauf!
:Buchverlosung
Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Klimahelden auf dem Balkon“ von Freischreiberin Melanie Öhlenbach.
In Zeiten des Klimawandels wird der Balkongarten zur Herausforderung. Längere, heißere Sommer und mildere Winter erfordern eine kluge Planung. Das Buch bietet praxisnahe Tipps zur Pflege von Pflanzen an extremen Standorten und zeigt, wie ein klimafitter Balkongarten trotz aller Wetterextreme gedeihen kann.
Interessiert? Schreib uns bis zum 31. März eine E-Mail an redaktion@freischreiber.de mit dem Betreff „Buchverlosung“. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Viel Glück! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Danke für eure Zusendungen im Februar. Das Buch „Zu jung? Zu alt? Egal!“ von Clara Vuillemin und Peter Lau geht an Andrea Schwendemann. Herzlichen Glückwunsch!
Hast du gerade ein neues Buch veröffentlicht, oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann melde dich bei uns, damit wir es verlosen können. Du bekommst Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich – Win-win!
:Landkarte der Freien
Hast du dich schon auf der Landkarte der Freien eingetragen? Dort können dich Auftraggeber*innen zielgenau finden. Sicherheitsbedenken? Keine Sorge – die Adressangabe muss nicht direkt vor deine Haustür führen, es geht eher um eine grobe Verortung in deiner Stadt. Bei Interesse melde dich gerne bei der Geschäftsstelle.
:Umfrage
Habt ihr zehn Minuten übrig? Dann füllt bitte unsere Umfrage aus, die wir im letzten Monat gestartet haben. Sie richtet sich an unsere Mitglieder, um zu erfahren, wie euer Freien-Jahr gelaufen ist und wie wir euch in diesem Jahr unterstützen können (Danke an Guillaume Amouret und Pascal Mühle fürs Erstellen!). Eine Bitte: Wenn ihr teilnehmt, dann bitte, bitte haltet bis zum Schluss durch, sonst können wir die Daten nicht auswerten. Die Umfrage läuft noch bis zum 10. März. Wir freuen uns auf eure Antworten! Hier gehts zur Umfrage
Foto: Steve Przybilla
:Regio-Gruppe Algarve
Im Februar gab es das erste inoffizielle Regio-Treffen Algarve. Und vermutlich auch erstmal das letzte. Freischreiber Steve Przybilla und Florian Sturm haben sich in einem Restaurant im portugiesischen Dorf Salema getroffen und Freischreiberiges besprochen – da durften die :Freischreiber-Bierdeckel natürlich nicht fehlen.
:Dies und Das
Mentale Belastung im Journalismus
Laut einer aktuellen Studie zur psychosozialen Gesundheit im Journalismus schneiden Journalist*innen in Deutschland mit Blick auf die Stressbelastung, das psychische Wohlbefinden sowie das Risiko für Depressionen und Burnout „schlechter ab als der Bevölkerungsdurchschnitt.“ Besonders belastend werden dabei die Beschäftigungsbedingungen und die Arbeitsbelastung wahrgenommen. 84,2 Prozent der Freien berichteten, dass ihnen keine Unterstützungsangebote zur Verfügung stehen oder sie diese nicht kennen. Die Lösung? Medienhäuser und Redaktionen müssen mehr in psychologisches Gesundheitsmanagement investieren. Die gesamten Studienergebnisse findet ihr hier.
Beendigungsschutz für freie Mitarbeitende
Am vergangenen Donnerstag hat mit dem rbb ein weiterer Sender aus dem ARD-Verbund drastische Sparmaßnahmen angekündigt. Damit sollen Mittel für mehr Regionalität sowie für die digitale Erneuerung frei, aber auch „die Zahlungsfähigkeit“ erhalten werden. Gespart werden soll ausschließlich am Personal – bei Angestellten und freien Mitarbeiter*innen. Der Freienrat der freien Mitarbeitenden im öffentlich-rechtlichen Rundfunk fordert einen Beendigungsschutz für langjährige arbeitnehmerähnliche Freie. Denn es sind insbesondere die Freien, die die Inhalte erstellen.
Hohe Reichweite durch virale Verbreitung und erhöhte Aufmerksamkeit erzielt ihr mit kurzen Videos – vorausgesetzt, die Dramaturgie überzeugt. Das lernt ihr in diesem Workshop vom 21. bis 23. Mai jeweils 9 bis 17 Uhr.
Schreiben für Suchmaschinen
Wie du inhaltlich und stilistisch gute Texte schreibst, die Google, Bing & Co finden, zeigt dieser Kurs der BJS. Am 2. Juni von 9 bis 17 Uhr in Präsenz.
Überschrift, Bildunterschrift und Teaser
Gekonnt Teaser und Schlagzeilen formulieren, kann entscheidend dafür sein, ob ein Text wahrgenommen oder ignoriert wird. Ein Webinar zum Schreiben prägnanter und informativer Kleintexte gibt es am 2. und 3. Juni von 9 bis 13 Uhr online. Mehr Infos gibt’s hier.
Freelens feiert 30 Jahre Fotografie
Unser Partnerverband FREELENS feiert sein 30-jähriges Jubiläum. Dazu präsentieren die Fotojournalist*innen eine besondere Ausstellung mit Fotografien der Gründer*innen. Zu sehen bis zum 30. April in der FREELENS Galerie, Alter Steinweg 15, Hamburg.
Pressereise für den Nachwuchs
Die Deutsche Gesellschaft für die Vereinten Nationen (DGVN) und das Pressenetzwerk für Jugendthemen (PNJ) laden sechs Nachwuchsjournalist*innen zu einem Medienworkshop zur UN-Konferenz für Entwicklungsfinanzierung in Sevilla vom 30. Juni bis 3. Juli und zur Hamburg Sustainability Conference am 2. und 3. Juni ein. Bewerbungsschluss ist der 23. März.
Kauft euch ein paar Frühblüher und erfreut euch an ihnen.
Wo stehen wir? Und wohin wollen wir? Das fragen wir uns als Berufsverband, als Medienvertreter*innen, als Mitglieder der Gesellschaft. Wir suchen Wege, unser Freisein zu bewahren. Gemeinsam geht das besser – ob bei :Freischreiber, auf Demonstrationen oder an der Wahlurne.
Klausurtagung des Vorstands
Ein intensives Arbeitswochenende im Knüllwald liegt hinter uns. Wir haben darüber beraten, wie wir uns als Berufsverband noch stärker für Freie einsetzen können. Zwei wichtige Punkte dabei sind Weiterbildungen und Kooperationen. Da werden wir im nächsten halben Jahr noch einiges anstoßen.
Und dann steht auch noch die Mitgliederversammlung an. Schon mal für euch zum Vormerken: Sie findet am 27. September in Berlin statt. Einladung und weitere Informationen folgen. Ein wichtiger Tagesordnungspunkt wird die Wahl des Vorstands sein. Lust zu kandidieren? Melde dich bei der Geschäftsstelle.
Gemeinsam für die Demokratie
Wir machen mit bei der Hand-in-Hand-Demo am 16. Februar und der darauffolgenden Aktionswoche für eine sozial gerechte, zukunftsfähige und solidarische Gesellschaft. Wir verstehen das als unsere Pflicht als Berufsverband freier Journalist*innen. Immerhin geht es bei der Bundestagswahl am 23. Februar auch darum, wie weit nach Rechts unsere Gesellschaft rückt – und wie frei sie bleiben kann.
Infos zur großen Kundgebung in Berlin am 16. Februar findet ihr auf der Website der Initiative Hand in Hand. :Freischreiber wird vor Ort sein. Wie und wo wir uns treffen, erfahrt ihr in Kürze hier auf unserer Website und im Vereinsheim auf Slack.
Mitglied werden bei der VG Wort
Eure Online-, Print-, Radiobeiträge etc. habt ihr hoffentlich alle bei der VG Wort gemeldet? Dann geht doch gleich den nächsten Schritt und werdet Mitglied. So könnt ihr wichtige Entscheidungen mittragen. Schließlich geht es um euer Geld bei der Verteilung von Tantiemen.
VG-Wort-Mitglied kann werden, wer bei den Ausschüttungen in drei aufeinanderfolgenden Kalenderjahren insgesamt über 1200 Euro bekommen hat. Es spielt keine Rolle, ob ihr diese Summe auf einmal oder in ganz unterschiedlichen Beträgen erhalten habt. Die Mitgliedschaft kostet 10 Euro im Jahr. Schreibt einfach eine E-Mail an Babette Schäfer – und setzt gerne Oliver Eberhardt ins CC. Oliver ist Mitglied von :Freischreiber und im Verwaltungsrat der VG Wort.
Über diesen QR-Code kommt ihr zu einer E-Mail-Vorlage für euren Antrag.
:Freischreiberiges
:Tipp des Monats
Was tun, wenn ein Rahmenvertrag ins Haus flattert?
Muss ich ihn akzeptieren, wie er ist, oder kann ich Passagen ändern? Wie geht das? Was muss ich beachten? Fragen wie diese hat unser Verbandsanwalt Sebastian Rengshausen in einer digitalen Mittagspause beantwortet. Wer nicht dabei war oder das eine oder andere Detail nachlesen möchte, findet die Mitschrift im Mitgliederbereich unserer Website.
:Frei heraus
Foto: privat
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor.
Dieses Mal: Karen Suender. Sie ist freie Sprecherin, Schauspielerin und Journalistin. Mit ihren Kernthemen Kultur- und Gesellschaftspolitik ist sie auch eine Bereicherung für den Vorstand von :Freischreiber.
Wo arbeitest du am liebsten?
Wenn ich nicht telefonieren oder zoomen muss, im Lesesaal der StaBi am Potsdamer Platz. Sonst bei mir zu Hause, flankiert von meinen Katzen. Zum Nachdenken (gehört ja auch zur Arbeit) gehe ich auf meinen Lieblingsfriedhof nebenan. Da liegen die Brüder Grimm. Und Rio Reiser. Und abends kommen die Füchse.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Mein Laptop, Notizbuch, Stift, Textmarker, Post-Its. Wasser. Zeit und Ruhe, sich zurückzulehnen und die Gedanken fließen zu lassen. Guter Nachtschlaf.
Was ist das Ärgerlichste, was dir im Job passieren kann?
Nicht-Kommunikation, wenn zum Beispiel E-Mails oder Pitches gar nicht erst beantwortet oder ohne Absprache tiefgreifende Textänderungen vorgenommen werden. Themen-Klau. Wenn ich dem Honorar hinterherrennen muss (ist mir aber zum Glück noch nicht oft passiert). Schlechter Nachtschlaf.
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.
Das Buch ist ein Aufruf, unser Denken über Alter, Arbeit und Gesellschaft komplett neu zu gestalten. Freischreiberin Clara Vuillemin (33) und Peter Lau (64) zeigen: Altersgrenzen sind von gestern. Mit klugen Analysen und inspirierenden Geschichten machen sie deutlich, wie wir alle von einer altersdiversen Perspektive profitieren können. Und das gilt nicht nur für die Arbeitswelt, sondern für unser gesamtes Leben.
Danke für eure Zusendungen im November. „Ein Leben für den Ozean“ von Florian Sturm und Christian Weigand geht an Tobi Blum. Herzlichen Glückwunsch!
Hast du gerade ein neues Buch veröffentlicht oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann melde dich bei unserer Redaktion, damit wir es verlosen können. Du bekommst Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich – Win-win!
:Kooperationen
actsafer gibt Rabatte für :Freischreiber-Mitglieder
Die Gewalt gegen Journalist*innen nimmt weltweit zu. Deutschland ist da keine Ausnahme. Mit Hostile Environment Awareness Trainings (HEAT) können sich Journalist*innen auf bedrohliche Situationen vorbereiten.
Freie müssen die Vorsorge für ihre physische Sicherheit bei der Berichterstattung meist selbst tragen. Ein durchaus großer finanzieller Posten, der sich für Mitglieder von :Freischreiber durch eine Kooperation mit actsafer etwas reduziert. „Wir finden es wichtig, dass auch Freie Zugang zu Sicherheitstrainings haben“, betont Nikolai Link von actsafer.
Mehr zu den Rabatten für :Freischreiber lest ihr in der Rubrik :Externe Termine und Fortbildungen.
:Regio-Gruppe Provinz
Wir starten wieder einmal einen Aufruf für eine :Freischreiber-Regio-Gruppe Provinz. Hier vernetzen sich all die klugen Köpfe, die das Leben in Kleinstädten oder auf dem Dorf den Ballungszentren vorziehen. Wollt ihr mitmachen, die Gruppe wiederbeleben? Dann meldet euch bei der Geschäftsstelle.
:Ombudsmenschen
Unsere Ombudsleute haben Zuwachs bekommen: Herzlich willkommen, Anne-Bärbel Köhle! Wenn ihr mit Redaktionen des Wort & Bild Verlags künftig Probleme habt, hat sie ein offenes Ohr für euch.
Freischreiber aufgepasst! Wir möchten von euch wissen, wie euer vergangenes Freien-Jahr gelaufen ist. Macht mit bei unserer Umfrage und sagt uns, was gut war und was nicht, was ihr 2025 erreichen möchtet und wie euch :Freischreiber dabei unterstützen kann.
:Gratulation
:Freischreiber-Gründungsmitglied Jakob Vicari ist nun „Herr Dr. Professor“. Er lehrt Datenjournalismus und Digitale Medienforensik an der Hochschule Hannover. Herzlichen Glückwunsch!
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:Dies und Das
Weniger Macht für Frauen in deutschen Leitmedien
Der Anteil von Frauen in Führungspositionen deutscher Leitmedien nimmt weiterhin ab. Das ergab die aktuelle Zählung von ProQuote. „Das erneute Absinken des Frauenmachtanteils ist ein alarmierendes Signal. Verlage müssen sich ihrer Verantwortung stellen, die Medienlandschaft gleichberechtigter und diverser zu gestalten“, so ProQuote-Vorständin Edith Heitkämper.
Hierarchische Strukturen prägen den Medienalltag. Aber muss das so sein? Braucht es wirklich eine Chefredaktion? Oder kann sich eine Redaktion auch selbst organisieren? Krautreporter haben es ausprobiert. Wie die Idee entstanden ist und welche Erfahrungen die Redaktion seither gemacht hat? Lest nach bei Blaupause.
Steckt nicht nur die Demokratie, sondern auch der Journalismus in der Krise? Und wie kommen wir da wieder raus? Darüber diskutierten die Teilnehmenden beim Journalismustag der Deutschen Journalistinnen- und Journalisten-Union (dju in ver.di) am 25. Januar in Berlin.
Elisabeth Niejahr, die Geschäftsführerin des Bereichs „Demokratie stärken“ der Hertie-Stiftung, rief in ihrem Impulsvortrag dazu auf, unsere eigene Arbeitsweise besser zu erklären, mehr über Lösungsansätze gesellschaftlicher Probleme zu berichten, für die Demokratie als Gesellschaftssystem einzutreten und dennoch überparteilich zu bleiben.
Die freie Publizistin Gilda Sahebi forderte in einer Podiumsdiskussion, Lügen von hochrangigen Politiker*innen häufiger als solche zu benennen. Es fehle an der Bereitschaft, Mächtige zu kritisieren.
Und Martin Andree, Medienwissenschaftler der Universität Köln sowie Autor von „Big Tech muss weg!“, hält es für wahrscheinlich, dass in fünf bis zehn Jahren redaktionelle Medien keinerlei Einfluss mehr auf die bereits bestehende Übermacht digitaler Plattformen hätten. „Oligarchen haben uns das freie Internet gestohlen“, so Andree. Tech-Konzerne wie Google, Apple, Meta, Amazon und Microsoft bestimmten schon heute, wer welche Inhalte ausgespielt bekommt. Das Bundeskartellamt könne und müsse dringend verhindern, dass die Tech-Riesen unsere Demokratie und Wirtschaft noch weiter zerstören.
:Externe Termine und Fortbildungen
Der Einfluss des Journalismus auf das öffentliche Vertrauen in die Wissenschaft
Um die Verantwortung von Journalismus für die öffentliche Wahrnehmung von Wissenschaft geht es am 25. Februar in Berlin. Die ganztägige Veranstaltung, organisiert vom Karlsruher Institut für Technikfolgenabschätzung und Systemanalyse (ITAS), ist kostenfrei.
Wie kann ich für meine physische Sicherheit bei der Berichterstattung in Deutschland sorgen? Darum geht es bei einem ganztägigen Sicherheitstraining von actsafer am 15. März in Berlin. Freie zahlen 199,- Euro; wer sich bis zum 28. Februar meldet, zahlt nur 169,- Euro. Leider gibt es hier keinen speziellen Rabatt für :Freischreiber-Mitglieder.
HEAT3/HEFAT: Sicherheit in Kriegs- und Krisengebieten, taktische Erste Hilfe
Auf den Einsatz in Kriegs- und Krisengebieten bereitet actsafer in einem viertägigen Präsenzseminar im Großraum Berlin/Leipzig vor. Termin: 22. bis 25. Mai, jeweils 9 bis 19 Uhr. Der Kostenpunkt für Freischreiber*innen liegt bei 1499,- Euro beziehungsweise 1249,- Euro bei Anmeldung bis zum 28. Februar. Jeweils inklusive Übernachtung und Verpflegung.
Wie sicher sind meine Passwörter und wie schütze ich mich vor Überwachung? Fragen wie diese beantwortet actsafer in einem vierstündigen Online-Training am 1. April von 10 bis 14 Uhr. Kostenpunkt für :Freischreiber-Mitglieder: 129,- Euro beziehungsweise 99,- Euro bei Anmeldung bis 28. Februar.
Wie kann mich KI beim Podcasten unterstützen? Das erfahren Teilnehmende beim Seminar der Berliner Journalistenschule am 18. März in Berlin. Weitere Termine sind geplant, teils online. Für :Freischreiber-Mitglieder gibt’s einen Rabatt von 30 Prozent auf die 320,- Euro Kursgebühr.
Wie produziere ich einen Radiobeitrag? Antworten darauf gibt es bei der Berliner Journalistenschule vom 26. bis 28. März. Freischreiber bekommen auf die 740,- Euro Seminarbeitrag 30 Prozent Rabatt.
Für März 2025 planen die Alliance4Europe und adacio.eu einen Workshop zu Mechanismen der Informationsmanipulation und Analyse-Frameworks aus der Defender-Community. Der kostenlose zweistündige Workshop findet online statt.
Warum glauben Menschen Fehlinformationen und geben sie weiter? Was lässt sich dagegen tun? Antworten auf diese Fragen verspricht ein kostenloser Workshop am Max-Planck-Institut für Bildungsforschung in Berlin. Termin: Montag, 26. Mai.