Philipp Hedemann

Ich lebe und arbeite seit Juli 2013 in Berlin. Für spannende Reportagen bin ich jedoch deutschland- und weltweit unterwegs. Am liebsten in Afrika. Denn bevor ich nach Berlin kam, lebte ich dreieinhalb Jahre in der äthiopischen Hauptstadt Addis Abeba. Als Afrika-Korrespondent berichtete ich aus über 20 Staaten. In Ostafrika traf ich Opfer der schlimmsten Dürre seit 60 Jahren und erlebte im Südsudan die Geburt eines neues Staates. Ich ging mit der somaliländischen Küstenwache auf Piratenjagd und diskutierte mit einem Philosophen, der weder lesen noch schreiben kann, aber eine Philosophie erfand, auf die Karl Marx stolz gewesen wäre. Das somalische Supermodel Waris Dirie begleitete ich auf der Flucht vor dem Fluch ihrer eigenen Vergangenheit und in Tansania spielte ich mit von Mörderbanden verfolgten Albinos Fußball. Von einem Aidsheiler ließ ich mir den Teufel austreiben und interviewte mit Schnappatmung Haile Gebrselassie beim Marathontraining. 

Über meine Erfahrungen in Äthiopien habe ich das Buch „Der Mann, der den Tod auslacht“ geschrieben, das im DuMont-Verlag erschienen ist. Meine Reportagen und Fotos erscheinen u.a. in der Welt (am Sonntag), der Zeit, der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung, der Neuen Zürcher Zeitung, Cicero, abenteuer und reisen und Regionalzeitungen vom Hamburger Abendblatt bis zum Konstanzer Südkurier. Für eine Reportage über Tourismus im Norden Somalias gewann ich den zweiten Preis des Meridian Journalistenpreises. Für eine Reportage über die Rückkehr der Kolonialherren in die ehemalige Kolonie Mosambik erhielt ich den Journalistenpreis der Bayreuth International Graduate School of African Studies.

Schwerpunkte

Gesellschaft / Politik

Besonderer Fokus

Subsahara-Afrika



Arbeitsproben

„Trump war ein sehr effektiver Demagoge“
Deshalb traut Noam Chomsky dem abgewählten Präsidenten auch zu, die Politik in den USA weiter auf das Schlimmste zu beeinflussen. Ein Gespräch mit einem der wichtigsten Denker der Gegenwart über Rückschritte beim Klimaschutz, die atomare Bedrohung – und die heilende Kraft zivilen Ungehorsams.
Die Sehnsucht nach dem unversehrten Körper
Neyrus war neun, als sie beschnitten wurde. Die junge Somalierin teilt ihr Schicksal mit weltweit 200 Millionen Frauen, die Opfer dieser archaischen Praxis wurden. Aber sie gehört auch zu den 200 Frauen, denen im Berliner Desert Flower Center mit einer Operation ihre Würde zurückgegeben wurde
Die Psychologin Katrin Glatz-Brubakk über traumatisierte, suizidgefährdete junge Flüchtlinge auf der Insel Lesbos und das skandalöse Verhalten der europäischen Politik.