Hannah Schmidt

Über das Politische in der Musik

Feminismus, Fachwissen, Weitblick

Klassische Musik und Theater sind für mich ästhetische, gesellschaftliche, gar politische Sensoren unserer Zeit: Die Debatten, die zu führen sich an anderer Stelle noch niemand traut, die Fragen, die woanders nicht gestellt werden (können) - wir finden sie, jeden Tag, auf den Bühnen dieser Welt, wo Menschen immer wieder geradezu Übermenschliches leisten.
Wo in der Interpretation eines 260 Jahre alten Werks aktuelle Sprengkraft zu finden ist, welche Themen und Gedanken eine*n Künstler*in wirklich umtreiben, wo die Aufgaben der Szene und ihre hartnäckigen Probleme stecken - ich gehe diesen Diskursen auf den Grund, ohne Furcht vor der Nische.
Meine Perspektive ist intersektional feministisch, forschend, historisch-musikwissenschaftlich, komparatistisch, aus dem Blickwinkel einer studierten Organistin, Journalistin und selbst praktizierenden Musikerin. Ein Interview kann auch mal vier Stunden dauern und eine Recherche hunderte e-Mails und Nächte im ICE bedeuten, wenn das Thema es verlangt. Meine Texte dienen dem Gegenstand. Es geht nicht um mich, sondern um die Kunst.

Schwerpunkte

Kultur / Gesellschaft

Besonderer Fokus

Klassische Musik, Portraits



Arbeitsproben

Enote: Die digitale Notenrevolution
Ein Gespenst geht um in der Musikwelt - so zumindest fühlt es sich an, je länger man sich mit einem ihrer neuesten Phänomene auseinandersetzt: einer KI-basierten App, die bald jegliche Nutzung von auf Papier gedruckten Noten und ihren digitalen Scans ziemlich alt aussehen lassen könnte. Die Rede...
Text Hannah Schmidt · Titelbild Dimitrios Sapanidis ( CC BY-NC-ND 2.0) · Datum 11.11.2020 Als wäre nicht der erste Shutdown und die damit verbundene vorübergehende Schließung aller Kulturstätten, Theater und Konzerthäuser schon schwer genug für Künstler:innen und Veranstalter:innen...
Dirigentin Marie Jacquot: Dienerin der Musik
Die Dirigentin Simone Young sagte, nach den Wichtigkeiten der Schlagtechnik gefragt, einmal: Jeder Dirigent arbeite zwar ein Leben lang technisch an sich, "aber man hat gute Hände, oder man hat sie nicht". Die Feststellung mag banal klingen, doch sie stimmt. Das Phänomen der "guten Hände" lässt...