Christina Felschen

JWD und mittendrin

Autorin und Fotografin

Christina Felschen ist Autorin und Fotografin mit den Schwerpunkten soziale Gerechtigkeit, Migration und Umwelt - aktuell in Westfalen. Von 2014 bis 2023 hat sie aus Nordamerika berichtet, vor allem aus Kanada, Kalfornien und New York. Ihre Reportagen wurden für Journalistenpreise nominiert und ausgezeichnet (zuletzt Andere Zeiten-Journalistenpreis 2021).


Als Transatlantic Media Fellow der Böll-Stiftung hat sie recherchiert, wie Politiker, indigene Landbesitzerinnen, Aktivisten, Arbeiter und Lobbyistinnen die Zukunft der letzten kanadischen Urwälder verhandeln. Zuvor hat sie mehrere Jahre lang über die Auswirkungen der US-Politik auf weniger privilegierte Gruppen berichtet, unter anderem mit einem McCloy-Stipendium des American Council on Germany. Sie hat die Treffen der Freischreiber im Ausland initiiert und mit Katharina Wojczenko moderiert.


Christina arbeitet seit 2010 hauptberuflich als freie Journalistin und Fotografin, ist crossmedial ausgebildet, viersprachig und hat Erfahrung in Konflikt- und Postkonfliktländern. Sie war Redakteurin in Berlin (Die Welt, Südlink) und Medienreferentin in Bonn (Welthungerhilfe). Sie hat live für ein Kulturradio in Marseille berichtet, inkognito in West-Papua recherchiert und ist mit einer japanischen NGO über die Weltmeere geschippert. Volontiert (und später unterrichtet) hat sie an der Evangelischen Journalistenschule in Berlin, studiert in Göttingen und Strasbourg (Literatur- und Kulturwissenschaften, M.A.), weitergelernt in New York (NYFA).


Viele Jahre Erfahrung als Nachrichtenredakteurin und -sprecherin für Zeit Online, neuerdings zu hören bei DLF Nova.

Schwerpunkte

Gesellschaft / Politik

Besonderer Fokus

Soziale Gerechtigkeit, Migration, Umwelt, Nordamerika

Sprachen

Deutsch, Englisch, Spanisch, Französisch

Medien

Print, TV, Horfunk, Online, Podcast

Arbeitsproben

Radio-Beitrag | Christina Felschen

Kanadas entwurzelte Kinder

"Ich zeige Ihnen, wo die Residential School stand - wir laufen jetzt quasi in das Schulgebäude hinein. Es verlief von dieser Ecke hier bis zur anderen Seite des Gebäudes dort. Und irgendwo hier ist der Friedhof. Wir müssen herausfinden, wo genau." Dave Schaepe leitet das Forschungszentrum der Stó:lō First Nation im Südwesten Kanadas.
Reportage | Christina Felschen

Illegal – und unverzichtbar

Schotter knirscht, eine Staubwolke steigt auf: Santos "el Tito"* blinzelt in den Sonnenaufgang. Am Ende der Straße, wo die Stadt aufhört und die Wüste beginnt, kommt ein Pick-up-Truck angefahren. Arbeit, endlich! Doch der Wagen rollt vorbei. Santos blickt die Männer an und zuckt die Achseln. Diese Gringos!

Konvoiproteste in Kanada: Zwietracht gesät, Bürger radikalisiert

Die mächtigen Trucks sind aus der kanadischen Hauptstadt verschwunden, fast 200 Blockierer festgenommen, doch Triumph will sich in Ottawa nicht einstellen. Denn der selbst erklärte Freiheitskonvoi hat dem Land in den vergangenen drei Wochen gezeigt, wie verletzlich es ist, wie manipulierbar und unvorbereitet.
Radio-Beitrag | Christina Felschen

Wie Meta in Kanada Informationen über die Waldbrände blockiert

In Kanada müssen Zehntausende vor den Waldbränden fliehen. Weil Meta Nachrichtenseiten blockiert, fehlt es vielen an Informationen. Und: In Mali droht ein Bürgerkrieg.
Reportage | Christina Felschen

Unter den Brücken von Stockton

Wer die ehemalige Unternehmerin Kathleen O'Neill in ihrem neuen Zuhause besuchen will, fährt von San Francisco 90 Minuten ins Landesinnere - und kommt in eine andere Welt. Der Highway wird zuerst vier-, dann drei-, dann zweispurig; die grünen Hügel verfärben sich erst gelb, dann braun. Dazwischen Güllesilos, Lagerhallen und Fast-Food-Ketten.

Kann ihre Forschung die Weltbank reformieren?

Wie kritisch darf Penny Goldberg als Chefökonomin der Weltbank sein, wenn ihr Vorgänger wegen zu viel Transparenz zurücktrat?
Interview | Christina Felschen

„Wem nützt die Pornografie des Elends?“

Der Schriftsteller Martín Caparrós hat lange nach Gründen für den Hunger gesucht. Dort, wo Menschen Hunger leiden, halten ihn viele für gottgewollt, sagt er. taz.am wochenende: Herr Caparrós, es gibt so lange schon Institutionen, die Hunger bekämpfen und erforschen.
via taz.de
Reportage | Christina Felschen

Tomohiros Schweigen

Ayakos and Tomohiros Haus stand nur 30 Kilometer von dem Atomkraftwerk entfernt, das am 11. März 2011 schlagartig berühmt wurde. Als bereits alle Welt von Fukushima sprach, bereiteten sie noch seelenruhig Reisbällchen zu; erst ihre Kinder aus Tokyo überredeten sie zur Flucht. Nur die Katze blieb zurück – und die Erinnerung an Freunde und Nachbarn, von denen sie nie wieder gehört haben.
via taz.de
Reportage | Christina Felschen

Am Zaun des Todes

Wer Jim und Sue Chilten auf ihrer Ranch besucht, blickt zuerst in die Augen eines Berglöwen. Ein elegantes Tier, die Beine ausgestreckt wie im Sprung. Doch der Puma springt nicht mehr, er dekoriert das Foyer seiner Jäger. "Er hat uns Vieh im Wert von 20.000 Dollar gestohlen", sagt Sue und lacht: "Das war sein Todesurteil."
Reportage | Christina Felschen

Der Diktator nebenan

Published on Weißrussland ist die letzte Diktatur in Europa, die litauische Hauptstadt Vilnius nur 40 Kilometer von der Grenze entfernt. Weißrussische Bürgerrechtler nutzen Vilnius als Zufluchtsort und Schaltzentrale - doch die litauische Präsidentin pflegt gute Kontakte zum weißrussischen Despoten.
Reportage | Christina Felschen

Unsere Freiheit, sein Risiko

War das ein Kratzen im Hals? Ich schlucke. Eindeutig. Ich ziehe mir das Shirt über die Nase und laufe in die Küche, wo meine Maske am Haken hängt. Mein Mann und meine Mutter debattieren gerade, ob Knoblauch ins Curry gehört, das Kind zupft eine Melodie auf den Rollstuhlspeichen meines Vaters, der trommelt dazu versonnen auf den Tisch.