taped | Isabel Stettin

“Die Angst vor der Angst lähmte mich”

Begonnen hatte es nach einem Arztbesuch, ein Routinetermin. Plötzlich wurde mir schwarz vor Augen, Kreislaufversagen. Ein Gedanke schoss mir durch den Kopf: ›Sterbe ich jetzt?‹ Ich war gerade 17, eine gesunde junge Frau. Ich bekam eine Cola, wenig später...

Begonnen hatte es nach einem Arztbesuch, ein
Routine-Termin. Plötzlich wurde mir schwarz
vor Augen, Kreislaufversagen. Ein Gedanke
schoss mir durch den Kopf: ›Sterbe ich jetzt?‹
Ich war gerade 17, eine gesunde junge Frau. Ich
bekam eine Cola, wenig später ging es mir
wieder gut. Doch ab diesem Moment begleitete mich
die Angst, ohnmächtig zu werden, die Kontrolle verlieren
oder sterben zu müssen.
Immer wieder überrollten mich diese Panikattacken.
Mein Herz raste, ich bekam schweißnasse Hände, atmete
schneller. Einmal rannte ich aus dem Physikunterricht.
Ein anderes Mal kam die Panik, als ich mit meinem
damaligen Partner einen Film schaute. Bei Angst
geht der Körper in den Kampf- oder Fluchtmodus. Alle
Energie wird gebündelt, Adrenalin ausgeschüttet. Ich

stand unter Strom, fühlte mich danach kraftlos.
Drei Menschen sprechen über ihre psychische Erkrankung, Trauma, Sucht.
Und über ihren Weg zur Heilung.
Was kann die Seele aushalten, und wann ist es zu viel? Welche
Belastungsprüfungen machen uns eher stärker, ab wann sollten wir
professionelle Hilfe suchen? Wie können wir Erschöpfung und
Angstzustände überwinden, chronischen Erkrankungen vorbeugen? Die neue
Ausgabe von SPIEGEL WISSEN “Was die Seele stark macht. Das hilft bei
Ängsten, Stress und Depression” analysiert in Wissenschaftsreports, wie
es zu Verletzungen der Seele kommt und wie diese Wunden wieder heilen
können.

via www.spiegel.de