Freies Fabelwesen
Manchmal fühlt man sich als freie*r Journalist*in wie ein Fabelwesen mit fünfzehn Beinen (ein Bein steht jeweils für eine Kundin oder einen Auftraggeber). Läuft man zu schnell, kann es passieren, dass man sich verheddert und auf die Nase fällt. Andererseits: Man kann auch dann noch stabil stehen, wenn man einen Auftraggeber verliert – oder absägt, weil er schlechte Honorare zahlt oder Themen klaut. Auf mehreren Beinen gleichzeitig zu stehen, kann stressig sein. Aber eben auch befreiend, weil es unabhängiger macht. Trau dich in diesem Monat mal, ein paar ganz neue Auftraggeber*innen anzuschreiben. Vielleicht klappt es ja!
Vergangenes Wochenende bissen wir mit euch in süß-saure Äpfel. Mit nassen Füßen und einem Pavillon, der sich in den Böen bog. Und es war schön! Anlass war die Jahrestagung des Netzwerks Recherche in Hamburg. Sie bedeutet für freie Journalist*innen wie uns, mindestens einmal im Jahr die eigene Bande zu treffen. Sich zu wärmen am Lagerfeuer der Freien. Und Blicke über den Schein des Feuers hinaus zu werfen.
:Pommes, Panels und Palmen
Etwa mit Freischreiber Florian Sturm und seinem Panel „Zwischen Wahrheit und Täuschung: Was Journalist:innen über Wissenschaftsbetrug wissen sollten“. FreischreiberinEva Wolfangel erklärte den Nutzen von „KI in der Investigation“. Und :Freischreiber-Vorstandsmitglied Hannah El-Hitami packte im voll besetzten Saal das „Starterpaket Freier Journalismus“ aus. Zahlreiche weitere Freischreibende verdeutlichten auf den Podien wieder einmal die ganze Bandbreite der Expertise unseres Verbands . Das macht uns stolz (auf euch!) und froh. Denn wir wissen: ohne Freie geht es einfach nicht! Das Scheinwerferlicht bei #nr26 tat deshalb besonders gut.
Einige Mitschnitte der Tagung gibt es hier zu sehen.

:VG-Wort-Mitgliederversammlung
Das Wichtigste zuerst: Die Sommer-Ausschüttung der VG Wort wird am 26. Juni überwiesen. Hurra! Es kann jedoch sein, dass ihr den Ausschüttungsbrief erst ein paar Tage später bekommt, sagt Freischreiber und VG-Wort-Experte Oliver Eberhardt in unserem Vereinsheim auf Slack.
Genauso wichtig: Am 6. Juni war die Mitgliederversammlung der VG Wort. Ein großes Danke an alle, die dabei waren! Auf Slack findet ihr alle Ergebnisse der Sitzung, liebevoll von Oli gesammelt. Hier ein kurzer Einblick: „Die VG Wort hat sich mit der Kultusministerkonferenz in Bezug auf die ‚digitalen Semesterapparate‘ geeinigt; das sind Intranets an Hochschulen, in denen urheberrechtlich geschützte Werke zum Abruf bereitgestellt werden. Bis 2030 werden dafür über 100 Millionen Euro für die vergangenen zehn Jahre an die VG Wort fließen; hinzu kommen die Zahlungen für die laufenden Jahre. In den kommenden Jahren wird es also sehr viel zusätzliches Geld zu verteilen geben.“ Das gilt auch für uns Journalist*innen.
Außerdem haben sich die Ausschüttungen für Dokumentarfilmer*innen und die Urheber*innen von Filmreportagen verbessert: „Sie müssen nun nicht mehr ihren eigenen Wortanteil ausrechnen. Stattdessen melden sie künftig den gesamten Film. Davon werden dann pauschal 18 Prozent für fremde Sprachanteile abgezogen. Unter dem Strich ist das eine deutliche Verbesserung, die wir auch gerne für die Autor*innen von Radio-Features und Reportagen erreichen möchten.“
:Schutzkodex
Kennst du schon den Schutzkodex? Ein Bündnis aus Verbänden, Mediengewerkschaften und Beratungseinrichtungen, unter anderem Reporter ohne Grenzen und NdM, hat 2022 den Schutzkodex ins Leben gerufen, um die Situation für Freie zu verbessern. Denn ohne Redaktion werden sie regelmäßig zur Zielscheibe von Hate Speech, Gewalt und SLAPP-Klagen. Medienhäuser sind durch den Schutzkodex verpflichtet, ihre Mitarbeitenden aktiv zu schützen. Das hilft Freien, Unterstützung auch einzufordern, beispielsweise Geleitschutz oder psychologische und rechtliche Unterstützung. Ist dein Auftraggeber noch nicht dabei? Zeig ihm den Schutzkodex!
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Einladung für Freischreibende nach Straßburg ins Europäische Parlament
Vom 6. bis 9. Juli 2026 tagt das Europäische Parlament in Straßburg. Wir laden freie Journalist*innen herzlich ein, dabei zu sein.
Tipp für Freie: Für teilnehmende Journalist*innen besteht die Möglichkeit, sich Reise- und Hotelkosten erstatten zu lassen.
In der Plenarwoche stehen unter anderem diese Themen auf der Tagesordnung:
- Die Prioritäten der irischen Ratspräsidentschaft
- Strategie für Medienkompetenz und digitales Lernen
- 28. Steuerregime
- Hilfen für hohe Düngerpreise für Landwirte
- Reform der Fluggastrechte (finale Abstimmung)
- EZB-Jahresbericht 2025 mit Christine Lagarde
- EU-Wettbewerbsbericht 2025
- EU-UK-Gipfel
- Umweltschutz durch Strafrecht
- Koordinierung der sozialen Sicherheitssysteme
- Fortschrittsberichte 2025 für den EU-Beitritt der Ukraine, Moldaus, Serbiens und Bosnien und Herzegowinas
- Handelsabkommen EU-Mexiko
Meldet euch an unter presse-berlin@europarl.europa.eu und berichtet live aus dem Herzen der europäischen Politik!
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FREISCHREIBERIGES
:Frei heraus
Freie Kolleg*innen bekommen viel zu selten eine Bühne. In dieser Rubrik stellen wir euch deshalb Mitglieder aus ganz unterschiedlichen Themenbereichen vor.
Dieses Mal: @lenogator. Lena Kirchner ist freie Journalistin im Süden Frankreichs, ihr Büro sind jedoch oft Züge, die sie nach Paris oder in den hohen Norden Deutschlands bringen. Sie arbeitet hauptsächlich für True-Crime-Podcasts, das Schweizer Magazin Doppelpunkt und impact.info. Vor kurzem hat sie ihren Newsletter Counterpoint gestartet.

Wo arbeitest Du am liebsten?
Bei meiner Schwägerin auf dem Weingut arbeitet es sich am besten. Dort sitze ich entweder in der großen Küche mit viel Licht oder im Garten und genieße die Sonnenstrahlen und das Vogelzwitschern. So fließen die Worte von ganz alleine aufs Blatt.
Welche sind deine wichtigsten Arbeitsutensilien?
Ohne meinen Laptop bin ich aufgeschmissen. Und obwohl ich sehr gerne digitalisiere, kann ich einfach nicht anders, als meine tägliche To-do-Liste handschriftlich auf schönem Papier oder in einem schönen Notizbuch zu verfassen. Wegstreichen ist viel befriedigender als einfach nur wegzuklicken.
Was ist das Ärgerlichste, das dir im Job passieren kann?
Wenn ein Text schon verkauft ist, das geplante Interview aber abgesagt wird und ich dann auch keine Rückmeldung mehr bekomme, um einen neuen Termin abzumachen. Und natürlich eine fehlende Internetverbindung. Da bin ich manchmal ganz schön aufgeschmissen, wenn das Landleben und die schlechte Verbindung mir einen Strich durch die Rechnung machen.
Hast du Lust, uns auch drei Fragen zu beantworten oder mitzuarbeiten? Dann melde dich hier.
:Freischreiber-Horoskop
Die Berliner Drag-Künstlerin Brigitte Skrothum (aka Long Island Ice Tea Medium) hat uns ein Freischreiber-Horoskop erstellt. Hier ein kleiner Einblick (und bitte ganz ernst nehmen!):
„Der Freischreiber-Verband wurde im November 2008 in Berlin gegründet. Die ‚Sonne‘ des Verbandes steht also im Skorpion. Das passt absolut perfekt zur DNA dieses Verbands: Die Skorpion-Energie gräbt unerbittlich tief, legt den Finger furchtlos in die Wunde (ob bei Recherchen oder bei unverschämten Honorar-Angeboten) und gibt sich nie mit weichgespülten PR-Antworten zufrieden. Die mediale Landschaft steht in den kommenden Jahren vor historischen Umbrüchen. Hier ist also das strategische Horoskop für Freischreiber, basierend auf den realen planetaren Transiten, für Mai bis Dezember 2026. Der digitale Tsunami und das Rampenlicht: Das zweite Halbjahr 2026 wird für Schreibende extrem unruhig, bietet aber gewaltige Chancen für diejenigen, die sich schnell anpassen.
Der KI-Schock (Uranus in den Zwillingen ab Sommer 2026): Uranus, der Planet der Disruption und Technologie, wandert in die Zwillinge – das absolute Herrscherzeichen für Journalismus, Text und Kommunikation. Die Realität: Die Verlage werden versuchen, den Einsatz von KI-generierten Texten massiv auszuweiten und Budgets für Freie weiter zu kürzen. Gleichzeitig toben Urheberrechtskämpfe um das Trainieren von KI mit journalistischen Texten.
Fokus für Freischreiber: Der Verband muss hier juristisch und politisch in den Angriffsmodus schalten. Gleichzeitig gilt es, die Mitglieder darauf vorzubereiten, dass das reine ‚Texte abliefern‘ an Wert verliert. Nischenwissen, extreme Aktualität und investigativer Tiefgang sind jetzt der Schutzschild gegen die Maschine.
Kosmisches Fazit für Freischreiber: Bis Ende 2026 geht es darum, den technologischen Sturm (Uranus) zu reiten und sich nicht von sinkenden Verlagshonoraren einschüchtern zu lassen, sondern lautstark den eigenen Wert zu betonen (Jupiter).“
Mehr dazu erfahrt ihr auf unserer Party am 12. Dezember in Berlin ….
:Glückwunsch!
Der Tagesspiegel-Beitrag „‚Niemand weiß, was noch selbst erdacht ist.‘ Wie KI-generierte Fake-Forschung das Vertrauen in die Wissenschaft untergräbt“ von Freischreiber Florian Sturm ist in der Kategorie „Zukunft & Verantwortung“ für den Theodor-Wolff-Preis nominiert. Die Preisverleihung ist am 6. Oktober in Berlin. Hier geht’s zum Text. Und weiter geht’s für Florian: Das Netzwerk Evidenzbasierte Medizin zeichnet ihn mit dem Journalistenpreis „Evidenzbasierte Medizin in den Medien“ 2026 aus für den Beitrag „Wie Betrug die Wissenschaft überschwemmt“, erschienen auf Spektrum.de. Doppelt Glückwunsch!
:Buchverlosung
Es gibt wieder ein Buch zu gewinnen. Diesmal: „Deepworld“ von Freischreiberin Anja Reumschüssel.

Ruby ist neu in der Klasse und zeichnet ständig Wölfe mit monsterlangen Zähnen oder Riesenhornissen in ihre Hefte. Gustav wüsste zu gern, was es damit auf sich hat. Stammen die etwa aus Deepworld, dem geheimnisvollen Computerspiel, das Ruby zu Hause hat? Als sie ihn eines Tages einlädt, mitzuspielen, stellt er schnell fest, dass diese Figuren längst nicht das Gefährlichste sind, was dort auf sie wartet. Denn das Spiel scheint ein Eigenleben zu führen. Werden sie am Ende trotzdem gewinnen? Das erste Kinderbuch der vielfach ausgezeichneten Autorin Anja Reumschüssel!
Interessiert? Schreib uns bis zum 30. Juni eine E-Mail mit dem Betreff „Buchverlosung“ und deiner Adresse. Der oder die Gewinner*in wird im nächsten Newsletter bekannt gegeben. Viel Glück! Der Rechtsweg ist ausgeschlossen. Es können nur Abonnent*innen des Newsletters teilnehmen.
Danke für eure Zusendungen im Mai. Das Buch „Weniger macht Schule – Wie De-Implementierung schulische Freiräume schafft“ von Benedikt Wisniewski und Barbara Gottschling geht an: Fabian Weiss. Herzlichen Glückwunsch!
Hast du gerade ein neues Buch veröffentlicht, oder steht die Veröffentlichung kurz bevor? Dann melde dich, damit wir es verlosen können. Du bekommst Reichweite und ein*e Freischreiber*in freut sich – Win-win!
:Auslandsstammtisch
Unser Auslandsstammtisch bekommt Zuwachs in der Orga! Freischreiberin Stefanie Eisenreich (Frankreich) wird zukünftig zusammen mit Elisa Kautzky (ebenfalls Frankreich) Online-Treffen planen für alle Freien im Ausland (keine Sorge: nicht nur für Journos aus Frankreich). Herzlich willkommen und danke für dein Engagement! Als Freischreiber-Mitglieder findest du Infos zum Freisein im Ausland und zum nächsten Stammtisch immer im Slack-Channel @frei_im_ausland.

:Lesetipp
Per E-Mail kommt die Absage der Redaktion: „Danke für deinen Pitch, aber wir planen bereits etwas Ähnliches.“ Oder: „Leider hat es das Thema nicht ins Blatt geschafft.“ Ein paar Wochen später liest du im Heft genau diese Geschichte; die selben Protagonisten, derselbe Dreh. Nur eben nicht von dir. Kommt dir bekannt vor? Damit bist du nicht allein. Themenklau gehört zu den Erfahrungen, über die im Journalismus oft nur hinter vorgehaltener Hand gesprochen wird. Auch, weil es so unfassbar schwer nachzuweisen ist. Das gilt besonders für Freie, die weder Redaktion noch Rechtsabteilung im Rücken haben. Vorständin Elisa Kautzky hat darüber im Medium Magazin geschrieben.
:FREISCHREIBER-TERMINE
23. Juni, 13 Uhr, Zoom – Dein Pitch für das Medium Magazin
Wie schaffe ich es mit meinem Beitrag ins Medium Magazin? Welche Themen gehen, welche nicht? Und was wünschen wir Freischreiber*innen uns in der Kommunikation mit der Redaktion? Chefredakteur Frederik von Castell hört zu und steht uns Rede und Antwort.
VERSCHOBEN, bitte hier neuen Termin anschauen.
24. Juni, 12 Uhr, Zoom – Buchhaltung & Steuerkram: Wie machst du das?
Frei im Journalismus zu arbeiten, bedeutet, für alles selbst verantwortlich zu sein. Neben Deadlines und Akquise müssen wir uns regelmäßig mit Buchhaltung und Steuerfragen beschäftigen. Dabei hilft unsere Community! Wir treffen uns zur digitalen Mittagspause und tauschen uns über die besten Strategien gegen Prokrastination, Do’s und Dont’s bei der Steuererklärung und aktuelle Tools aus. :Freischreiber und die WPK, die Kammer der Wirtschaftsprüfer, laden ein.
25. Juni, 18:30 Uhr, München – Frei arbeiten für G/Geschichte
Zusammen mit den Kolleg*innen von der WPK organisieren wir im Juni ENDLICH wieder einen München-Stammtisch. Diesmal werden wir mindestens einen Referenten zu Gast haben, der über seine journalistische Tätigkeit berichtet und über Möglichkeiten, für sein Magazin zu arbeiten.
25. Juni, 12:30 Uhr, Zoom – We proudly present: „Support Desk Lokale Recherche“
Bestimmt hast du schon vom neuen Support Desk Lokale Recherche gehört – aber weißt du auch, was das ist? Hier erfährst du mehr.
25. Juni, 18:30 Uhr, Berlin – Sundowner am Kotti
Liebe Freischreiber*innen in Berlin, es wird langsam Zeit für die Sommerpause, oder? Schwimmen, lesen und entspannen – ein Traumausblick für alle, die in den letzten Monaten zu viel Zeit am Schreibtisch verbracht haben…
14. Juli, 19 Uhr, Fürth – Freie Franken
Nachdem es sehr lange ruhig war bei den Franken-Freischreibern, wollte sich Lea endlich mal wieder treffen. Bitte anmelden

UND:
Haltet euch schon mal den 12. Dezember frei! Wir planen ein Barcamp und eine Party! Weitere Infos gibt es bald. Wir wollen mit euch feiern und in Berlin aufs Freisein anstoßen.
:Dies & Das
Aus für Cosmo
Am 3. Juni hat der WDR-Rundfunkrat beschlossen, den Radiosender Cosmo ab April 2027 nicht mehr weiterzuführen. Cosmo war der einzige interkulturelle und mehrsprachige Radiosender der ARD. Jetzt soll er zu einer Hip-Hop-Welle namens 1LiveStreet werden. Ein Drittel der Menschen in Deutschland hat eine Migrationsgeschichte. „Wer COSMO auf ‚jungen Mainstream-Hip-Hop‘ reduziert, löst die DNA des Senders auf und entzieht diesen Communities ihre mediale Repräsentanz“, schreiben die NdM in einer Stellungnahme. So sehe keine strategische Zukunft des ÖRR aus.
Der Digitalminister und die KI
Bundesdigitalminister Karsten Wildberger (CDU) hat einem Medienbericht der ZEIT zufolge offenbar mehrere Reden sowie Gastbeiträge für große Zeitungen zu weiten Teilen von einer künstlichen Intelligenz schreiben lassen. So stamme ein unter Wildbergers Namen im Handelsblatt veröffentlichter Artikel aus dem April 2026 fast vollständig von einer KI, ein Beitrag in der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) vom März zum überwiegenden Teil, berichtet auch der Spiegel. In einer Stellungnahme vom 15. Juni verteidigt sich das Ministerium, Wildberger nutze KI als „reguläres Arbeitswerkzeug“. Zuvor hatte auch schon der Thüringer Ministerpräsident Mario Voigt einen Zeitungsbeitrag mit KI geschrieben.
Lässt sich nur hoffen, dass zumindest die Stellungnahme des Digitalministeriums ohne KI geschrieben wurde.
Deutschlandfunk soll nicht mehr spazieren
Einem der letzten Reisemagazine im deutschen Radio droht das Aus: Ende November will der Deutschlandfunk sein vielfach ausgezeichnetes Magazin „Sonntagsspaziergang“ einstellen. Die Vereinigung Deutscher Reisejournalisten (VDRJ) protestiert in einer Medienmitteilung gegen diesen Kahlschlag im Rahmen der Programmreform. Die Sendung gibt es bereits seit 30 Jahren, sie nimmt die Zuhörerschaft mit auf Reise- und Kulturerkundungen. Das Format soll ersatzlos gestrichen werden. Zahlreiche freie Fachjournalist*innen werden dadurch einen ihrer letzten Ausspielwege verlieren. Welche (Fach-)sendungen noch wegfallen sollen, könnt ihr hier und hier lesen.
FairShare-Newsletter
Kennt ihr schon den FairShare-Newsletter von Antonia Wille und Michèle Loetzner? Dort findet ihr Jobangebote und spannenden Input, zum Beispiel von Charlotte Morré, der Chefredakteurin beim Tagesspiegel Background. Zur Frage: Worauf sollten sich freie Medienschaffende in den nächsten Jahren spezialisieren? Sagt sie: „Jede:r sollte sich spezialisieren, nicht nur Freie. KI wird unser aller Jobs massiv verändern. Ich würde immer raten: Tu das, was du liebst. Und das richtig gut. Idealerweise sind das Dinge, die die KI nicht so einfach reproduzieren kann. Recherchen, die sonst keiner hat. Eine Art, diese Geschichten zu präsentieren, die nur du kannst.“

:Externe Termine
27. und 28. Juni – Jahrestagung des Journalistinnenbundes in Nürnberg
Medien stehen immer mehr unter Druck, doch der Journalistinnenbund (jb) lässt sich nicht entmutigen. Er will Frauen in den Medien voranbringen und sichtbarer machen, ob als Reporterinnen oder als diejenigen, über die berichtet wird. Der Journalistinnenbund, 1987 gegründet, trifft sich zu seiner Jahrestagung – zum ersten Mal in Nürnberg –, um über seine Zukunft und die des Journalismus zu diskutieren. Am Abend des 27. Juni lädt er zur Verleihung der jb-Medienpreise ein. Am Sonntag, den 28. Juni, um 11:30 Uhr findet eine öffentliche Diskussion über KI und Journalismus statt, diese ist ohne Anmeldung zugänglich. Für die Tagung und Preisverleihung am Samstag bitte anmelden.
VG-Wort-Beratungstag am 20. Juni
Das Berliner Förderprogramm „Schreiben & Leben“ ermöglicht freien Autor*innen in Berlin (oder online) kostenlose Beratungen zu Themen des Freiseins, unter anderem auch zur VG Wort. Bei Interesse hier für den 20. Juni anmelden.
BJS-Termine
1./2. Juli
Moderieren vor Publikum – Aufbaukurs (BJS-K)
2. Juli
Souveränes Texten mit KI (BJS-K)
2. September
Alternative KI-Modelle: lokal und sicher arbeiten
Exklusiv für Freischreiber*innen:
Dank unserer Kooperation buchst du Fortbildungen der Berliner Journalist*innenschule mit 30 Prozent Rabatt. Wie das geht, erfährst du bei der Geschäftsstelle. (mailto: kontakt ät freischreiber.de)
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Wie sieht dein freies Fabelwesen aus? Schick uns gerne deine Zeichnung!
Und vergiss nicht, die Sonne zu genießen (oder den Schatten zu suchen).
Robert Hofmann & Elisa Kautzky
