2. September 2010

Der Freischreiber-Zukunftskongress am 18. September: Peter Glaser – „Nennen wir´s Arbyte.“

Am 18. September laden wir nach Hamburg zum Freischreiber-Zukunftskongress. Bis dahin stellen wir an dieser Stelle Teilnehmer und Referenten vor. Heute: der Blogger, Autor und Internet-Vordenker Peter Glaser. Er wird auftreten in einer Diskussion, die wir „Was heißt hier Qualität?“ genannt haben. Christoph Samsinger von der international tätigen Agentur Zenithmedia erläutert darin, nach welchen Qualitäts-Kriterien Werber journalistische Produkte beurteilen und warum sie in manchen Medien lieber keine Anzeigen mehr schalten. Michalis Pantelouris, der das Blog print-wuergt.de betreibt, nennt anhand konkreter Beispiele die wichtigsten Kriterien, die aus Journalismus Qualitätsjournalismus machen. Und Peter Glaser wird über die Frage sprechen: Ändern sich Qualitätskriterien im Online-Journalismus? 1. Herr Glaser, warum haben Sie unsere Einladung zum Zukunftskongress angenommen? Weil ich glaube, dass da die Leute sind, zu denen ich gehöre. Ich rechne damit zu sehen, dass wir viele sind und dass es redet und rauscht vor Ideen. Ich möchte etwas tun, und nicht getan werden, deshalb folge ich dieser Einladung. Peter Sloterdijk hat mal geschrieben: “Es gehört zu den Ironien des Metiers, dass man als einsamer – und warum nicht auch hochmütiger – Einzelner beginnt, um im Lauf der Arbeit zu begreifen, dass wir zur Vielstimmigkeit verdammt sind.” Ich rechne damit, dass sich diese Verdammnis als eine ganz wunderbare Sache herausstellt. 2. Wird der Journalismus im Internetzeitalter schlechter oder besser? Der Journalismus wird transparenter, verletzlicher und schneller, getriebener. Information ist schnell, aber Wahrheit braucht Zeit, und Zeit ist eine beschränkte Ressource. Das Internet gibt immer mehr Menschen die Möglichkeit, über die Welt zu berichten, das heißt, es gibt einerseits immer mehr journalistische Gattungen, von Blogs bis zu den Textlegebatterien von Demand Media. Und es gibt immer mehr Zugriffsmöglichkeiten auf erstklassige Geschichten und damit das Standardproblem, dass die Zivilisation sich sozusagen in eine Zuvielisation verwandelt. Wie man dieses Problem bewältigt, sollte niemand besser wissen als Journalisten. 3.Was sollten freie Journalisten Ihrer Ansicht nach tun, um der Zukunft frohgemut entgegen sehen zu können? Ihre Arbeit. Oder etwas Neues, das sich aber im Kern gar nicht so sehr unterscheidet von dem, was sie bisher gemacht haben. Nennen wir’s Arbyte.


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