vom 23T11:43:40+00:00.10.2019

23. Oktober 2019

 

Himmel oder und Hölle

 
Liebe Freischreiber*innen, liebe Kolleg*innen aller Arten,
 
große Dinge werfen ihre Schatten voraus: der Himmel-Preis und der Hölle-Preis 2019. Wer wird welchen Preis bekommen – und warum? Bekanntgegeben wird dieses am 9. November – diesmal im Rahmen unseres Freischreiber-Betriebsausfluges. Aber vorher werden wir wie jedes Jahr verraten, wer nominiert ist – im Guten wie im gar nicht Guten.

Nominiert für den Himmel-Preis 2019:
– die Politikerin Julia Reda
– der freie Reporter Juan Moreno
– das Online-Magazin Medwatch
– die Journalisten-Genossenschaft RiffReporter

Eine Politikerin, die sich im Verlauf der EU-Urheberrechtsreform himmelpreiswürdig für die Interessen der Kreativen eingesetzt hat; ein freier Reporter, der ein beispielloses Rückgrat bewiesen hat; zwei Projekte von Freischreiber-Mitgliedern, die mutig voran gehen, Neues ausprobieren, ins Risiko gehen und als journalistische Pioniere für eine Haltung stehen, die wir unbedingt unterstützen wollen: Wenn Verlage und Medienhäuser nur noch sparen und kürzen – mach’s dir selbst.

Nominiert für den Hölle-Preis 2019:
– der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ)
– die Badische Zeitung
– die Dornbusch Medien AG

Da sind die beiden Verlegerverbände, die sich unablässig und seit endlosen Zeiten gegen faire Vergütungsregeln für freie Journalist*innen wehren. Da ist die Zeitung, deren Autor über die NS-Vorgeschichte eines Anzeigenkunden schrieb – und anschließend „abgesägt“ wurde. Und da ist das christliche Medienhaus, bei dem die freien Autor*innen mit Protestschildern vor dem Verlagshaus dafür demonstriert haben, endlich ihre Honorare überwiesen zu bekommen.

Warum wir diese Menschen, Medien, Verbände und Projekte nominiert haben, steht in den Nominierungstexten am Ende dieses Newsletters oder in ihrer ganzen Schönheit auch hier direkt als PDF.

Auftraggeber aus der Hölle

Wo wir gerade bei Auftraggebern aus der Hölle sind: Krautreporter Christian Gesellmann hat einen Zahlungsmoral-Rant auf facebook gepostet. Anlass: „Der übliche Blick aufs Konto, halt so in der zweiten Woche vom Monat. Und das halt wieder eine Woche, wo vier, fünf Leute, die mir hätten Geld überweisen sollen, also Auftraggeber, das wieder nicht gemacht haben.“ Annika Schneider hat das Thema für mediasres / Deutschlandfunk aufgegriffen und dazu auch die Freischreiber-Vorsitzende Carola Dorner befragt: „Man gibt einen Artikel ab, hört erstmal vier Wochen lang nichts. Irgendwann hört man dann: Er wird gebracht, eventuell, in der übernächsten Ausgabe. Dann erscheint er doch nicht. Bezahlt wird aber nach Erscheinen, zumindest relativ häufig. Und manchmal entscheidet sich auch eine Zeitung spontan, den Artikel nicht zu veröffentlichen, und dann sollte es einfach mal ganz schnell, ganz automatisch um ein Ausfallhonorar gehen.“
 

 
Am Ende verbringen freie Journalist*innen einen wesentlichen Teil ihrer Arbeitszeit damit, ihren Honoraren hinterherzurennen und eine Strichliste zu führen, bei welchen Medien die zuständigen Personen leider gerade mal wieder nicht im Haus sind. „Keine Ahnung, wie die sich immer alle die Arme brechen, aber ich hab manchmal den Eindruck, alle Menschen, die in Buchhaltungen arbeiten, haben wahnsinnig gefährliche Hobbys…“, sagt Dorner. Wozu eine solche Zahlungsmoral führt, bringt die Dortmunder Journalistikprofessorin Wiebke Möhring schließlich auf den Punkt: „In erster Linie führen schlechte Arbeitsbedingungen tatsächlich dazu, dass die Qualität der Berichterstattung schlechter wird.

Freischreiberiges
 
Freischreiber Philipp Hedemann hat den Hauptpreis des „Plan Medienpreis für Kinderrechte“ erhalten. Und zwar für seinen Text „,Fass deine Schwester an‘: Kindesmissbrauch auf den Philippinen“, erschienen im österreichischen Magazin „Profil“.
Vergeben wird der Preis von der gemeinnützigen Privatstiftung Hilfe mit „Plan Österreich“, die Projekte des Kinderhilfswerks „Plan International“ fördert, in Kooperation mit dem „VÖZ“ und dem Bundeskanzleramt. Nachlesen kann man seinen preisgekrönten Artikel in seiner ganzen Brisanz und Wucht hier: „Ich musste alles machen, was sie von mir verlangten. Ich habe Dinge getan, von denen ich nicht dachte, dass ich sie jemals tun würde. Ich habe mich so schmutzig gefühlt.“ Rubys* Stimme zittert, dann laufen ihr Tränen über die Wangen, zu viele für das Taschentuch, das sie beim Erzählen in winzige Fetzen zerrissen hat. Die Schatten ihrer eigenen Vergangenheit holen Ruby ein – und das nicht zum ersten Mal.“
 
Harter Schnitt, sehr harter Schnitt: Würzburg. Offenbar eine  charmante Stadt. Denn: „Würzburg ist eine wahre Hochburg des Glücks. Und warum sich nicht einmal in die Welt von Alice im Wunderland entführen lassen, in die beeindruckende Vergangenheit von Würzburgs Altstadt reisen oder einfach den glitzernden Schein der Abendsonne am Mainufer genießen?“, fragt Freischreiberin Dagmar Wolf – die entsprechend ein Würzburg-Buch geschrieben hat.
 
Die Steuererklärung! Oh je …
 
Einfach als Info, als Service – und weil Freischreiber so nett ist, gibt es sein Wissen eben weiter, aber möchte doch zum Nachdenken anregen, dass eine Mitgliedschaft bei Freischreiber eine sinnvolle Sache sein kann …
 


 Mitmachen und Ärmel hochkrempeln: Jetzt :Freischreiberin (oder :Fördermitglied) werden! 


Also: Wer seine Steuererklärungen mit Elsterformular macht, muss spätestens ab Januar zu „mein Elster“ umsteigen. Danach können keine Erklärungen mehr mit Elsterformular ans Finanzamt übermittelt werden. Bei allen, die schon einige Jahre ein Elster-Konto haben, kann die Nutzung von „Mein Elster“ mit Problemen verbunden sein (selbst, wenn die Zertifikatsdatei noch lange gültig ist). Sprich: Man kann keine Daten aus Elsterformular zu „mein Elster“ exportieren. In diesem Fall muss man sich mit einem neuen Benutzernamen bei Elster registrieren und ein neues persönliches Zertifikat beantragen (kann ein paar Tage dauern, kommt per Post). Es ist nicht schlimm, wenn es dann zwei Konten gibt mit derselben Steuernummer und Geburtsdatum. Wichtig ist nur, dass man unterschiedliche Nutzernamen wählt. Das alte Konto lässt man einfach verfallen. Damit muss man nichts mehr tun.
Deshalb am besten gleich nachschauen, ob man Daten zu „mein Elster“ exportieren kann oder einen neuen Nutzer erstellen muss – besser als am 10. Januar Herzflattern zu bekommen, weil die Umsatzsteuervoranmeldung nicht abgeschickt werden kann und man so schnell kein Zertifikat zugeschickt bekommt. Alles klar?
 
Dies & das
 
Hat ihm der „Spiegel“ eine Festanstellung angeboten? „Nein!“ Hätte er sie angenommen? „Womöglich.“ Besteht ein solches Bedürfnis beim „Spiegel“ nicht? „Es sind schwierige Zeiten gerade.“ Drei Fragen an und drei Antworten von Juan Moreno, befragt von der „Süddeutschen Zeitung“ auf der Frankfurter Buchmesse, die noch mehr wissen wollte zum Fall Relotius und Morenos Aufklärungsarbeit, nun nachzuhören.
 
Thomas Schmidt von „EJO“ (dem European Journalism Observatory) lockt es ins Grundsätzliche, und er stellt sich schützend vor das Genre der Reportage, das ja einiges hat an Federn lassen müssen: „Die Lösung kann nicht darin liegen, ein bestimmtes Genre zu verteufeln – egal ob es sich dabei um die Reportage handelt oder die Nachricht. Vielmehr geht es darum, die Bedingungen der jeweils eigenen Möglichkeit (und deren Grenzen) sichtbar gemacht zu haben. Wo Entstehungsbedingungen nicht mehr hinterfragt werden, wird das Ergebnis zur Ideologie. Nirgendwo sonst wird der Realitätsbegriff so mythologisiert wie im Journalismus, und nirgendwo sonst wird diese Mythologie derart negiert. Hier geht es um fundamentale Fragen der Erkenntnis, der Methoden, der sozialen Konstruktion von Wirklichkeit. Die Reportage per se ist weder gut noch schlecht. Es kommt darauf an, wie sie gemacht ist.“
 
Und wie geht es der „Republik“, dem mit viel Vorschusslorbeeren gestarteten Online-Zeitungsprojekt der Schweiz, das einen feschen, unabhängigen Journalismus versprach? „Was die „Republik“ betrifft, können wir zu Ihrer und unserer vorübergehenden Beruhigung festhalten: „Entgegen den schlimmsten Befürchtungen im letzten Newsletter gehen wir im November nicht pleite“, heißt es nun im aktuellen Newsletter. Aber: „Aber wir sind auch noch lange nicht über den Berg.“ Es folgt die nun langsam „Republik“-typische Mixtur aus Asche-auf-unser-Haupt und Was-sind-wir-doch-für-coole-Socken. Etwa: „Obwohl wir auch im ersten Jahr publizistisch immer wieder Glanzstücke lieferten, fehlten der «Republik» nicht selten Fokus und Dringlichkeit.“ Und: „Auch ein Magazin im Internet gibt’s noch nicht von der Stange. Wir sind mit einer schnörkellosen, auf visuelle Grosszügigkeit ausgerichteten, flexibel bespielbaren und gleichzeitig technisch absolut stabilen Plattform an den Start. (An dieser Stelle ein Extrakränzchen ans Entwicklerteam: Noch nie konnte die „Republik“ nicht erscheinen oder war die Website mehr als einige wenige Minuten nicht erreichbar.) Allerdings fehlte es am Anfang an Tiefe in der Architektur der Publikation: Unser digitales Magazin war zwar durchaus schön, aber definitiv noch im Rohbau.“ Wir bleiben beobachtend am Ball …
 
Ein Dauerbrenner: Interviews autorisieren, ja oder nein, niemals oder kommt drauf an… Alexander Nabert von der „Taz“ hat da einen klaren Standpunkt: „Redaktionen sollten, wenn sie es mit kritischem Journalismus ernst meinen, Autorisierungen nicht von sich aus anbieten und dagegen ar­gumentieren, wo immer es geht. Der Pressekodex stellt klar: ,Ein Wortlautinterview ist auf jeden Fall journalistisch korrekt, wenn es das Gesagte richtig wiedergibt.‘ Autorisierungen werden explizit nicht verlangt. Jede Autorisierung weniger macht den Journalismus besser. Also – nach Zustimmung – Diktiergerät anwerfen und los: Es gelte das gesprochene Wort.“
 
Harald Hordych von der „Süddeutschen Zeitung“ sieht das ganz anders und schaut dabei auf Gabor Steingarts geschwärzte Seite wie den Fall Relotius: „Es schadet nicht, das Interview mal aus Sicht des Interviewten zu betrachten: Es besteht nur aus Zitaten, also aus wörtlichen Aussagen, auf die der Befragte immer wieder angesprochen werden kann, nach dem Motto: Sie haben doch damals in der Zeitung wortwörtlich gesagt! Diesen hohen Wert des Zitats machen sich Journalisten zunutze. Sie glänzen mit unverfälschten, direkten Aussagen. Da ist es nur fair, dass der Interviewte die Wirkung seiner Worte nach dem Gespräch überprüfen darf. Die Autorisierung hat sicherlich mehr offen geführte Gespräche ermöglicht als verhindert.“
 
Und wir schauen noch bei den „RiffReportern“ vorbei, um ein interessantes Online-Magazin vorzustellen: „Unverkäuflich“, das von Susanne Donner verantwortet wird: „Es gibt Themen, mit denen sich klassische Medien schwertun. Themen, die Erwartungen und Klischees allzu heftig widersprechen. Unkonventionelle Artikel, die vermeintlich vertraute Sachverhalte in neuem Licht zeigen. Unerwünscht sind auch jene Texte, die Leser vergraulen, Anzeigenkunden verprellen oder eine Klage nach sich ziehen könnten. Deshalb sind unsere Geschichten zu oft zu gefällig. Sie sind der Blick durch die immergleiche Brille, geformt von den Dogmen des Journalismus: Wir sollen Geschichten erzählen, sollen die Leser dauernd mit Neuem überraschen und hin und wieder enthüllen, ohne bei den zahlenden Kunden anzuecken.“
 
Ein ganz anderes Feld betritt Bettina Blaß vom Blog „Fit für Journalismus“ und schreibt: „Wer behauptet, es gäbe keine Blogger, die älter als 35 sind, liegt eindeutig falsch. Nachdem ich eine solche Behauptung im Internet gelesen hatte, habe ich angefangen zu recherchieren. Im Januar gingen wir dann mit einer ersten kurzen Liste mit Bloggern jenseits der 35 online. Seither haben sich so viele Kolleg*innen bei uns gemeldet, dass wir die Liste erweitert haben.“ Und hier ist sie, die Liste.
 
So. Das war jetzt eine ganze Menge Stoff – und wir schließen diesen Newsletter. Aber nicht ohne allen einen angenehmen Herbst zu wünschen.
 
In diesem Sinne
Ihre
Freischreiber und Freischreiberinnen

 


Nominierungen für den Himmel-und-Hölle-Preis 2019
22. Oktober 2019

Nominiert für den Himmel-Preis 2019

Julia Reda

Julia Reda ist eine dieser seltenen Politikerinnen mit starken Überzeugungen, für die sie leidenschaftlich eintritt. Die ehemalige EU-Abgeordnete steht wie keine andere für die Auseinandersetzung mit der EU-Urheberrechtsreform. Ihr gelang es, dass Medienschaffende, Youtuber*innen und Netzaktivist*innen gemeinsam auf die Straße gingen. Fünf Millionen Menschen haben eine Petition gegen die Reform unterschrieben, 100.000 demonstrierten allein in Deutschland. Wir möchten die Rufe von damals aufgreifen und noch einmal skandieren: „Julia, Julia, Julia!“ Denn ihr Einsatz für die Interessen der Kreativen ist himmelpreiswürdig.

Wegen der Haltung der SPD zu Netzsperren wechselte sie im Jahr 2009 zur Piratenpartei, für die sie 2014 ins Europaparlament einzog. Die Piratenpartei versank in der Bedeutungslosigkeit. Doch Reda wurde zum Gesicht der Bewegung für ein faires Urheberrecht und gegen die geplante EU-Urheberrechtsreform. Das Thema hatte sie selbst gewählt. Und sie verfolgte es über Jahre, als es noch dröge schien, als noch keine Massen demonstrierten und Youtube-Stars ihr Anliegen unterstützten.

Wir würdigen mit der Himmelpreis-Nominierung insbesondere ihren Einsatz gegen Artikel 12, der die Verlegerbeteiligung in den Verwertungsgesellschaften per Gesetz wieder einführen soll, obwohl sie zuvor durch Gerichtsurteile gekippt worden war. Reda sagt: „Wenn die Urheber der Meinung sind, sie möchten etwas von ihren Einnahmen abgeben, dann kann das vertraglich geregelt werden. Aber es ist extrem ungewöhnlich, dass gesagt wird: Wir helfen jetzt per Gesetz der stärkeren Partei.“  Finden wir auch. Und nominieren Julia Reda deshalb für den Himmelpreis der Freischreiber 2019.

 

Juan Moreno

Der freie Reporter Juan Moreno steckte vor knapp einem Jahr in einer brutalen Klemme. Er wusste, dass sein Co-Autor Claas Relotius ein Fälscher war. Seine Auftraggeber beim „Spiegel“ glaubten ihm nicht, Morenos berufliche Existenz stand vor dem Aus. Wir alle kennen die Geschichte, die zur Aufdeckung des größten journalistischen Betrugsskandals hierzulande geführt hat. Dass es für den „Spiegel“ nicht zur ganz großen Katastrophe kam – die Entlarvung des Märchenonkels durch externe Journalist*innen – hat das Haus auch der Loyalität seines freien Reporters zu verdanken.

Die Folgen des Skandals bekommen freie Reporter*innen zu spüren: Zunehmend werden umfangreiche Belege und Dokumentationen eingefordert, was im Sinne der Transparenz gerechtfertigt ist. Doch der Mehraufwand muss natürlich bezahlt werden, und zwar nicht von den Freien, sondern von ihren Auftraggeber*innen. Wir begrüßen ausdrücklich Transparenz – nicht aber einen Generalverdacht gegenüber freien Kolleg*innen, der da oft mitschwingt. Wohlgemerkt: Ein Freier hat den Skandal aufgedeckt, er war nicht der Fälscher.

Juan Moreno hat mit unglaublich viel Mut, Hartnäckigkeit und Klugheit agiert. Er stand vor der Wahl, seinen Mund zu halten und sich wegzuducken, statt allein gegen den Superstar Relotius vorzugehen. Er hätte sich dem Druck seiner Auftraggeber beugen können, und viele andere in seiner Situation hätten genau das getan.

Moreno soll – und will – kein Säulenheiliger des Journalismus sein. Vielleicht tun wir ihm keinen Gefallen mit unserer Nominierung. Aber es braucht ein beispielloses Rückgrat, sich dem wirtschaftlichen Ruin auszusetzen, der einem Freien droht, wenn er sich gegen das wichtigste Magazin der Republik stellt. Genau das macht Juan Moreno zu einem Vorbild für Journalist*innen, auch wenn er das nicht sein will. Und damit zu einem würdigen Kandidaten für den Freischreiber-Himmelpreis.

 

Medwatch

„Der Recherche verschrieben“ haben sich die Medwatch-Gründer*innen Hinnerk Feldwisch-Drentrup und Nicola Kuhrt. Die beiden Wissenschaftsjournalist*innen und ihr Team durchforsten das Netz nach medizinischen Fake News und halten mit sauber recherchierten Fakten dagegen. Mit ihrem Online-Magazin klären sie auf über dubiose Heilsversprechen, Pseudo-Medizin, Wunderheiler und Scharlatane, von denen das Internet voll ist. Durch beharrliche Berichterstattung verhindert Medwatch, dass skrupellose Praktiken und Skandale im Gesundheitswesen in Vergessenheit geraten. Dabei lassen sie sich auch nicht von juristischen Auseinandersetzungen abschrecken.

Weil ihre Unternehmensidee so gut ist, haben Kuhrt und Feldwisch-Drentrup seit der Gründung von Medwatch im Jahr 2017 diverse Preise und Stipendien abgeräumt. Darunter das „Grow“-Stipendium von Netzwerk Recherche, der „Netzwende-Award“ 2018 des Thinktanks Vocer, der Carl-Sagan-Preis 2019 der GWUP (Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften) sowie der „Emotion-Award“ 2019 des Magazins „Emotion“. Jetzt kommt die Nominierung für den Freischreiber-Himmelpreis dazu.

Ganz im Sinne von Freischreiber sind sie journalistische Pioniere, die ihr Können und ihr Know-how einer preiswürdigen Unternehmensidee widmen. Im Umgang mit freien Kolleg*innen gelten sie als so angenehm wie professionell, die Beiträge werden fair honoriert. Wir halten Nicola Kuhrt und Hinnerk Feldwisch-Drentrup – die beide Mitglieder von Freischreiber sind – daher für verdiente Kandidat*innen für den Freischreiber-Himmelpreis.

medwatch.de

 

RiffReporter

Wenn Korallen sich finden und in enger Nachbarschaft wachsen, entsteht ein Riff. Dieses Narrativ ist die Grundlage der Journalisten-Genossenschaft RiffReporter, in der einzelne Journalist*innen oder Journalisten-Teams ihre Projekte publizieren. Alle Autor*innen sind zugleich stimmberechtigte Genoss*innen. Und sie teilen sich auch die Einnahmen.

Ende September 2019 siedelten im Riff genau 100 Autor*innen, gut zwei Drittel davon veröffentlichen regelmäßig, die übrigen bereiten den Start ihrer Digitalmagazine vor. 1255 Beiträge sind bislang auf riffreporter.de erschienen.

Die Genoss*innen agieren als eigenverantwortliche Unternehmer*innen. Die Erlöse für alle Autor*innen sind derzeit überschaubar – was auch daran liegt, dass sich etliche Korallen noch in der Startphase befinden.

RiffReporter hat ein Umfeld für freie Journalist*innen geschaffen, das seinesgleichen sucht. Es ist ein einzigartiges Biotop für den freien Journalismus, in dem das Ganze mehr ist als die Summe seiner Teile. Im Riff profitieren die Genoss*innen von gemeinsamen Strukturen und gegenseitiger Unterstützung, ohne sich um Programmierung von Websites oder Bezahlsysteme kümmern zu müssen. Mit den Vorständen Tanja Krämer und Christian Schwägerl – beide sind Freischreiber-Mitglieder – haben die Autor*innen Ansprechpartner, die sie ermutigen und bei unterschiedlichsten Fragen zur Seite stehen.

Als Riffreporter*innen sind Freie nicht allein, sondern gleichberechtigte Partner*innen in einem professionellen Umfeld – das erscheint uns schon ziemlich zukunftsträchtig. Und himmelpreiswürdig.

RiffReporter.de
 

Nominiert für den Hölle-Preis 2019

BDZV und VDZ

Reif für den diesjährigen Höllepreis der Freischreiber sind auch der Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger (BDZV) und der Verband Deutscher Zeitschriftenverleger (VDZ). Diese beiden Verlegerverbände wehren sich unablässig und seit endlosen Zeiten gegen faire Vergütungsregeln für freie Journalist*innen.

Seit geschlagenen 17 Jahren ringen Urhebervertreter*innen vergeblich mit dem VDZ um einen Abschluss von Vergütungsregeln für freie Journalist*innen bei deutschen Zeitschriften. Die Zahl der Verhandlungsrunden geht inzwischen auf die hundert zu. Ohnmächtig müssen die Freischaffenden dabei zusehen, wie ihre Auftraggeber*innen versuchen, Honorare auf ein Mindestniveau zu drücken, das jeder Beschreibung spottet.

Für freie Journalist*innen an Tageszeitungen gilt: Zwar haben die Gewerkschaften ver.di und djv im Januar 2010 gemeinsame Vergütungsregeln mit dem BDZV beschlossen. Doch das waren Honorare auf einem unterirdischen Niveau, weshalb Freischreiber die Vergütungsregeln ablehnte. Als schließlich am 1. März 2017 das Verbandsklagerecht in Kraft trat, kündigte der BDZV einen Tag zuvor selbst diese jämmerlichen Honorarvereinbarungen. Dass Verbände sie hätten einklagen können, durfte nicht sein. Und damit war klar, was verbindliche Vergütungsregeln für den BDZV in Wahrheit sind: Teufelszeug.

Neuverhandlungen haben die Verlegerverbände bislang mit dem Argument abgelehnt, die Festlegung von Honoraren verstoße gegen das europäische Wettbewerbs- bzw. Kartellrecht. Dieses Argument zieht jetzt nicht mehr, denn die im Mai 2019 vom EU-Parlament verabschiedete Urheberrechtsrichtlinie stärkt in diesem einen Punkt die Position der Urheber*innen. Ihre Verbände können nun mit den Medienhäusern festlegen, wann eine Vergütung als angemessen anzusehen ist.

Das halten wir für einen probaten Vorschlag. Aus der Schmach einer Höllepreis-Nominierung führt stets ein Weg hinaus, es ist das Gespräch mit uns. Über angemessene Vergütungsregeln, die ihren Namen verdienen.

 

Badische Zeitung

Die Badische Zeitung hat einen freien Journalisten „abgesägt“. Das kann passieren, wenn der Mann unzuverlässig ist oder in seinen Texten schwerwiegende Fehler gemacht hat. Beides kann man Bernd Serger nicht vorwerfen.

2018 schreibt Serger einen Text über die Geschichte eines traditionsreichen Freiburger Bettenhauses, das bis 1937 „Marx“ hieß und im Zuge der Arisierung der Nazis zum „Bettenhaus Striebel“ wurde. 1980 kauften die heutigen Besitzer das Unternehmen, der Name blieb. In einer Jubiläumsbroschüre („80 Jahre Betten Striebel“) wird der nationalsozialistische Teil der Firmengeschichte ausgespart. Bernd Serger berichtet über die ganze Geschichte, betont aber auch, dass die heutigen Besitzer mit der Arisierung nichts zu tun haben, sie allerdings schamhaft verschweigen.

Die Chefredaktion scheint nicht erfreut über die historische Reportage, die prominent im Wochenend-Magazin erscheint. Betten Striebel ist ein wichtiger Anzeigenkunde. Chefredakteur Thomas Fricker wird erst nach dem Erscheinen auf den Text aufmerksam und verhindert, dass er in der Online-Ausgabe erscheint. Die Redaktion druckt bis heute keine Leserbriefe zum Thema. Die Begründung: Sergers Text habe journalistische Mängel, die die Redaktion leider nicht vor der Drucklegung erkannt habe. Welche das sein sollen, bleibt offen.

Als Bernd Serger im Frühjahr 2019 der Lokalredaktion einen weiteren Text anbietet, sagen die Kolleg*innen zuerst zu. Wenig später aber wird der Auftrag auf Geheiß der Chefredaktion zurückgezogen. Serger, der bis zu seiner Pensionierung 2011 selbst Mitglied der Chefredaktion war, darf nun nicht mehr für das Blatt arbeiten, für das er 20 Jahre tätig war.

Wir fragen uns: Welche Mängel hatte Sergers Text? Warum wurden die angeblich nicht von der Redaktion erkannt? Welche Konsequenzen hatte das für den abnehmenden Redakteur? Oder gab es nur für den freien Autor Konsequenzen? Geht es am Ende darum, auf dem Rücken eines freien Journalisten einem wichtigen Anzeigenkunden einen Gefallen zu tun –  was der Chefredakteur Thomas Fricker bestreitet? Der vermisst übrigens „Sinn für Maß, Gewichtung und Differenzierung sowie Fairness gegenüber den Betroffenen“, meint als Leidtragende aber die Inhaber des Bettenhauses. Mehr Sinn für Maß und Differenzierung wünschen die Freischreiber der Redaktionsleitung und dem Verlag der Badischen Zeitung.

Das betrifft auch das Thema „innere Pressefreiheit“. Kollege Serger wollte einen anderen Schwerpunkt setzen. Die Chefredaktion war damit nicht einverstanden. Sie hätte den Konflikt aushalten können um der Pluralität willen. So hätte eine Debatte entstehen können, geführt in der Badischen Zeitung und auf anderen Kanälen. Rede und Widerrede, das wünschen wir uns doch. In einer Zeit, wo unser Berufsstand unter Rechtfertigungsdruck steht, können wir Journalist*innen – Redakteur*innen, Redaktionsleiter*innen, Freie – es uns nicht leisten, so miteinander umzugehen.

 

Dornbusch Medien AG

„Das Medienhaus für guten Journalismus“: So stellt sich die Dornbusch Medien AG auf ihrer Website dar, die mehrere Wochen- und Monatsmagazine in der Schweiz herausgibt. Sie selbst verhält sich gegenüber freien Journalist*innen aber alles andere als gut.

Mindestens 20.000 Franken schuldet der Verlag seinen Freien, schätzt die Schweizer Journalistengewerkschaft Syndicom. Die Dunkelziffer wird noch höher eingeschätzt. Manche warten seit Wochen, einige seit Monaten auf ihr Geld.

Die Masche ist offenbar immer gleich: Erst läuft der Kontakt mit der Redaktion gut. Haben die Freien ihre Texte aber abgegeben, passiert – nichts. „Die Redaktion hat nicht auf meine Rechnungen reagiert, auch nicht auf eine per Einschreiben versandte Mahnung“, schreibt uns ein betroffenes Freischreiber-Mitglied.

Die Situation ist so ernst, dass sich einige Betroffene zu etwas entschlossen haben, das in unserer Branche äußerst selten passiert: Sie protestierten Ende Juni vor dem Verlagssitz in Dättwil. In Anspielung auf die spirituellen Titel des Verlags riefen sie Parolen wie: „Du sollst deinen Nächsten bezahlen wie dich selbst!“ oder „11. Gebot: Zahle deine Schulden!“

Das Verhalten ist ein besonders krasser Fall. Aber ein Einzelfall ist es nicht. Auch hierzulande hören wir immer öfter von Medienhäusern, die Rechnungen verschleppen. Wir fragen uns: Ist es den Redaktionen und den Verlagen schlicht egal, dass sie freie Journalist*innen mit ihrer Zahlungs-Unmoral in existenzielle Nöte bringen? Steckt Gleichgültigkeit dahinter oder ein System? Wo verläuft die Grenze zwischen Wurstigkeit und krimineller Energie?

Zum Schluss noch eine Frage an uns Freie: Warum finden sich immer wieder Autorinnen und Autoren, die sich das antun? Warum arbeiten wir für Häuser, die in der Vergangenheit beim Bezahlen geschlampt haben? Leute, lasst es! Ihr habt etwas Besseres verdient.

Hamburg, 23.10.2019

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:Freiheit beginnt mit fairen Verträgen. Code of :Fairness

Busfahrt ins Grüne mit Himmel- und Höllepreisverleihung, Mitgliederversammlung, Box-Workshop und Zeit für Austausch – der Freischreiber-Betriebsausflug am 9.11. von Hamburg nach Himmelpforten und über Teufelsbrück wieder zurück. Infos hier.


Berliner Stammtisch mit Besuch am 25.10. im Clubraum vom Aufsturz: Im Mittelpunkt steht diesmal das digitale Magazin „Deine Korrespondentin”. Infos und Anmeldung hier.


Freischreiber-Abend am 28. Oktober in Hamburg im Südhang. Infos und Anmeldung hier.


Freischreiber-Position zur Umsetzung der EU-Urheberrechtsrichtlinie
Wir UrheberInnen fordern: Keine pauschale Beteiligung der Verlage an den Ausschüttungen der VG Wort
Unsere Stellungnahme zur Umsetzung der EU-Urheberrechtslinie (hier als PDF).


Slack-Chat Zweitverwertung
Nur für Mitglieder: Zweitverwertung – wie machst du das? Alle Tipps und Infos aus dem Wie-machst-du-das-Chat vom 26.9. mit Freischreiber Steve Przybilla jederzeit nachlesen in unserem Slack-Team.


Das Honorar-Tool für mehr Transparenz: Honorare hier eintragen: wasjournalistenverdienen.de

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vom 08T12:59:28+00:00.10.2019

08. Oktober 2019

Keine Märchen? Keine Antworten…

 
Liebe Freischreiberïnnen, liebe Kollegïnnen und liebe Freundïnnen von Freischreiber,
 
 
vor Kurzem haben wir unter unseren Mitgliedern eine Umfrage gemacht. Da wurde uns gesagt, dass wir mehr gendern sollten, am besten einheitlich. Mehr zu gendern finden wir gut, das mit der Einheitlichkeit weniger. Wir sind ja ein Redaktionsteam, das macht, was es will. Sprich, die Art und Weise, wie wir gendern, entscheiden wir nach Gusto. Nun taucht allerdings in diesem SZ-Artikel eine elegante Gender-Variante auf: das Trema. Statt eines i-Punkts werden zwei gesetzt, fertig ist das Unisex-Wort mit integrierter Sprechpause. Wir probieren das in diesem Newsletter mal aus. Lob und Beschwerden bitte an redaktion@freischreiber.de.
 
Kein zweiter Relotius
 
Heißt es immer wieder, wenn ein neuer Betrugsfall unter Journalistïnnen auffliegt. Ganz so, als sei der „Spiegel“-Betrüger auch als Fälscher ein Superstar gewesen. Und fast so, als wiege alles nicht so schwer, was nicht dessen Dimensionen erreicht. Das finden wir höchst problematisch, weil jeder Täuschungsfall, egal ob von Relotius-Ausmaßen oder nicht, unsere Glaubwürdigkeit weiter beschädigt. Nun hat ein Hörfunk-Journalist beim Deutschlandradio in einigen seiner Beiträge den Eindruck vermittelt, er sei vor Ort gewesen, was nicht der Wahrheit entsprach. Daniel Bouhs beschreibt die Sache auf Übermedien und verweist in seinem Text auch auf den „Tutzinger Appell“ von 2007 (!). Darin heißt es unter anderem: „Nur ein Radio, das seine Hörer nicht belügt, wird als Medium im digitalen Zeitalter bestehen können.“ Doch offenbar wird dieser Appell in der Branche „zum Teil leider immer noch belächelt“, wie man bei Bouhs nachlesen kann.
 
Wir hoffen, dass bald weniger belächelt und mehr vorgesorgt wird. So wie bei der Preisvergabe des diesjährigen Reporterpreises. Die Veranstalterïnnen haben ein neues Prüfverfahren installiert: Nominierte Texte werden stichprobenartig gecheckt, die Siegertexte ausnahmslos. In allen Preiskategorien wird überdies ein Making-of verlangt, das auch die Telefonnummern der wichtigen Protagonistïnnen umfasst.
 
 
Keine Märchen?
 
So das Versprechen von Ex-Handelsblatt-Chef Gabor Steingart, derzeit mit dem Aufbau eines „Medienschiffs“ beschäftigt. Im Interview mit der Autorin Catalina Schröder vom Magazin „Journalist“ hieß das allerdings: am besten gleich gar keine Antworten. Nach einem unsouveränen Autorisierungsprozess, bei dem Steingart nicht nur seine Antworten, sondern auch die Fragen von Schröder umschreiben wollte, zog er seine Antworten schließlich komplett zurück. Der „Journalist“ druckte das Interview trotzdem. Mit den Originalfragen von Schröder und jeder Menge geschwärzter Zeilen.
 
 
Freischreiberiges
 
Susanne Wolf, österreichisches Freischreiber-Mitglied, hat ein Buch geschrieben mit dem Titel „Zukunft wird mit Mut gemacht“. Darin geht es um die Klimakrise und um die Möglichkeiten jedes und jeder Einzelnen, sich gegen den Stillstand der Politik zu wehren. Wolf beschreibt, wie wir Teil eines Wandels werden können. Hrsg. Verein für Konsumenteninformation, Wien 2019, 146 Seiten, 19,90 Euro. Mehr hier.
 
„Welche Metropole hat schon eine Insel mit U-Bahn-Anschluss? Hat Hausberge und ein fantastisches Wandergebiet, das per Tram erreichbar ist?“, fragt Freischreiberin Judith Weibrecht. Klarer Fall: Wien, lebenswerteste Stadt der Welt, wenn’s nach dem britischen „Economist“ geht. Weibrechts Buch „Wien – Stadtabenteuer“ erscheint im Michael-Müller-Verlag, hat 240 Seiten und kostet 14,90 Euro. Details hier.
 
Benno Stieber, ehemaliger Freischreiber-Vorstandsvorsitzender, fährt jetzt Tandem. So heißt unser Mentorïnnen-Programm, das Benno zusammen mit unserer Vorstandspraktikantin Lea De Gregorio verantwortet. Über das Tandem schreibt er: „Mentoren-Programme gibt’s im Journalismus ja jede Menge. Das von Freischreiber ist speziell für Freie und auch sonst was ganz Besonderes. Denn im Idealfall lernen beide etwas. Der Berufsanfänger vielleicht, wie man das mit der Mehrfachverwertung angeht, wie sich annehmbare Honorare heraushandeln lassen oder wie Freie im Ausland überleben können. Die Berufserfahrene kann dagegen von seinem Mentee vielleicht etwas über neue digitale Kanäle, Verschlüsselung oder Journalismus im Team lernen.
Unser Mentorïnnen-Programm soll also ein Dialog sein, eine Partnerschaft, bei der beide in die Pedale treten. Darum stellt Freischreiber jetzt zum dritten Mal Tandems für ein Jahr zusammen. Jedes Paar aus Routinier und Berufsanfängerin wird liebevoll von Hand ausgewählt.
Bei einem Kick-Off-Treffen am 25./26. Januar im hessischen Knüllwald lernen sich die Tandems dann kennen und vereinbaren gemeinsame Ziele für ihr Jahr. Danach liegt es an euch, wie ihr eure Zusammenarbeit gestaltet. Wir stehen als Ansprechpartnerïnnen zur Verfügung und haken zwischendrin auch mal nach, wie es läuft.“
 
Wer dabei sein möchte, kann sich jetzt schon anmelden, muss allerdings Freischreiberïn sein. Das Tandem fährt nur mit Mitgliedern – noch ein Anlass mehr, zu uns zu stoßen. Als Bewerbung schickt bitte eine Mail an tandem@freischreiber.de mit folgendem Inhalt:
 
Sendet uns einen kurzen Lebenslauf, sucht hier eure Wunschmentorïnnen aus:
Wer inspiriert euch, wen wünscht ihr euch als Mentorin oder Mentor? Macht uns zwei, drei Vorschläge. Dann beantwortet uns bitte kurz diese beiden Fragen: Wie arbeitet ihr?
Wofür speziell wünscht ihr euch Unterstützung von eurem Mentor, eurer Mentorin?
 


 Mitmachen und Ärmel hochkrempeln: Jetzt :Freischreiberin (oder :Fördermitglied) werden! 


 
Dies & das
 
Wir erinnern uns, am 12. September war „Zahltag“: ein Praxisgespräch der Landesanstalt für Medien in Köln, das der Frage nachging, wie sich unabhängiger Onlinejournalismus finanzieren lässt. Jetzt ist der Rückblick erschienen und kann hier nachgelesen werden. Eine Erkenntnis: Print ist nicht tot, im Gegenteil. Print macht Onlinemedien stärker. Und: Nutzerïnnen zahlen am liebsten für harten Journalismus.
 
Vormerken: Vom 25. bis 27. November findet in Bremen wieder die „Wissenswerte“ statt, nach eigenen Angaben „das wichtigste Forum für Wissenschaftsjournalismus im deutschsprachigen Raum“. Diesjährige Highlights: „Was der Journalismus von der Blogosphäre lernen kann – und umgekehrt“ mit Dr. Mai Thi Nguyen-Kim, „Best of Data Journalism“, „Einführung in den Datenjournalismus“, „Wissen auf YouTube“, „Science Podcasts“. Und mit vielen Riffreporterïnnen. Hier geht’s zur Online-Registrierung.
 
Was lesen Sie denn so? Ist das auch das Richtige für Sie? Vielleicht sollten Sie das mal überprüfen. Der Les-o-Mat hilft Ihnen dabei. Was man vom Wahl-o-Mat schon kennt, funktioniert auch bei der Auswahl von Magazinen. Sie klicken sich durch 29 Aussagen von der Art „Mir reicht eigentlich die Überschrift und der Teaser, lange Artikel werden überbewertet“, und am Ende erhalten Sie eine Liste mit Magazinen, die wirklich zu Ihnen passen. Auch wenn Sie noch nie von ihnen gehört haben.
 
Das war’s wieder von uns. Alles Gute wünschen Ihre
 
Freischreiberïnnen

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