Weihnachten und so

Liebe Kolleginnen, liebe Kollegen,

Sie suchen noch ein Weihnachtsgeschenk? Vielleicht sogar für einen freien Kollegen? Dann schauen Sie doch in unserem neuen FREISCHREIBER-Shop vorbei. Das Angebot ist reichhaltig und reicht vom FREISCHREIER-Baby-Body über Hartverhandler-I-Phone-Case bis zur Urheber-Tasse. Wer dort nicht fündig wird, der versuche es auf unserer neuen Bücher-Seite. Auch hier ist die Bandbreite groß: wilde Alpen, wilde Radler, wilde Verhältnisse.

Wer FREISCHREIBER-Mitglied ist und in den vergangenen drei Jahren ein Buch veröffentlicht hat, das auf unserer Seite aber nicht zu finden ist, der möge sich bitte unter kontakt-at-freischreiber.de melden, und wir holen das Versäumnis nach.

Was gibt es sonst Neues zu berichten? Viel: Vergangene Woche haben wir den Himmel-Preis direkt in die Enorm-Redaktion getragen und nochmals überreicht, wir haben die Lebkuchenherzen "Ein Herz für Freie" an diverse Medienpolitiker verschickt und die Aufgaben im neuen Vorstand verteilt. Übrigens: auch der Hölle-Preisträger Sonntag aktuell wird nicht leer ausgehen. Wir werden den Preis im Januar 2013 persönlich übergeben.

Und: unser Angebot steht noch. Anlässlich der sich mehrenden Ereignisse bezüglich Redaktions-Schließungen, Redaktions-Konkursen und Redaktions-Verkleinerungen bieten wir allen, die Unterstützung bei den ersten Schritten ins freie Leben suchen, die sich nicht ganz allein fühlen und aktiv für Ihre Rechte eintreten wollen eine kostenlose Probemitgliedschaft an. Alle Infos dazu finden Sie hier. Neue und alte Mitglieder können sich dann u. a. im Mitgliederforum zum Beispiel zum Thema Financial Times Deutschland austauschen.

So, jetzt wird`s Zeit den Blick von unserem kleinen Verband zu lösen und in die weite Welt zu richten. Wie heutzutage so manch eine Zeitung arbeitet, wurde spätestens durch den FTD-Nachfolger "Protest-Time" deutlich: „Was wäre wohl aus uns geworden ohne das Heer unserer studentischen Hilfskräfte? Eine Loseblattsammlung … in der Orthografie eines Zweitklässlers,"  sagte darin laut carta.info der stellvertretende ehemalige Chefredakteur. Rund ein Sechstel der Belegschaft der FTD sollen Studis gewesen sein. "So sieht die Realität im Journalismus aus", meint dann auch die Redaktion von carta.info.

Ein bissiges Kommentar zum Vorstoß der Verleger bezüglich des Leistungsschutzrechtes ist leider nicht hierzulande, sondern in der Schweiz erschienen: "Wer durch Branchenregulierung bestimmte Direktzahlungen erhält, wird das Feld langfristig erst recht anderen überlassen," findet Beat Gygi hier.

Ina Hartwig versucht derweil Ordnung in Sachen Frankfurter Rundschau zu bringen und erklärt, warum der Niedergang der FR  keine Panik auslösen sollte. "Dieser Panik möchte ich entschieden widersprechen; denn ich bin davon überzeugt, dass sie die denkbar falsche Reaktion auf die – vielleicht, vielleicht auch nicht – dramatische Lage der Tageszeitungen ist"  ist ihr Credo und hier nachzulesen.

Um solcherlei, also nicht die Panik, sondern die Pleite, zu verhindert, hat die WAZ-Gruppe den Leser analysiert. Was dabei herauskam, ist hier zu lesen.


TERMINE

Im Seminar „Strukturierte Internetrecherche“ mit Albrecht Ude in München sind noch Plätze frei!

Recherche im Internet bedeutet mehr, als ein Suchwort bei Google einzutippen oder einen Blick in die Wikipedia zu werfen. Im Seminar geht es darum, in Theorie und Praxis die verschiedene Methoden und Hilfsmittel der Internet-Recherche kennen zu lernen und auszubauen.

DATUM         12/13. Januar 2013 (Sa/So)

ORT     Deutsche Journalistenschule, Hultschiner Straße 8.

PREIS        Für Freischreiber-Mitglieder    90 Euro
                    Für Nicht-Freischreiber        130 Euro

ANMELDUNG    Möglich bis 5. Januar bei Andrea Mertes (0170.2011540) oder mail-at-andreamertes.de


Zum Abschluss dann noch etwas präsidiales: Herr Gauck hat bei seiner Rede anlässlich der Verleihung des Theodor-Wolff-Preises auch an uns, die freien Journalisten, gedacht und unser Problem erkannt: "Und auch, dass immer mehr sogenannte freie Journalisten ihre gute Arbeit für einen äußerst beschämenden Lohn leisten müssen. Das gehört leider auch zum journalistischen Alltag. All das bedroht nicht nur eine Berufssparte unter anderen – es bedroht unsere demokratische Öffentlichkeit."

Mit dieser nachdenklich stimmenden Rede und einem kleinen Geschenk für die etwas komplizierteren Themen wollen wir uns bei Ihnen aus diesem Jahr verabschieden: frohe Weihnachten und einen guten Rutsch. Wir melden uns 2013 wieder.


Bis dahin,

die Freischreiber

PS: Wem es über die Feiertage zu langweilig werden sollte: Krautreporter wartet noch auf Bewerbungen!