Der :Freischreiber-Newsletter

Neues von Freischreiber: Kreative Höchstleistungen, vernichtende Urteile, Humus im Kopf etc.

Liebe Leserinnen und Leser,

 

die Spannung wächst nunmehr fast ins Unerträgliche: Welche Redaktionen gehen als Kandidaten für die Wahl zum Himmel- und Hölle-Preis ins Rennen? Die Auswahl der Vorjury werden wir am kommenden Mittwoch, 5. Oktober, an dieser Stelle bekannt geben.

 

Grundlage für die Nominierung ist der Code of Fairness, und Regel Nummer Eins handelt von klaren Absprachen und schriftlicher Bestätigung. Wie genau ein professionelles Briefing aussieht, schildert Christian Sauer auf unserem Blog. Sein Fazit: "Kreative Höchstleistungen entstehen nur, wenn der Freie sich sicher über die Rahmenbedingungen sein kann. Und wenn er durch anständige Behandlung einen Hauch von Wertschätzung erfährt."

 

Guter Journalismus lebt ja auch davon, dass man hin und wieder den Schreibtisch verlässt. Das hat eine Gruppe von Freischreibern kürzlich getan - und ging gemeinsam in den Wald, Bäume pflanzen. Was die Münchner Freischreiberin Andrea Mertes initiiert hatte, wurde zu einem sinnlichen, philosophischen, zusammenschweißenden Event. "Mein Hirn ist immer noch voller Humus, Mineralböden und Zersetzungsaromen, die Erwebsarbeit lahmt", berichtet einer der Beteiligten: "Spricht dafür, dass es ein super Wochenende war." Für 2012 ist eine Wiederholung geplant - Interessierte können sich schon jetzt vormerken lassen. Mehr dazu auf unserem Blog.

 

Neues von Freischreiber: G+J-Wirtschaftsmedien, das Freien-Paradies, Alzheimer etc.

Liebe Leserinnen und Leser,

wer schreibt, der kommt ins Gespräch, haben wir vor einigen Wochen geschrieben. Nämlich mit jenen, die versuchen, Allgemeine Geschäftsbedingungen (AGB) durchzusetzen, die so gut wie immer zum Nachteil der freien Autoren sind.

Nach einem Brief an die Chefredaktion der G+J Wirtschaftsmedien, den über zwanzig bei diesen Medien beschäftigte freie Mitarbeiter unterschrieben haben, hatten wir in einem Gespräch mit der geschäftsführenden Redakteurin Isabelle Arnold und dem stellvertretenden Leiter der Rechtsabteilung, Martin Soppe, unsere Kritikpunkte an den neuen AGB vorgebracht. 

Aber manchmal kommt auch derjenige, der klagt - zu seinem Recht. Der DJV hat gegen die AGB vor dem Landgericht Hamburg geklagt und jetzt in wesentlichen Punkten Recht bekommen. Darüber freuen wir uns sehr und gratulieren den Kollegen und damit auch uns Freien. Denn mit diesem Urteil ist der Vertrag ungültig. Mehr dazu auf unserem Blog

Neues von Freischreiber: Himmel und Hölle, Klaus Harpprechts Zorn, Zählpixel etc.

Liebe Leserinnen und Leser,
 
"Heute ist der Tag, an dem ich nicht mehr aufstehen will, denn ich habe

seit einer Woche kein Geld mehr und glaube auch nicht, dass nächste
Woche welches kommt." So begann der mutige Artikel von Gabriele Bärtels,
erschienen am 1.11.2007 in der Zeit, der uns Freien den nötigen Stich
ins Herz gab. Gabriele Bärtels notierte all die großen und kleinen
Sauereien, die uns das Aufstehen und das Leben da draußen schwer machten.
Vier Jahre später gibt es Freischreiber e.V., wir sind da, wir sind viele. Und wir sind bereit, aufzustehen und Namen zu nennen. Wir nennen die Namen der Redaktionen, die es begriffen haben. Und wir nennen die, die uns Freien das Leben zur Hölle machen. Die Regeln sind klar: Es sind die zehn Punkte unseres »Code of Fairness«, den wir Ihnen letzte Woche vorgestellt haben.

Am 11. November 2011 vergibt Freischreiber, der Berufsverband der freien Journalistinnen und Journalisten in Deutschland, in Hamburg zwei Preise: Den Freischreiber-Himmel für die fairste Redaktion Deutschlands 2011. Und die Freischreiber-Hölle für die fieseste Redaktion.


Die Nominierung ist eröffnet! Bitte senden Sie begründete Vorschläge für
Preisträger bis zum 21. September 2011 an: vorschlag (atttt) himmel-und-hoelle-preis.de.

Der Freischreiber Himmel-und-Hölle-Preis

 Liebe Leserin, lieber Leser, 

diese Newsletter ist "Made in China", aber das bedeutet nicht, dass wir jetzt mit Ideenklau anfangen.

Im Gegenteil. Für unsere Herbstkampagne 2011 haben wir uns eine unerhörte, nie dagewesene Idee ausgedacht. Wir drehen nämlich den Spieß um. Während normalerweise Redaktionen unsere Arbeit bewerten, wollen wir jetzt mal über die Arbeit von Redaktionen richten. Und einen Preis dafür vergeben:

Den Himmel-und-Hölle-Preis. Freischreiber wählt die fieseste und fairste Redaktion Deutschlands.

Und dafür brauchen wir Sie. Denn natürlich geht es ums große Ganze.

Wir alle haben den Journalistenberuf gewählt, weil wir ihn lieben und als einen Pfeiler lebendiger Demokratie begreifen. Aber es sind die vielen kleinen Nadelstiche, die uns das Leben zur Hölle machen: Honorare, hinter denen man monatelang herläuft. Verträge, bei deren Lektüre man ob ihrer Dreistigkeit hysterische Lachanfälle bekommt. Angebote, die man eigentlich nur noch für einen Witz halten kann. 

Wir haben deshalb in zehn Punkten die Grundlagen für eine faire Zusammenarbeit zwischen Freien und Redaktionen aufgeschrieben. Und haben dieses Papier "Code of Fairness"genannt. 

Es ist ein Angebot zur fairen Zusammenarbeit zwischen Redaktionen und Freien. Wir wissen: es gibt auch faire Redaktionen, die sich an viele der Punkte aus dem Code of Fairness bereits halten. Und mit denen die Zusammenarbeit geradezu himmlisch ist. 

Deshalb wollen wir nicht nur meckern, sondern uns auch bei tollen Redaktionen bedanken. Der Code of Fairness soll daher die Bewertungsgrundlage für den Himmel-und-Hölle-Preis sein.

Der Freischreiber Himmel-und-Hölle-Preis

 Liebe Leserin, lieber Leser, 

diese Newsletter ist "Made in China", aber das bedeutet nicht, dass wir jetzt mit Ideenklau anfangen.

Im Gegenteil. Für unsere Herbstkampagne 2011 haben wir uns eine unerhörte, nie dagewesene Idee ausgedacht. Wir drehen nämlich den Spieß um. Während normalerweise Redaktionen unsere Arbeit bewerten, wollen wir jetzt mal über die Arbeit von Redaktionen richten. Und einen Preis dafür vergeben:

Den Himmel-und-Hölle-Preis. Freischreiber wählt die fieseste und fairste Redaktion Deutschlands.

Und dafür brauchen wir Sie. Denn natürlich geht es ums große Ganze.

Wir alle haben den Journalistenberuf gewählt, weil wir ihn lieben und als einen Pfeiler lebendiger Demokratie begreifen. Aber es sind die vielen kleinen Nadelstiche, die uns das Leben zur Hölle machen: Honorare, hinter denen man monatelang herläuft. Verträge, bei deren Lektüre man ob ihrer Dreistigkeit hysterische Lachanfälle bekommt. Angebote, die man eigentlich nur noch für einen Witz halten kann. 

Wir haben deshalb in zehn Punkten die Grundlagen für eine faire Zusammenarbeit zwischen Freien und Redaktionen aufgeschrieben. Und haben dieses Papier "Code of Fairness"genannt. 

Es ist ein Angebot zur fairen Zusammenarbeit zwischen Redaktionen und Freien. Wir wissen: es gibt auch faire Redaktionen, die sich an viele der Punkte aus dem Code of Fairness bereits halten. Und mit denen die Zusammenarbeit geradezu himmlisch ist. 

Deshalb wollen wir nicht nur meckern, sondern uns auch bei tollen Redaktionen bedanken. Der Code of Fairness soll daher die Bewertungsgrundlage für den Himmel-und-Hölle-Preis sein.

Neues von Freischreiber: Wasser auf unsere Mühlen, van Gogh, Witze etc.

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

der Streik der Zeitungsredakteure ist zu Ende, der Manteltarifvertrag bleibt erhalten und den Kollegen ist es außerdem gelungen, den Einsteig in einen Niedriglohnsektor für den Nachwuchs zu verhindern. Warum das nicht reicht und es den Festen schlechter gehen wird, wenn es den Freien nicht bald besser geht, steht im Freischreiber-Blog. Wer noch mitdiskutieren will: bitte hier entlang.

 

Neues von Freischreiber: Briefe, Fahrstuhlmusik und die Mongolei

 

 

Liebe Leserinnen und Leser,

 

früher, in einer Zeit, in der viele beim Wort Email noch an Porzellan dachten, warb die Deutsche Post mit dem Spruch „Wer schreibt, der bleibt.“ Inzwischen hat sich viel geändert. Wenn man in Behörden oder Firmen anruft und eine Frage hat, ist die Standardantwort nicht mehr „Tut mir leid, der ist gerade in einer Besprechung“, sondern: „Können Sie mir dazu eine Email schicken?“ SM steht nicht mehr für Sexualpraktiken mit Lack und Peitsche, sondern ist die Abkürzung für Social Media, also ist es auch Zeit für einen neuen Slogan: „Wer schreibt, der kommt.“ Und zwar: ins Gespräch.

Neues von Freischreiber: Hüttenwochenende, Luke Skywalker, digitale Selbstvermarktung etc.

 Liebe Leserinnen und Leser,

 

Freischreiber funktioniert umso besser, je besser wir uns alle kennen, findet Andrea Mertes von der Regionalgruppe München - und hat deshalb dankenswerterweise ein großartiges Projekt organisiert, zu dem alle Freischreiber aus dem ganzen Bundesgebiet herzlich eingeladen sind: ein Hüttenwochenende im Allgäu, zusammen mit dem Bergwaldprojekt.

Seit 20 Jahren organisiert der Verein (1986 von Greenpeace gegründet) Projektwochen in deutschen Wäldern. Die Projekte sind Monate im voraus ausgebucht; neben Privatleuten können auch Unternehmen ihre Mitarbeiter in den Wald schicken. Eine solche "teambildende Maßnahme" mit Alpenflair und Arbeitseinsatz kostet die Unternehmen normalerweise 5000 Euro, uns Freischreiber kostet sie nichts: Das Bergwaldprojekt  will unsere Arbeit für freie Journalisten unterstützen, im Gegenzug unterstützen wir das Bergwaldprojekt. Ein Wochenende lang ziehen wir mit Spitzhacke und Gertel in den Wald, forsten das Unterholz durch und legen Biotope für Auerhuhn und Birkwild an. Zwischendurch bleibt immer Zeit zum Klönen und Gipfelgucken, und abends grillen wir vor der Hütte unterm Sternenhimmel. Das Bergwaldprojekt sorgt für die Unterkunft (die Obere Socherhütte bei Balderschwang) sowie fürs Essen und Trinken.

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