Liebe Leserin, lieber Leser,
diese Newsletter ist "Made in China", aber das bedeutet nicht, dass wir jetzt mit Ideenklau anfangen.
Im Gegenteil. Für unsere Herbstkampagne 2011 haben wir uns eine unerhörte, nie dagewesene Idee ausgedacht. Wir drehen nämlich den Spieß um. Während normalerweise Redaktionen unsere Arbeit bewerten, wollen wir jetzt mal über die Arbeit von Redaktionen richten. Und einen Preis dafür vergeben:
Den Himmel-und-Hölle-Preis. Freischreiber wählt die fieseste und fairste Redaktion Deutschlands.
Und dafür brauchen wir Sie. Denn natürlich geht es ums große Ganze.
Wir alle haben den Journalistenberuf gewählt, weil wir ihn lieben und als einen Pfeiler lebendiger Demokratie begreifen. Aber es sind die vielen kleinen Nadelstiche, die uns das Leben zur Hölle machen: Honorare, hinter denen man monatelang herläuft. Verträge, bei deren Lektüre man ob ihrer Dreistigkeit hysterische Lachanfälle bekommt. Angebote, die man eigentlich nur noch für einen Witz halten kann.
Wir haben deshalb in zehn Punkten die Grundlagen für eine faire Zusammenarbeit zwischen Freien und Redaktionen aufgeschrieben. Und haben dieses Papier "Code of Fairness"genannt.
Es ist ein Angebot zur fairen Zusammenarbeit zwischen Redaktionen und Freien. Wir wissen: es gibt auch faire Redaktionen, die sich an viele der Punkte aus dem Code of Fairness bereits halten. Und mit denen die Zusammenarbeit geradezu himmlisch ist.
Deshalb wollen wir nicht nur meckern, sondern uns auch bei tollen Redaktionen bedanken. Der Code of Fairness soll daher die Bewertungsgrundlage für den Himmel-und-Hölle-Preis sein.