Liebe Leserinnen und Leser,
vor 30 Jahren befassten sich allenfalls Spezialisten mit dem deutschen Urheberrecht. Heute muss sich jeder normale Bürger damit herumschlagen. Allen voran natürlich die Urheber, die sich in der laufenden Debatte lange zurückgehalten haben - deshalb droht ihnen nun die Pleite: Denn sie könnten zwischen den mächtigen Interessen der Verwerter (=Content-Industrie) und den ebenso mächtigen Interessen der Internet-Nutzer (=Plattform-Industrie) zerrieben werden wie ein Stück Parmesan.
Das aktuelle Freischreiber-Positionspapier zur geplanten Urheberrechts-Reform finden Sie hier. Es wurde bereits auf Spiegel Online zitiert und hat kontroverse Reaktionen ausgelöst, etwa von Dirk von Gehlen, Autor des Buches "Mashup - Lob der Kopie". Unter dessen Beitrag kommentiert wiederum Freischreiber-Vorstandsmitglied Wolfgang Michal.
Auch Sascha Lobo beschäftigt sich in seiner S.P.O.N.-Kolumne mit dem Urheberrecht: "Im Ringen ums Urheberrecht kämpft die Unterhaltungsbranche zunehmend verzweifelt gegen das Netz selbst. Dabei wäre es in jedermanns Interesse, wenn online kräftig Geld verdient würde mit Filmen, Musik, Büchern."
Und Robert Thomson, Chefredakteur des Wall Street Journal, sagt im Handelsblatt-Interview: "Qualitätsinhalte müssen bezahlt werden."