Liebe Leserin, lieber Leser,
na, spüren Sie es schon? Die Kreativität, die sich Bahn bricht? Oder gar die neuen Jobmöglichkeiten? Na, das kommt schon noch, schließlich ist das chinesische "Jahr des Wasserdrachen", das all das mit sich bringen soll, gerade mal zwei Wochen alt.
Wir jedenfalls glauben fest dran, schließlich schaden ein, zwei Strohhalme zum Klammern ja nie, wenn man sich als freier Journalist so durchschlägt.
Zumal das Jahr mit recht viel Gegenwind begann. Das Urheberrecht ist schon jetzt das große Thema für 2012, darüber ist sich der Freischreiber-Vorstand einig. Im Moment gibt es da eine klare Front: Die Nutzer (aka "Netzgemeinde") gegen die Verwerter (Verlage, Plattenfirmen etc.). Dass wir Urheber auch ein Wörtchen mitreden wollen, weil wir Interessen haben, die weder mit der einen noch der anderen Seite zu tun haben, haben wir kürzlich in einem Positionspapier deutlich gemacht (und ja schon im letzten Newsletter darüber berichtet).
Mit unserem Hinweis auf die Interessen der Urheber haben wir ganz offenbar einen Nerv getroffen. Die Taz hat dazu eine vertiefende Meldung gebracht, das Informationsportal Irights hat noch einmal präzisierend nachgefragt.
Unser Positionspapier ploppte genau zum rechten Zeitpunkt mitten in eine Debatte, die gerade heftig tobt. In der geht es um nichts weniger als die Frage, ob es eigentlich gesetzt ist, dass man mit Kunst (und allem anderen urheberrechtlich Relevanten, also auch Journalismus) Geld verdienen kann.