Der :Freischreiber-Newsletter

Neues von Freischreiber: Die Zukunft und das Jetzt, Lektüretipps und Termine

Liebe Leserinnen, liebe Leser,

 

heute melden wir uns wieder mit unserem wöchentlichen Rundschreiben. Wieder haben wir aus den unüberschaubaren Weiten und unzähligen Verästelungen des Internets einige lesenswerte Texte heraus gefischt. Es geht vor allem um die Frage, ob Verlage in Zukunft überhaupt noch so unersetzlich sein werden, wie sie es lange waren. Und ist der Rettungsanker namens Leistungsschutzrecht, den sie ausgeworfen haben, überhaupt tauglich, um Qualitätsjournalismus auch im Internet-Zeitalter zu sichern? Lesen Sie selbst:

 

Heute vor einer Woche wurde auf Einladung der Heinrich-Böll-Stiftung und irights.info in Berlin über das Leistungsschutzrecht diskutiert, das die großen Zeitungs- und Zeitschriftenverlage so gerne hätten, um ein bisschen was von Google und all den anderen angeblichen Großverdienern im Netz abzubekommen. Neben dem Leistungsschutzrecht-Beauftragten des Axel Springer-Verlags, Christoph Keese, saßen auch wir auf dem Podium – und warfen die Frage auf, ob Verlage und Qualitätsjournalismus wirklich so untrennbar miteinander verbunden sind, wie es die Verlage gerne behaupten. Schließlich sind viele Verlage selbst nicht mehr bereit, für Qualitätsjournalismus zu zahlen, wie man z.B. an den Honoraren für freie Autoren sehen kann.

Neues von Freischreiber: Der kleine Tarifrechner wird unersetzlich, außerdem: Termine und wichtige Infos

Sehr geehrte Damen und Herren,

 

es folgen – wie beinahe jeden Mittwoch – einige Hinweise von Freischreiber, dem "kleinen, jungen, flexiblen und onlineaffinen" Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten.

 

Die Zeiten, in denen unser kleiner Tarifrechner ein unersetzliches Arbeitsinstrument für freie Journalisten wird, rücken immer näher: Die beiden etablierten Journalisten-Gewerkschaften DJV und dju/Verdi haben den "Gemeinsamen Vergütungsregeln" für hauptberuflich freie Tageszeitungsjournalisten zugestimmt, die sie in jahrelangen Verhandlungen mit dem Zeitungsverlegerverband BDZV ausgehandelt haben. Nur noch dessen Zustimmung steht aus, bevor die Honorarvereinbarung am 1. Februar in Kraft tritt. Wir finden das bedauerlich, denn die Honorare schreiben fest, dass Tageszeitungsjournalismus nichts ist, von dem man leben kann. Dass Gewerkschaften so etwas zustimmen, ist merkwürdig. Zumindest die dju ist so ehrlich und schreibt, "berauschende Honorarsätze" seien nicht erzielt worden.

 

Neues von Freischreiber: Zur Angemessenheit von Honoraren, Rückblick und Ausblick etc.

Guten Tag,

 

mittwochs erhalten Sie regelmäßig unseren Rundbrief mit Neuigkeiten aus der Welt der freien Journalisten. Die Regelmäßigkeit, um die wir uns stets bemühen, ist zuletzt wegen zweier Extra-Newsletter etwas durcheinander geraten. Grund war die Diskussion um die Honorarsätze, wie sie die Journalistengewerkschaften DJV und dju gemeinsam mit dem Bundesverband Deutscher Zeitungsverleger für hauptberuflich freie Tageszeitungsjournalisten vereinbart haben.

 

Wir haben mit einer ausführlichen Stellungnahme gegen diese "Gemeinsame Vergütungsregeln" protestiert, weil wir der Auffassung sind, dass sie Verhältnisse zementieren, unter denen professioneller Journalismus nicht mehr möglich sein wird. Zwar wird es für einige freie Journalisten tatsächlich höhere Zeilenhonorare als zuvor geben, die aber sind auch weiterhin weit davon entfernt, dass freie Journalisten damit ihr Leben bestreiten können. Was das für den Tageszeitungsjournalismus bedeutet, der von den Beiträgen freier Journalisten lebt, mag sich jeder selbst überlegen.

 

Extra-Rundbrief mit Bastelanleitung und Hinweis auf eine Online-Petition zu Tageszeitungshonoraren

Liebe Empfängerinnen und Empfänger unseres Rundbriefes,

 

Sie erhalten aus aktuellem Anlass heute außer der Reihe Post von uns mit einer Bastel-Anleitung für unseren kleinen Tarifrechner

 

Mit Hilfe einer Schere und schon nach wenigen Handgriffen erhalten Sie ein zuverlässiges Instrument, um die Honorare für hauptberuflich freie Tageszeitungs-Journalisten im Vergleich zu Hartz-IV-Empfängern, Raumpflegern und Angehörigen anderer Berufsgruppen zu ermitteln.

 

Wenn Sie beim Gebrauch des Tarifrechners denken: Oh, da müssen die freien Tageszeitungs-Journalisten aber fast unmenschlich viel schreiben, wenn Sie einigermaßen anständig von ihrer Arbeit leben wollen, dann liegen Sie leider richtig. Denn der Freischreiber-Tarifrechner geht von den Honoraren aus, die die Journalistengewerkschaften DJV und dju mit dem Zeitungsverlegerverband BDZV in den jüngst verabredeten "Gemeinsamen Vergütungsregeln" als "angemessen" vereinbart haben. Diese Honorare sollen vom 1. Februar 2010 an gelten.

 

Freischreiber lehnt die Vergütungsregeln ab, weil sie Bedingungen zementieren, unter denen professioneller, unabhängiger, sauber recherchierter Journalismus durch freie Journalisten nicht möglich ist. Unsere ausführliche Begründung lesen Sie hier.

 

Wer sich als DJV- oder dju-Mitglied noch an seine Gewerkschaft wenden will, bevor beide endgültig den Vergütungsregeln zustimmen, sollte sich beeilen: Die dju-Gremien treffen sich offenbar bereits am morgigen Dienstag, 12. Januar, der DJV folgt am 18. Januar.

 

Neues von Freischreiber: Die Debatte über angemessene Tageszeitungshonorare, Termine, ein TV-Tip und eine Bitte

Liebe Leserinnen und Leser unseres wöchentlichen Rundbriefes!

 

Bei uns ist gerade viel los, deshalb heute nur kleine Post mit einem (1) Hinweis zur Lage, (2) Terminen, (3) einem TV-Tip und (4) einer Bitte an unsere Mitglieder.

 

(1) Hinweis zur Lage:

 

Freischreiber, den Berufsverband freier Journalistinnen und Journalisten, beschäftigen zur Zeit vor allem die Vergütungsregeln für freie Tageszeitungsjournalisten, auf die sich der Deutsche Journalistenverband (DJV), die Deutsche Journalisten-Union/Verdi (dju) und der Zeitungsverlegerverband BDZV nach einem mehrjährigen Verhandlungsmarathon geeinigt haben. Wir als freie Journalisten sind unzufrieden mit dem Verhandlungsergebnis. Klar, Verhandlungen sind schwierig, ein Kompromiss war mühsam zu erzielen – aber wir können Vergütungsregeln nicht akzeptieren, die festschreiben, dass man als hauptberuflicher Journalist nicht von seiner Arbeit leben kann, wenn man für Tageszeitungen arbeitet. Die ausführliche Begründung lesen Sie in unserem Blog.

 

Unten drunter kann jeder an der Debatte teilnehmen, in die sich mittlerweile auch DJV und dju mit mehreren Leuten eingeschaltet haben.

 

Neues von Freischreiber: Weihnachtsgrüße und der Jahresrückblick

Liebe Leserin, lieber Leser,

 

heute machen wir es kurz: Freischreiber wünscht Ihnen allen ein fröhliches Weihnachtsfest und alles Gute für das neue Jahr! Wir danken Ihnen an dieser Stelle für Ihre stets freundliche Aufmerksamkeit, Ihre Unterstützung und manch hilfreichen Hinweis! 

 

Freischreiber hat sich den Interessen der freien Journalistinnen und Journalisten verschrieben, der Verband lebt von der Initiative seiner mittlerweile knapp 300 Mitglieder. Was wir im zu Ende gehenden Jahr angestoßen und gemacht haben, können Sie in unserem Jahresrückblick lesen.

 

Aufmerksam machen möchten wir gerne noch einmal auf unsere derzeit laufende Freiflächen-Kampagne, die zeigt: Ohne freie Journalisten könnten viele Medien einpacken – oder wären (mindestens) nur halb so umfangreich. Im Januar setzen wir die Kampagne mit weiteren Magazinen und Zeitungen fort.

 

Nacherleben können Sie jetzt auch unsere Lesetour-Auftritte in München und in Köln.

 

So, und nun ist es Zeit, den Computer auszuschalten und in die Weihnachtsferien zu gehen. Genießen Sie die Tage, kommen Sie gut ins Jahr 2010,

 

herzliche Grüße, die Freischreiber

 

 

 

Neues von Freischreiber: Die "Freiflächen"-Kampagne.

Liebe Kollegen, liebe Kolleginnen,

liebe Leser und Leserinnen unseres Wochenbriefes,

heute verschicken wir nur einen kurzen Gruß mit einem recht schamlosen Hinweis allein auf unsere "Freiflächen"-Kampagne. Am vergangenen Montag haben wir sie gestartet, um zu zeigen, welchen Anteil Freie an Zeitungen und Magazinen haben. Wir wussten ja schon, dass wir nicht so ganz unwichtig sind – aber das Ergebnis unserer Recherchen jetzt mal so deutlich visualisiert zu haben, das hat auch uns überrascht.

Den Anfang machte am Montag das "Zeit Magazin". Schauen Sie sich die Animation an, erleben Sie, wie sich das Magazin entleert, wenn man alle Beiträge freier Journalisten daraus entfernt.

Am Tag darauf beantwortete "Zeit Magazin"-Chefredakteur Christoph Amend unsere Fragen zur Bedeutung der Freien für sein Heft, heute setzen wir diesen ersten Teil der Kampagne mit einer Einschätzung des Hamburger Journalistik-Professors Stephan Weichert zu dieser Frage fort.

Sie als Leserinnen und Leser unseres Rundbriefes sind herzlich eingeladen, uns Ihre Meinung zu unserer Kampagne, zur Arbeit und Rolle freier Journalisten oder Ihre Erfahrungen mit dem "Zeit Magazin" als Leser oder Autorin mitzuteilen. Platz dafür ist unter den jeweiligen Artikeln in den Kommentaren. Wir freuen uns über eine rege Debatte!

Neues von Freischreiber: Die nächsten Treffen und die Lektüreschau mit tollen Links

Verehrte Leserinnen und Leser,

Neues von Freischreiber: Termine und Lektüreschau

Guten Tag, verehrte Leserinnen und Leser,

 

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