Hölle, Hölle, Hölle
Zugegeben, es überrascht uns nicht, dass sich manche der nominierten Hölle-Kandidaten über den ausgelobten Preis öffentlich ärgern. Das ist ihr gutes Recht. Denn weder die Vorschläge noch die durch die Jury nominierten Kandidaten gehören wissenschaftlich messbar zu den fiesesten Redaktionen der Republik. Doch die eingesandten Mails haben wir überprüft und stellten bei der Gegenrecherche häufig genug fest: Die Einhaltung des Code of Fairness funktioniert mal besser, mal schlechter, manchmal sogar besonders schlecht oder aber auch nur in einem, aber wesentlichen Punkt nicht gut.
Mit dem Preis verbinden wir den Wunsch, die Zusammenarbeit zwischen freien Journalisten und Redaktionen zu verbessern. Wenn wir jetzt damit eine Diskussion beginnen, die naturgemäß kontrovers geführt wird, hoffen wir, dies im Sinne beider Seiten zu tun: für eine gute, kreative und faire Kooperation.
Doch wir möchten uns auch entschuldigen: dafür, dass wir erst heute und damit zu spät, die Begründungen für die Hölle-Kandidaten veröffentlichen. Zu Recht hat dies für einigen Unmut gesorgt, nicht zuletzt bei denen, die darüber abstimmen sollen und wollen.
Die Jurybegründungen lauten:
Für Sie:
Freie Autoren empfanden hier eine Bandbreite an Verstößen gegen den Code of Fairness: Die Absprachen in Bezug auf Thema und Honorar erlebten sie oft als unklar, Zusagen als nicht verbindlich. Sie hatten den Eindruck, dass unterschiedliche Redakteure, mit denen sie zu tun hatten, einander widersprechen. Der Rechercheaufwand werde ihrer Meinung nach unrealistisch eingeschätzt und entsprechend gering vergütet. Schwierig fanden sie auch, dass Autorenhonorare als All-Inclusive-Entlohnung begriffen würden, so dass Fotos, Bildunterschriften, Info-Kästen nicht extra vergütet werden. Auch der Umgang mit Interviewpartnern, die Suche nach „Fällen“, schien ihnen nicht immer mit journalistischen Grundsätzen vereinbar. Schwierig fanden freie Autoren auch, dass ihre Texte durch viele Hände gingen und ihnen die unterschiedlichen Redigierstufen und -kriterien nicht plausibel seien.
Neon:
An unserer Umfrage teilnehmende, freie Journalisten kritisierten an Neon den Umgang mit Themenvorschlägen. Hier gebe es eine Unschärfe, welche das Vertrauen in das in vielen anderen Punkten geschätzte Magazin erschüttere. Kritik ist schwierig, weil der Ursprung einer Idee selten nachzuweisen ist. Ideen entwickeln sich, werden in Konferenzen oft erst konkretisiert oder bekommen in der Redaktion einen anderen Dreh. Freie Autoren benötigen hier besonderen Schutz. Wer ein Thema vorschlägt, muss nach den Maßstäben des Code of Fairness als Urheber anerkannt und honoriert werden. Freie Autoren empfanden die Kommunikation als mangelhaft. Sie wünschten sich von Neon mehr Transparenz sowie einen respektvolleren Umgang mit ihren Ideen.
Spiegel Online:
Hier empfanden freie Journalisten die Honorare als unangemessen niedrig. Der Rechercheaufwand würde nicht angemessen vergütet. Auch würden Spesen und Reisekosten nicht übernommen. Freie Autoren hatten den Eindruck, dass Rückmeldungen sehr lange dauerten und Texte lange liegen blieben. Sie wünschten sich bessere Kommunikation, mehr Verbindlichkeit und schnelleres Feedback. Einige Autoren empfanden die Zuspitzung ihrer Themen als unverhältnismäßig. Als nicht akzeptabel kritisierten sie Autorenverträge, welche von ihnen eine umfassende Abgabe der Rechte verlangten.
Kommentare
Liebe Kollegen,
ich finde, diese Erklärung kommt nicht nur zu spät, sie ist auch zu wenig und spricht ein paar grundsätzlichere Probleme, die es aus meiner Sicht mit diesem Preis gibt, gar nicht an. Ich möchte dringend an die Jury des Preises appellieren, zwei Schritte weiter zu gehen: Die Art und Weise der Veröffentlichungen der Nominierungen war nicht nur zu spät, sie war auch unfair. "Die fieseste Redaktion" ist ein sehr pauschales Urteil, das so sicher nicht stehen bleiben kann. Und der Wahlmodus ist auch nach diesen Begründungen nicht tragfähig. Ich finde, wir sollten zugeben, dass wir als Verband hier gestolpert sind, uns dafür entschuldigen und den Preis wenn überhaupt erst nächstes Jahr vergeben, wenn wir einen besseren Wahlmodus haben.
Ich habe meine Gedanken dazu gebloggt: http://print-wuergt.de/2011/10/07/himmel-holle-einen-fairness-preis-gewinnen-wir-damit-nicht/
Dieser Verband steht in einem Satz dazu, Fairness einzufordern. Damit sollten wir vorangehen.
Warum haben die Neon-Mitarbeiter, die jetzt Kritik üben, die Zeitschrift nicht für die Himmel-Kategorie vorgeschlagen?
@2Gast:
Das haben meines Wissens einige getan.
Warum diese Stimmen scheinbar nicht zählen, ist eine der vielen Fragen, die in Bezug auf diesen Preis wohl leider auch nach dem obigen Statement offenbleiben.
In was für einer idealisierten Welt lebst Du denn? Wenn ich jeden Tag 1000 Äpfel schleppe kann natürlich mal ein 1001ter sich untergeschmuggelt haben - und das ist dann kein Diebstall sondern das Ergebnis des schönen wahren Satzes: Wo gehobelt wird, fallen Späne. Das soll gar nichts rechtfertigen. Aber es gibt schon Unterschiede zwischen bewussten, absichtlichen Vergehen und Missverständnissen, die in großen Redaktionen und bei viel Freien-Kontakten eben nun mal auch auftreten (siehe Christoph Koch). Leider lässt es sich hier aber aufgrund der absurden Schwammigkeit nicht aufklären, ob es um Missverständnisse geht oder um bewussten, absichtlichen Themenklau. Das müsste man aber doch wissen!
Lieber Michalis, wo warst Du überhaupt in den vergangenen Monaten? An dem Preis wird seit mehr als einem Jahr gefeilt. Es gab Debatten im internen Forum, Angebote zu Telefonkonferenzen, allerlei Regionaltreffen, auf denen besprochen wurde, wie so ein Preis organisiert werden soll. Wir haben eine Jury, die ich für integer halte und die es sich mit der Entscheidung nicht leicht gemacht hat. Warum hast Du Dich nicht gemeldet, um selbst Mitglied in der Jury zu werden? Oder hat man das Dir verweigert? Ich kann mir das nicht vorstellen. Zumindest weiß ich, dass die Jury-Mitglieder oft miteinander telefoniert, sich getroffen und stundenlang besprochen haben. Sie haben sich entschieden, Redaktionen - für den Himmel- wie für den Hölle-Preis - zu nominieren, die sich offenbar in besonderer Weise dafür qualifizieren. Es ist bei all dem unstrittig, dass es für Freischreiber im "Himmel" nicht wirklich rosig aussieht und dass man es in der "Hölle" noch durchaus aushalten kann. Das streitet niemand ab. Sorry, aber Deine Einlassungen hättest Du zunächst im internen Forum posten und dort für Deine Position werben können. Gruß, Dirk
Wenn ihr meint, dass bloß der Zeitpunkt er Veröffentlichung und nicht das ganze Verfahren für "einigen Unmut" gesorgt hat, habt ihr, fürchte ich, die Kritik der letzten Tage nicht einmal im Ansatz verstanden.
Lieber Stefan, lieber Michalis, wir können diese Debatte gern im internen Forum weiterführen. Und ich habe Dich, lieber Michalis, dort auch schon vor zwei Tagen direkt angesprochen. Gruß, Dirk
@Dirk Liesemer: Dieser Blog-Eintrag steht auch nicht im internen Forum.
Liebe Kollegen, lieber Stefan, lieber Michalis,
die Herbstkampagne war keine Geheimaktion. Die ersten Infos dazu hat Jakob Vicari am 29. August im Freischreiber-Forum gepostet. Die zehn Mitglieder der Kampa haben dort alle zur Mitarbeit aufgefordert: „Macht mit!“ hieß die Überschrift. Es gab ab Anfang September Angebote, an Telefonkonferenzen teilzunehmen. Jeder Schritt der Kampa wurde allen Mitgliedern kommuniziert, auch zum Himmel- und Hölle-Preis, inklusive der nun lautstark monierten Preis-Bezeichnungen („fieseste Redaktion....“). Ich wundere mich ein wenig, dass die Kritiker aus den eigenen Reihen, die offenbar weder an diesem Prozess teilgenommen haben, noch irgendwelche Vorschläge oder Änderdungswünsche hatten, erst jetzt und dann öffentlich die Keule schwingen. Sowohl die Kampa als auch die Jury haben sehr viel (ehrenamtliche) Arbeit in die Sache investiert, und sie haben diese Arbeit, neben ihrer beruflichen Eingebundenheit, für euch alle erledigt. Sie haben sich vor die Verlage gestellt und massenweise Glückskekse verteilt, sie haben die Preis-Vorschläge gesammelt, gesichtet und überprüft. Und jetzt wird denen, die für euch die Arbeit machen, vorgehalten, sie hätten „Scheiße“ gebaut. So stelle ich mir Solidarität unter freien Journalisten nicht vor. Packt lieber mit an, damit diese Herbstkampagne als Ganzes ein Erfolg bleibt und sich die freien Journalisten nicht auseinanderdividieren lassen.
Ich kann übrigens auch nicht verstehen, was an diesem Wahlvorgang jetzt so schwierig sein soll. Die drei Nominierten stehen beispielhaft für drei unterschiedliche Formen der Verletzung des „Code of Fairness“. Jeder kann nun entscheiden, was ihm wichtiger ist. Ob man das völlige Umschreiben von Texten oder die laue Bezahlung und das Abtreten sämtlicher Autoren-Rechte oder den laxen Umgang mit Themenvorschlägen als schwerwiegender empfindet. Ist das wirklich so schwierig zu entscheiden? Hängt von dieser Wahl die Existenz der Bundesrepublik ab? Könnte man das Ganze nicht ähnlich sehen wie die „Verschlossene Auster“ des Netzwerks Recherche? Freischreiber ist nicht das Oberste Gericht und mit 400 Mitgliedern auch nicht repräsentativ oder objektiv. Wir geben eine zugespitzte Meinung kund, und dahinter steckt, was wir uns eigentlich im positiven Sinne wünschen. Mehr nicht. Oder muss Freischreiber künftig auch „belegen“, dass es den Himmel und die Hölle wirklich gibt? Manche Themen verlangen eben eine gewisse Zuspitzung, um Gehör zu finden.
Und ein letztes noch: Woher wissen die Kritiker eigentlich, dass es die Jury „verbockt“ hat? Dass keine konkreten Fälle vorliegen? Woher wissen jetzt manche Kritiker, dass Ebert und Blumencron absolut im Recht sind? Verfügen sie über hellseherische Fähigkeiten?
Es ist gewiss nicht alles perfekt gelaufen, es mag auch sein, dass nicht alle möglichen Entwicklungen bis ins letzte Detail durchdacht waren, aber dieser Verband ist nun mal ein Netzwerk, und dieses Netzwerk kann nur gut und wirksam sein, wenn sich viele in ihren eigenen Angelegenheiten engagieren. Es ist nicht die Aufgabe der Aktiven, der Kampa, der Jury, der Regionalgruppen oder des Vorstands, für die Passiven im Verband ein Rundum-Sorglos-Paket zu schnüren.
Lieber Wolfgang,
ich dachte eigentlich, ich sage einfach nichts mehr zu dem Thema, aber der Vorwurf der Unsolidarität, der mir gegenüber ja dann auch noch immer wieder in der Steigerung der Nestbeschmutzung entgegengebracht wird, stört mich sehr. Es ist richtig, dass ich ein sehr passives Mitglied bin. Wenn das dazu führt, dass ich meine Meinung nicht mehr äußern soll, soll man das laut sagen oder in die Statuten schreiben. Aber die Argumente, die da kommen, verfehlen alle die Kritik, die ich geäußert habe, und deshalb macht es auf mich eher den Eindruck, Kritik würde generell ungern gehört.
Es bestreitet niemand, dass die Jury viel und auch nach ihrem besten Wissen und Gewissen gearbeitet hat, aber das ändert nichts daran, dass dieses Verfahren nicht funktioniert. Man braucht kein Hellseher zu sein, um zu sehen, dass es keinen konkreten Fall gibt, sondern nur das Verfahren anzusehen, dass die Veröffentlichung eines konkreten Falles unmöglich macht. Ich hoffe doch sehr stark, dass konkrete Fälle vorliegen, wenn ich das nicht glauben würde, wäre ich auf der Stelle ausgetreten. Aber wie diese Fälle aussehen, wie sie zu erklären sind, möglicherweise auch von der anderen Seite, das wissen wir eben nicht. Unsere Vorwürfe an die Redaktionen bleiben unbeweisbar. In der Folge habe zumindest ich nicht behauptet, dass Ebert und Blumencron "absolut im recht" sind, wie du behauptest, ich habe gesagt, sie sind aus meiner Sicht zu recht sauer, und dabei bleibe ich, weil das Verfahren unfair ist. Und jetzt die Wahl herunterzuspielen (nein, die BRD hängt nicht von ihr ab) ändert nichts daran, dass ich eine Redaktion als "fieseste Redaktion" bestimmen soll, über die ich nichts weiß als aus strukturellen Gründen unbelegbare Vorwürfe. Wenn der Preis so unwichtig ist, dass man ruhig mal Fünfe grade sein lassen und trotzdem wählen kann, weil die Demokratie nicht davon abhängt, kann man es genau so gut sein lassen.
Dass ausgerechnet Journalisten sich Kritik verbieten, weil sie schließlich so viel Arbeit in etwas gesteckt haben, ist eine abenteuerliche Argumentation. Dann verbietet sich jede Art von Kritik an allem. Und mich ärgert auch der Versuch, alle Diskussionen in interne Foren verlegen zu wollen. Ich nehme nicht Bezug auf Interna, ich greife niemanden persönlich an, ich habe, im Gegenteil, versucht, einen konstruktiven Beitrag zu leisten. Wenn das als unsolidarisch verstanden wird, oder wie hier ja auch schon stand als Versuch, mich "vor meinen Auftraggebern zu profilieren", dann lache ich mal kurz trocken. Ich kenne wie gesagt die meisten nominierten Redaktionen nicht als Mitarbeiter, aber ausgerechnet bei NEON wüsste ich gerne, ob Michael Ebert von vielen Freien schon ähnlich viel Kritik gehört hat wie von mir. Ich bin da auch nicht stiller als hier, aber im Moment scheint es für mich, dort kann man besser damit umgehen.
Es hat im Übrigen auch niemand ein Rundum-Sorglos-Paket verlangt. Ich kann mich überhaupt nicht erinnern, jemals irgendetwas verlangt zu haben. Ich habe außerdem mit einer echten Kritik gewartet, bis die Begründungen der Jury in dem Text oben vorlagen. Allerdings schließe ich mich Stefan an: Wenn das oben tatsächlich die Antwort auf die Kritik war, dann ist sie nicht verstanden worden. Deshalb habe ich meine ja ausführlich konkretisiert.
Ich habe allerdings an einer Stelle "Scheiße" gesagt, und wenn meine unsensible Wortwahl aufstößt, dann tut mir das leid. Ich hätte Hölle sagen sollen.
Ich bin übrigens völlig mit dir einer Meinung: Wir hätten eine zugespitzte Meinung kundtun sollen, um eine Diskussion anzustoßen, die konstruktiv geführt werden sollte. Haben wir aber nicht. Wir haben Nominierungen veröffentlicht, aus denen unter anderem herauszulesen war, dass NEON Themen klaut. Und dann erst einmal nicht mehr gesagt als in den Interviews der Jury, in denen es dann hieß:
"Vieles an Kritikpunkten oder Beschwerden ist nicht konkret zu benennen und auch nicht immer nachweisbar. Themenklau beispielsweise bewegt sich fast immer in einer Grauzone."
"Das hat auch viel mit Wahrnehmung oder Gefühl zu tun."
"Wir müssen uns an diesen Preis ja auch erst herantasten. Das hat es bisher noch nie gegeben, dass freie Journalisten den Mut haben, fiese Auftraggeber öffentlich zu benennen."
Und da muss ich sagen: Wie ein Rundum-Sorglos-Paket für mich fühlt sich das nicht an. Im Gegenteil, das macht mir Sorgen. Es fühlt sich auch nicht wie Mut an, "fiese Auftraggeber" öffentlich anonym zu benennen, ohne Belege zu haben. Warum man einerseits zugibt, sich "heranzutasten", dann aber nicht dazu stehen kann, dass das nicht so gut funktioniert hat, wie man sich das gedacht hatte, ist mir ein Rätsel.
Und nebenbei: Jetzt heißt es "laxer Umgang mit Themen", im Interview hieß es noch Themenklau, in dem berüchtigten satirischen Text vom teuflischen Chefredakteur persönlich. Das ist nicht Zuspitzung, das ist ein konkreter Vorwurf, von dem man dann aber weiß, dass man ihn nicht belegen kann. Das ist nicht konstruktiv. Ich finde, das ist ein Hölle-Stil.
In diesem Sinne,
mp
Diese "Begründung" ändert nichts. Die Kritik bezieht sich auf die Art und Weise, wie ihr "recherchiert" habt, darauf, dass, ihr keine Belege liefert und fahrlässig öffentlich Anschuldingen äußert. Aber offenbar habt ihr nicht verstanden, warum so viele, auch euch geneigte, Menschen fassungslos sind ob des freischreiber-Vorgehens.
Liebe Kritiker, dann macht doch endlich mal einen konzeptionellen Vorschlag!
Wie soll die Jury im nächsten Jahr die Vorschläge einsammeln? Wie soll sich überhaupt eine Jury zusammensetzen? Muss sie gewählt oder sollte sie ernannt werden? Muss es einen Proporz geben - nach Medien, Regionen und Berufserfahrung?
Nebenbei: Das ist hier keine Sophisterei, das sind die Fragen, um die es in der konkreten Arbeit geht.
Also weiter: Wer darf alles Vorschläge einreichen? Wie sollten sie gegengecheckt werden? Und dann: Wie sollen die einzelnen Vorschläge gewichtet werden? Müssen Vorschläge aussortiert werden? Brauchen wir einen Kriterienkatalog oder ähnliches? Zu welchen Aspekten dürfen überhaupt Vorschläge gemacht werden - Themenklau nicht, weil kaum belegbar oder nur dann, wenn es bereits einen Prozess gegeben hat, der natürlich zugunsten des Klägers ausgegangen ist (wobei es sich dann natürlich um einen "Einzelfall" handeln könnte)? Wonach sollen Himmel- und Hölle-Kandidaten schließlich ausgewählt werden? Wie sollen die Nominierten präsentiert werden? Mit welcher Ausführlichkeit muss eine Begründung für die jeweilige Nominierung bedacht werden? Was darf man in eine Begründung schreiben, was nicht? Wie und in welchem Rahmen soll die Preisverleihung stattfinden? Und und und.
Und dann argumentiert bitte, warum eure Vorschläge besser sein sollen als das derzeitige Verfahren. Ich bin mal sehr gespannt, ob und wann da was Konkretes kommt. Bisher macht ihr es euch mit euren flott dahingeschriebenen "Analysen" allzu einfach. Sie haben mich - auch wenn ihr das nicht versteht - nicht im Ansatz überzeugt. Verbandsarbeit macht eben Arbeit. Ich bin übrigens sehr froh, dass letztlich nicht eine Jury über den Preis entscheidet, sondern jedes Mitglied zur Wahl aufgerufen ist. Das war eine großartige Idee, die meines Wissens nirgends abgekupfert wurde - aber wahrscheinlich findet man da auch noch was dran auszusetzen.
Besten Gruß - Dirk
„Fassungslos“, „Höllestil“, „fahrlässig“, „beschädigt“... Schön, dass „so Viele“ den Redaktionen zur Seite springen. Ich will an dieser Stelle doch noch mal auf den Code of Fairness hinweisen. Zehn banale Punkte, und je weniger davon erfüllt sind, desto weniger Spaß macht das Arbeiten. Leider gibt es wirklich viele (nicht nur ganz junge) Kollegen, die sich nicht wagen, den Mund aufzumachen. Etwa, wenn sie immer mehr für immer weniger Geld machen sollen, die Buchhaltung mit System Rechnungen versiebt, oder die Rechtsabteilung sich neue Buy-out-Klauseln ausgedacht hat, bei der die Kollegin nur mehr würgen kann. Sagen: „Es reicht!“ und keinen Auftrag mehr kriegen? In den Regionalgruppen kann man solche Geschichten oft hören, und sie gehen nicht unbedingt gut aus. Und es sind solche Geschichten, die zur Herbstkampagne geführt haben. Jeder stolze Freischreiber, der die Kampagne anders hätte haben wollen, hatte übrigens bis Mitte das Jahres Zeit, mitzugestalten. Warum sollte jetzt der Preis eingestampft werden? Ich verstehe die Kampagne als ersten Schritt auf einem wichtigen Weg. Kritik gibt es immer, und was davon berechtigt ist - her damit -, kann ja nur den nächsten Schritt sicherer machen. Ich habe es schon im Hölle/Hölle/Hölle-Thread geschrieben: die Jury hat sicher nicht daran gedacht, in den Mediensandkasten zu steigen und die Blechschaufel gegen Redakteure zu schwingen. Es sind nur Beispiele üblen und guten Verhaltens. Jakob hat erklärt, warum bei der Hölle-Nominierung vorgegangen werden muss, wie es jetzt geschieht. Zur Erinnerung: Für Sie gehört zum Jalag Verlag, derjenige, an dem sich Freelens schon gehörig die Zähne ausgebissen hat. Zimperlich ist man dort nicht, kritikfähig auch nicht. Und fair nenne ich persönlich, nach allem was ich damals über diesen Prozess gelesen habe, den Umgang von Jalag mit Freien auch nicht. Kritik am Verfahren? Okay. Aber bitte weniger verbissen, sonst kann man nur vermuten, dass es doch richtig getroffen hat.
Ich bin übrigens Freischreiberin geworden, weil ich das Gefühl hatte, dass da Leute sind, die einem im Zweifelsfall die Hand reichen, und mit denen man was bewegen kann, wenn man will. Ein junger Verein, der nicht so verdammt politisch korrekt ist, konsequent ehrlich und mit dem Mut, ein heißes Eisen anzufassen. Auch wenns weh tut. Und ich hoffe, dass es so bleibt.
Lieber Dirk Liesmer,
achja, Kritiker sollen jetzt euren vermurksten Preis modernisieren? Wie er zu retten wäre, erfährst du doch direkt aus den vielen Stimmen hier:
1) Vorwürfe transparent machen
2) Keine Mitglieder-Abstimmung (auch, wenn du so stolz darauf bist), da dieser Modus kein objektives Ergebnis zur Folge haben kann. Schon gar nicht, wenn diese dürftigen Nominierungs-Begrüngungen alles sind, was die Mitglieder, von denen so viele nie mit den genannten Redaktionen zu tun hatten, vorab zur Meinungsbildung nutzen.
Wenn ihr unbedingt einen Höllen-Preis vergeben wollt, dann kürt ein Magazin, das aus mehreren, gut belegten, konkret öffentlich gemachten Gründen einen Höllen-Preis verdient hat.
Oder ihr vergebt einfach nur einen Himmel-Preis. Ich fürchte jedoch, ihr hattet den Wirbel, den eure freche, aber nicht besonders kluge Provokation verursacht hat, dringend nötig. Im Sinne eures Bekanntheit habt ihr vielleicht gehandelt. Im Sinne eurer Mitglieder und der Sache jedoch nicht.
@Dirk
Einen konzeptionellen Vorschlag habe ich im parallel laufenden Thread bereits gemacht.
Ich zitiere mich mal selbst:
>>Wie wäre denn ein Fragebogen, den ich auch gern (ab übernächster Woche aber erst frühestens) konzipieren kann.
Mehrere Multiple-Choice-Fragen die verschiedenen - vielleicht allen im ersten Durchgang gekürten - Redaktionen betreffend, die von mir aus gern im "Finde ich sehr/gar nicht/ein bisschen/kann ich nicht beurteilen"-Stil abfragen, wo es denn genau in Sachen faire Zusammenarbeit hakt und gut läuft.
Ich fände das ziemlich elegant: Wir hätten Transparenz. Wir wären differenziert und am Ende sogar sowas wie präzise in der Kritik.
Was wollen wir mehr?
So könnten wir viel überzeugender die ein oder andere Redaktion in Himmel oder Hölle schicken...<<
Ist aber auch wirklich unübersichtlich. :-)
Warum schießen Leute aus Hamburger Medienbüros auf den armen, kleinen Preis? Das finde ich nicht sehr mutig - und ich finde es auch unkollegial. Denn offensichtlich gibt es Kollegen, die schlechte Erfahrungen mit Redaktionen gemacht haben und ich finde, denen und vor allem der Jury sollte man in ihrem Urteilsvermögen vertrauen dürfen, erst recht wenn man Mitglied dieses Verbandes ist. Dass hier Journalisten bzw. Medienberater (was haben die in diesem Verband zu suchen? Handelt es sich dabei nicht um Lobbyisten der Verlage?) "Transparenz" fordern und dabei den Quellenschutz ganz vergessen, ist sehr bedenklich. Sieht eher so aus, als wollten sie Kollegen ans Messer liefern. Das Argument, der Ruf von Zeitschriften werde beschädigt, ist ja wohl ganz traurig. Was haben die denn zu befürchten? Sinkende Auflagen? Wohl kaum wegen dieses Preises. Dass keiner mehr für sie schreiben will? Ich würds weiter machen, allein, um herauszufinden, ob der Preis in der Redaktion eine Wirkung erzielt. Dass der Preis in seinem ersten Jahr vielleicht ein paar Kinderkrankheiten hat, geschenkt... Dass sich einige Kollegen vor die Wagen der Verlage spannen lassen, ist beschämend.
@Wolfgang
ich fühle mich mal mitgemeint und würde gern entgegnen: Haben alle (teilweise) Untätigen ihr Recht auf Meinungsäußerung verwirkt? Das kann ja wohl kaum das Verständnis der Freischreiber zum Thema demokratische Meinungsäußerung sein. Oder?
Also: Auch ich habe zur Preisgestaltung selbst nichts beigetragen, dafür aber immerhin ein paar Glückskekse mitverteilt. Ich finde die 10 Punkte samt Glückskeksaktion super und habe auch nichts gegen die Idee einzuwenden, aus dem Code of Fairness einen Preis zu stricken. Zeit, daran mitzuwirken, hatte ich
nicht. Mir fiel auf die Schnelle auch nicht ein, wie der Preis aussehen könnte, damit er trägt. Daher war ich dankbar, dass es Kolleginnen mit Zeit und Ideen dafür gibt, die das zwischenzeitlich erledigt haben.
Ich habe mich der Kritik in einigen Punkten angeschlossen. Und dazu stehe ich. Und ich habe vor ein paar Tagen einen konstruktiven Verbesserungsvorschlag samt Umsetzungsangebot nachgeschoben. Der - wie so manches hier anscheinend - offenbar nicht zur Kenntnis genommen wurde.
@Sylvia, da wir an die Öffentlichkeit gegangen sind, ist nicht mehr nur die Frage, welchen Anspruch wir haben - ein wichtiges Thema zu diskutieren -, sondern
auch, ob wir diesem Anspruch so genügen. Und das tun wir - da muss ich leider den Kritikern recht geben - leider eben nicht.
Und ich muss leider auch sagen: Ich teile nicht mehr nur in einigen sehr konkreten, wichtigen Punkten die Kritik, sondern auch den Eindruck, dass diese überhaupt nicht verstanden wird. Schade.
Bilanz:
Wir haben jetzt zweierlei: einerseits differenzierte und detaillierte Kritik und andererseits Zuspitzungen.
Ersteres sollten wir zur Kenntnis nehmen und uns positionieren. Zu letzterem haben wir mit himmlisch-höllischen Metaphern durchaus selbst eingeladen haben.
@Ghostwriter: Wir sind ein Verband von Medienprofis. Als solche wissen wir, wie Zuspitzungen funktionieren. Wer wie wir mit solch knackigen Begriffe rauskommt, muss schon sehr sauber arbeiten, damit es hält. Und das haben wir nicht getan. Und: Da hilft es auch nicht, sich um seinen "armen, kleinen Preis" zu scharen. Mit Verlaub: Der hat sein Maul ganz schön aufgerissen, dafür dass er dann vielleicht ein wenig schmächtig geraten ist. Entschuldige.
Wie an anderer Stelle auch shcon gesagt: Ich sehe das Problem des Quellenschutzes gegenüber den Kollegen, die Erfahrungen geliefert haben. Das Problem der Transparenz müssen (und können) wir dann eben anders lösen. Wie gesagt: Vorschläge gibt es, siehe oben.
Meine Erfahrung, wie sicher die der meisten Kollegen: Es gibt nicht *die* Hölle oder *den* Himmel. Vielleicht sollten wir daher den Himmel-Hölle-Preis lieber in verschiedenen Kategorien ausloben - und das dann mit Überzeugung.
(**hier noch Teil-Vorschläge:) Himmel- und Hölle-Preis in der Rubrik: Feedbackkultur, Themenmanagement, Bürokratie & Abrechnung, Rechtemanagement - nur als Beispiele.
Und nicht Hölle und Himmel-Preise als ganzes ausloben und schon bei der Nominierung diese relativieren.
So wie der Preis jetzt ist, werden wir unser Ziel - die berechtigte und fällige Diskussion über gute Zusammenarbeit und gegenseitige Ansprüche - nämlich sonst nicht erreichen. Und das hätten wird ann leider zumindest zu einem guten Teil uns selbst zuzuschreiben.
Und jetzt bin ich mal offline bis mindestens Freitagabend. :-)
@Midia
Ach, Midia, hier verbietet doch niemand Meinungen.
@Wolfgang Michal: Aber natürlich. Die Forderung lautet, die öffentliche Diskussion über den Preis zu beenden. Kritikern wird vorgeworfen, "unsolidarisch" zu sein. Was bedeutet das anderes als: Haltet die Klappe?
Mir kommt das vor wie eine Reisegruppe, die in einem Bus unterwegs ist. Ein paar schreien: "Haltet an, da vorne ist ein Abgrund!" Und als Antwort bekommen sie: "Ihr hättet ja bei der Routenplanung mitmachen können."
@Stefan: Schöner Vergleich. Hinkt aber leider. Bei der Routenplanung hätten die, die heute die Kritiker sind, sagen können: "Wir sehen, welche Route ihr da plant. Das ist gefährlich, denn ihr werdet an einen Abgrund kommen."
Wie gesagt: Die Routenplanung war für alle Mitglieder des Verbands im Forum einsehbar. Deshalb habe ich mich auch nur an die internen Kritiker gewandt, die das Verfahren kritisieren. Auch die können sich natürlich frei äußern (und sie tun es ja kräftig), aber man wird doch wohl sagen dürfen, dass sie ein bisschen spät damit ankamen.
Ich will mich jetzt aber nicht darum streiten, wer wann hätte was sagen sollen können müssen. Der Abgrund wurde erkannt. Wir arbeiten an einer Alternativroute.
finde das bild von herrn niggemeier auch völlig daneben - scheint aber irgendwie hipp zu sein, sich als opfer zu stilisieren, wenn man dann die klappe aufmacht, gilt man sofort als kritiker und das ist fürs eigene journalistenimage gut - die sache, um die es wirklich geht (schlechte arbeitsbedinungen für freie), spielt keine rolle mehr, nur noch einzelpersonen, die diese sache für sich ausschlachten
mit der zweiten "sache" meine ich den preis und die debatte darum
liebe leute,
erst einmal herzlichen glückwunsch zum hübschen preis, den ihr da vergebt. ich bin freier journalist und denke, dass es an der zeit ist, dass das verhalten von redaktionen gegenübern freien und deren arbeit und arbeitsvorschlägen thematisiert wird.
wenn man seinen hintern allerdings aus dem fenster hängt, regnet es drauf. nicht von ungefähr beteiligen sich dann daran immer auch solche mitglieder und beisteher, die ansonsten passiv mitlaufen, indem sie von oben noch draufspucken. ich glaube, dass ein großteil der kommentare hier unterdessen überflüssig geworden sind, sie erinnern mich stark an die neurotischen antworten in studentischen kreisen. basisdemokratie funktioniert sehr gut, wenn die leute wissen, wann sie den mund halten sollten.
zur sache: ich gehe davon aus, dass ihr für die vorwürfe, die den redaktionen gemacht worden sind und die die basis der anstehenden preisvergabe an NEON und SPON sind, konkrete fälle habt. selbstverständlich können die nicht öffentlich dargelegt werden, da die kollegen, die unter dem redaktionsgebaren leiden mussten, danach einen anderen job bräuchten. wie wäre es nun, wenn ihr einen prominenten journalisten bittet als mediator zwischen den redaktionsleitung von NEON und SPON und euch zu fungieren. dies müsste jemand sein, dessen journalistische arbeit weit über den internen kreis von vereinen und journalistenbekanntschaften hinaus gewicht hat (ca. korpjuweit, wickert o.ä.).
die energie des redaktionsleiters von NEON wird nicht verebben, bevor ihm nicht mit klaren argumenten die probleme auf seinem schiff dargelegt werden können, ihm also davon überzeugen, dass es da misstände zu beheben gibt. seine reaktion jetzt ist doch verständlich, er muss ja so reagieren. ich denke aber, dass er unter den ersten sein wird, die dass dan auch tun. allerdings könnt ihr dies strukturell nicht und es ist auch nicht eure aufgabe, dies zu tun.
ansonsten hoffe ich, dass ihr diesen preis nun zu einer jährlichen veranstaltung macht, da nur sonst die veranstaltung einen wert hat. evtl. würden sich modifizierungen ergeben, vielleicht ein festes gremium mit akzeptierten journalisten die fälle beurteilt und bewertet. vielleicht könnt ihr ja michael ebert im nächsten jahr anfragen?
beste grüße
Dieser Preis ist eine sinnvolle Sache, seine Vergabe ist ein Balance-Akt, der sich lohnt. Jetzt, da die Begründungen publik sind, werde ich abstimmen.
Zum Diskussionsstil hier gibt es echt nix mehr zu sagen. Wer Augen hat, sehe selbst.
Grüße an alle
Tobias
Schade, dass bei der Aktion so wenig herausgekommen ist. Es gibt so viele richtig fiese Redaktionen, mit richtig fiesen Repressalien, unter denen es Freien richtig mies geht!! Was ihr oben als Begrüdung für die Preisvergabe nennt, wirkt demgegenüber als lächerlicher Pipifax!!!
ich habe meinen ärger hier schon am 10. oktober kundgetan - offenbar ist mein forumsbeitrag gelöscht worden. nun lese ich, der hölle-preis ist ausgesetzt! ich überlege nun ernsthaft, aus dem verband auszutreten. wurden die freischreiber etwa verklagt? gab es eine einstweilige verfügung? vermutlich eher nein. dann finde ich dieses einknicken einfach nur feige und ich frage mich, warum wir einzelkämpfer es nicht schaffen, jedenfalls einmal an einem strang zu ziehen, nach dem code of fairness. kein mensch kann von 1 euro zeilensatz leben, keiner von 150 euro tagessatz (oft die regel, oft noch darunter). und wir zerfleddern uns gegenseitig, weil wir einen hölle-preis nicht fair ausgelobt haben? ich bin echt baff ob dieser ewigen opferlamm-haltung und weiss nicht mehr, ob ich hier richtig bin.
wir wollten doch den wirbel, und jetzt ziehen wir den kopf verschreckt wieder ein, weil -natürlich - ein paar sturmböen kommen? nur so nebenbei: ich habe ganz andere redaktionen vorgeschlagen, als die, die schliesslich zur wahl standen. nur 150 vorschläge finde ich übrigens - bei 400 mitgliedern - ein armutszeugnis für uns.
ich finde den aufschrei der redaktionen dennoch gut und in unserem sinne - denn so kommt die diskussion in gang, die wir lange haben wollten! natürlich gibt es keine, kann es keine wahrhaft objektive methode geben, wir haben schliesslich keine studie gemacht. dann hätten sich ja alle oder fast alle freien mitarbeiter der jeweils nominierten redaktionen beteiligen müssen und ihre e-mails, telefonate, originaltexte, rechnungen, mahnungen und anschliessenden publikationen belegen müssen. wie soll denn das gehen, und dann auch noch anonym?? dafür haben wir doch den verband gegründet, damit wir uns nicht als einzelner zur persona non grata bei unseren auftraggebern machen müssen. und mutiger sein können durch die stimme des verbandes. hallo? anstatt jetzt wieder asche auf unser haupt zu streuen, sollen sich doch jetzt mal die anderen rechtfertigen, ärgern - und ein bisschen über achtsamkeit nachdenken. denn die missstände im freien journalismus sind offenbar.
Man sieht, wie dringend der Preis benötigt wird. Offenbar habt Ihr in ein Wespennest gestochen. Gut, dass die betroffenen Redaktionen intervenieren, das hätte man wohl ahnen können - zumindest nach dem peinlichen Eklat um den Henri-Nannen-Preis 2011.
Macht aber nichts. Wie heißt es noch gleich...
Wer den Sumpf trocken legen will, darf nicht die Frösche fragen.
Also macht einfach weiter. Ich bin sicher, die betroffenen Redaktionen gruseln sich am meisten vor der Neuauflage des Preises 2012. Wenn Ihr es richtig anstellt, dürfte ein wenig Empörung dann nicht mehr reichen, um die unangenehme Hölle-Nominierung zu verhindern.
P.S. Dass Pantelouris und Niggemeier ihren Auftraggebern beispringen, ist nur natürlich. Aber rühmlich ist der Auftritt nicht. Denn eines brauchen die Freischreiber gewiss nicht: Schönwetter-Solidarität, die mit dem ersten Sturm davonweht.
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